Facts

Das Griss um die Fetzen – die moderne konventionelle Bekleidungswirtschaft vom Saatgut zum Müllberg

Quellen:

Factsheet zu Nachhaltiger Mode 2012 – www.wearfair.at

DETOX-Kampagne Greenpeace

REdUSE-Projekt von GLOBAL 2000

Clean Clothes Campaign

Eco Fashion – Toplabels entdecken die Grüne Mode (Diekamp, Kirsten; Koch, Werner)

Jeweils angegebene Buch- und Internetquellen

  1. Saatgut – Wasserverbrauch und Pestizideinsatz

Der Baumwollanbau an sich ist schwierig. Die Baumwolle braucht es eigentlich trocken und heiß, aber zu ganz spezifischen Zeiten während ihres Wachstums wiederum benötigen die Pflanzen extrem viel Wasser. Baumwolle wird zumeist in Äquatornähe angebaut, in eher wasserarmen Regionen. Um 1,5 Kg Baumwolle zu produzieren, sind 15000 Liter Wasser nötig. Am Ende der Fertigung hat ein konventionell produziertes T-Shirt 2700 Liter Wasser (Real und virtuell) „auf dem Buckel“.

Der Wasserverbrauch führt zu massiven ökologischen Auswirkungen – bekanntestes Beispiel ist wohl der Aralsee in Zentralasien (Kasachstan, Usbekistan). Der ehemals viertgrößte Binnensee der Erde hat inzwischen 90 Prozent seiner Fläche eingebüst. Grund ist der unterbundene und umgeleitete Zufluss für die Baumwollfelder der umgebenden Länder.

Des weiteren kommt es beim Baumwollanbau zu massivem Pestizideinsatz. Ein Viertel aller weltweit hergestellten Pestizide landen auf den Baumwollfeldern (http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/33203). Nicht nur ein Viertel der Pestizide (hauptsächlich Insektizide), sondern auch etwa 10 Prozent aller weltweit chemisch hergestellten Dünger werden für die Baumwolle eingesetzt. Abgesehen von der drohenden ökologischen Katastrophe aufgrund der Auslaugung der Böden (es findet in Baumwollanbauregionen so gut wie niemals Fruchtfolge statt) ist dies auch eine sozioökonomische Katastrophe: Die meist armen und teilweise sogar des Lesens nicht mächtigen Bauern sind im Umgang mit den Pestiziden unerfahren und unvorsichtig. Laut WHO sterben jedes Jahr 20 000 Feldarbeiter durch Unfälle, ausgelöst v.a. durch Insektizide, beispielsiweise Vergiftungen durch Endosulfan. Weitere 25 Millionen Menschen (in Entwicklungsländern) erleiden jährlich akute Vergiftungen durch den Kontakt mit Pestiziden. Unter den Folgewirkungen befinden sich Krebs, Missbildungen bei Neugeborenen, Atembeschwerden und Unfruchtbarkeit.

In Togo und Nordkamerun werden so viele freie Feldflächen für den Baumwollanbau benutzt, dass die dortigen Bauern keine Möglichkeit haben, Obst und Gemüse für den eigenen oder nationalen Bedarf in ausreichender Form zu produzieren.

Weitere Informationen:

  1. Gentechnik

Der riesige Biotechnologiekonzern Monsanto entwickelt und verkauft laufend neues gentechnisch verändertes Saatgut. V.a. Indien ist ein großer Markt für Monsanto. Dort wird mit teuer produzierten Werbungen mit Bollywoodstars den Bauern erklärt, dass sie durch die neue, gentechnisch veränderte Baumwolle effektiver und öfter pro Saison ernten können. Was nicht gesagt wird, ist: Die Genbaumwolle ist einjährig, muss also jedes Jahr neu erworben werden. Schädlinge entwickeln laufend Resistenzen und befallen auch wieder das gentechnisch veränderte Saatgut. Monsanto verkauft das Saatgut gleich mit den ebenfalls selbstproduzierten Pestiziden – sehr teuer. Die Bauern verschulden sich reihenweise für Land und Saatgut und sehen oft keinen anderen Ausweg als Selbstmord. Die Schätzungen bewegen sich zwischen 200.000 und 300.000 toten Bauern, die auf das Konto von Monsanto gehen.

Schon ein einziger Teelöffel des in der Baumwollproduktion signifikant häufig verwendeten „Aldicarb“-Pestizids auf der Haut reicht aus, um einen erwachsenen Menschen zu töten. Besonders „beliebte“ Selbstmordvariante bei Indiens Bauern ist das Trinken dieser Pestizide.

