Tingeltangel Sachen loswerden!

Ich bin ein so ein Trottel: Die liebe Daniela und ich verkaufen am Sonntag unser Zeug am Tingeltangel-Flohmarkt, und ich vergess fast, es im Blog anzukündigen! Also. Schnell nachholen.

Kommenden Sonntag werden Daniela und ich von 12-20h im Brick 5 (geile Adresse: Fünfhausgasse 5 im 15. Bezirk🙂 ) am Tingeltangel-Flohmarkt Kleidung verkaufen – nicht nur eigene, sondern auch einiges, was bei dender letzten Tauschparty übrig geblieben ist. Ich hab das OK von allen Tauschpartyteilnehmerinnen, die Sachen zu verkaufen – die Einnahmen werde ich abzüglich der Eigenkosten spenden. Apropos Spenden: Ich bekomm von RTL 150 Euro, stocke das auf auf 200, und wenn die Kohle überwiesen ist, geht sie direkt weiter an die Kattunfabrik!

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Mehr Infos gibts hier

Einfach mal innehalten!

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Heute ist Maria Empfängnis. Für alle außer den Menschen, die im Handel arbeiten, ein Feiertag. Für den Handel jedoch der wichtigste Tag des Jahres: An keinem anderen Tag im Advent wird so viel gekauft, auf den Einkaufsstraßen stapeln sich die Leute, es gibt vielerorts vorgezogenen Ausverkauf, es sollen bitte möglichst alle ihre Weihnachtsgeschenke für ihre Lieben und am besten auch noch viele Schnäppchen für sich selbst kaufen.

In den USA ist der Black Friday ein vergleichbarer Tag. Der letzte Donnerstag im November ist der größe Feiertag des Jahres, Thanksgiving. Dieses Erntedankfest hat in den USA einen ähnlich hohen Stellenwert wie Weihnachten: Man kommt mit der Familie zusammen, macht sich bewusst, wofür man dankbar ist, und renkt sich gemeinsam – traditionellerweise bei einem Truthahn samt Süßkartoffelmus und Füllung sowie einem Kürbiskuchen danach – den Magen aus. Der Tag danach gilt als der Start des Weihnachtsgeschäfts im Handel. Am sogenannten Black Friday wird mit fast schon absurd niedrigen Angeboten gelockt. Nettes Detail: Thanksgiving hat es noch nicht nach Europa geschafft. Der Black Friday schon – und bekommt langsam einen ähnlichen Stellenwert wie in Österreich der 8. Dezember.
Doch immer mehr Menschen wird dieser Konsumwahnsinn zu viel. Auch hier ist ausgehend von den USA ein neuer Trend entstanden, der Kaufnixtag. In den USA ist es der Samstag nach dem Black Friday (also der letzte Samstag im November), hier werden gerade Stimmen immer lauter, den 8. Dezember zum Kaufnixtag zu machen und so ein klares Statement gegen den Hyperkonsum an diesem Tag zu setzen. Es geht an diesem Tag nicht nur darum, ein Zeichen zu setzen, sondern auch, sich selbst mal bewusst zu machen, wie viele Konsumhandlungen eigentlich jeden Tag so stattfinden.
Ich kenne den Kaufnixtag seit vielen Jahren, aber immer wieder passieren mir gedankenlose Käufe an diesem Tag: Nein, ich spaziere nicht gedankenlos in ein Modegeschäft, aber: Auch der schnelle Kaffee zum Mitnehmen um einen Euro ist eine Konsumhandlung, das Sandwich unterwegs, weil man zuhause zu faul war oder keine Zeit hatte, sich ein warmes Frühstück zuzubereiten. Fast alle westlichen Kaufhandlungen haben einen Rattenschwanz an ökologischen und sozialen Auswirkungen. Das Shirt kostet vielleicht nur fünf Euro, aber genäht wurde es unter menschenrechtswidrigen Zuständen in Bangladesch. Der Chickenburger kostet drei Euro, das Huhn bekam in seinem kurzen Leben Unmengen an Antibiotika gefüttert und hat so eventuell resistente Keime in sich. Der Kakao zum Mitnehmen zwei Euro fünfzig, die Kakaoernte an der Elfenbeinküste mussten Kinder durchführen.
Ein solcher Kaufnixtag macht einem also klar, wie sehr Konsum unser Leben bestimmt. Schön wäre es, an einem solchen kauffreien Tag darüber nachzudenken, ob wir unseren Konsum auch anders gestalten können, mit mehr Rücksicht auf die Umwelt und die Menschen in den Produktionsländern. Es gibt fast überall bessere Alternativen, sei es bei den Textilien, bei Lebensmitteln oder beim Telefonieren… Wer sich solche Dinge hin und wieder ins Bewusstsein ruft, wird sicherlich häufiger Kaufnixtage einlegen. Und gut fürs eigene Budget sind sie auch.

