Ich kauf nix

Update 28.1.2013: Das Jahr ist geschafft, und ich freu mich sehr, wie gut mein Blog und meine Themen bei euch angekommen sind und immer noch ankommen. Zur Information: Den untenstehenden Text über mich lasse ich bestehen, damit sich auch neue LeserInnen auskennen – das Jahr hat jedenfalls am 16.1.2013 geendet – was dazwischen passiert ist, kann man alles hier nachlesen 😉

Shopaholic auf cold turkey….Oder: Ich bin Nunu, und ich bin shoppingsüchtig. Ich mags gern bunt, ich mags gern schwarz, ich hampel nicht jedem Trend nach (nur jedem dritten, haha), sondern schaue mich gerne bei jungen Designern auf Dawanda oder Etsy um, aber ich habe auch immer wieder meine H&M-Anfälle gehabt.

In den vergangenen Monaten wurde mir mehr und mehr klar: Ich habe den Überblick verloren. Ich habe so viel anzuziehen, dass ich nicht mehr weiß, WAS ich eigentlich alles hab. Am Weg in den Urlaub Ende Dezember kam dann die Idee, ein Jahr lang nichts zu kaufen. Der Gedanke lies mich nicht los. Ich meine, nackt würde ich sicher nicht enden, ich könnte ohne Shopping – jetzt rein anziehtechnisch – wahrscheinlich viel länger überleben.

Gelesen, gesagt, getan. Aber erst ab 16. Jänner 2012. Warum? Weil ich das Wochenende davor noch in Barcelona verbringen sollte – und als Desigualfan konnte ich mir diese Steilvorlage aber echt nicht entgehen lassen. Mit einem leichten Anflug von Panik kaufte ich übrigens noch am Sonntag, den 15.1., kurz vorm Abflug nachhause nach Wien einen Desigual-Mantel.

Seither ist Shoppingpause. Und ich muss sagen: Ich mache hochinteressante Beobachtungen an mir selbst. Ich denke erstens viel mehr über den Inhalt meines Kastens nach. Da ist kein „Ich hätt so gern“ mehr, sondern viel mehr ein „Cool, das hab ich ja auch noch, wie kann ich das kombinieren?“ Um mir überhaupt mal einen Überblick zu verschaffen, machte ich Inventur. Was soll ich sagen – ich besitze sage und schreibe 34 Röcke und über 30 Jacken und Mäntel (Sommer bis Winter, Sport bis …. Naja, „edel“ ist nicht ganz so meins…). Im Büro lacht meine Zimmerkollegin immer, wenn sie schon wieder neue Stiefel an mir sieht .

Jetzt bin ich grad wirklich motiviert: Sehe ich in Auslagen oder an anderen Mädels Sachen, die mir gefallen, dann überlege ich eigentlich nur, was ich denn an ähnlichen Dingen im Schrank habe, und wie ich die denn optimal kombinieren könnte.

Mein einziges Problem: Strumpfhosen. Die gehen bei mir unglaublich schnell kaputt. Und ich habe bereits ein bisschen Horror, kommenden Herbst und Winter nur noch in meinen Jeans herumlaufen zu dürfen – was mach ich dann mit meinen 34 Röcken?

Aaaaber: mir ist klar, dass ich da keine Riesenleistung abliefere, die Welt nicht verändere. Ich fordere schlicht und einfach mich selbst heraus, und das Bloggen dazu macht einfach unglaublichen Spass. Das Nixkaufen ist inzwischen so einfach geworden, dass es fast schon selbstverständlich ist.

 


92 Gedanken zu „Ich kauf nix

  1. Ben Fluch sagt:

    Zu Shopaholic: abgesehen vom kleiderkauf den ich schon seit langem eingestellt hab aufgrund voller kästen und dem ewigem problem, was zieh ich jetzt an und was pßt wirklich zusammen?
    Seit diese riesige Konsum-Welle von Amerika auf Europa übergeschwappt ist gibt es mehr privatkonkurse alls je zuvor….
    Gibt es noch leute die mit dem zufrieden sind was sie haben?
    In Anbetracht dessen daß es immer mehr (junge)familien gibt die an der armutsgrenze leben….
    viel spaß beim weitershoppen!

    mfg ben

  2. singleman sagt:

    na ja, ein jahr lang nichts kaufen weil man eh schon alles im (kleider)kasten hat und ein wenig über sich und sein leben nachdenken … wirklich nichts großartiges … und damit schafft frau es sogar in die orf schlagzeilen … verkehrte welt

    • nunette sagt:

      ENDLICH! Auf den Kommentar hab ich schon seit Stunden gewartet – und das ist jetzt gar nicht böse gemeint, …. weil ja, das Gefühl habe ich auch ein bißchen. Aber andererseits: Mein Thema trifft auf Interesse, sonst wär die Gschicht nicht schon so lang oben. Absurd, aber sagt auch viel aus, find ich… 🙂

      • Violet Teki sagt:

        Es geht glaub ich auch um zwei Dinge, den Verzicht, weil es eine Sucht ist für Dich und dem Konsumwahl allgemein Einhalt zu gebieten. Ich kann als Mann leicht sagen, dass das nichts Großartiges ist, keine Kleidung zu kaufen, aber wenn ich ein Jahr lange keine Elektronik, Bücher, DVDs, Videospiele, … kaufen dürfte .. Da muss jeder selbst schauen, wo seine eigenen Süchte liegen.
        Viel Erfolg weiterhin!

      • nunette sagt:

        Danke, und ja, nächstes Jahr mache ich wohl einen Buchkauf Boykott 🙂

    • Evi sagt:

      jedeR hat eine andere „Sucht“. wenn man shopoholic ist und dann ein Jahr darauf verzichtet und mit Sicherheit für das zukünftige Leben eine Änderung bewirkt und auch noch andere Menschen zum Denken anregt, dann ist das viel.
      über sich und sein Leben nachdenken und eine Wende „zum besseren“ zu vollziehen ist nicht viel? ich finde schon.

      warum muss man immer die Leistungen anderer heruntermachen?