Außerdem (Quelle Wikipedia):

Am 6. Januar 2005 wurde gegen Monsanto ein Bußgeld in Höhe von 1,5 Millionen US-Dollar verhängt, da der Konzern von 1997 bis 2002 mindestens 140 Regierungsbeamte in Indonesien bestach, um die für die Einführung der Bt-Baumwolle-Sorte ‘Bollgard’ seitens der indonesischen Regierung geforderte Umweltrisikoabschätzung zu unterlaufen. Dabei flossen Bestechungsgelder in Höhe von 700.000 US-Dollar mit denen unter anderem Bücher und Rechnungen gefälscht wurden. Die United States Securities and Exchange Commission hatte den Konzern wegen Verstoßes gegen den Foreign Corrupt Practices Act verklagt.[58]

Weitere Informationen, auszugsweise:

  1. Kinderarbeit auf den Feldern und bei der Produktion

Kinderarbeit ist entgegen vieler Annahmen immer noch ein riesiges Problem in der gesamten Produktionskette. Beim Anbau der Baumwolle ist das signifikanteste Beispiel leider immer noch Usbekistan, wo Kinder klassenweise schulfrei bekommen, um auf den Baumwollfeldern des Landes bei der Ernte Zwangsarbeit zu leisten. International bereits stark verurteilt, sprechen sich viele große Modehäuser gegen Baumwolle aus Usbekistan aus. Da es bei der Lieferkette jedoch immer wieder zu großen Intransparenzen kommt, zeigen diese Boykotte für Usbekistan jedoch kaum Wirkung. Nach Angaben von Nichtregierungsorganisationen komme der Erlös der Baumwolle vor allem dem Umfeld des Präsidenten zugute.

Auch bei der Fertigung der Kleidungsstücke kommt es immer wieder zu Kinderarbeit. Kommt es – selten – in den Textilfabriken von Bangladesch, Pakistan oder Kambodscha zu unangekündigten Audits, werden immer wieder minderjährige MitarbeiterInnen gefunden. Das Problem ist vielschichtig, da einerseits bei den Arbeiterfamilien oft der wirtschaftliche Zwang besteht, Kinder so früh wie möglich in die Lohnarbeit zu stecken, anderseits auch das Selbstverständnis der Kinder von klein auf auf Lohnarbeit getrimmt wird. Gesetzliche Regelungen eines Mindestalters können durch das Fehlen von Papieren umgangen werden.

  1. US-Subventionen für Baumwollbauern und der Weltmarktpreis

In den USA ist der Baumwollanbau hochsubventioniert, ein Baumwollbauer bekommt pro Kilogramm Baumwolle um etwa ein Drittel mehr als den Weltmarktpreis. Diese hohen Subventionen führen zu einer Überschwemmung des Weltmarktes und drücken so den Weltmarktpreis für Wettbewerber aus Westafrika, einer der ärmsten Regionen der Welt. Diese Länder werden auch als Cotton 4 bezeichnet: Tschad, Mali, Benin und Burkina Faso. Den westafrikanischen Bauern entgehen so lebenswichtige Einnahmen. Die Subventionen für US-Bauern belaufen sich jährlich nach Schätzungen auf über eine Milliarde US-Dollar.

Auch die EU fördert Baumwollanbau. Vor vier Jahren war Griechenland noch unter den Top 10 der weltweiten Baumwollanbauländer. Doch auch dort wurde das Problem der US-Konkurrenz mit deren riesigen Feldern und großen staatlichen Stützen evident. Auch die Öffnung des europäischen Marktes für Importe aus China wirkte sich negativ aus.

  • Buchtipp: Reisebericht eines T-Shirts: Ein Alltagsprodukt erklärt die Weltwirtschaft (Petra Rivoli, Ullstein Verlag)
  1. Fast Fashion

Laut einer Studie der Universität Cambridge wurde 2006 um ein Drittel mehr Kleidung gekauft als noch 2002. Der Konkurrenzkampf zwischen den Marken wird immer härter, ohne klare Corporate Identity, niedrige Preise und schnell wechselndes Angebot kann man sich als Textilunternehmen am Massenmarkt kaum noch behaupten. Diese Beschleunigung, die immer schnelleren Kollektionswechsel zu immer niedrigeren Preisen, übt extremen Druck auf die Unternehmen innerhalb der Lieferkette aus. Die Preise werden immer knapper kalkuliert. Der Anbau von Baumwolle nimmt zu, der Biobaumwollanteil dessen stagniert jedoch bei einem kleinen einstelligen Prozentsatz. Die hohe Produktion führt zu Umweltschäden (siehe Kap. 1. u.2.), für die sozialen Auswirkungen ein Beispiel von Inditex (Quelle Wikipedia):

Im Dezember 2011 wurde bekannt, dass ein brasilianischer Zulieferer der Inditex in São Paulo über Jahre hinweg bolivianische Arbeiter unter sklavenähnlichen Bedingungen beschäftigt und ausgebeutet hat. Die Arbeiter wohnten in Schlafquartieren oberhalb der Fabrik, die Arbeitsbedingungen seien entwürdigend und gesundheitsschädigend gewesen, wurde berichtet. Daraufhin erließ das brasilianische Arbeitsministerium eine Strafzahlung von 1,4 Mio. Euro an Inditex.“

Durch die oftmals mangelnde Qualität ist auch das Bewusstsein zur Reparatur der Kleidung bzw. die Wertigkeit des „guten Stücks“ verloren gegangen. Noch nie wurde so viel Kleidung weggeworfen wie heutzutage. Im Durchschnitt wird ein T-Shirt lediglich siebenmal getragen, bevor es weggeschmissen oder zweckentfremdet wird. Dies führt zu nie dagewesenen Müllbergen aus Stoff.