Warum meine Liebe zum Tauschen wenig mit den Kleidern zu tun hat

Ich muss mal wieder schwärmen – und zwar von Tauschparties. Ich hab die bei mir zuhause inzwischen zur monatlichen Fixeinrichtung gemacht – zwischen 10 und 15 Frauen stapeln sich in meinem Wohnzimmer, Teile werden vorgestellt, es wird herumgetauscht, und wenn alle Teile einmal gezeigt wurden, hupfen alle gleichzeitig ausm Gwand und die große Umzieherei geht los. Ich bin jedes Mal hin und weg, was für Schätze ich abstaube – gestern waren es unter anderem zwei Hosen von zwei Frauen, die ich beide unglaublich bewundere, wunderschön finde und deren Stil ich liebe.

Aber was ich noch viel, viel, viel, viel, VIIIIEL toller finde: Ich lade jedesmal einen riesigen Haufen an Frauen aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis ein. Dadurch enstehen jedes Mal neue, andere Kombinationen. Das Einzige, was diese Frauen untereinander manchmal vereint, ist die Tatsache, dass sie halt mich von irgendwo her kennen – und ich liebe es, Menschen aus allen unterschiedlichen Kreisen, Himmelsrichtungen, Berufsfeldern usw. um mich zu sammeln. Es war ein unglaublich bunt durchmischter Haufen. Gestern waren beispielsweise drei von vier meiner Künstlermädchenclique da, zwei ehemalige Kolleginnen von Greenpeace, spannenderweise drei Fotografinnen (und keine hatte die Kamera mit, hihi), eine Kindermodendesignerin, eine Studienkollegin, meine ehemalige Nachbarin aus meiner Kindheit, und eine Freundin, die ich über den Blog hier kennengelernt habe. Größentechnisch war von 34 bis 46 alles vorhanden.

Es wurde so viel gelacht, dass ich heute schon wieder ein bisschen heiser bin. Es wurden sich gegenseitig Komplimente gemacht noch und nöcher – als alle sich umzogen, waren alle nur noch am Strahlen, und in allen Teilen meiner Wohnung hörte mal „Steht dir super!“ – „Schaut so toll aus an dir!“ – „Wow, das Kleid ist ja für dich gemacht!“. Eine Freundin sprang in einem Body einer anderen irgendwann wie ein Gummiball durch die Gegend, eine andere haute alle in einem gerade ertauschten Abendkleid um, ich konnte kaum fassen, dass ich die perfekte, und ich mein das absolut ernst, die PERFEKTE Skinny Jeans ertauschte.

Immer wieder kamen Freundinnen auf mich zu und flüsterten: „Boah, die Anna ist ja supersympathisch, woher kennst du die?“ oder „Also diese Pamela, echt eine Wahnsinnsfrau, diese Ausstrahlung!“ Als Maresi, die ich seit meiner Kindheit unglaublich lieb hab, ging, half ich ihr schnell beim Autoeinpacken (sie wird die übriggebliebenen Sachen in den Kaufnixladen bringen). Als ich zurück in die Wohnung kam, meinten drei Mädels gleichzeitig: „Boah, was für eine wunderschöne Frau!“

Und das ist der Grund, warum ich Tauschparties so liebe (auch wenn ich meine Küche noch nicht wieder betreten habe und auch nicht vorhabe, das in den nächsten Stunden zu tun – der Rest der Wohnung ist aufgeräumt, aber ….. wäh.): Es geht nicht nur um die Fetzen, es geht um viel mehr: Es geht darum, dass Frauen aufeinandertreffen, dass positive Bestärkung stattfindet, dass man sich kennenlernt, dass man viel lacht miteinander, dass Vernetzung stattfindet. Ich bin eine, die wahnsinnig viel Kraft aus solchen Momenten zieht, wenn ich viele tolle Menschen um mich versammelt habe. Und ich kanns wirklich allen nur empfehlen: Macht Tauschparties, würfelt euren Freundeskreis durcheinander, und schaut, was passiert. Ich kann euch versprechen: Lustig wirds in jedem Fall. Und die Lust auf Neukäufe verschwindet komplett, wenn man sieht, was für wunderbare Sachen in den Kleiderschränken von Freundinnen schlummern.🙂

Ich kaufe Wienerisch!

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Im letzten Leben war ich Pferd, mit rüber gerettet hab ich Haare und Gebiss🙂 (nicht falsch verstehen: Ich find das Foto von Pamela Russman super, das ist einfach mein Lachen…) 

Ach, schön, das ist ein Interview, das mich richtig freut. Die Wirtschaftsagentur hat mich zu Einkaufen in Wien interviewt und das ganze im aktuellen Falter veröffentlicht. Ich konnte ein Thema auf den Tisch bringen, das nicht nur mich, sondern auch einigen anderen derzeit gewaltiges Kopfzerbrechen bereitet: Weiterlesen

Von RTL und verschenkten Stunden

Ach, wenn das Bloggen wieder Spaß macht, dann flutschts. Jetzt muss ich mich mal gewaltig aufregen. Ich bin rasend sauer, weil ich mich unfassbar verarscht fühle. Und weils vielleicht mal ganz spannend ist, mal von „hinter den Kulissen“ zu berichten.