    • Che sagt:

      Dem kann ich nur beipflichten. Ist nichts Großes oder …jammern auf hohem Niveau …..was ich so gelesen hab…..

    • Steffi sagt:

      Ich würde es nicht schaffen. Diese „Leistung“ ist toll und jeder sollte einmal darüber nachdenken, wieviel wir eigentlich konsumieren.

  3. Doris sagt:

    Die Jungs haben doch keine Ahnung!!
    Ich hingegen finde deine Aktion gut. Ich denke nun schon den ganzen Tag drüber nach, wie mich shoppingfreies Jahr verändern würde. Ich kenne die „Problematik“ nur allzu gut. Ich schleiche – seit ich deinen ganzen Blog gelesen habe – verwirrt um meinem Schrankraum herum. Fast wie ein angeschossenes Tier.
    Viel Erfolg!!!

    • nunette sagt:

      das tut mir jetzt leid, das wollte ich nicht auslösen! aber hey, „schrankRAUM“? NEID! 😀

      • Doris sagt:

        YES!!! Schrankraum.
        Braucht dir nicht leid tun. Es ist ein positives Verwirrt-sein. Bis dato waren mir ja solche Aktionen nur von „Öko-Goa-Weibern“ bekannt (du weißt, worauf ich hinaus will).
        Jetzt hingegen denke ich drüber nach, ob das nicht auch was für mich wäre. Im zweiten Gedankengang beschäftigt mich natürlich was ich vor dem Jahr noch alles UNBEDINGT brauchen würde:)

      • nunette sagt:

        Also ich bin definitiv kein Ökogoaweib – nur eins, das ein bissl drüber nachdenkt, wo das Zeug im Schrank (nicht Raum….seufz) eigentlich herkommt, und leider lauter schockierende Beobachtungen macht.
        Ich hab auch eine Liste an Dingen, die ich nach dem Shoppingboykottjahr gern hätte, allen voran der Sockenpulli von Steinwidder, aber noch ist sie relativ kurz… ich find mir dann doch was, was ich schon hab und gern anzieh…

  4. Doris sagt:

    Je eben – du bist eine Leidensschwestern. Da hast du recht: Die Umstände der Produktion sind wirklich schockierend. Leider hat mich das bis jetzt auch nicht davon abgehalten, mir sinnlos Zeug nach Hause zu schleppen. Das ist ja auch ein interessanter Aspekt deines Projekts. Das meine ich mit Veränderung.

    Ja der Pulli ist was ganz besonderes. Da verstehe ich dich gut!

    Zum Loslegen bräuchte ich noch eine neue Homedress. Ich saue die eigentlich immer ziemlich schnell ein. Aber wahrscheinlich bilde ich mir das auch nur ein. Im Endeffekt ist eh komplett egal, wie man zu Hause rum läuft.

    • nunette sagt:

      so wie ich zuhause herumlaufe, ist es ein wunder, dass mein holder sich noch als selbiges betitelt 😀

      • Doris sagt:

        Eben. Geht mir nicht anders. Allerdings ist der mir Zugemutete auch nicht gerade ein Hingucker in den eigenen vier Wänden:)

        @Schrankraum: Wohne am Land und habe daher einen Platzvorteil gegenüber einer Stadtwohnung.

        ps: Sorry wegen deiner Katze. Hab vor fast sieben Jahren meine Hündin verloren und bin immer noch Witwe…..kenne das miese Gefühl.

  5. Sushila sagt:

    hallo nunu, leider lese ich erst jetzt von deinem projekt (dank orf.at) – find ich genial!! auch ich bin ein therapieresistenter shopaholic; habe bereits vieles versucht, von der einzel- bis zur gruppentherapie bei einer kaufsuchtsgruppe – bis jetzt hat nichts so wirklich geholfen. vielleicht bin ich’s einfach falsch angegangen („NICHTS mehr kaufen“ und das für immer!); nun versuche ich es halt mal mit deiner methode: ein jahr lang keine kleider mehr kaufen (und keine schuhe/schmuck/taschen). das klingt schon ein bißchen weniger streng..

    alles gute (wünsch ich dir & mir)!
    sushi

  6. Rosi sagt:

    oh mein Gott……genau einen Tag nach dem Woman´s Day entdecke ich deinen Blog…. ich glaub das ist ein Zeichen….
    Nachdem ich ja soooo viel gespart habe beim Woman´s day hat sich diesmal nicht bereits am gleichen Abend, sondern erst in der Früh des nächsten Morgen die Ernüchterung über die Einkäufe eingestellt….
    Nach dem Kommentar meines Liebsten: „ist der Blazer ROSA?????“, der Erkenntniss, dass ich bereits haargenau das gleiche orange Basic-Shirt im Kasten liegen hab und feststellen musste, dass die auch diese Ballerinas Blasen verursachen, wars dann mal wieder so weit. 😦
    Und dann plötzlich entdecke ich einen Link zum „Tauschkauf“-Event auf FB…..
    Ich muss ja sagen, noch kann ich nicht 100 Prozent sagen, ob ich diese Iddee so klasse finde, aber es reizt mich schon seeehr …. und nachdem eigentlich schon ein kleiner Berg mit Kleidung, die ich letzten Sommer ausgemustert habe (zu klein, zu groß, Rotphase überwunden,….) – STOLZBIN – im Hängeschrank unten herumkugelt (soll man ja nicht mehr in den Altkleiderkontainer werfen hab ich mir sagen lassen….) wär die Überlegung ja doch nicht so blöd…..
    Andererseits hatte ich vor kurzem mal die Idee, ein paar Ideen einer pimp my Kleiderschrank-Seite zu klauen und dann wären die Stücke auch noch gut zu gebrauchen.
    Vielleicht könnt man (oder du *g*) auch mal so eine Pimp my Kleiderschrank-Party organisieren….. DA wär ich SOFORT dabei 🙂 — DANKE aber auf jeden Fall für deine Idee, und den Denkanstoss UND die nette Art wie du schreibst 🙂

    • nunette sagt:

      ich danke dir für die vielen lieben worte und freu mich auf weitere kommentare von dir! was die pimpmykleiderschrank-party angeht – magst mir da mal auf ichkaufnixx@gmail.com schreiben, wie du dir das vorstellst? würde mich interessieren, vielleicht lässt sich da ja was umsetzen…

  7. Sicher genau so schwierig wie mit dem Rauchen aufzuhören. Mein Beitrag zum Konsumboykott und zur Suchtbekämpfung.

  8. Hallo Nunu,

    ich finde Deine Aktion klasse. Ein schöner Akt der Konsumrebellion. Und ich schließe mich an. Zumindest für das zweite Halbjahr, was zwar nicht ganz so großartig wie ein ganzes Jahr, aber immerhin. Freue mich, bei Gelegenheit von dir zu hören.