Für Österreich gibt es diesbezüglich noch keine aussagekräftigen Zahlen, in Deutschland besagen die Schätzungen, dass zwischen 600 000 und einer Million Tonnen pro Jahr an Kleidung weggeworfen wird. Alleine in München, mit 1,4 Millionen Einwohnern etwas kleiner als Wien, werden pro Kopf und Jahr etwa 15 Kilogramm Kleidung weggegeben.

  1. Das Problem der intransparenten Lieferkette

Dass viele Menschenrechtsverletzungen und umweltzerstörerische Maßnahmen verborgen bleiben, liegt an der oftmals intransparenten Lieferkette. Den Fabrikanten, die Aufträge großer europäischer oder US-amerikanischer Textilmarken annehmen, steht es frei, Subunternehmer zu engagieren. Besonders bei der Fertigung von speziellen Bestandteilen wie etwa Knöpfen, Reißverschlüssen, Applikationen werden Subunternehmen beauftragt. Die westliche Textilmarke kann einen noch so guten Code of Conduct haben, der Mindestarbeitsbedingungen, maximale Arbeitszeiten und eine faire Bezahlung beinhaltet – auf diese Subunternehmen haben sie keinen Einfluss. Diese Tatsache wird jedoch häufig bewusst in Kauf genommen. Die Lieferkette wird immer komplexer und die Anzahl der beteiligten Parteien immer höher.

  1. Fertigung: Soziale Probleme

Weltweit sind fast 30 Millionen Menschen in der Textilindustrie beschäftigt, der überwiegend große Anteil unter unmenschlichen und unsicheren Arbeitsbedingungen. Fast 75% der weltweiten Kleidungsproduktion wird in sogenannten Entwicklungsländern hergestellt. In Europa gekaufte Kleidung wird größtenteils in Asien, Lateinamerika, Afrika und Osteuropa produziert. Dies ermöglicht den Herstellern extrem niedrige Produktions- und Lohnkosten. Auch für lokale Verhältnisse sind die Löhne in der Textilindustrie extrem niedrig, oft unter der Armutsgrenze. Trotz massiver Überstunden ist es den ArbeiterInnen oft nicht möglich, mit dem Lohn ihre Familien ausreichend zu versorgen. In Ländern wir Indien, Sri Lanka, Vietnam, Pakistan und Kambodscha liegt das Mindestgehalt einer Näherin knapp über der Armutsgrenze der United Nations von 2 US-Dollar pro Tag – allerdings sind die Lebenskosten in diesen Ländern wesentlich höher.

Siebzig-Stunden-Wochen sind keine Seltenheit. In manchen Ländern wie etwa China wird gewerkschaftliche Organisation verhindert. 80-90% der ArbeiterInnen sind Frauen.

Der Preis für ein T-Shirt setzt sich prozentual zusammen aus:

  • 40% Einzelhandel
  • 20% Steuern
  • 18% Markenunternehmen (Werbung)
  • 5% Transport
  • 16% Fabrik
  • 1% Löhne

Diese Verteilung könnte allerdings variieren, aufgrund von fehlender Transparenz in der Lieferkette in der Bekleidungsbranche ist eine Erstellung genauer Zahlen kaum möglich. Dass die Löhne über 1% Anteil erreichen, kann jedoch so gut wie ausgeschlossen werden.

In der Textilbranche ist es üblich, bei steigenden Lohn- und Lohnnebenkosten in ein noch günstigeres Billiglohnland abzuwandern. So siedelten in den vergangenen Jahren viele Unternehmen aus China, wo sich gerade eine breite Mittelschicht und damit insgesamt ein höherer Lebensstandard samt steigenden Kosten entwickelt, ab in Richtung Bangladesch oder Pakistan. Jüngstes Beispiel ist Thailand. Dort wird der Mindestlohn pro Tag ab Jänner 2013 umgerechnet etwa 7,50 Euro betragen – zu viel für einen der größten thailändischen Textilproduzenten, T.K.Garment. Er verlagert derzeit nach 32 Jahren in Thailand seine Produktion nach Kambodscha, wo der gesetzliche Mindestlohn pro Tag nur 1,52 Euro beträgt. Mit einer Sechstagewoche und Überstunden ergibt das einen Monatslohn von etwa 50 Euro für die kambodschanischen NäherInnen – ein Lohn, der sie trotz Arbeit systematisch in die Armut drängt.

Die Clean Clothes Campaign (Kap. 19) hat es sich zur Aufgabe gemacht, Living Wages in der Textilindustrie einzufordern. Living Wages sind existenzsichernde Löhne, mit denen ein/e ArbeiterIn leben und auch ihre Familie unterstützen kann. Die Textilbranche wehrt sich. Während zwar Inditex Living Wages in seinem Nachhaltigkeitsbericht einfordert, kommt dieser Passus beim Report von H&M gar nicht vor. Die Ausreden sind vielschichtig und reichen von der falschen Argumentation, man könne Living Wages nicht einfach berechnen, über die Weitergabe des „schwarzen Peters“ an Regierungen, von denen die Einführung solcher Living Wages auf gesetzlicher Basis eingefordert wird. Auch KonsumentInnen werden vorgeschoben, sie würden nicht mehr für ein Shirt bezahlen wollen. Nachdem der Lohn der NäherInnen jedoch durchschnittlich nur 1% des Kaufpreises des Shirts beträgt, würde sich die Verdoppelung der Löhne auf einem einzigen Shirt mit 25-50 Cent auswirken, also kaum merkbar.