Irgendwann letzte Woche bekomm ich ein Mail von RTL Extra. Scheißfreundlich. „Wir von RTL EXTRA, dem Reportagemagazin mit Birgit Schrowange, planen gerade einen Beitrag zum Thema „Kaufrausch“ und sind im Rahmen unserer Recherchen auf Sie aufmerksam geworden. Hätten Sie Zeit und Lust, unseren Beitrag zu unterstützen und uns ein Interview zu Ihrem „Ich kauf nix!“-Projekt zu geben?!“

Ich denk mir, yay, die checken das mitm Kaufnixtag! Juhu! Na klar mach ich das! Schnell war zugesagt, und am nächsten Tag rief mich die Redakteurin des Wiener Produktionsteams an, wir sprachen über Kaufnixtag und Drehorte. „Ja, also, das haben die eh schon mit dir besprochen, wir haben drei Drehorte, zuerst bei dir in der Wohnung…“ – „Es wurde nichts mit mir besprochen, und nein, bei mir in der Wohnung wird nicht gedreht, eiserne Regel. Ich hatte schon viele Interviews, und lediglich mein allererstes zu Ich kauf nix hat in der Wohnung stattgefunden. Das mache ich seither grundsätzlich nicht, meine Privatsphäre ist mir heilig“, unterbrach ich die Dame, die im ersten Moment etwas konsterniert reagierte (und ich frag mich: Lassen Leute echt so oft Drehteams in ihre Wohnungen? Für mich ist das wirklich ein absolutes No-Go!). Und musste ihr gleich mal dabei helfen, Drehort und dazupassende Drehgenehmigung zu organisieren. Beim ersten Telefonat und auch direkt am Anfang beim Dreh wurde gesagt: „Wir müssen das Material eh bis 12h nach Köln schicken, bis dahin müssen wir fertig sein.“

Der Dreh dauerte im Endeffekt von 9:30h bis fast 14:00h. Viereinhalb Stunden. Ich habe bereits wirklich viele TV-Beiträge gemacht, auch längere Features als die üblichen Drei-Satz-Interviews für Greenpeacebeiträge. Aber noch NIE hat ein Dreh viereinhalb Stunden gedauert. 

Ich sagte noch zur Redakteurin, sie habe Glück, dass ich grad quasi arbeitslos (also eigentlich im Urlaub) bin, sonst würd ich das niiiiie machen. Aber ich machte es, weil ich mir dachte: Auf RTL übers Nixkaufen berichten, wie geil. Diese Zielgruppe brauchts, damit sich wieder bissl mehr bewegt – alles, was außerhalb der von nicht gar so Wohlgesonnenen oft „Gutmenschenbubble“ genannten Szene bewegt, ist gut, erreicht mehr Leute. Und ganz ehrlich: Natürlich freute ich mich auch über einen Nennung von ich kauf nix, vielleicht würde es ja den Buchverkäufen neuen Schwung verleihen. Klar! Gar so heilig bin ich auch nicht – aber die Freude über das Erreichen einer neuen Zielgruppe war definitiv höher.

Kurz wurde ich stutzig, als ich der Redakteurin über die Schulter blickte und sah, dass über ihren Interviewfragen das Wort „Fehlkäufe“ stand. Ich fragte nach, warum ich so ausführlich befragt wurde, und sie meinte: „Das wird ein Zwanzigminüter, und du wirst eine der Hauptdarstellerinnen.“ Pfuh, da wurde mir zum ersten Mal etwas mulmig. Wollte ich das? Egal. Kaufnixtag an RTL-Zuschauerinnen. Machte ich halt wiedermal das Gesicht dafür – und beantwortete über Stunden die gleichen Fragen, lies mich in verschiedenen Outfits filmen (und das noch recht …. unausgeschlafen😉 vom Vorabend und entsprechend leichenartig aussehend, meine Güte, war ja kein Beautycontest), wartete, wartete, wartete, beantwortete wieder die gleichen Interviewfragen, tat so, als ob ich in meinen Laptop tippte, tat so, als ob ich hochinteressiert am Laptop las, tat so, als ob ich vor einem Laden stehe und kopfschüttelnd mit dem Finger auf die in der Auslage gezeigte Mode zeige (das tu ich sonst nämlich auch immer, wenn ich auf der Mahü bin, natüüüüürlich…).Irgendwann brachte der Praktikant noch diese Einverständniserklärung vorbei, die es so oft bei solchen Drehs gibt, die Redakteurin hatte sie nämlich vergessen. In denen unterschreibt man, dass das Bildmaterial dem Sender gehört und sie es auch anderweitig einsetzen dürfen, und dass quasi deine Seele ihnen gehört – zumindest steht Derartiges oft in solchen Vereinbarungen. Die von jenem Dreh überflog ich nur kurz, ich war schon etwas ungeduldig, zugegeben, unterschrieb sie (weil mir ja eh nix anderes übrig blieb, sollte ich nach drei Stunden Dreh sagen, nein, das unterschreib ich nicht, auf Wiedersehen?). Was aber neu war: Eine eigene Kopie bekam ich nicht ausgehändigt.