    Liebe Grüße nach Wien
    und iss bei Gelegenheit einen dieser senationellen Marillenknödel im Café Central für mich mit (na ja, da gehen wahrscheinlich nur Touris wie ich hin, der wahre Wiener hat wohl andere Quellen – aber toll waren sie schon)

  9. Luna sagt:

    Hallo!

    Genialer, toller Blog muss ich sagen! Und auch noch aus Österreich! 🙂

    Hab jetzt schon länger (dank meines hauptsächlichen Veganismus) mich mit Konsum v.a. Klamottenkonsum befasst und dadurch, dass ich kaum Geld hab (Studentin und ich spare auf ne Reise), fällt das exzessive Shopping sowieso flach… aber erst ab März bekam ich WInd von „Used but not useless“ so ner Kleidertauschparty (siehe FB auch ohne FBaccount möglich) in Tirol (kleinere Städte eignen sich für sowas wieder besser, gell :D) und auch im privaten Freund_innenkreis weitergeführt. Frage auch gern herum ob jemand etwas Kleingewordenes o.äh. haben will, zum Glück haben meine Menschen alle unterschiedliche Körperformen, Geschmäcker- so ist für jede_n was dabei. Und dadurch bin ich auch zu neuen Klamotten bzw Schuhen;ich mag generell keinen Schuhkauf- und einer Tasche, mein absolutes Laster; gekommen, weil manche Freundinnen dann auch mal gucken ob sie was nicht mehr brauchen. Momentan ist es mir egal, ob sie das nur aus Nacheifer und Nettigkeit tun oder sich wirklich was dahinter denken; ansonsten bevorzuge ich die zweite Variante.

    Was mir halt immer noch weh tut, ist Stücke auszusortieren und wegzuschmeißen (oder herzugeben), die mir überhaupt nicht mehr passen etc… aber an denen ich trotzdem noch so hänge.
    Da denk ich mir momentan, ich könnte mir so eine DIY Idee klauen und aus den Stücken neue Bezüge für irgendwas machen (@Rosi, vielleicht auch ne Idee für dich?)

    Zweitens, das werde ich grad auch noch los, weil der Post ja sowieso schon lang ist, und auf die paar Zeilen kommts auch nicht an… also, es gibt den „Kostnix“Laden, da kann mensch den ganzen Kram abgeben, weil die Frage (wie auf diesem Blog) ist :“Brauche ich das wirklich?“
    Grad nachgegoogelt, in Innsbruck, Wien, Graz ist einer.

    So, viele Grüße und noch ganz viel Spaß in deinem shoppingfreien Leben (das Gute find ich, ist, man hat Zeit für anderes.)
    ich find deinen Blog toll und deine Idee dahinter. Weiter so!

  10. Pinchen sagt:

    Sehr coole Idee. Ich werd mit Sicherheit ab und zu reinlesen. 🙂
    Ich bin momentan auf den Kleiderkreisel umgestiegen und klappere noch andere Tauschbörsen ab, ist eigentlich viel spannender, als bei den großen Kaufhäusern auf Schnäppchenjagd zu gehen.
    Dir eine schöne Woche und weiter so!

  11. Kalina Erika sagt:

    Habe heute die Sendung von Barbara Stoeckl gesehen. Diese hat mich animiert, Dinge zu überdenken – die ich ändern kann. Das Experiment hat mich sehr angesprochen und ich möche dieses versuchen mit Jänner auch 1 Jahr durchzuziehen. Der Konsumrausch hat schon was erschreckendes und der wahre Sinn des Lebens geht dadurch schon irgendwie verloren.

  12. luziasiegl sagt:

    Also ich mach da sicher mit ! Ich bin ein Problemfall beim Shoppen da ich halb Mann und halb Frau bin.
    Damit meine ich dass ich meine Weiblichkeit voll und gerne lebe aber dadurch das Problem eines doppelt so großen Kleiderschrankes habe. Klingt komisch ist aber so !
    Ich hoffe dass ich bei Euch mitmachen darf.

    Alles Liebe von Luzia und Karl

  13. luziasiegl sagt:

    das klingt gut, ich mach das für mich. danke für die Idee !

  14. luziasiegl sagt:

    ja gerne, das wäre super, habe an die Adi geschrieben.

  15. Kalina Erika sagt:

    habe 2 paar Schuhe bestellt – die ich sofort wieder zurückgesandt habe. Ich bin der Meinung, ohnehin genug Schuhe zu haben. Statt dessen habe ich an „Ärzte ohne Grenzen“ gespendet.

  16. Julia sagt:

    Hallo,

    also ich bin ja grundsätzlich auch sehr fasziniert von deinem Projekt. Ich selbst bin kein großer Shopaholic – natürlich kaufe ich mir zwar hin und wieder gern ein neues Stück, oder auch mal 2-3 von einer neuen Kollektion, aber ich würde es noch als akzeptables Maß bezeichnen. Immerhin gibt es auch Monate, in denen gar kein neues Stück in meinen Schrank kommt.

