Kokoworld – Faires aus Polen

Nach langer, langer Zeit stell ich euch wiedermal ein Label vor: Kokoworld. Sie sind mir schon vor ein paar Monaten aufgefallen, allerdings vergaß ich wieder auf sie. Dabei vereinen sie ziemlich coole Konzepte: Sie suchen auf Reisen fair produziertes Kunsthandwerk aus aller Welt zusammen und sie produzieren mit diesen Materialien fair in Polen. Sehr hübsch finde ich ihre Fair Trade Accessoires, doch auch ihre Basics sind wirklich fein anzusehen. Fair produziert – die Stoffe sind nicht zwingend bio, aber durch das Sourcing aus Handwerksarbeit gerechtfertigt. Was mir am besten gefällt: Sie kennen ihre HandwerkerInnen nicht nur, sie stellen sie auch vor und geben ihnen damit ein Gesicht.

Der Ehrlichkeit halber: Ich hab mich besonders in dieses Kleid verliebt und bedanke mich sehr bei ihnen – eigentlich wollte ich nur frech um einen Discount anfragen, und zack, schon war da ein Paket bei mir im Büro. 🙂 Tragefoto gibts noch keins, dazu muss ich es noch ein bisschen längentechnisch abändern…“Maxi“ ist bei meiner Hünenstatur eher eine unvorteilhafte Midilänge, und mit einem Schnipp werde ich es auf eine mir gut passende Länge kürzen 🙂  Ich freu mich schon!

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Wie sehr sich die Menschen hinter Kokoworld engagieren, zeigt auch diese Aktion:

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Für ÖsterreicherInnen ist die Aktion aufgrund der hohen Versandkosten wohl eher uninteressant, euch empfehle ich, eure alten Jeans zu Anna Pollack zu bringen, die kann Jeans nämlich immer für ihre genialen Upcyclingprojekte im Kinderbereich brauchen. Doch von Deutschland aus dürfte es etwas günstiger sein, wer also alte Jeans hat und damit ein Kinderheim in Uganda unterstützen will: Hier sind die Details! Meine Empfehlung: Tauschparty unter Freundinnen mit dem Thema Jeans organisieren, und was an Jeans übrig bleibt, geht in einem Gemeinschaftspaket mit geteilten Versandkosten nach Polen! Ich bin schon sehr gespannt auf die Ergebnisse 🙂

 

 

 

 

Liebe LeserInnen, Euer Input ist gefragt!

Ich lebe noch! Ich lebe zwar nur noch zwischen Arbeit und Schreiben und gelegentlicher Bewegung, da ich sonst mit dem Sessel verwachse, aber *winkewinke*!

Mit dem neuen Buchthema hab ich mir ja ordentlich was eingefangen – das ist so unendlich schwer zu recherchieren, weil es so viele, viele Wahrheiten dazu gibt und eben nicht nur eine so wie bei der Textilproduktion von Primark. Die is nämlich scheiße und Punkt.

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Aber ich beschäftige mich derzeit ganz viel mit dem Begriff der Schönheit – und der Frage, warum, ohne Scheiß jetzt, sich SECHSUNDNEUNZIG PROZENT DER FRAUEN WELTWEIT SICH NICHT SCHÖN FINDEN. Was ist dann bitte schön, wenn fast keine Frau der Welt es ist?!

Daher hab ich jetzt eine Frage an euch, und ich würd mich über ganz viel Antworten von Männern und Frauen freuen, es würde mir extremst helfen: Was ist für euch Schönheit (bei Menschen), was macht einen Menschen für euch schön, und wer danach noch genauer werden will: Was macht einen Menschen des für euch anziehenden Geschlechts schön?

(Wer das nicht öffentlich posten will, gerne auch per Mail ichkaufnixx ät gmail punkt com  an mich, je mehr Antworten von verschiedenen Menschen ich bekomme, desto besser!)

Eine endgültige Definition dafür wird es wohl nie geben, aber ich will das ganze endlich mal wenigstens im Ansatz kapieren 🙂 Das Bild ist übrigens absichtlich „unmenschlich“, damit ich euch nicht irgendwie beeinflusse!

 

Danke im Vorhinein!

Ichkaufnix – Vortrag, der Letzte!