  1. Fertigung: Sicherheit am Arbeitsplatz

Immer wieder kommt es zu verheerenden Bränden in Textilfabriken in Fernost. Allein im Jahr 2012 starben bei einem solchen Brand in Bangladesch fast 300 NäherInnen, wenig später forderte ein Brand in Pakistan 115 Opfer. Derzeit weigern sich – aus Kostengründen – noch viele große Textilunternehmen, in wirksamen Brandschutz bei den Zulieferfabriken zu sorgen. In Bangladesch haben NGOs und Gewerkschaften ein umfassendes Brandschutzprogramm entwickelt und versuchen seit Monaten, große Textilhändler zur Beteiligung zu bringen. Damit würden sie sich verpflichten, ihre Zulieferer zu benennen und zu verlangen, dass die Beschäftigten in den Fabriken Arbeitsschutzausschüsse bilden. Die Arbeiterinnen müssten geschult werden und Sicherheitsrisiken melden können. Wenn eine Fabrik trotz Aufforderung solche Risiken nicht beseitigen würde, dann wäre der Auftraggeber verpflichtet, die Produktion in eine andere Fabrik zu verlegen. Tchibo und unter Vorbehalt (drei weitere Riesen müssen mitmachen) der US-Riese PVH (Tommy Hilfiger, Calvin Klein) haben sich bereit erklärt, dieses Abkommen mitzutragen. Doch die großen Namen fehlen noch. Die Ausrede: Man würde bereits in andere Aufklärungskampagnen investieren.

Seit Jahren kommt es in Fabriken in Bangladesch, Pakistan, Indien, aber auch den Philippinen immer wieder zu in Ohnmacht fallenden NäherInnen, die aufgrund der Dämpfe in den stickigen Hallen und aufgrund von akuter Überarbeitung nach 20 Stunden oder mehr einfach umkippen.

  1. Chemie bei der Fertigung – Detox

In der Produktion kommt es immer wieder zum Einsatz von chemischen Mitteln zur Färbung und Applikation. Auch der hohe Wasserverbrauch geht weiter. Alleine während des Färbungsprozesses verbraucht ein durchschnittliches T-Shirt 16-20 Liter Wasser. Etwa 80% der Färbemittel bleiben in den Fabriken, die reclichen 20% werden einfach in die Kanalisation oder in lokale Gewässer geleitet. Durch die globale Textilindustrie gelangen auf diese Weise jährlich 40.000 bis 50.000 Tonnen Färbemittel in das Wassersystem der Produktionsländer. Doch dabei bleibt es nicht: Die ersten drei bis zehn Waschgänge von Kleidung sorgen dafür, dass Schadstoffe wie Phthalate oder NPEs (Nonyphenolethoxylate) sich in das lokale Abwassersystem absetzen. V.a. NPEs sind pesistent und durch Kläranlagen nicht aus den Gewässern zu bekommen.

Die Kampagne setzte 2012 zu einem Höhenflug an – und war erfolgreich: Diverse große Modeeinzelhändler wie etwa Zara und dessen Mutterkonzern Inditex (der größte Textilkonzern der Welt), Levis oder Esprit verpflichteten sich dazu, die Freisetzung von gefährlichen Chemikalien bis 2020 zu beenden. Insgesamt haben sich bereits 11 große Textilunternehmen den Forderungen von Greenpeace verpflichtet. Die Selbstverpflichtung sieht u.a. ein Verbot von Alkylphenolethoxylaten vor – zu dieser Substanzgruppe gehörende Nonylphenolethoxylate (NPE) werden für Wasch- und Färbeprozesse eingesetzt und seien hormonell wirksam. Auch auf perfluorierte Chemikalien soll verzichtet werden. Wichtigster Schritt ist hierbei die Weisung der Unternehmen an ihre oft hunderten Zulieferbetriebe, Daten über die Freisetzung gefährlicher Chemikalien zu veröffentlichen und in weiterer Folge diese Chemikalien auszulisten.

Diesen Ausstiegsbekenntnissen ging der Report „Giftige Garne“ voraus, der die Ergebnisse von Untersuchungen an in 29 verschiedenen Ländern gekauften 141 Kleidungsstücken beinhaltete. Ein getestetes Shirt bestand zu 37,6% aus Phthalaten. Mehr als ein Drittel des Gesamtgewichts eines Shirts bestand also aus sehr gefährlicher Chemie. Das Shirt war von der mittelpreisigen Marke Tommy Hilfiger und war ausgerechnet in Österreich gekauft worden.