    Ich habe heute das erste Mal von deiner Aktion auf FM4 gehört und musste mir zu Hause sofort den Blog anschauen. Obwohl ich wie oben beschrieben nicht sooo viel Geld in die Textilbranche investiere, würde ich es glaube ich trotzdem nicht schaffen, mir ein ganzes Jahr lang gar nix zu kaufen. Deshalb mal eine Frage an dich: Zählen Taschen und Schuhe auch dazu? Und was ist mit Seidenstrümpfen oder Strumpfhosen… Die Dinger werden ja doch recht schnell kaputt, da könnte ich in meinem Bürojob recht schnell nur mehr barfuß in Pumps rumlaufen – denke gerade jetzt im Herbst wären blaue Füße in eleganten Schuhen nicht unbedingt ein schöner Anblick 🙂

    Jedenfalls möchte ich mich bei dir für die Motivation bedanken – so wird einem gezeigt, dass auch schwierige Ziele durchaus erreichbar sind wenn man nur konsequent genug ist. Ich nehme deine Idee als Inspiration und werde jetzt erst mal selbst in mich gehen um mir ein Ziel der „Entsagung“ zu stecken… Vielleicht fange ich erst mal klein an, ich will mir nicht zu viel zutrauen, doch so 1 Monat lang nicht streiten oder 1 Monat lang gesund essen und einem definierten Trainingsplan folgen würde mir sicher gut tun!

    Noch ein kleiner Kommentar zu einigen kritischen Beiträgen von diversen Unverständigen – ich traue mich zu wetten, dass jedermann/jedefrau irgendein gewisses kleines/größeres Laster hat… die einen rauchen, die anderen trinken, wieder andere sind aggressiv und pessimistisch oder manche Leute ziehen bei jeder kleinen Wolke, die sich am Horizont bewegt, den Schwanz ein und verstecken sich in einer Ecke. Dann gibt es natürlich jene, die essen ohne Ende, oder andere, die stundenlang Computer spielen. Die Welt ist übersät von Egoisten, Geizhälsen, Ausbeutern, Tachinierern, Fanatikern in verschiedensten Ausführungen und so weiter und so weiter…….
    Ja und manche begeben sich halt in ein Shoppingcenter und füllen dort ihren Kofferraum.

    Nunu hat ein Zeichen gesetzt – ich finde es zeugt von großem Mut und Entschlossenheit, dass man seine eigene Schwäche erkennt und aktiv dagegen vorgeht. Natürlich kann man diesen Kleidungskaufstreik als Protestaktion gegen die Modeindustrie und ungleich verteilte Verhältnisse sehen, ich hingegen interpretiere diese Initiative als Selbstfindung und Selbstreinigung und diesem Beispiel werde ich folgen.

    Danke Nunu!

    • nunette sagt:

      Wirklich viel shoppen war ich nur in absoluten Krisenzeiten, und selbst da überstieg die Rechnung in Textilgeschäften selten mal die 50 Euro. Aber ja, Schuhe, Taschen, Accessoires, auch Strumpfhosen sind mit drin im Boykott. Aber ich bin bisher wunderbar durchgekommen und hab sowieso nur noch drei Monate, das geht sich schon noch alles aus 🙂
      Und: Vielen vielen Dank für deine Reaktion auf die kritischen Worte – ich verstehe ja die Kritik, aber das Projekt ist nun mal das, was es ist: Nicht weltverändernd, nicht wirtschaftsverändernd, sondern einfach ein Selbstabholen an der schwächsten Stelle. Mit dem Hintergrund, ein Forum für kritischen Textilkonsum geschaffen zu haben, was mich wirklich uuuuuuuuuuuuunglaublich freut! Danke dir für deine Unterstützung, ich freu mir da jedesmal bei solchen netten Kommentaren einen Haxen aus! Alles Liebe dir!

      • Sanse sagt:

        Ich finde dein Projekt klasse!!! Ich befasse mich seit geraumer Zeit mit dem Konsumverhalten im allgemeinen und ganz speziell auch ganz kritisch mit meinem eigenen!!! Ich fühle irgendwie, dass ich so (wie bisher) nicht mehr weitermachen möchte (das 30.te Paar Schuhe, die 15.te schwarze Hose)… Ich möchte mir dein Projekt als Motivation nehmen; vielleicht auch nicht gleich ein ganzes Jahr, klein anfangen, aber anfangen etwas (für mich) zu ändern werde ich! Danke!

  17. Corinna sagt:

    Hallo,

    ich finde die Idee hinter diesem Blog hervorragend und beglückwünsche Dich schon mal dafür, dass Du Dein Ziel fast erreicht hast und sicherlich auch erreichen wirst.

    Ich habe bisher eigentlich nie Probleme mit einem zu vollen Kleiderschrank gehabt, aber als ich umgezogen bin, ist mir trotzdem aufgefallen, wie viele Klamotten ich im Schrank gehabt habe, an die ich mich gar nicht erinnern konnte. Seit fünf Monaten habe ich nun in Ermangelung eines eigenen Kleiderschranks nichts mehr gekauft und auch nichts vermisst.

    Deine Einträge unter „ich kauf euch das nicht ab“ gefallen mir besonders gut und regen zum Nachdenken an.

    Viele Grüße,
    Corinna

  18. waldviertel sagt:

    Nachdem ich(62 Jahre) das jetzt schon länger verfolge steigt meine Hochachtung immer mehr. Ein Jahr keine Kleidung kaufen ist eine tolle Leistung. Ich nehme mir oft nur vor ein Monat nichts zu kaufen, und das fällt schon ungeheuer schwer, überhaupt wenn einem total verbilligte Sachen über den Weg laufen ;-). Dabei habe ich ja auch alles, und bin ja noch in einer Zeit groß geworden, wo wir nicht ständig „shoppen“ gegangen sind. Aber die Verlockungen sind schon stark. Nochmals Gratulation 🙂

  19. Antje sagt:

    Hallo Nunu,

    gratuliere dir zu deinem Projekt! Ich selbst kaufe seit den letzten zwei Jahren fast nichts, da ich mich so streng wie möglich an Fair-Trade bzw. an einheimischen Produkten orientieren möchte. Es fühlt sich nach wie vor wie „Schnitzeljagd“ an, was mir sehr viel Spaß macht. I.d.R. schaue ich mir Sachen an, kaufe aber am Ende nichts.
    Ein interessanter Ansatz ist der „cradle to cradle“-Ansatz. Hast du davon schon gehört? Auch sehr spannend und ich finde förderungswürdig. Z.B. Kleidung, in die Pflanzensamen mit eingewebt sind und die irgendwann komplett abbaubar ist u. somit sich komplett in den biologischen Kreislauf einfügt.
    Toll find ich auch die „DaWanda“-Seite, wo sich viele kreative Menschen finden, die Klamotten selbst nähen und zu einem meist fairen Preis verkaufen.
    Was ist eigentlich aus deiner Anfrage bei „Desigual“ geworden? Hat sich da noch jemand gemeldet? (Über die Suche „Desigual Produktionsbedingungen bin ich übrigens grade zufällig auf deine Seite gekommen).