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Ich hab mal wieder einen Termin anzukündigen – aber diesmal einen mit besonderer Bedeutung: Ich halte am kommenden Samstag in Wien einen Vortrag zu meinem Shoppingstop und dem Blog hier und dem Buch und überhaupt, was da so alles passiert ist und was das mit mir gemacht hat.

Ich habe seit zweieinhalb Jahren keine Lesung gemacht – die Trennung vom Liebsten ließ mich damals die Vergangenheit in einem anderen Licht sehen und ich wollte schlicht nicht mehr über den Liebsten (vor)lesen, und ihn ganz aus den Lesungen rauszuhalten, ging nicht wirklich. Inzwischen ist der eine oder andere Liebste ins Land gegangen 🙂 aber gelesen hab ich immer noch nicht wieder, einfach, weils nie so wirklich gepasst hat.

Für Diana mache ich eine Ausnahme – ich kenne sie seit langer Zeit (ich sie länger, als sie mich, aber das ist eine andere Geschichte), und sie hat nach steiler Karriere in jungen Jahren nun beschlossen, teilweise umzusatteln und Menschen bei dem Versuch, achtsamer zu sein, zu helfen. Sie hat die Happy Mansion (ich mag ja das Wortspiel – Happy Mansion – Happy Menschen, fast gleich ausgesprochen – hach, mit Wortspielen kriegt man mich immer) gegründet und veranstaltet dort nicht nur Yogastunden (sehr zu empfehlen übrigens, die erste, bei der ich mich wohlfühle, die die richtige Mischung aus Sport und in-sich-reinfühlen bietet), sondern auch Events und Vorträge unterschiedlichster Art.

Und ein Event davon bin ich. Ich werde von dem Projekt erzählen, ich werde ein oder zwei Kapitel draus lesen, und ich werde auch schon vom nächsten Buchprojekt erzählen, das ebenfalls viel mit Konsum, Achtsamkeit und (Selbst-)bewusstsein zu tun hat. Und es wird übrigens nicht nur meine erste Lesung seit zweieinhalb Jahren sein, es wird auch meine letzte für eine ganze Weile sein, da mein Zeitkontingent mir solche Events in den nächsten Monaten einfach nicht mehr erlaubt.

Ich würd mich freuen, dort viele Leute zu sehen, die Mansion, eine umgebaute Greisslerei, klein, aber fein, ist übrigens auch sehenswert 🙂

Das Ganze findet am 4. März (kommender Samstag!) um 17h in der Schöffelgasse 13 im 18. Bezirk statt (wer öffentlich kommt: mit dem 10a bis Csartoryskigasse, die Gasse rauf und die erste links rein). Weitere Details gibts hier!

Extraschön.

„Ich will einen Nachmittag mit dir!“, sagte Gina. Stimmt, wir hatten den schon viel zu lange nicht mehr. „Las uns Second Hand shoppen gehen!“, sagte Gina. Gina lebt nicht mehr in Wien, es war also eine Art Städteurlaubsnachmittag für sie. Gesagt, getan. Wir trafen uns erstmal bei meiner lieben Martina und dem Grinsehund Paco im Zweitkleid7 (wo ich ein Paar Schuhe fand, kaum getragene Geox, in grau, und sie ein richtig cooles Alcantara-Gilet, mit dem sie jedes Outfit businesslike aufpeppen kann, echt steiles Ding – ja, ich hab keine Fotos, und nein ich mag jetzt nicht die Schuhe fotografieren). Dann spazierten wir weiter Richtung Mahü, eigentlich wollte ich mit ihr in einen Second Hand Laden, von dem eine andere Freundin mir mal vorgeschwärmt hatte, ich wusste die genaue Adresse jedoch nicht. Doch Moment mal, auf der Kaiserstraße gibts doch auch so einen Vintageladen? Wie heißt der nochmal? Extraschön, genau!