Weitere Ergebnisse von „Giftige Garne“ (für dieses Paper kapitelübergreifend):

  • NPE wurden in insgesamt 89 Kleidungsstücke gefunden (63%). Alle getesteten Modemarken hatten Produkte mit NPE-Gehalt.
  • Deutsche Verbraucher haben heute im Schnitt vier Mal so viel Kleidung wie noch 1980 im Schrank.
  • Darunter im Schnitt 20 Teile, die nie getragen werden.
  • Weltweit werden jedes Jahr rund 80 Milliarden Kleidungsstücke produziert – im Schnitt elf Stück für jeden Menschen.
  • In Deutschland wurden im Jahr 2011 rund 5,97 Milliarden Kleidungsstücke verkauft (…) – dies entspricht im Schnitt 70 Teilen pro Person.
  • Bisher inhärent gefährliche Stoffe werden nur “gemanagt” anstatt komplett ausgeschlossen.
  • Weitere Marken wie Metersbonwe und Victoria’s Secret zeigen überhaupt kein Bewusstsein zur Problematik gefährlicher Chemikalien in ihren Produkten und ihrer Beschaffungskette.
  1. Sandblasting

Wiki: Unter Sandstrahlen (engl. sandblasting, abrasive blasting) versteht man die Oberflächenbehandlung eines Materials oder Werkstücks durch Einwirkung von Sand als Schleifmittel gegen Rost, Verschmutzungen, Farbe, Zunder und andere Verunreinigungen. Mittels eines Kompressors wird ein starker Luftstrahl erzeugt, der das Strahlmittel (z. B. Sand aber auch Hochofenschlacke, Glasgranulat, Korund, Stahl, Kunststoffgranulat, Nussschalen oder Soda mit unterschiedlichsten Feinheitsgraden) aus einem Sammelbehälter mitnimmt und -beschleunigt. Die Schleifmittel treffen dann zusammen mit dem Luftstrahl mit hoher Geschwindigkeit auf die zu behandelnde Oberfläche. Auf Grund der meist abrasiven Wirkung des Strahlmittels werden unerwünschte Bestandteile der Oberfläche, wie Rost oder Farbe, abgelöst und fortgetragen.

Sandblasting führt bei den ArbeiterInnen zu schweren Atemwegserkrankungen, die nicht selten tödlich enden. Große Unternehmen haben sich bereits öffentlich distanziert, immer wieder finden KonsumentInnenschützerInnen jedoch eindeutig sandgestrahlte Produkte in den Filialen der jeweiligen Textilketten.

  1. Audits oft wirkungslos

Angekündigte und unangekündigte Audits

  1. Transport

Ein Kleidungsstück, dessen Rohbaumwolle aus den USA und dessen Polyesterfaseranteil aus Fenost kommt, in Deutschland gewebt, in Tunesien geschneidert und bei uns verkauft wird, hat bereits rund 19.000 Kilometer (=3 Erdumrundungen) zurückgelegt.

Besonders skurriles Beispiel: Eine der großen spanischen Textilmarken lässt unter anderem in China produzieren. Die fertigen Kleidungsstücke werden nach Spanien verschifft und dort in Kollektionen neu zusammengestellt, um dann in die ganze Welt verschickt zu werden. Diese Marke hat auch Filialen in China selbst. Die Produkte werden also einfach zurückgesandt. Das I-Tüpfelchen: Die Lieferungen bleiben manchmal im chinesischen Zoll hängen – wegen zu schlechter Qualität. Eine Erdumrundung also komplett umsonst.

Aufgrund immer häufiger wechselnder Kollektionen (bei Zara beispielsweise zwischen 30 und 35 pro Jahr anstelle der noch vor wenigen Jahren üblichen 2-4) wird auf verhältnismäßig umweltschonende Transportmittel (Schiff/Bahn/Emissionsarme LKWs) verzichtet und – wie bei verderblicher Ware – das Flugzeug als Transportmittel gewählt. Der Flugtransport produziert ca die 12-fache CO2-Menge eines Schifftransportes bei gleicher Kilometerentfernung.

Der größte aller Textilproduzenten, Inditex (Marken: Zara, Pull&Bear, Bershka, Stradivarius, Oysho, …), hat seine Produktionsstätten von Fernost v.a. Nach Nordafrika verlagert. Die Verkürzung dieses Lieferweges dient jedoch nicht der Nachhaltigkeit, sondern schlicht der Tatsache, dass eine Verkürzung der Lieferwege noch schnellere Kollektionslieferungen in die einzelnen Filialen ermöglicht. Diese Beschleunigung („Fast Fashion“) trägt jedoch wesentlich zum Grundproblem des Überkonsums und der Verschlechterung der ökologischen und sozialen Bedingungen in der Produktion bei.

  1. Verkaufskonzepte als Ablenkungsmanöver

Der Verkauf setzt ebenfalls immer mehr auf Fast Fashion. Die Darstellung der Qualität tritt in den Geschäftslokalen in den Hintergrund, wichtiger wird die Produktpräsentation als Gesamtkonzept. Sanfte Hintergrundbeschallung, laut stampfende Beats oder gar keine Musik in den Läden ist ebenso wichtig geworden wie Geruch, Temperatur und Shopdesign.

Die US-Kette Hollister hat riesigen Erfolg mit ihrem Konzept, die Mode in abgedunkelten Geschäftslokalen, in denen ohrenbetäubend laute Musik läuft, zu präsentieren. Auf die Qualität der Nähte oder die Farbechtheit des Stoffes kann gar nicht mehr geachtet werden, ohne das Geschäft zu verlassen und die Bekleidung bei Tageslicht zu betrachten – dies wird durch Alarmtabs auf den einzelnen Kleidungsstücken ohne vorherigen Kauf jedoch unmöglich gemacht.