    Liebste Grüße,
    Antje

    • nunette sagt:

      Hallo Antje, vielen Dank für dein Lob, es bedeutet mir wirklich viel! Vom Cradle to Cradle Ansatz habe ich auch schon gehört, klingt sehr spannend, aber so richtig huntertprozentig kann ich es noch nicht glauben…. dawanda liebe ich heiß und innig und freu mich schon sehr drauf, dort wieder herumsurfen zu dürfen 🙂 und von desigual gibts immer noch keine antwort, ich rechne auch nicht mehr damit….

  20. Hallo Nunu!
    Ich habe letzte Woche in den Salzburger Nachrichten einen Artikel über dich und dein „ichkaufnix“-Projekt gelesen. Seitdem bin ich echt hin und weg von deinem Blog!
    Da ich in letzter Zeit immer fragwürdigere Konsum-Anwandlungen hatte, habe ich mich nach einigen Grübeleien dazu entschlossen, ein ähnliches Projekt zu starten.
    Und: Die Idee mit dem Blog hat mich auch fasziniert. Das hebt doch die Motivation ungemein, wenn einem die Online-Gemeinde auf die Finger schaut?!!
    Also ich glaub, bei mir wär da gleich mal die Luft raus, wenn ich nur vor mir „Rechenschaft“ ablegen müsste.
    Ich hoffe, ich bleibe auch so konsequent … 🙂
    Liebe Grüße
    Konsumboykott

  21. 360hcopa sagt:

    Eine Sucht sollte es zwar nicht sein, aber Konsum ist doch erste Bürgerpflicht !!! Hoffe dein Geld liegt nicht irgendwo rum und du leistest deinen gesellschaftlich notwendigen Verbrauch auf anderen Wegen z.B. Fitnessstudio, Tanzen oder sowas.

  22. Evi sagt:

    Sehr spannendes Projekt – auch wenn´s schon wieder vorbei ist, muss ich mich mal unbedingt durch deine Erfahrungen wühlen!

  23. Wie schön 🙂
    Man hat mich heute auf Dich aufmerksam gemacht, wegen meinem Blogeintrag:

    http://fraeulein-ordnung.blogspot.de/2013/09/verzicht-ein-selbstversuch.html

    Jetzt schau‘ ich mich mal in Ruhe bei Dir um ….

    Liebe Grüße * Denise

  24. Zeynep GM sagt:

    Ich habe mich auch entschieden auf eine Shoppingdiät zu gehen. Der Kleiderschrank ist bum voll und von jetzt an wird nur noch für die Kinder die notwendigste Sachen gekauft. Ich werde versuchen 6 Monaten durchzuhalten und jede Woche wo Ich nichts gekauft habe wird 10 Euro auf die Seite gestellt. Am Ende vom 6 Monaten werde Ich den Gesamtbetrag spenden. Wenn Ich sehe, dass Ich weiter machen kann werde Ich die Diät auf 1 Jahr dehnen. I am sick and tired of spending my money on unnecessary stuff. It is time to change somethings and I believe that I truely can!

  25. Monika sagt:

    Liebe Nunette,
    ich hab Dich im Kölner Treff gesehen und dann sofort Dein Buch gekauft. Mich lässt der Gedanke nicht mehr los. Ein Jahr ohne shoppen. Auch mein Kleiderschrank ist randvoll und eine Erholung tät ihm auch mal gut.
    ich versuch zwar schon nachhaltig zu shoppen, aber manchmal wird man einfach schwach. Und was diese Textilfirmen machen, ist echt ne Sauerei.
    Ich versuch es jetzt auch mal – ein Jahr Entzug!
    ich muss allerdings zugeben, dass ich noch ein paar hamsterkäufe gemacht hab. Ein paar Strumpfhosen – man weiss ja nie – und mein grauer Pulli hat es bald hinter sich. Also musste schon mal ein neuer her. Aber am 1.1.2014 geht es dann los.
    Selber nähen muss allerdings sein. Das ist meine grosse Leidenschaft! Aber vielleicht versuch ich mal an Biobaumwolle heranzukommen, damit die Umwelt nicht so leidet. Die 2700 Liter haben mich schwer beeindruckt.
    Ich werde auch meine Erlebnisse und selbstgenähten Sachen posten. Vielleicht kommst Du mich unter http://mein365tageprojekt.blogspot.de/ ja mal besuchen.
    Liebe Grüsse aus Mülheim an der Ruhr
    Monika

    • nunette sagt:

      Jö, ich freu mich und werd sicherlich treue Leserin! Biostoffe bekommst du bei lebenskleidung.de!

      lg
      nunu

      • Monika sagt:

        Danke für den Tip 🙂
        LG Monika

      • Monika sagt:

        Hallo Nunu,
        leider verkauft lebenskleidung nicht an Endkunden. Ich habe zwar ein kleines Gewerbe, mache aber nur Einzelstücke, so dass ich keine grossen Mengen abnehmen kann.
        Aber ich hab mal weiter gesucht und die Seite http://www.siebenblau.gefunden. Die führen nur Bio Baumwolle und das sogar in allen Farben und Mustern… und die verkaufen auch kleine Mengen an Endkunden. Juhuu! Die probier ich mal aus.
        LG
        Monika

  26. klanzundkecker sagt:

    Hallo Nunu,
    ich finde Dein Projekt, Dein Buch, Deine Ansichten höchst interessant – und jetzt überlege ich, diese „Ich kauf nichts“ – Prinzip für 2014 nachzuleben – hm, danke für die Inspiration.