Wir schauten dort hin. Und liebe Wienerinnen: Es war Liebe auf den ersten Blick. Ina Holub verkauft dort nicht Second Hand, sie verkauft Vintage. Sie bietet richtig tolle Stücke aus diversen Jahrzehnten an, und das absolut bezahlbar. Außerdem ist der zweite Raum ihres Ladens Flohmarkt, die Teile dort kosten zwischen fünf und 18 Euro. Und was für Teile das sind, Ina hat da echt ein gutes Auge für Vintagekleidung, die man durch entsprechendes Styling extrem gut in die Gegenwart holen kann. Ökologisch ein Traum: Je länger ein bestimmtes Kleidungsstück Wert hat, desto später muss ein neues produziert werden, lautet die Rechnung. Ja, sie geht Richtung Milchmädchen, aber wenn man mit einschließt, dass Slow Fashion allgemein auf Qualität und nicht Quantität setzt, dann ist Vintage und Second Hand wirklich die beste aller Wahlen. Teilweise bietet Ina zwar auch neue Stücke an, die alle in Richtung Rockbilly und Vintage gehen- die zugegebenermaßen nicht fair produziert sind, aber warum ich dem ein halbes OK gebe, erklär ich gleich:

Weil das wirklich wirklich wirklich WIRKLICH absolut Leiwande, das mich restlos begeistert: Sie bietet Kleidung bis Größe 52 oder sogar größer (ich habs mir nicht gemerkt) an. Tolle, süße Kleider für dicke Frauen. Aus ihrem Laden geht man glücklich raus, egal, ob man Größe xs oder xxl hat: Man findet was. Und das ist etwas, was bei der fairen Mode leider echt bei dem Großteil der DesignerInnen noch abgeht: Größeninklusivität. Es kann nicht sein, dass Frauen jenseits der Standardmaße sich in Zelte hüllen müssen. Jede Frau hat ein Recht, sich durch ihre Kleidung auszudrücken, wenn sie das will – und Ina gibt jenen, die es gern sehr weiblich mögen, die Gelegenheit dazu. In ihrem Laden bekam ich so richtig Lust, mich mal so echt total von oben bis unten auf 30er, 40er oder 50er Jahre stylen zu lassen, mit Tolle in den Haaren, knallroten Lippen, Hütchen, Handschühchen und dem restlichen Klimbim.

Während Gina sich durch die Kleiderstände wühlte, saß ich Ina gegenüber, und sie meinte: „Nimm mal das getupfte Kleid neben dir, das passt dir sicher famos! Ich krieg das nicht gscheit verkauft, weil alle Frauen zu klein für diese Überlänge sind“.  Ich probierte es an, und sie hatte recht.

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Bin ganz begeistert, es ist echt alt, mein allererstes echtes Vintagekleid und schaut einfach von oben bis unten toll aus. Am leiwandsten: Es ist schwarz-weiß und nicht wie üblich blau-weiß, und das heißt, ich kann extrem viel dazu kombinieren aus meinem Kleiderschrank 🙂 Ich kann mich nur noch nicht entscheiden, ob es mir mit oder ohne Gürtel besser gefällt (mit Gürtel fühl ich mich ein bisschen wie Pretty Woman mit Ärmeln):

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Sehr stolz darf ich berichten: Dieses Kleid hat Ina selbst auf den Flyern für ihren Laden an, damit bekommts für mich gleich noch mehr Bedeutung (und wie sehr ich Kleidung liebe, die für mich eine Bedeutung jenseits des „ich-renn-nicht-nackt-durch-die-Straßen“ hat, dürften meine Stammleserinnen wissen):

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Überhaupt, Ina. Ich hab noch am selben Abend nach der Website des Ladens gesucht und dabei ihren Blog gefunden. Ina ist offen queer und steht zu jedem einzelnen Gramm an ihrem Körper. Sie ist Feministin und Plus-Size-Model. Sie schminkt die tollsten Lidstriche, die ich je gesehen habe. Sie macht Burlesque. Sie denkt inklusiv. Sie spricht mir mit jedem ihrer Beiträge aus der Seele. Ich freue mich extrem, sie kennengelernt zu haben, Frauen mit starker Meinung und starke Macher(innen)geist find ich unglaublich toll. Ich bin dann mal am Lesen 😉

Ihr könnt ja derweil nach schönen alten Kleidern suchen gehen:

Extraschön

Dienstag – Freitag 14 – 19 h
Samstag 14 – 18 h

Danke, Petra. I got this.