Desigual fährt ein ähnliches Konzept: Laute Musik, eher dunkle Geschäftslokale.

Hartnäckig hält sich das Gerücht, VerkäuferInnen bei Mango würden (werden?) dazu angehalten, neue Lieferungen mit Handschuhen und Mundschutz auszupacken. Große Mengen an noch nie gewaschener Mode stehen im Verdacht, Giftstoffe auch noch durch Verdampfung in die Umwelt und somit in die Lungen der VerkäuferInnen zu bringen.

  1. Alte Kleidung: Müllberge
  1. Alte Kleidung: Textilmarkt Afrika

Kleidersammlungen in Europa (zB. Humana, rotes Kreuz, ..) mit ihren großen Containern am Straßenrand vermitteln den Menschen, dass sie mit ihrer Altkleiderspende etwas Gutes tun: Sie glauben, dass ihre nicht mehr getragene Kleidung jenen gratis zugute kommt, die es sich nicht leisten können. Prinzipiell ist die Idee ja auch gut: Die Wiederverwertung der Klamotten vermeidet Müll, und der Verkauf der Second Hand Ware unterstützt karitative Organisationen in Österreich. Doch dies scheint nicht so ganz zu stimmen: Das Monatsmagazin DATUM berichtete bereits im September 2010 über die undurchsichtige Geschäftsstruktur der Organisation „Humana – People to People“. Nur ein Bruchteil der Einnahmen aus dem Second-Hand-Geschäft fließen laut DATUM in die von Humana beworbene Entwicklungshilfe.

FM4 schrieb im Februar 2011: „Doch nicht nur Humana sondern auch das Rote Kreuz, Kolping und die Caritas sind am Altkleidersektor tätig. Alle drei Organisationen haben die Entleerung ihrer Sammelcontainer und die Weiterverarbeitung der Textilien der Firma Öpula überlassen. Der Rohstoff-Recycling Betrieb existiert seit 20 Jahren und hat sich auf das Altkleidergeschäft spezialisiert. Dieser Markt ist komplett segmentiert, und Öpula fungiert als Zwischenhändler, der die Kleiderspenden zum Sortieren nach Italien transportiert. Die Sortierarbeit in Österreich ist einfach zu teuer, erklärt Öpula Geschäftsführer Kurt Willheim, deshalb wurde sie nach Italien ausgelagert. Dort werdendie Kleider je nach Beschaffenheit entweder nach Afrika verkauft oder zu Putzlappen verarbeitet. Nicht recycelbare Materialien landen auf der Deponie. Ein geringer Prozentsatz der brauchbaren Kleidung wird wieder nach Österreich importiert und kommt kostenlos karitativen Einrichtungen wie z.B. Flüchtlingsheimen, Frauenhäusern oder dem Katastrophenschutz zu Gute.

Die Annahme, dass Kleiderspenden im Rahmen der Entwicklungshilfe vom Roten Kreuz, Caritas oder Kolping kostenlos in der dritten Welt verteilt werden, ist naiv. Sie sind neben den Förderungen des Landes eine weitere Einnahmequelle und laut Kolping-Präsidentin Christine Leopold fließen die Gewinne zweckgebunden in die Sozialprojekte in Österreich.

Der Export nach Afrika finanziert den globalen Altkleiderkreislauf und deckt die Fixkosten der Kleidersammler, die Transportkosten sowie die Sortierarbeit in Italien, erzählt Kurt Willheim im Interview. Der Gewinn der verkauften Ware wird zwischen Öpula und den sozialen Vereinen aufgeteilt.

Doch nicht nur Österreich, die ganze Welt verkauft Second Hand Kleidung nach Afrika. Willheims Angaben zufolge ist es ein weitverzweigtes Handelsnetz, von dem vor allem viele afrikanische Frauen leben. Sie sind die letzten Glieder in dieser Kette und verkaufen in ihren Dörfern „Mitumba“, die gebrauchte Kleidung der westlichen Welt.“

Die Ware wird also nach Qualität sortiert – die besten Teile kommen in Europa selbst in den Handel, warme Kleidung geht nach Russland, und nicht mehr gut erhaltene oder hier unverkäufliche Kleidungsstücke landen in Containern und werden nach Afrika verschifft (entweder über die kanarischen Inseln nach Westafrika oder über Ägypten die afrikanische Ostküste entlang Richtung Mosambik. Dort überschwemmen die Altkleider die Märkte (beispielsweise allein mehr als 20.000 Tonnen pro Monat nur nach Tansania) und zerstören so die lokale Textilindustrie. Eine Markenjeans aus dem Altkleiderhandel kostet auf dem Markt etwa zwei Dollar – damit kann der heimische Textilmarkt nicht mithalten.

Der österreichische Fotograf Gerald Henzinger hat 2008-2011 in Mosambik gelebt und dort mit jungen Frauen Fashion-Shootings mit Second-Hand-Kleidung gemacht. Er gab bei den Fotos die jeweiligen Preise, die die Frauen auf den Straßenmärkten dafür zahlen mussten an – teilweise lagen sie über dem Erstkaufspreis, und alles war im guten Glauben, armen Menschen zu helfen, gespendet worden.