  27. Dominique Gerlach sagt:

    Liebe Nunu,

    danke für dein Buch!!! Ich bin zwar erst auf Seite 20 – aber Du sprichst mir mit jedem Satz aus der Seele – ist das Buch am Ende eine Erzählung über mich?ß *grins* – Nein im Ernst – stecke gerade in einem „ich will alles verändern“ Modus fest und habe gestern Abend beschlossen, so eine Diät vom Shopping zu machen und eben in der Mittagspause finde ich Dein Buch im Handel! DAS IST EIN ZEICHEN! Ob ich es 365 Tage hinbekomme – weiß ich ehrlich gesagt nicht – aber ich versuche es mal mit den ersten Monaten! Im Grunde hat man ja wirklich alles. Tschakka, ich bin motiviert! Allerdings fahre ich nachher nach Hamburg – evt muss ich da nochmal kurz zuschlagen! 🙂 🙂 🙂

    Also Daumendrücken – wir schaffen das alle! 🙂

    Danke für dein Buch!

    LG aus Frankfurt
    Domi

  28. Franko sagt:

    Also ich als man hab überhaupt keine Probleme mit aber man sollte das mal den Frauen sagen die können nicht ohne.

  29. A. S. sagt:

    Hallo!
    Nachdem ich die letzten paar Monate (vor allem Weihnachten) extrem viel Geld für Sachen ausgegeben habe, die mir zwar Freude bereiten, die ich aber absolut nicht brauche (darunter auch viele Klamotten), kam mir der Gedanke, wie es wohl wäre, wenn ich ein Jahr lang nicht shoppen würde.
    Und zufällig stieß ich auf das Buch „Ich kauf nix“ … habe dann sofort beschlossen, da auch mitzumachen. 1 Jahr … das kann lang werden. Aber ich versuch’s.
    Gibt es eigentlich noch eine „Motivationsgruppe“, der man sich anschließen kann?
    Lg, Mona

  30. seikogee33 sagt:

    Eine Motivation Gruppe wäre nach Bangladesch zu Reisen und für einen Monat sich an die Arbeiten zu beteiligen, und das für einen Hungerlohn, dann nämlich würde man sich es überlegen ob man eine Jacke oder doch zehn braucht.

  31. Vero sagt:

    Hallo Nunu
    Ich habe deinen Blog fast in einem Rutsch durchgelesen, bin fast ein bisschen süchtig geworden.
    Ich habe vorher schon andere Blogs zur Shopping Diät gelesen und mein Kauf-Verhalten hatte sich schon stark verändert, aber ich habe noch viel mehr Neues erfahren und es hat mir nochmals die Augen geöffnet.
    Nicht das mir vorher bio, öko, fair oder sozial Fremdworte waren, ich habe bei vielen anderen Dingen drauf geachtet, auch schon viel Secondhand gekauft aber manchmal war einfach das Hirn ausgeschaltet bei Kleidungsstücken und nur noch
    -> “muss ich haben”, ist ein Schnäppchen, bin so frustriert, dann gehts mir besser.
    Ich habe jetzt schon die letzten zwei-drei Jahre keine Kleider mehr gekauft, also nichts in normalen Shops, seit ich einen Weckruf hatte nachdem ich während einer schlechten Phase (Trennung, Job) viel, sehr viel Geld (halbe Wohnungsmiete in einem Nachmittag) in Frustkäufe (zum Glück keine Fehlkäufe, ich trage die Sachen oft & gerne) verlocht hatte.
    Ich kaufte aber danach immer noch viel bei einer recht edlen Kleiderbörse (ausser Schuhe & Unterwäsche, da ist für mich Hygiene wichtiger) wo Shopping Victims ihre Kleiderschränke 2xjährlich leeren und andere sie wieder füllen. (Da hängen auch noch manchmal die Preisschildchen dran!).
    Aber mein Kleiderschrank (2 Schränke an je 3 Türen, plus 2 Kommoden, plus 2 Schuhschränke, plus Einbauschrank mit Winterjacken (und obendrauf noch Schachteln mit Handschuhen, Mützen Schals) -> ich schäme mich grad knallrot) war inzwischen so voll, dass die Kleiderbügel sich nicht mehr bewegen liessen und dann irgendwann die Stange durchbrach! (noch mehr schäm, aber wenigstens weiss ich selbst wie ich in den Baumarkt komme und wie ein Schraubenzieher zu bedienen ist, so hat es ausser mir niemand gesehen)
    Ich habe nie sehr konsequent ausgemistet da waren immer noch Kleider dabei die ich mit 15, 16 gekauft hatte. Also bald 20 Jahre Kleiderkäufe.
    Nach der Lektüre deines Blogs jetzt war ich inspiriert etwas zu ändern.
    Ich habe jedes einzelne Stück anprobiert! und nach drei Kategorien sortiert: behalten, Kleidersack, oder Brockenhausspende.
    Immer mit einer knallharten unbestechlichen Richterin, die gleich alles mitgenommen hat damit ichs nicht wieder rausgreifen kann, nie länger als 3 Stunden am Stück, sonst wird das Urteilsvermögen schwach.
    Meine Mutter war am brutalsten: dafür bist Du zu alt geworden, nur für Teenager, zu kurz, zu eng, verzogen, eingegangen (nichts davon böse sondern nur realistisch, mit 34 zieh ich mich doch auch lieber nicht mehr bauchfrei an)
    Ich habe pro Kleidungsart (Jupe, Pulli, T-Shirt, etc.) jeweils einen grossen Koffer voller Stücke die noch schön und sich wiederverkaufen lassen dem Brockenhaus gespendet und ein kleiner Teil an Unrettbarem ist im Texaid Sack gelandet.
    Ich lauf jetzt deswegen noch nicht nackt rum, da ist immer noch viel Kleidung in den Schränken. Aber ich fühle mich in allem was noch da ist wohl, muss nicht den Bauch einziehen, es kratzt nichts oder ist zu kurz.
    Ich habe schöne Stücke wiederentdeckt und ich fühle mich viel besser.
    Ich habe gleich beim Rest der Wohnung auch noch angefangen zu räumen, da ist die Lage viel weniger schlimm, ich bin nicht messi, ich habe nur viel Kram der unnütz rumsteht, auch wenns z.T. noch schöne Stücke sind. (Z. B. zünde ich nie Kerzen an, ich mag kein Flackerlicht, wieso habe ich eine ganze Sammlung an Kerzenständern?)
    Ich kauf jetz nix mehr, ich habe wirklich schon genug.
    Danke Nunu

