Archiv für den Monat Juni 2012

Ein Rückfall Richtung Brüssel und Amsterdam

Gestern schon in der Ichkaufnix-Facebookgruppe gepostet, aber das ist so schön, das muss hier auch noch hin: Cora Kemperman hat – ebenfalls auf Facebook – ein neues Foto gepostet.

Sie schauen ja recht einfach aus, die Kleider. Aber gleichzeitig so schön, dass ich sie am liebsten in allen Farben hätte. Die Kauflust ist massiv wieder ausgebrochen, am liebsten würde ich gleich heute noch nach Amsterdam oder Brüssel und meine Kreditkarte glühen lassen in diesem wunderbaren Laden. Für „neuere“ LeserInnen: Ich liebe Cora Kemperman. Sehr. Sehr sehr sehr. Und ich war im März in Brüssel – im Vorfeld plagte mich der Gedanke, nicht in das Geschäft schauen zu dürfen. Dort war ich. Aber ich bin stark geblieben. Auch wenns hart war.

Hach, so schön…..

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Die Sicherheitsnadel

Das ist mal wieder ein Post für die Mädels, die shoppen dürfen und können und seeeeuuuufffzzzzwieunfairgemeinundungerechtichmagaaaaaaaaaaaauch! Auf der Podiumsdiskussion letztens war im Publikum nämlich Nicole. Und Nicole weiß, wo man nachhaltige Mode kaufen kann. Und damit nicht nur Nicole allein das weiß, hat sie gemeinsam mit ein paar anderen „Die Sicherheitsnadel“ gegründet. Gemeinsam wurde ein Shoppingguide erstellt – was soll ich sagen, ich trau mich kaum umzublättern, auf jeder Seite werden Shops vorgestellt, die ich (derzeit von außen) liebe oder die ich unbedingt lieben lernen will. Dem Guide ist ein Faltplan beigelegt, wo man auf einer Wienkarte die einzelnen Shops auch nochmal eingezeichnet sind.

Ich hab das kleine Büchlein sogar mit Widmung bekommen – und obwohl ich grad nicht einkaufen darf, find ich das wahnsinnig lieb von Nicole!

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Übrigens: Den Namen finde ich perfekt gewählt, aber das wird Nicole wohl schon öfter gehört haben…

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Schon wieder einen Monatstag verpennt!

5/12 waren letzte Woche vorüber. Wahnsinn, schon fast Halbzeit! Hat sich einiges getan im letzten Monat!

  • Ganz privat und völlig kleiderwurscht: Ich hatte ein wunderschönes Wochenende in Kroatien – abgesehen von einer Flasche Trüffelöl komplett shoppingfrei.
  • Ich habe festgestellt, dass es bei mir komplett aussetzt, sobald ich türkis sehe. Und Freundinnen, die mich damit erpressen können.
  • Ich war im Radio!!
  • Ich habe einen Rock genäht.
  • Ich habe es endlich geschafft, mir Bügeleisen und -brett zu besorgen. Zweiteres dank einer Leserin dieses Blogs, danke nochmal, liebe M_S! Und knutsch mir deine Katzis!
  • Das Schicksal hat sich einen Spaß mit mir erlaubt und mir eine Wahnsinnsmöglichkeit für 2012, aber auch 2013 gegeben. Ich freue mich extrem auf die Arbeit bei der WearFair!
  • Bauchfleck ins Fettnäpfchen: Nunu ertauscht ein Oberteil, motzt über das Oberteil, und die ehemalige Besitzerin stellt sich als Leserin des Blogs raus. Schulligung.
  • Ich hatte die Ehre, beim Stadtspaziergang der Mutmacherei und SERI am Rande der Erdgespräche teilnehmen zu dürfen. Da sind Erinnerungen wachgeworden und lustige Hoppalas passiert!
  • Ich war bei einer Podiumsdiskussion von Südwind und Sonne International FAST am Podium.
  • Das Schicksal hat sich dann nochmal einen Spaß mit mir erlaubt, diesmal nicht so lustig.
  • Ich habe ein Buch gelesen und ein paar Tage später einfach mal so die Autorin interviewt. Freue mich immer noch, dass sie wirklich, so schnell und so ehrlich geantwortet hat.
  • Ich hatte ein wunderschönes Wochenende in Bella Roma – mit 11 Frauen und 2 Männern. An den tollsten Boutiquen vorbeispaziert, aber: I did it. Shoppingfrei.
  • Ich war in NEWS Schule – richtig riesig mit drei Seiten Artikel und eigenem Shooting und so…
  • Und Werbung hab ich auch gemacht 🙂