Gesendet werden sollte gestern Abend. Und da war auch ein Beitrag zum Thema. Zum Thema „Fehlkäufe“ nämlich. Und Kaufnixtag sowie mein Projekt und meine Schwärmerei von Second Hand und dem Tauschen von Fehlkäufen mit Freundinnen, denen sie einfach besser passen als mir, kam nicht mal vor. Stattdessen Tipps einer Stylistin, die einer Frau, für die ein schwarzes Shirt ein Fehlkauf war, ein rosa Tuch umhängte, und jene dann totaaaal happy in die Kamera sagte, dass sie sooo froh ist über diesen Tipp, weil sie jetzt das Shirt doch sicher tragen würde, von alleine wäre sie da niiie draufgekommen, aber boah, Erleuchtung, in Zukunft wird sie sich nix Schwarzes mehr kaufen. Geeenau. Oberflächlichkeit pur. Ja, RTL halt, aber trotzdem: Ich wurde rasend. In jedem anderen Fall, in dem ein Beitrag mit mir dann doch nicht gebracht wurde, wurde ich wenigstens im Vorfeld informiert. Nix.

Das Foto in diesem Beitrag musste ich aufgrund sanfter Androhung juristischer Schritte entfernen.  Zu sehen war das Team bewusst nur von hinten, aber ok, ich reagiere zeitnah auf Kritik. Point given. 

Ich habe also viereinhalb Stunden mit einem Filmteam verbracht, in denen ich hätte schreiben können (es gibt übrigens endlich wirklich ein neues Buchprojekt, yay!), für nix und wieder nix. Und was mich so stinkewütend daran macht: Es war vorher schon klar, wie der Beitrag aufgebaut werden sollte, aber mir wurde nix gesagt. Ich musste die Einverständniserklärung unterschreiben, bin damit rechtlich machtlos.

Meine Wut hat nichts mit Mediengeilheit zu tun, null, sondern schlicht mit der Tatsache, dass mir viereinhalb Stunden gestohlen wurden, in denen mir noch dazu falsche Tatsachen vorgespiegelt wurden, während ich versuchte, meinen Part in der Sache halbwegs professionell zu erfüllen. Und ich bin nun mal so: Gerate ich in eine Situation, in der ich unfair behandelt werde, und nichts dagegen tun kann, werde ich stinkend sauer, dann rauchts mir aus Ohren, Nase und Mund gleichzeitig. Darum war ich wohl in der Kampagnenarbeit für NGOs auch jahrelang so gut aufgehoben…

Und was mich noch viel mehr ärgert, ist der Gedanke, dass RTL mit all seinen ProtagonistInnen so umspringt: Dieses völlig automatische davon Ausgehen, dass man unglaublich geil drauf ist, ins Fernsehen zu kommen, und mit den Leuten dann umspringen, als ob die ihre Zeit geschenkt bekommen. Das Filmteam wird für die Drehs bezahlt, die ProtagonistInnen nicht. Über die unterschriebene Erklärung ärgere ich mich gerade am allermeisten, denn am liebsten würde ich ihnen eine saftige Honorarnote für die entgangene Zeit stellen, und das Geld dann an eine Organisation spenden, die sich um textile Themen kümmert. Unglaublich, wie viele Fahrscheine man mit beispielsweise 500 Euro zusammenbekommt, mit denen Flüchtlinge in die Kattunfabrik fahren können, um das Nähhandwerk (wieder) zu lernen und fit fürs AMS zu werden.

Hätte mich am Sonntag oder Montag jemand angerufen und mir gesagt: Sorry, wir bauen den Beitrag anders auf, du bist nicht dabei – ich wäre weder in die Sinnkrise gefallen, noch hätte ich vor Enttäuschung geweint, weil gerade dieser Beitrag ja mein großer Durchbruch hätte sein können (Bullshit. Ich kann mich an kein einziges Interview erinnern, das ich nicht für die Sache gegeben hätte. Um mich gehts mir da nicht. Wenn ab morgen nie wieder ein Medium anklopft, dann leb ich auch glücklich und im Seelenfrieden weiter. Einen Großteil meiner Medienauftritte habe ich bewusst durch die Kündigung bei Greenpeace aufgegeben. Ich bins nur langsam leid, das so oft wiederholen zu müssen: Ja, ich instrumentalisiere mich für die Sache. Aber nicht, weil ich auf Fame aus bin, sondern weil ich verdammtnochmal will, dass es endlich zu einem Umdenken in unserem Konsumverhalten kommt, und weil ich gemerkt hab, gut, ich hab die Pappm dazu, ich stell mich da jetzt hin und pfeif den Leuten meine Überzeugung um die Ohren. NICHTS ANDERES. Himmel.). Aber so mit Leuten umspringen und ihnen Zeit stehlen, das geht einfach nicht. Ich hab jetzt keine Lust drauf, dass es heißt, die regt sich auf, weil sie nicht vorkommt. Nein, die regt sich auf, weil im Vorfeld unprofessionell agiert wurde, und weil es eine Sache des Respekts ist, informiert zu werden. Dass ich in diesem letztendlich gesendeten Beitrag nicht vorkam, war sogar sehr, sehr gut, ich hätte mich gewaltig geschämt.