  32. Hallo Nulu ich lese gerade dein Buch und bin hell begeistert. Ich bin zwar nicht kaufsüchtig doch manchmal schon. Das mit den Bücher habe ich mir auch schon vorgenommen und das will ich jetzt auch durchziehen, keine neuen Bücher bis ich alle meine gelesen habe.
    Ich habe somittelmässig viele Klamotten was mich aber am meisten stört das ich in letzer zeit viel zugenommen habe und somit meine alten Klamotten nicht mehr anziehen kann und deswegen immer neue kaufen muss. aber das will ich jetzt auch dank deine Buch ändern. In einem Jahr passen wir meine alte Klamotten wieder.Und so muss ich keine neuen Kaufen und habe der Umwelt gedient und mir auch.

  33. Liebe Nunu,
    nachdem ich Deinen Blog schon seit geraumer Zeit lese und mich über die vielen Anregungen und Denkanstöße von Dir freue, habe ich nun auch mal einen Tipp, für Dich. Falls Du bisher noch nichts von Katell Gelebart (“Die Mülldesignerin”) gehört haben solltest, habe ich in diesem Post http://machenstattkaufen.blogspot.de/2014/08/katell-gelebart.html einige Infos über diese außerordentlich beeindruckende Frau zusammengestellt.
    Liebe Grüße aus dem regnerischen Köln
    Antje

  34. Astrid sagt:

    Hallo, Nunu! Ich bin inzwischen regelmäßige blog Leserin bei dir! Ich werd auch bald meine erste Kleidertauschparty organisieren 😀 Jetzt hab ich deine Geschichte noch mal gelesen und gesehen: Strumpfhosen! Das Problem hatte ich auch und ich frag mich gerade, ob du das Problem noch immer hast. Ich hab nämlich was feines gefunden: beim Gurdrun Sjöden Versand (schwedische Desigenrin die viel in Bio und Fairtrade macht) gibts 1. bunte und 2. sehr gut gearbeitete Strumpfhosen; die kosten zwar ein bisschen mehr aber wie so oft: Zahlt sich aus! Außerdem gibts kauf-2-preise http://www.gudrunsjoeden.at/BASIC-Accessoires–40775d.html sie halten wirklcih lange und ich bin sehr zufrieden! falls das Problem also noch immer ungelöst ist, hilft das vielleicht weiter.
    lg astrid

  35. Maria Schwoshuber sagt:

    Hallo Nunu!
    Am 25. August hat für mich MEIN Jahr angefangen….Der letzte Kauf den ich getätigt habe, war dein Buch ;-). Und ich erschrecke mich täglich daran, wie oft ich an kaufenkaufenkaufen denke. Dies und jenes würde ich jetzt kaufen wenn ich „dürfte“. Oder dann auf Kleiderkreisel rumsuche wer was zum tauschen hätte. Aber eigentlich brauche ich wirklich nix. Es ist nichts kaputt, nichts zu klein oder zu groß, passende Farben habe ich auch, ein edles Kleid für Hochzeits-Einladungen hängt auch da (ich bin eher bequem als schick gekleidet 😉 )….also was brauch ich schon noch????
    Wir wohnen seeehr ländlich, d.h. mit Kleidertauschpartys ist hier nicht viel. Ich müsste auf München fahren, aber das finde ich auch irgendwie doof, so weit zu fahren.
    Dein Buch hat mich echt total begeistert, jetzt habe ich grad das „Plastikfreie Zone“-Buch in Beschlag, das ist alles interessant, aber zusammen sprengt das fast meinen Kopf….Nix kaufen, und schon dreimal nicht in Plastik…es ist echt spannend!!!
    Ich freue mich auf den Ausgang meines Jahres, und was ich dann zu erzählen habe 🙂
    LG, Maria

  36. Über_dem_Tellerrand sagt:

    Ich frage mich ob es etwas hilft, auf den Konsum einer bestimmten Sache zu verzichten, denn bleibt so nicht einfach mehr Geld über, das wir für etwas anderes augeben??? Dann fliege ich halt einmal mehr in den Urlaub z. B., selber habe ich vielleicht mehr davon, aber rein ökologisch gesehen ist es soweit ich die Sache einschätze relativ wurst, ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen. Unter dem strich geben die meisten, ich meine hier Arbeitnehmer, doch alles Geld, dass sie haben immer für irgendetwas aus! Fahre ich z. B. einen kleinen Sparsamen Diesel, spare ich jeden monat vielleicht 100 € und gönne mir dafür statt dessen eine schicke Jeans, nen Laptop usw. Unterm strich ist die ökologische Bilanz bei der Herstellung der produkte, die ich dann konsumiere wahrscheinlich gleichschlecht wenn nicht noch schlechter, als würde ich einen großen Benziner fahren, insbesondere weil diese dinge später auch noch recycled werden müssten, falls das überhaupt möglich ist. Alternativ könnte ich natürlich an eine Organisation spenden, die areale des Regenwaldes aufkauft, um so den Planeten zu retten. Selbst in dem Fall bekommt aber irgendjemand dann das Geld für die Areale, vielleicht ein Staat oder so, der dieses wiederum in Produktion oder Konsum investiert und damit CO2 produziert. Das problem mit dem Konsum ist also einiges komplexer, als das es sich auf den Konsum einer einzigen Sache reduzieren lässt… Ich bin mir selber nicht sicher, ob es durch einen „richtigen“ konsum überhaupt die möglichkeit gibt, einen Unterschied zu machen, rein ökologisch wohl kaum, selbst nicht mit Fair-Trade, aber dort macht man immerhin einen Unterschied für die betroffenen Menschen, so dass sie nicht ganz so hart ausgebeutet werden.
    Der einfachste Weg, eine geringe CO2-Bilanz zu haben ist wohl, eine geringes Einkommen zu haben, ich denke unterm Strich ist das der mit abstand am meisten durchschlagende faktor, selbst wenn jemand mit hohem Einkommen alles erdenkliche tut um nachhaltig zu sein, wird ein anderer mit minimalem Einkommen immernoch eine wesentliche bessere Bilanz aufweisen, selbst wenn er nur nach preisgünstigen kriterien konsumiert.
    Generell glaube ich kaum, dass wir den Konsum gesamtheitlich reduziert bekommen, weil wir in einer Kapitalistischen Welt leben, wo Wachstum eine Notwendigkeit ist, und Wachstum lässt sich nur durch mehr konsum realisieren oder!?
    Dies soll keine fertige ferfestige Meinung darstellen, sondern lieber ein Anstoß zu einer Diskussion sein, da ich mir einiger Argumente selber nicht ganz sicher bin…