Super. Nach wochenlanger Pause seit zwei Wochen wieder so richtig im Stress, und zwar schwerst positiv motiviert (hier steht von einer sehr tollen Kollegin geschrieben sehr genau, warum mein neuer Job anders und einfach super ist) und seit gestern früh: Halbmast. Zack. So richtig mit Anlauf, der Hals brennt, ich fühl mich, als ob ein Lastwagen über mich drüber wäre und im Rückwärtsgang gleich noch mal, es schüttelfrostet mich immer wieder. Einmal in die Apotheke ums Eck fühlt sich wie eine Weltreise an, ich wandere maximal von Sofa zu Bett und zurück. Denke mir: he, super, wenn ich krank bin, hab ich mehr Zeit zu schreiben, ich bin eh so heillos hinten in meinem eigenen Plan! Fehlanzeige, ich starr den Laptop an und mach maximal ein paar Sachen für die Arbeit. Und denk mir: fuuuuuuuck! Ich kann das grad gar nicht brauchen! Ich hab Stress!! (Kein Wunder, dass es mich jetzt grad zusammengehaut hat).

Und dann kommt die Post und hat ein kleines Kuvert für mich :

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Es kommt von Petra, einer alten Schulfreundin, wir gingen bis zur dritten (in Deutschland ist das glaub ich die siebte) in Parallelklassen und verbrachten einige Pausen miteinander. Petra hat mich vor Jahren auf Facebook wiedergefunden, wir haben uns auch mal wieder gesehen, und ich finde es unglaublich schön, wenn man an Vergangenes anknüpfen kann. Wenn man Leute im Leben hat, die einen in einer ganz anderen Phase mal begleitet haben.

Neben der Arbeit hat Petra nämlich nun ihr Hobby öffentlich gemacht: Sie bastelt Armbänder. Und obwohl man solche Armbänder wohl schnell um zwei, drei Euro wo bekommen könnte, find ichs wunderschön, dass ich welche von ihr habe. Sie hat sie gemacht, dabei an mich gedacht (no na, ich hab mir den Spruch selbst ausgesucht, ich brauch das in den nächsten Monaten als Movitator), sie hat sie schön verpackt und abgeschickt. Und ich freu mir grad einen Haxen aus. Jedesmal, wenn ich die Armbänder jetzt an meinem Arm sehe, habe ich erstens einen Grund, mich selbst neu zu motivieren, und zweitens einen Grund, an Petra zu denken – und wie schön es ist, wenn Menschen einem irgendwie dann doch erhalten bleiben oder sich wiederfinden.

Auch die, die Petra nicht kennen, können übrigens bei ihr bestellen: Auf Momelith stellt sie immer wieder neue Modelle vor. Ist doch VIEL schöner, als schnell mal beim Textilschweden solche Armbänder mitnehmen und sie zwei Mal tragen! 🙂

Ethical Fashion Show die Zweite

Fashion Week also, zum zweiten Mal in meinem Leben. Abgesehen von der Tatsache, dass es vielleicht nicht die schlaueste Idee ist, den Tag um halb fünf in der Früh in Wien mit Acht-Zentimeter-Haken zu beginnen (und es um sechzehn Uhr und nach einem ausführlichen Fußmarsch die Spree entlang bereits sehr zu bereuen, den Koffer mit den anderen Schuhen in der Früh im Hotel abgegeben zu haben), ist Berlin einfach geil wie immer.

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So auch die Ethical Fashion Show. Ich war gemeinsam mit Laura vom Ebenberg unterwegs, und wir entdeckten neben ihren üblichen Verdächtigen ein paar richtig coole neue Brands.

 

Von oben nach unten: Werner Shoes – kein Mensch kann mir erklären, dass Ökolatschen auch so aussehen müssen. Lanius goes Leather – wieder sehr klassisch gehalten, aber ein paar sehr feine Teile dabei, die durch Details in Schnitt und Ausführung überzeugen (ich hör mich an wie eine Fachjournalistin, sorry). Woody – wenn aus einem Kärntner Wald meine Lieblingsschuhe werden (ich hab solche mit genau der gleichen Sohle, trotz Absatz superbequem, hab schon ein ganzes Konzert mit denen durchgetanzt). Und ganz unten: deepmello – die ErfinderIn des Rhabarberleders. Mit Rhabarber färben und dadurch auf Chrom V und VI und sonstige giftige Gerb-Chemikalien verzichten zu können ist schon mal eine geniale Idee. Dann aber nicht nur Taschen draus machen, sondern gleich noch mal eine ganze Modekollektion mit Lederapplikationen: WUNDERSCHÖNE TEILE DABEI! Die sind meine absoluten Favoriten dieses Jahr (und einige der Sachen werden bei Laura im Laden hängen nächsten Herbst!).