 

Es geht grad soooo viel weiter bei mir, ein Wahnsinn. Und das Seltsame: Wenn mich Bekannte fragen, wie es mir geht und was denn grad so bei mir passiert…..dann fällt mir nix ein. „Nix besonderes halt, es rennt alles ganz gut, danke der Nachfrage.“ ….. 🙂

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…da warens nur noch….wenige

Und die nächste österreichische Textilfirma, die anscheinend meier geht…. Triumph hat bereits 2010 ein Werk zugesperrt, jetzt wurde in drei weiteren Standorten Kurzarbeit beschlossen. Unter anderem auch im Südburgenland. Das finde ich persönlich besonders traurig. Die Gegend war immer ein Armenhaus Österreichs, radikal ausgedrückt, und ist aber wunderwunderschön. Viele Leute zogen dort jedoch weg, weil es schlicht keine Jobs gab. Diese Situation scheint sich in den vergangenen zehn Jahren leicht gebessert zu haben. Wollen wir hoffen, dass Triumph die Fabriken langfristig retten kann.

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Guruuu, guruuu, Gift ist im Schuh!

Flipflops aus Plastik – ich hab Unmengen davon. Gabs mal bei Old Navy in New York um zwei Dollar das Paar. Das besondere: Sie sind einfärbig. Keine Muster, Blümchen, gar nix drauf. Herrlich. Ich besitze sie in schwarz, braun, pink, weiß, grün. Hab mir schon länger gedacht, dass sie nicht gut sein können – vor allem, wenn ich drin schwitze. Dennoch trag ich seit locker 10 Jahren gerne Plastikflipflops. Sie sind im Zweifels (=36Grad)-Fall einfach superbequem und zum Badengehen auch genial.

Und jetzt bin ich gewaltig gestresst, weil ich bei Wiki über einen einzelnen Absatz gestolpert bin:

Flipflops werden aus Kunststoffen (PVC/PVDC/chlorierten Kunststoffen) hergestellt. Um diese normalerweise harten und spröden Materialien weich und biegsam zu machen, werden ihnen Weichmacher zugesetzt. Wie die Zeitschrift Öko-Test feststellte, können bestimmte Weichmacher durch Schweiß gelöst werden, durch die Haut in den Körper gelangen und dort die Leber, die Nieren sowie das Hormon- und Immunsystem schädigen.

Das bedeutet, ich sollte dieses Plastikzeugs nie wieder anziehen. Aber im Sommer halt ich es in was anderem als Flipflops oft nicht aus – und ich habe noch nie ein Paar Lederflipflops oder Stoffflipflops gefunden, die mir gefallen UND gepasst hätten (Stichwort Quadratlatschen mit hohem Rist…)

Was mach ich jetzt im Sommer?! Meine alten Sandalen zerfallen, die Espandrillos sind schon zerrissen, die Birkenstocks sind für mein Fußbett kontraproduktiv, in den Ballerinas schwitz ich wie Sau (ach ja, DAS war das Problem an den schwarzen Ballerinas…), und den ganzen Sommer über Converse pack ich nicht.

Watt nun?

 

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Das Shoppingverhalten radfahrender Großstädter

Mir ist gestern mein Fahrradkorb kaputtgegangen – leider irreparabel, die Packlträgerhalterung hat es weggerostet. So ein Korb am Rad schaut zwar schwerstens uncool aus, ist aber das Praktischste überhaupt – keine Schwitzerei wegen Taschen am Rücken, die – weil ohne Bauchgurt – immer wieder nach vorne rutschen, und der Einkauf ausm Supermarkt passt auch gleich super rein, genauso wie diverses anderes Zeug. Ich LIEBE meinen Fahrradkorb.