Und das musste ich mir jetzt von der Seele schreiben. Im Vergleich zu anderen Problemen ein völliger Dreck unterm Fingernagel, das ist mir sonnenklar, aber ich bin halt trotzdem sauer… Und wenn das einzige Ergebnis dieses Beitrages ist, dass jemand den Link zur Kattunfabrik anklickt, sich über das Projekt informiert und beschließt, es zu unterstützen, bin ich schon zufrieden. Oder wenn jemand, der mal von irgendeinem der üblichen Privatsender für einen Beitrag befragt werden soll, einfach nein sagt. Ich werd das in Zukunft auch öfter tun.

So. Alles runtergeschrieben, Ärger ausgeraucht, danke fürs „Zuhören“. Pfoooah ey. Tut grad irgendwie gut, so was mal zu veröffentlichen und ausnahmsweise mal nicht „drüber zu stehen“.

Mavienna: Aus Fehlern wird man stärker!

Ihr kennt ja noch Mavienna, oder? Die Jungs, die in Wien ein rein wienerisches Kindermodenlabel aufziehen. Beide keine Textiler, beide aber sehr, sehr leiwand (übrigens, Andi und Cri, ich vermiss euch! Wann wird mal wieder ein fürchterlicher Doppler aufgemacht und vor allem: Wann setzt Cri wieder lustige Taschen auf?🙂 ). Sie haben einfach einen Plan, und der Andi, der das ganze erfunden hat, ist ein unglaublich sturer Hund. Sie haben schon mal gecrowdfundet, haben einen Laden aufgemacht, wieder zugemacht, sind bei einer Bekannten in der Nähe in den Laden gezogen, haben Maschinen gekauft, haben sie wieder verkauft. Warum? Weil sie Fehler gemacht haben. Und Fehler DARF MAN MACHEN. Ich finds wahnsinnig super, dass sie nicht einfach aufgeben. Sie haben aus ihren Fehlern gelernt und machen adaptiert weiter. Aber: Sie brauchen wieder Geld.

Warum das so ist, hat sich Andi letztens von der Seele geschrieben. Nachdem einige meiner Leserinnen nicht auf Facebook sind, hab ich mir erlaubt, den (langen) Text hier reinzukopieren. Ich sag nur: Beide Daumen hoch, ich finds super, wie ehrlich, ausführlich und selbstkritisch er hier schreibt. Ich bin bei euch, Burschen, ich unterstütz euch auch weiterhin.

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Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit

So, ich muss jetzt mal was Politisches loswerden. Ich wollte vor der Wahl nächsten Sonntag unbedingt noch einen brennenden Beitrag pro Van der Bellen schreiben.

Seit Tagen hatte ich mir das vorgenommen. Überlegt, was ich schreiben soll.

Aber ich bin massiv politmüde gerade.

Ich verstehs nämlich einfach nicht mehr, was weltweit (!) gerade politisch passiert. Auf den Philippinen wird ein Mann zum Präsidenten gewählt, der die Ermordung von Dealern quasi anordnet und finanziell belohnt, in den USA ein Mann, so fürchterlich, dass ichs gar nicht in Worte fassen kann, in der Türkei wird der Präsident gerade zum Diktator, der politisch nicht passende Medien zu- und politische Gegner einsperren lässt, in Großbritannien sitzt die ältere Generation lauter falschen Wahlversprechen auf und zerstört so durch den Brexit wahrscheinlich mindestens einer ganzen Generation die Zukunft und die Altersvorsorge, in Deutschland kassiert die AfD einen Wahlsieg nach dem anderen, und was bei uns passiert, ist überhaupt das Letzte. Der Wahlwiederholungsbeschluss des Verfassungsgerichtshofes war, wie international schon mehrfach analysiert, eine klare Fehlentscheidung. Aber es gibt keine Institution, die über dem Verfassungsgerichtshof steht, damit ist das ganze nicht mehr aufzuhalten. Selten habe ich mich hilfloser gefühlt.

Nach dem Trump-Sieg habe ich auf Facebook erstmal ein regenbogenfarbenes Einhorn gepostet. Und genau das war auch mein Gefühl: Weiterlesen

Großes Kino – der Kaufnixtag

Am Samstag ist Kaufnixtag. Weil morgen Thanksgiving, der größte Feiertag in den USA ist. Und der Freitag danach der größte Shoppingtag überhaupt in den USA ist, wo alle komplett steil gehen, es überall Kampfangebote gibt und man mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit unfassbar viel Kohle für unfassbar sinnlose Dinge ausgibt, nur weils halt grad so günstig ist. Aus diesem kompletten Shoppingoverkill ist als Antwort drauf der Samstag danach zum Kaufnixtag erklärt worden. Was ich traurig find: Thanksgiving, also quasi Erntedankfest, ein Familienfest, bei dem man den anderen seine Dankbarkeit zeigt und sich außerdem die Mägen ausrenkt, hat es noch nicht bis zu uns geschafft. Der Black Friday, wie dieser Shoppingwahntag genannt wird, aber schon. Tja, kann man mal schauen, wo die Industrie mehr Potential sieht, Überraschung, Überraschung!