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Was mich außerdem sehr freut: Die Ethical Fashion Show hat die Outdoormode entdeckt und ihr sogar eine eigene Innovations-Ausstellung gewidmet. Besonders im Zuge der Tatsache, dass meine letzte große Textilkampagne bei Greenpeace jene hier war, freut mich das ungemein! Endlich geht auch in diesem Bereich wirklich was weiter!

Schön wars, wiedermal so viel faire Mode auf einem Haufen zu sehen! Von Streetstyle bis hin zu Maßanzügen für Männer und Highhighhighend Mode für Frauen ist alles vorhanden. Ich liebe es, diese Vielfalt auf einem Haufen zu sehen!

 

 

Genug.

In meinem seit vergangenem Sommer heißgeliebten Coron auf den Philippinen will Nickelodeon einen Spongebob-Unterwasserpark bauen – auf 400 Hektar! Ein Stück Meer, wo es noch lebende Korallenriffe gibt, Schildkröten, Riffhaie, Seesterne, das ganze echte Unterwassergesocks, wie es sein soll, soll zerstört werden, damit man Spongebob „echt“ sehen kann. Man will nur noch mit dem Kopf auf die Tischplatte schlagen.

Auf ORF heute Riesenmeldung: Acht Männer sind reicher als die halbe Welt. Ich glaub, eine so arge Arm-Reich-Schere hat es nicht mal im tiefsten Mittelalter gegeben.

Draußen hats Minusgrade, und in Belgrad – einer europäischen Stadt, keine sechs Autostunden von Wien entfernt –  vegetieren über 1000 Flüchtlinge wie Tiere am Bahnhof, frei von jeglicher Menschenwürde.

Auf der Mahü knallen mich die Sale-Schilder von jeder Seite an. Kaufenkaufenkaufen.

Manchmal reichts mir.

 

Bitte was tut die da?

Zeit ist momentan mein wahrer Luxus. Selten war ich so durchgetaktet wie in den letzten Tagen – und in den nächsten Monaten wird sich daran sehr wahrscheinlich nichts ändern. Aber gut erholt nach einigen freien Wochen kann ich nur sagen: Bring it on! Ich bin bereit!

Was genau mach ich eigentlich? Einerseits schreib ich grad an einem Buch, das ganz viel mit diesem Thema zu tun hat, andererseits bin ich goood. Und goood sein ist so richtig anstrengend, chaotisch, wild, lustig, Startup eben. Und nach kurzen Bauchweh, diesen tollen Job bei diesen wunderbaren KollegInnen von Greenpeace zu verlassen, bin ich schon jetzt, nach ein bissl Einarbeiten, sicher: Es war eine gute Entscheidung. Eine gooode Entscheidung. Warum, steht hier.

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Aber auch in Sachen Textil bin ich nicht still. Es wird wieder von Tauschparties, von neuen Kollektionen bei der Ethical Fashion Show und dem Green Showroom in Berlin und von ganz tollen Frauen, die sich auch auf den nachhaltigen Modeweg begeben, was zu Berichten geben! Und irgendwann komm ich auch wieder zum Stricken, ich schulde dem Kapitän nämlich schon eine ganze Weile eine blaugelbe Mütze. 🙂

Die Crowd ist gefragt: Job für Kabir gesucht!

Die Crowd ist gefragt! Mein werter Bruder kümmert sich seit Jahren um Kabir, einen nach Wien geflüchteten Afghanen. Der sucht jetzt einen neuen Job. Ich könnts nicht besser ausdrücken als Bruderherz, daher hier seine Mail, bitte kontaktiert einfach mich, entweder über ichkaufnixx ät gmail.com oder per Facebook, wenn ihr was wisst:

Ihr Lieben!