  1. CSR bei Konzernen

Zeit.de schreibt: „Koordinierte Aktionen sind Fehlanzeige. Großeinkäufer wie H&M, C&A oder Kik könnten ihre Marktmacht gemeinsam nutzen. Stattdessen schlachtet jeder seine Alleingänge PR-trächtig aus. „In Sachen CSR wurschteln die Konzerne einzeln vor sich hin, und wenn einer einen Skandal abkriegt, freut das die anderen“, fasst der für Nachhaltigkeit zuständige Manager eines großen Händlers zusammen.

H&M machte kürzlich Schlagzeilen mit seiner Aktion, säckeweise Altkleidung aller Marken entgegennehmen zu wollen – eigenen Aussagen zufolge, um den Lebenszyklus der Kleidungsstücke zu verlängern bzw. um effizent zu recyclen. Das Unternehmen, mit dem H&M kooperiert, ist jedoch ein Zweithändler mit Filialen in ganz Europa. Es stellt sich die Frage, ob die Aktion wirklich aus selbstlosem Umweltbewusstsein der schwedischen Unternehmensführung eingeführt wurde.

Die Unternehmen stehen jedoch auch oft vor dem Dilemma, dass sie seitens der NGOs auch bei Einführung einer „grünen“ Kampagne kritisiert werden. Nicht selten trifft man auf die Argumentation, man mache nichts, weil wenn man etwas machen würde, wäre es in den Augen der NGOs erst recht falsch und würde zu NegativPR führen.

  1. Biobaumwolle

Der Bio-Anteil am Weltbaumwollmarkt beträgt 1,1 Prozent, 2010 wurden insgesamt 241.697 Tonnen Biobaumwolle produziert. Seit 2001 stiegen die Umsätze bei Biobaumwolle trotz Weltwirtschaftskrise um jährlich 40%. Allerdings dürften diese nun stagnieren, da die Global Player wie H&M nicht mehr so intensiv wie zuvor auf den Ausbau ihres Biobaumwollangebots setzen. H&M sowie C&A waren in den vergangenen Jahren die größten Einkäufer von Biobaumwolle.

Biobaumwolle wird in Mischkultur angebaut, im Gegensatz zur konventionellen Baumwolle, die Jahr für Jahr in Monokultur angebaut wird. Im Biolandbau wird auf chemische Dünger und Pestizide verzichtet, Gentechnik ist streng verboten. Gedüngt wird mit dem Mist der Nutztiere, der ohne Primärenergie hergestellt wird.

Biobaumwolle wird in 23 Ländern weltweit angebaut, 81% der gesamten Biobaumwolle kommen jedoch aus Indien. Die Nachfrage dürfte durch das steigende Bewusstsein der kritischen KonsumentInnen weltweit gestärkt werden.

  1. Faire und ökologische Mode

Eine Studie, in Auftrag gegeben von Südwind und durchgeführt von OGM, von Anfang 2012 brachte folgende Ergebnisse: Der Trend geht in Richtung nachhaltige Mode.

Bereits zwei Drittel der ÖsterreicherInnen geben faire Arbeitsbedingungen und umweltschonende Herstellung als wichtiges Kriterium beim Kleidungskauf an (was leider nicht per se bedeutet, dass es ein Ausschlusskriterium ist). 31% finden diese beiden Kriterien sogar sehr wichtig. Über die Hälfte der Befragten gab an, dafür auch tiefer in die Tasche greifen zu wollen, die Bereitschaft zu mind. 15% Überzahlung ist da.

Auch das Wissen der KonsumentInnen zu fairer und ökologischer Mode scheint im Steigen begriffen zu sein: Während 2010 (als diese Studie bereits einmal durchgeführt wurde) nur 13% der Befragten angaben, sich gut informiert zu fühlen, sind es jetzt schon über 20%.

Besonderes Vertrauen wird unabhängigen Gütesiegeln entgegengebracht (siehe Kap. 16.) . Die Nachfrage nach Biobaumwolle steigt ebenfalls (leider steigt der Anbau nicht in Korrelation).

  1. (teilweise) Alternativen: Die Gütesiegel

KonsumentInnen werden immer wieder Gütesiegel als Vertrauenszeichen und zur Absicherung präsentiert. Aufgrund der Fülle dieser Gütesiegel und dem Mangel an einheitlichen Standards ist das Angebot jedoch immer noch sehr verwirrend und gleicht einem Wald voller Siegel.

Besonders im ökologischen Bereich gibt es sehr viele Gütesiegel, der Bereich der sozialen Absicherung und Fairness hinkt noch etwas nach. Doch auch viele der ökologischen Gütesiegel versprechen mehr, als sie halten. So ist beispielsweise das weitverbreitete ÖKOTEX 100 Siegel eine Garantie für ein schadstofffreies Endprodukt, definiert jedoch keine Kriterien für eine ökologisch nachhaltige oder sozial faire Produktion.

Das Siegel, das derzeit am breitesten greift, und dem KonsumentInnen vertrauen können, ist das GOTS-Siegel (Global Organic Textile Standard). Es kombiniert ökologische und soziale Kriterien und zertifiziert die gesamte Zulieferkette – die dann auch transparent sein muss.

Es gibt zwar Zertifizierungen, die eine faire Produktion garantieren (bsp. Fairtrade), aber kein Gütesiegel, das die gesamte Zulieferkette auf soziale Mindeststandards kontrolliert.