Textiltechnisch kann mich das jetzt nicht rasend beeindrucken, hui, sich mal einen Tag nix Neues zum Anziehen kaufen – da muss man schon massiv kaufsüchtig sein, wenn man das als Herausforderung sieht. Allerdings bin ich in den letzten zwei Jahren am Kaufnixtag gescheitert. Ich will nämlich seit Ewigkeiten den Kaufnixtag zum wirklich absoluten Nixkauftag machen – und hab mir sowohl 2014 als auch 2015 mitm der Hand aufs Hirn geklatscht, nachdem ich im Supermarkt war und was zum Essen gekauft hab, obwohl ich mir aus Vorräten zuhause locker was hätt machen können. Diesmal verkauft die liebe Exkollegin Nati auf einem Flohmarkt am Samstag Textiles – was schon sehr gemein ist, ich liebe ihren Stil. Aber ich bin hochmotiviert, am Samstag wird kein Geld ausgegeben. Kann doch nicht so schwer sein🙂

Ich mag den Kaufnixtag, weil er einfach uns wieder ins Bewusstsein holt, wie oft wir einfach nebenbei Kohle ausgeben. Man sollt viel öfter Kaufnixtage einlegen, wo auch mal kein Kaffee nebenbei gekauft wird, keine Zeitschrift einfach mal so, und keine textilen Impulskäufe.

Passend zum Thema gibts morgen im Gartenbaukino eine Vorführung von „My Stuff“, eine finnische Doku über Minimalismus und die Frage, was man eigentlich so wirklich alles braucht. Ich bin schon sehr gespannt drauf – und darf außerdem danach auf der Bühne über mein Ichkaufnix-Projekt sprechen. Großes Kino!

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Ich will faire Mode für ALLE.

So, mir brennt mal wieder was auf der Brust, das ich niederschreiben möchte. Ich beschäftige mich in den letzten Wochen ganzganz intensiv mit „was ist eigentlich schön“, „wer gibt uns eigentlich vor, was wir schön finden sollen“ und „warum zur Hölle finden sich 96% aller Frauen nicht schön?“ Ich selbst hab mir meinen eigenen Schönheitsbegriff in den letzten Monaten massiv weit aufgemacht – mit dem Ergebnis, dass für mich inzwischen so gut wie JEDE Frau schön ist. Jeder Körper ist schön. Jede Frau hat das Recht, sich selbst schön zu finden – aber jede Frau hat auch das Recht, sich selbst fair anzuziehen. Es wurde in den vergangenen Jahren von Leserinnen, aber auch von mir selbst immer wieder thematisiert: Wo gibts eigentlich faire Mode für große Größen?

Ich freu mich ja wirklich massiv, dass derzeit sogenannte Curvy Models immer erfolgreicher werden, und dass in der Modewelt endlich wahrgenommen wird, dass es eben nicht nur Größe superschlank gibt da draußen in der echten Welt. Denn dass es da einen großen Haken in der Wahrnehmung gibt, wenn bei Mango die Plus Size Mode bei Größe 40 anfängt, die deutsche (und wohl auch österreichische) Durchschnittsgröße jedoch bei 42 liegt, ist nicht schwer zu verstehen, oder? Ich selbst trage 42 und fühle mich pudelwohl, rund und doch schlank.

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Heute hab ich mal die neue Maxima durchgeblättert – eigentlich hab ich den Frauenzeitschriften ja abgeschworen, aber mir war heute nach Badewanne und Zeitschrift, nachdem der Neffe mich am Sonntag mit seinem Husten und entzündeten Hals angesteckt hat (das nächste Mal darf der Kerl wieder in seine eigene Hand husten, und nicht meine nehmen, weil sie grad da ist). Und da ist wunderbarerweise ein Artikel genau darüber drin: Wie rundere Models gerade die Laufstege erobern, und wie super das nicht ist für unser aller Selbstbewusstsein. Und wie es sich gehört für ein kleineres Magazin wie die Maxima, stehen auch Tipps drin, wo man tolle Mode für große Größen bekommt. Da stehen Marken wie Navabi, Asos, Stylefully, aber auch die üblichen Verdächtigen wie der Textilschwede oder Zara. Inklusive der großen Freude, dass die Auswahl größer wird. Ja. Eh.

Aber.

Aaaaaber.

Haben Frauen ab Größe 44 (oder im Fall von Mango: 40 – das is echt so lachhaft…) nicht auch das Recht, sich gleichzeitig modisch und trendy, aber auch öko und fair zu kleiden? Gut, was Stoffe angeht, hats mir die Gaby mal erklärt: Man braucht für große Größen andere Schnitte, und auch andere Stoffe. Ein hauchdünner Baumwollfetzen (wie zum Beispiel die Longsleeves von Armed Angels, an sich mag ich die sehr gern, aber sie sind wirklich sehr fein) zeigt jedes Röllchen und fällt einfach nicht schön. Bei Kurven brauchts schwerere Stoffe, viel Stretch im Stoff und so weiter. Ok, seh ich ein, da wirds wohl teilweise schwer mit Biostoffen. Wers schon schafft, ist die Göttin des Glücks, die haben immer wieder Modelle, die weit raufgehen, aus GOTS-zertifizierter Baumwolle sind und fair produziert. Nur halt: richtig wenig. Kleines Label, noch kleinere Auswahl.