Am Weg in Richtung Büro, heute mit meiner Freitagtasche halt am Rücken und nicht in den Korb hinten hineingefleddert, erinnerte ich mich an eine Tasche, die ich bei meiner lieben Mella in Berlin – einer der größten Freitagfans, die ich kenne, und das meine ich wörtlich 😉  – gesehen hatte:

(c) nunette colour

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Was das jetzt mit meinem kaputten Fahrradkorb zu tun hat? Diese Tasche kann man vorne an den Lenker heften – genial für leidenschaftliche Radfahrerinnen wie mich, die gleichzeitig auch leidenschaftlich auf Freitag stehen:

(c) nunette colour

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Folgender Gedankengang hätte unter Garantie 2011 stattgefunden:

„Jetzt ist mein Fahrradkorb kaputt, das ist doch DIE Gelegenheit, mir die Tasche zu kaufen! Voll die Ausrede, ich BRAUCHE die ja jetzt! Am besten, ich kauf mir die gleich zusätzlich zu einem neuen Fahrradkorb und hab dann vorne und hinten am Rad Beladungsmöglichkeit, wie cool!!“

Und ich hätte unter ziemlich hoher Garantie sowohl Tasche als auch Korb gekauft. Wäre sicher vier, fünfmal in den Shop gegangen – in dem praktischerweise eine Bekannte von mir arbeitet – und hätte hin und herüberlegt wegen der Farbe, und hätte immer wieder gezweifelt, weil 130 Euro halt doch viel Moos sind.

Aber jetzt? Werd ich nach der Arbeit und vorm Installateurtermin hoffentlich noch genug Zeit haben, zum Eybl zu fetzen und mir um 12 Euro einen neuen Fahrradkorb zu kaufen. Eindeutig Geld gespart!

PS: Mella ist übrigens eine der talentiertesten „aus der Hüfte“-Fotografinnen, die ich kenne. Die braucht kein Studio, keine Extra-Scheinwerfer, keine Maske, keinen Firlefanz, die braucht nur einen ganzen Haufen analoger Kameras und beim Spazierengehen doppelt so lang wie ich. Ich liebe ihre Fotos.

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Freche Freunde

Ich darf aus einer Nachricht meiner lieben Hella zitieren, die es gewagt hat, einfach nach Spanien zu ziehen, einfach so, ohne Rücksicht auf die ganzen Leute, die sie hier in Wien zurückgelassen hat ….lasst es mich so ausdrücken: Sie ist einerseits ganzganz wunderbar sensibel, aber andererseits knallhart und fast schon ein bissl sadistisch (zumindest ist sie es in der untenstehenden Nachricht an mich).

Ich fürchte du musst nochn Monat dranhängen, um mich auszugleichen. Hab schuhe gekauft. Brauch die aber voll nötig für die arbeit *ernsthaft guck* Fühl dich geherzt 😉

(c) Hella

(c) Hella

Also, liebe Hella. Erstens Mal: Die Ausrede, dass du keine Schuhe mehr hattest, lass ich nicht gelten. Ich kann mich noch gut an deine violetten erinnern, und auch diese flachen zum Schnüren. Pfft. Und dass ich wegen DEINES Kaufrausches noch ein Monat anhäng, kannst dir abschminken, meine Liebe.

Meine Ankündigung, dass diese Nachricht es diretissima und ungspitzt in den Blog schaffen würde, zur Strafe aber erst am Folgetag veröffentlicht werden würde, wurde folgendermaßen kommentiert (nur zum Nachweis, wie gemein das Hellalein sein kann…. wozu Freunde, sag ich da nur…)

Ich halte niemals Blogeinträge zurück. Niemals nicht.

Na warte. Ich überlege mich neu einzukleiden. In türkis. Und mir noch abgefahrenen Schmuck dazu zu kaufen.