BCI

CMIA

  1. Die Clean Clothes Campaign

Die Clean Clothes Campaign, ein Netzwerk aus diversen NGOs weltweit, setzt sich seit 1990 für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie ein.

Sie verfolgt einen „holistischen Unternehmensansatz“ und fordert Unternehmen dazu auf, sich einem Verhaltenskodex zu verschreiben, der für die gesamte Lieferkette umgesetzt werden soll. Damit zielt die CCC nicht auf Produktzertifizierungen, sondern auf Unternehmenszertifizierungen ab. Dies soll vermeiden, dass Unternehmen nur einzelne Produktlinien als „fair“ oder „bio“ verkaufen, und dies dann als Feigenblatt für ihre restliche Produktion zu nutzen.

Der Verhaltenskodex der CCC beinhaltet:

  • keine Zwangsarbeit
  • keine Diskriminierung
  • keine Kinderarbeit
  • keine exzessiven Arbeitszeiten
  • Vereinigungsfreiheit und Kollektivvertragsverhandlungen
  • betrieblicher Arbeits- und Gesundheitssschutz
  • festes Bescäftigungsverhältnis
  • Bezahlung eines „living wage“, des Lohns, von dem die Arbeiterinnen und ihre Familien leben können.
  1. Alternativen: Messen für nachhaltige Mode, EcoFashion

Einmal pro Jahr findet in Linz die WearFair, die Messe für nachhaltige Mode statt. Auf der jedes Jahr größer und beliebter werdenden Verkaufmesse (2012: über 5000 Besucher) wird „weltbewusste“ Mode mit höchstem Anspruch an Style, Fairness und Ökologie präsentiert. Veranstaltungsort sind die denkmalgeschützten Räume der Tabakfabrik Linz. Von Eco Delux bis Streetwear, von Business- bis Alltagskleidung – die WearFair bietet nicht nur Mode aus garantiert sozial verantwortlicher und ökologischer Produktion, sondern auch eine Fülle an Hintergrundinformationen, den Austausch innovativer Ansätze und die Vernetzung von ExpertInnen und allen Interessierten. Gemeinsam mit dem seit 2012 neuen Veranstaltungspartner GLOBAL 2000 wurde das Portfolio der AusstellerInnen auf Upcyclingprodukte, zB. im Möbelbereich, erweitert.

In Wien gibt es seit 2012 die FairFair, eine Messe für Nachhaltigkeit, die sowohl Ernährung als auch Mode beinhaltet.

Die großen Modemetropolen der Welt haben inzwischen fast alle eigene Eco-Fashionweeks, allen voran London, Paris und Berlin.

  1. Alternativen: Trend DIY

11 Gedanken zu „Facts

  1. Nicole sagt:

    @21. „ALTERNATIVEN“…

    für alle die in Wien wissen wollen wo es faire bzw. nachhaltige Mode gibt
    http://www.die-sicherheitsnadel.at ODER follow us on FB 🙂

    österreichweit ist der shoppingguide der wearfair wirklich sehr zu empfehlen
    http://wearfair.at/index.php?id=96

  2. nukimama sagt:

    Wow, dem ist nichts mehr hinzuzufügen…

  3. kommentar sagt:

    Massimo Dutti ist auch eine Marke von Inditex …

  4. […] verweise da mal auf den wirklich unheimlich lesenswerten Blog Ichkaufnix.wordpress.com und auf ihre Facts-Seite, wo ausführlich und für jeden verständlich die Missstände in der Bekleidungswirtschaft […]

  5. pauline sagt:

    Möchte noch eine kleine Ergänzung bezüglich Biobaumwolle machen:
    laut einer Dokumentation auf ARTE, die m.E. sehr glaubwürdig war, werden in Indien Biobaumwolle und konventionelle Baumwolle in den Färbereien größtenteils gemeinsam eingefärbt.
    Weder der Besitzer noch seine Angestellten scheuten sich vor der Kamera einzugestehen, dass die Trennung zw. Bio- und Nichtbio-Baumwolle selbst innerhalb der Färberei nicht immer möglich und schon beim Trockenvorgang längst nicht mehr nachvollziehbar sei.

    Die traurigen Bilder der – früher oder später schwerkranken – Arbeiter, die bis zu den Knien in diesen giftigen Farbbrühen standen, haben mich sehr betroffen gemacht. Daher ist es eine wunderbare und ganz wichtige Idee, einfach achtsam und sparsam mit dem Kleiderkauf zu sein.

  6. bauxip sagt:

    ein Jahr lang hab ich durchgehalten – nichts gekauft – und dann ein T-shirt, ich gestehe nicht bio, aber die Freude daran war unglaublich – das Gefühl wieder was Neues – unglaublich toll!

  7. Joana KdS sagt:

    Die Erde hat einen Umfang von rund 40.000 km. Da sind drei Erdumrundungen mit 19.000 km Weg für ein Kleidungsstück (Pkt. 12) wohl ein Irrtum und beziehen sich vielleicht auf den Erdradius. Bitte ändern.

  8. […] Facts-Seite bei Nunu Kaller – Die moderne konventionelle Bekleidungswirtschaft vom Saatgut zum Müllberg […]

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