Wie die meisten von Euch wissen, bemühe ich mich seit einiger Zeit, Kabir, einem Freund aus Afghanistan, zu helfen, hier bei uns ein neues Leben aufzubauen. Mir ist im letzten Jahr aufgefallen, dass das, was Flüchtlingen am meisten fehlt, nicht so sehr das Geld sondern ein Netzwerk in der neuen Heimat ist. Meines versuche ich hiermit für Kabir zu nützen und danke Euch für Eure Mühe dabei:

Kabir ist vor ein paar Jahren nach Österreich geflüchtet. Zu Hause hat er für die US-Army als Übersetzer gearbeitet und konnte auch einen Terroranschlag auf ein Quartier der US Soldaten verhindern. Nach deren Abzug wollten sich die Taliban an ihm rächen. Als ihm nach seiner Flucht in Österreich endlich permanentes Asyl gewährt wurde, konnte Kabir vor einem Jahr seine Frau Farima und seine drei Söhne – den jüngsten konnte er bei dieser Gelegenheit erst persönlich kennenlernen – nach Wien nachholen. Sie mussten sich all die Jahre vor den Taliban verstecken und alle paar Wochen umziehen.

Jetzt leben sie alle glücklich hier in Wien in einer kleinen Mietwohnung und lernen erfolgreich Deutsch. Kabir und seine Familie sind uns gute Freunde geworden. Kabir ist sehr stolz, nach weniger als einem Jahr keine Sozialhilfe mehr zu benötigen, sondern seine Familie selbst ernähren zu können. Für Anfang März muss er aber einen neuen Job suchen, da seine derzeitige Arbeitsstätte, ein Flüchtlingsquartier des Hilfswerks, geschlossen wird.

Seinen aktuellen Lebenslauf findet ihr anbei. Durch seine jahrelange Arbeit als Übersetzer für die US Army kann Kabir wahrscheinlich besser Englisch als wir alle zusammen. Deutsch lernt er motiviert und hat derzeit ein Diplom für das Sprachniveau A1. Als seine Familie nach Wien nachkommen konnte, hatte er zwei Jobangebote: Küchenhilfe und Billeteur. Er hat sich für die schlechter bezahlte Stelle als Billeteur entscheiden, weil er so gezwungen war, mit vielen Leuten Deutsch zu sprechen. Dann konnte er beim Hilfswerk einen Job antreten und hat seither sein Talent als Organisator und Übersetzer sehr eindrucksvoll unter Beweis stellen können. Da dieses Heim aber mit Ende Februar geschlossen wird, sucht Kabir einen neuen Job. Kabir ist sehr pflichtbewusst und verlässlich. In seiner Zeit in einem Asylquartier in Kärnten hat er aktiv mitgeholfen, Deutschkurse für Asylwerber zu organisieren, die unser Freund Helmut dort im Rahmen eines Schulprojektes angeboten hat. So haben wir Kabir kennengelernt.

Ich bitte Euch nun, in Eurem Freundeskreis zu fragen, ob jemand eine Stelle weiß, auf die Kabir sich bewerben kann. In diesem Fall bitte mit mir oder direkt mit Kabir Kontakt aufnehmen.

Mit herzlichem Dank für Eure Mithilfe und Euch allen ein glückliches neues Jahr wünschend

Werner

 

Beim Lebenslauf hab ich die Kontaktdaten rausgenommen, bitte macht das über mich, ich will nicht, dass einfach so Kabirs Nummer im Netz herumgeistert! 🙂

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Es wird ernst…ääh….goood

So, für mich wirds jetzt wieder ernst. Und ich freu mich wie auf den Osterhasen: Ein neuer Job, eine neue Aufgabe, neue Arbeitsbereiche, altes Büro, hihi!

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Liebe deutsche LeserInnen: goood ist sehr, sehr coool. Weil man sich nicht mehr überlegen muss, ob sich diesen Monat eine Spende ausgeht, sondern es automatisch mit der Handyrechnung machen kann. Soll heißen: Eine Spende an eine Organisation eurer Wahl (es stehen irre viele Möglichkeiten zur Auswahl) ist in eurer Handyrechnung bereits enthalten.

Viel einfacher, Gutes zu tun, geht es nicht. Schaut es euch an.