Na gut, meine Liebe: Ich wünsch dir vielviel Spaß in deinen neuen Schuhen (ehrlich, wegen der Frechheit da oben wünsch ich dir auch gar keine Blasen!), hoffe, es geht dir gut im heißen Spanien, und wünsch mir ganz fest, dass wir uns mal wieder sehen!! Ob mit oder ohne Schuhe – und sei es nur, um dir tolles veganes Essen ins Gesicht zu reiben (bildlich?) und dir dann das Rezept nicht zu geben. HA! (ok, schwacher Vergleich, weil Hella ein wandelndes veganes Kochbuch ist, aber …… mir fällt schon noch was ein, Challenge accepted!)

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Werbeeinschaltung für meinen Nählehrer

Die liebe Alex vom Stoffsalon hat mich gebeten, hier am Blog Werbung für die Ausstellung von Leo zu machen. Leo ist der Mann, der mit mir das Tascherl und den Rock genäht hat. Und dem ich bald gestehen muss, dass ich seither nur in höchst zärtlichen Schritten weitergemacht hab mit der Näherei (gilt der Einbruch eigentlich drei Wochen später auch noch als Ausrede?)…

Mach ich doch gerne, bitteschön: Stattfinden wird der Spaß im Stoffsalon selbst (Westbahnstraße 38) am 23. Juni von 15-20h…..

LEOS Kollektion „ …anbandeln kann zu Verstrickungen führen…“
beschäftigt sich, wie schon mehrere Jahre, mit dem Thema „Wirkware“.
Hand – und Maschinenstrick, Walk und Jersey sind die vorherrschenden
Materialien. Diesmal wird GOTS- zertifizierte Biobaumwolle
pflanzengefärbt in den Farben erdschwarz, morgennebelgrau, wiesengrün,
sonnengelb und feurigrot verwendet.

Der Baumwolljersey wird z.B. in Streifen geschnitten, gerafft
aufgesteppt oder sogar manuell verstrickt. Teilweise wird, scheinbar
wahllos, abgesteppt. Oberteile werden verdreht bzw. werfen Blasen oder
stülpen sich in Zacken aus.

Der Zufall in der Verarbeitung spielt eine wichtige Rolle, es entstehen
dadurch Unikate. Die Kollektion ist für den Alltag gedacht. Die
spielerischen Elemente verführen zum Hinschauen und Erstaunen. Einfach
und doch interessant, freiheitsliebend, temperamentvoll und manchmal wild.

Und was ganz Feines kommt zum Schluss: Es gibt Prosecco!!

Hier ein bildlicher Vorgeschmack (und ja, bei so manchem Teil fuxt mich mein Shoppingboykott doch wieder….schaut gemütlich, fesch und so schön „anders“ aus!).

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Von Nudelsieben und Ballerinas

So. Der Frühling ist jetzt mal um, es brütet der Sommer. Herrlich. Aber. Ich hab den ge-sam-ten Frühling damit verbracht, mich zu ärgern, dass ich keine schwarzen Ballerinas habe. Ballerinas – ich weiß, Männer HASSEN Ballerinas, aber sorry, in selbstmörderischen High Heels wird man mich nie sehen, da sterb ich einen langsamen, qualvollen Tod darin. Also: Ballerinas. Ich hab extrem bequeme, uuuralte, feine – ich liebe sie. Doch sie sind hellgrün. Passt jetzt auch nicht überall dazu. Jedes einzelne Mal, wenn ich die grünen anhab, denk ich mir: DIE in schwarz, das wärs!

Und was passiert, wenn die Nunu auf der panischen Suche nach einem eigentlich ganz anderen Paar Schuhe sich durch diverse Schuhkisten im Vorzimmer wühlt? Sie findet die hier….

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Sind zwar nicht ganz so bequem wie die grünen, und wahrscheinlich auch deshalb in Vergessenheit geraten, aber hey, ich habe schwarze Ballerinas!