Aber tschulligung: Wieso ist es nicht möglich, Mode für große Größen fair zu produzieren? Ich weiß nicht, wo Navabi, der Textilschwede, Asos oder Zara produzieren – aber ich kann euch trotzdem eines garantieren: Vorzeigefabriken sind das sicher alles keine. Warum muss der Kampf um faire Mode wieder von vorne losgehen, nur weil es um andere Schnitte und ein bissl mehr Stoff geht?

Ich will faire Mode, für ALLE.

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Gaby ist übrigens wirklich die löblichste aller Ausnahmen, ihre eigene Kollektion entsteht nämlich zuerst an ihr selbst in ihrem Geschäft im achten Bezirk und geht dann bei der Näherei der Volkshilfe im vierten Bezirk in (Klein-)Serienproduktion. Von dort schnallt sie sich die Kleider aufs Fahrrad und fährt damit in ihren wunderbaren Laden in der Strozzigasse, wo sie sie verkauft. Und glaubt mir: Diese Kleider sind schwerst leiwand. Ich durfte zweimal für sie modeln: Damals, und damals. Herrliche Teile!

 

Bei Wind und Wetter am Rad fair gekleidet

So. Hi. Ich hab wieder was zu berichten. So hin und wieder machts ja doch Spaß, ein paar Wörter und Gedanken in den Blog-Editor zu klopfen. Und es tut sich ja gerade einiges. Das Wichtigste: Ich werde mein heißgeliebtes Team von Greenpeace bald verlassen. Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, eben nicht nur wegen der Arbeit, sondern weil ich die besten, coolsten, lustigsten, feschesten und einfach leiwandsten Kollegen der Welt hier im Wiener Büro sitzen habe. Und jetzt kommt eine laaange Geschichte, aber mei, treue Leserinnen wirds eh freuen, endlich mal wieder was zu lesen hier.

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Das da links ist Stefan. Und das da hinten drei der süßesten Kinder ever. (c) windundwetter.at

Einer von den wunderbaren, lustigen, coolen und feschen Kollegen ist Stefan. Stefan ist einer, der im Großraumbüro, während alle still vor sich hin arbeiten, aufsteht, und mit den Worten: „Ich finde, es wird hier viel zu wenig gesungen!“ rausgeht (mit hoher Wahrscheinlichkeit Richtung Kaffeemaschine). Der mich, wenn ich mal in der ausnahmsweise auch für kleidungsblinde Kerle eindeutig erkennbaren Zauberfarbe Rot angezogen bin, mustert und fragt, ob ich heut noch ein Interview hab, weil ich heut so fesch bin. (Nein, hatte ich nicht, ja, ich war kurz beleidigt. Glaubt der, ich mach mich nur fürs Fernsehn schön? Der Ärger war vorbei, als er zielstrebig mit den Worten „Reka! Wir brauchen ein Interview für die Nunu!“ Richtung Pressetisch marschierte – und Reka sogar fast erfolgreich war). Es soll ja Stimmen geben, die meinen, der Stefan und ich sollten uns auf eine Bühne setzen und einfach nur bled redn, wir würden wahrscheinlich mehr verdienen als … lassen wir das.🙂 Jener Stefan stand mal wieder neben mir in der Küche, musterte mich – auch mal wieder, ich finds ja süß, wie er, etwas kleiner als ich, immer sicherheitshalber nachschaut, ob ich Absätze trage – von oben bis unten und meinte: „Du Nunu, ich will dich als Model.“

Aha.

Hatte der gestern gsoffen?

Na wenn er meint…

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(c) windundwetter.at – Parka Smoke/Rains, 99Euro

Und er brauchte noch ein paar andere Models. Gemeinsam überredeten wir noch Lukas und Nati. Lukas ist das Beste, was einem als Kollege passieren kann: Nicht nur, dass er wirklich jeden, und ich mein das ernst, JEDEN Schmäh mitmacht, und sei er auch noch so schlecht (wobei ich den Tag, als er Kollegin und Wortspielkönigin Mel am Rollsessel durchs Büro schob, während sie queenlike winkend „repräsentierte“, schon in sehr guter Erinnerung habe, ebenso wie die Rauchpause, als Mel und ich ihm einen Filter nach dem anderen ins Hemd steckten, und er es erst oben im Büro wieder merkte), der einfach nur unglaublich lieb ist, der unfassbar tolle Arbeit leistet, kochen kann, und der nicht ohne Grund von den Frauen im Haus in einer repräsentativen Umfrage zum „most schmusable“ Mann des Büros gewählt wurde (und ja, ich weiß, Luki, ich sag das in letzter Zeit dauernd – aber ich hab irgendwie eine Liebesbeziehung mit dem Wort „schmusable“….).