  37. Thomas sagt:

    Wie peinlich…alles hier…einfach nur peinlich

  38. Thomas sagt:

    P.S. Ich besitze seit Jahren schon nur 2 Pullover, 1 Jeans und 5 Hemden. Das ist alles, und das reicht. Wer sich ernsthaft dafür anstrengen muss, 1 Jahr keine neue Kleidung zu kaufen, sollte sich lieber keiner ernsthaften Herausforderung stellen. An einer solchen dürfte er/sie sang- und klanglos scheitern.

  39. Thomas sagt:

    Also, geht es nur darum, dein Buch zu verkaufen? Das: Doppelter Respekt! Oder wie wir Briten sagen: F…cking Scheisse…

  40. Thomas sagt:

    Ich habe Menschen schon zu ganz andere Dingen als „Überdenken ihres Konsumverhaltens“ gebracht. Aber: Nichts für ungut. Deine Leistung ist in jedem Fall beachtlich. Und vielleicht rentiert es sich ja sogar finanziell (ich meine das Buch). Dann kannst du wieder schön shoppen gehen 😉 Frohes Neues noch nachträglich. Und: Wie wäre es mal ein Jahr auf Latte Macchiato zu verzichten. Wäre doch auch ein wunderbares Umdenke für viele, denen tatsächlich noch nicht bewusst ist, dass es anderen Menschen ganz furchtbar schlecht geht. Denen nämlich, die unsere Kleidung nähen und Kaffee ernten. Aber mal im Ernst: Das sind doch Binsenweisheiten 🙂

  41. Birgit sagt:

    Liebe Nunette, jetzt hab ich mein Jahresmotto für 2015 gefunden (wenn auch recht spät), vielen lieben Dank!

  42. Hallo, ich finde deinen Blog toll und habe dich für den Liebster Award nominiert.
    Schau es dir gerne an:
    https://buechersafari.wordpress.com/2015/07/14/liebster-award/
    Gruß Moritz

  43. iscribo sagt:

    Dieser Blogeintrag hat mich dazu veranlasst, meine Röcke nachzuzählen. Und ich kam auf – 34 (wenn ich mich nicht verzählt habe), wobei ich die nicht bürotauglichen weggelassen habe. Allerdings habe ich nicht so viele andere Kleidungsstücke, und gekauft habe ich seit längerer Zeit nichts mehr (über ein Jahr vermutlich), allerdings ohne bewusste Absicht. Ich denke mir inzwischen bloß, wozu, ich habe eh so viel. Momentan stehe ich eher auf Musiknoten, da muss ich mich bewusst einbremsen, damit es nicht zu viel wird.

  44. Annette sagt:

    Ich finde die Idee zur Anregung zum Konsumverzicht sinnvoll.
    Für mich ist das Gute daran: ich habe mich oft beschissen gefühlt, weil ich sparen muss, mir nur das Nötigste kaufen kann. Auf einmal wird das auch noch Trend und aus mir armen Würstchen, das jeden Euro drei Mal umdreht, wird eine Trendsetterin 😉

  45. Kasimir sagt:

    ich erwarte von euch jungen Leuten, dass ihr auch mal größere Aufgaben erfolgreich angeht und euch nicht nur mit solchen Lapalien beschäftigt. Das Methaneis fängt demnächst an zu tauen und ihr arbeitet euch an solchen Dingen hier ab. Hat den keiner mehr Mumm im Körper ? Alle schon auf dem Sofa eingenickt und die besten Jahre verpennt ? Risiko ist angesagt, nicht Langeweile !!!

  46. nunette sagt:

    @Geld: das war nicht das Problem, wenn Röcke fünf Euro und Kleider einen Zehner kosten. Und @Blog: der Blog war definitiv Selbstkontrolle, das leugne ich gar nicht. Dazu war er ja da 😉

  47. Tina sagt:

    Hallo Nunu,
    würde gern ein Interview mit Dir über Dein Experiment führen, aber kann keine E-Mail-Adresse finden …
    Melde Dich doch mal unter scherer-kristina@web.de

  48. Josefa sagt:

    Liebe Nunette,
    was habe ich gestern gelacht, als ich Deinen Blog in einem DM.at Magazin bei Palmers hier in München aufgegriffen habe… Das ist genau mein Motto dieses Jahr…. Nachdem ich mir nach vielen Jahren einen Kleiderschrank ( mit Dachschrägenwohnung) gegönnt habe und feststellen musste, dass ich in den letzten Jahren soviel Zeugs gekauft habe, das ich nicht ein einziges Mal anhatte. ( Frust-, Bargain- und Zeitvertreibkäufe…. ). Leider arbeite ich auch als VM u.a. in Fashion. Immerhin zwar keine FastFashion Firmen, aber trotzdem unnötig…. Ich werde nun alles mal durchprobieren und umnähen oder ausbessern… Die Mode wiederholt sich eh immer wieder, wenn auch mit anderen Details. Und natürlich gibt es auch wichtigere Dinge, aber dies ist ein wichtiger Bestandteil davon. Und um andere Dinge kam man sich ja auch noch kümmern…

    ICH BRAUCH WENIGER: Nachhaltig leben kann so einfach sein.

    Herzlichen Gruß aus München

    jlachick

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