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The wild, wild East

Ich hab doch vor einiger Zeit über die Bekannte aus der Slowakei geschrieben, die als Näherin arbeitet und im Verhältnis den totalen Hungerlohn kassiert. Dass ihr Gehalt im Vergleich zu den wirtschaftlichen Anforderungen eines lebenswürdigen Lebens (Wohnen, Essen, Kindererziehung, feddisch) in etwa genauso hoch ist wie die paar Zerquetschten, die die Näherinnen in Fernost verdienen, habe ich mir ja damals schon gedacht. Allerdings sprechen wir da natürlich von einem komplett anderen Level – doch es ist in beiden Fällen das Level, das sich bereits unter der Armutsgrenze befindet.

Dieser Gedanke wurde mir nun von Südwind bestätigt. Die – also deren Clean Clothes Campaign – haben gemeinsam mit der Erklärung von Bern eine Studie über die Verhältnisse in Schneidereien in Mazedonien herausgebracht. Remember: Das ist net weit weg. Die sind EU-Beitrittskandidat, oder sind sie gar schon dabei? Weiß nicht. Jedenfalls darf ich mir erlauben, hier mal die Zusammenfassung des Berichts abzuschreiben:

Die in der ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien (RM) genähte Bekleidung ist von hoher Qualität. Die NäherInnen fühlen sich verantwortlich für ihre Arbeit, die Qualität und die rechtzeitige Lieferung. Gleichzeitig sind zahlreiche Verletzungen von Menschenrechten, ILO3-Kernarbeitsnormen und andere Übereinkommen der ILO und des Arbeitsgesetzes der RM vorzufinden. Dazu zählen vor allem die folgenden Verstösse, die von den ForscherInnen in den untersuchten Betrieben dokumentiert wurden:

  • ArbeiterInnen erhalten durchgehend nur Armutslöhne. Die befragten Beschäftigten bekommen durchschnittlich 19% eines Existenzsichernden Lohns. Oft verdienen sie nicht einmal den gesetzlichen Mindestlohn. Die niedrigen Löhne schlagen sich in den Lebensumständen der ArbeiterInnen deutlich nieder. Arbeiterinnen subventionieren ihren Lohn durch Substistenz-Landwirtschaft.
  • Überstunden fallen regelmäßig und unfreiwillig an.
  • 3-6monatige Arbeitsverträge treten exzessiv auf, Zuschläge und Lebensperspektiven werden den Beschäftigten so genommen.
  • In keiner Fabrik gibt es eine Gewerkschaft oder eine ArbeitnehmerInnenvertretung.
  • Die Gesundheit der ArbeiterInnen wird teils schwer beeinträchtigt.

ArbeiterInnen in der Bekleidungsindustrie schuften unter inhumanen Bedingungen. Die Arbeit der NäherInnen ist hart und verschleißend. Viele sind die HauptverdienerInnen in ihren Familien. Die Krise 2008 führte zu einem noch höheren Arbeitsdruck, und die ArbeiterInnen nehmen die herrschenden Bedingungen hin. Die überwiegende Mehrheit der mazedonischen BürgerInnen kämpft ums tägliche Überleben. Mit einem Job in der Bekleidungsindustrie kann man diesem Kampf nicht entrinnen. (….) Der gesetzliche Mindestlohn liegt noch unter dem in China und Indonesien. Tatsächliche Löhne und ein Basis-Existenzlohn klaffen ähnlich weit auseinander wie in Bangladesch.

So. Und dann stellt sich ein Vertreter der WKO bei der Diskussion letztens hin und sagt: „Die österreichischen BürgerInnen können beruhigt sein, wenn sie Ware österreichischer Hersteller kaufen, denn die wird nur innerhalb der EU oder in Beitrittsländern produziert.“ Na da bin ich ja sehr beruhigt. Ich glaube übrigens nicht, dass keine Sau es sich mehr leisten kann, in Österreich produzierte Kleidung in Österreich zu verkaufen, ich glaube, dass keine Sau das mehr will, weil da nur der Bruchteil des Gewinns rausschauen würde, der durch derzeitige Vorgangsweisen erwirtschaftet wird.

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