Nati sitzt leider im falschen Stockwerk, wir sehen uns nicht gar so häufig. Aber wenn, dann kann ich mich drauf verlassen, die Frau schiebt, obwohl eher auf der ruhigeren Seite, mindestens einen so derartig trockenen Kommentar, dass ich schallend auflache. Sehr charmant ihre besitzergreifende Art in den Sitzungen: „MEINE Praktikantin. Leute, MEINE. FIN-GER WEG.“

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(c) http://www.windundwetter.atPoncho Electric Gingham, 249 Euro – Nati meinte übrigens, während ich auf den Fotos meistens lächle, schaut sie immer so bös. Ich finde, niemand hat den „Leg dich nicht mit mir an“-Blick besser drauf als sie.

Und was sich jetzt liest wie eine höchst sentimentale Liebeserklärung an drei meiner vielen, vielen, vielen wunderbaren Kollegen (an die mit mir im Stockwerk befindlichen KollegInnenfreunde und hach was solls, die ausm dritten Stock auch: Ich lieb euch!!!), mit denen ich wirklich jeden Tag, und sei es noch so stressig, beruflich oder privat gschissen, anstrengend, kompliziert, völlig wurscht, mit denen ich ungelogen garantiert jeden einzelnen Arbeitstag in den vergangenen drei Jahren gelacht habe, ist eigentlich die Präsentation des Herzensprojekts von Stefan. Wie man an den Fotos schon erkennen kann.

Stefan ist genauso radfahrdeppert wie ich. Eigentlich sogar noch radfahrdepperter, weil der fährt auch bei Wind und Wetter. Ich bin da eher so die Warmduscherversion einer Radfahrerin…. Aber weil man bei Wind und Wetter gscheites Regengewand braucht und es das in fair produziert eigentlich kaum gibt, hat der Stefan beschlossen: Er macht jetzt einen Onlineshop für genau solches Regengewand auf – und nennt ihn Wind und Wetter!

Auf windundwetter.at findet man Regenbekleidung, die wirklich durchdacht ist. Regenponchos, die per Daumenschlaufen auch die Oberschenkel beim Radeln trocken halten. Mit Kapuzen, die über den Fahrradhelm (den man ja eigentlich tragen sollte….hüstel….) gehen. Regenjacken, die so lang sind, dass man definitiv keine angeregneten Nieren bekommt. Das ganze fair produziert, von kleinen Labels aus Irland, Dänemark und den USA.

Liebe RadfahrerInnen unter euch: Ja, beim Kettenmassensporthandel kriegts ihr Regenjacken. Aber erstens nicht so detailreich durchdacht, zweitens irgendwo miesest produziert, zweieinhalbtens dann auch mit entsprechend mieser Qualität, und drittens nicht von einem so engagierten Typen, der wirklich an diese Idee glaubt (und ich mit ihm). Nix Konzern, sondern ein Einzelkämpfer, der andere kleine Quasieinzelkämpfermarken, die es – übrigens logischerweiser auch ökologisch – besser machen wollen, unterstützt. Die Konzernkritikerin in mir jubelt!

Es gibt auf der Website übrigens noch andere Models und Modelle, ich empfehle, das Photoassistent/Model Marke „James Dean lebt!“ anzuschauen – klickt euch durch! Lieber Stefan, es hat wirklich Spaß gemacht (abgesehen davon, dass es 30 Grad hatte und wir Regenjacken an. Ab einem gewissen Punkt dann nur noch mit fast nix mehr drunter, ging nicht anders…) – und wer weiß, vielleicht werd ich doch auch noch zur WindundWetter-Radfahrerin….🙂

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(c) windundwetter.at – Jacke Dagmar / Danefae, 99 Euro 

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(c) windundwetter.at – Long Jacket Rust – Rains – 95 Euro. Ich find die Farbe einfach nur hammerleiwand. Oh und übrigens: Das da unten an meinen Füßen sind den ganzen Sommer über getragenen Ethletics.

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(c) windundwetter.at – ist der gleiche Poncho wie am Lukasbild oben, aber ich find das Foto so unglaublich toll, dass es auch rauf musste. Im Webshop findet man Lukas noch in ganz vielen anderen Ponchos.

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(c) windundwetter.at – Long Jacket Wax Yellow / Rains – 95 Euro. Eine Farbe, in der ich mich eigentlich nie würde blicken lassen, aber Stefans Lieblingsmodell an mir. Geschmäcker sind verschieden.

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(c) http://www.windundwetter.atParka Rust / Rains, 99 Euro. VIEL bessere Farbe, find ich halt. Und kann man bitte mal diese Frisur bewundern? Mir selbst fallen solche „Zopf mit eigenen Haaren umwickelt“ – Konstrukte trotz Haargummi drunter immer auseinander…

Dass ich mal Katalogmodel bin. Lustig. Vor zwei Jahren mich noch wie der schlimmste Besen gefühlt, im Sommer die große Ich-bin-ja-gar-nicht-so-wäh-Erkenntnis, und wenige Wochen später schon Katalogmodel. Nur für dich, Stefan, nur für dich ;)