Aus purer Neugierde hab ich mir letztens ein Rezensionsexemplar von „Vintage your life!“ von India Knight bestellt. Eine Journalistin, die immer alles Geld, das sie verdient hat, gleich wieder ausgegeben hat, sodass nicht nur einmal der Kuckuck an der Tür klebte, hat begonnen zu sparen. Sie schreibt wirklich ganz witzig und mit viel Elan über Möglichkeiten, Geld zu sparen, ohne dabei seinen Lebensstil einschränken zu müssen. Und schimpft ordentlich auf den gedankenlosen Konsum.
Ich hab gestern gleich mal zum Kapitel „Kleidung“ vorgeblättert und mir angeschaut, was sie da so alles vorschlägt. Neues ist nichts dabei, aber sehr gut geschrieben und ausrecherchiert betont sie, wie wichtig es ist, Geld in gute Klassiker zu investieren, sich durch Blogs inspirieren zu lassen, second-hand zu kaufen oder gleich zu swappen, selbst zu nähen oder umzuarbeiten und …. da besteht bei mir definitiv noch Ausbaupotential, wenn ich an meine achtlos aufgetürmten Mount McWäscheberge zuhause denke … wie wichtig es ist, auf seine Kleidung zu achten und sie gut zu pflegen.
Aber an einem Punkt hat sie mich leider verloren. Sie listet auf, bei welchen Unternehmen (in UK) man mit gutem Gewissen einkaufen kann – und in dieser recht kurzen Auflistung befindet sich an zweiter Stelle……..*Trommelwirbel*…..der Textilschwede!
Ich zitiere sie, die aus dem CSR-Bericht von den Schweden zitiert:
Wir sagen Nein zur Kinderarbeit. Als Firma sehen wir uns in der Verantwortung gegenüber den Beschäftigten unserer Lieferanten. H&M ist nicht Eigentümer der Fabriken, die unsere Produkte herstellen. Wir arbeiten mit etwa 800 Lieferanten, hauptsächlich in Europa und Asien.
Ok, und wo genau entsteht hier ein „gutes Gewissen“?
Ich werde gespannt die anderen Kapitel des Buchs lesen und dann entweder an Steffi von REdUSE weiterreichen oder gleich selbst dort rezensieren!

na, des hat sich gleich ad absurdum geführt mim textilschweden im gepäck.
und – doppelt ha! wenn i des wort vintage scho hör..herrschaftszeiten, altes klumpad ist olleweil wintetsch;-)
da geb ich dir recht! mit dem wort vintage wird allerlei schindluder getrieben (zur info: ich habe selber ein vintage-label)
bei diesem überstrapazierten wort – das eigentlich aus dem weinanbau stammt – handelt es sich um einen guten jahrgang. also dinge die besonders sind, einzigartig und vor allem gut erhalten. ein teil mit geschichte.
das t-shirt vom textilschweden von vor zehn jahren oder die fade weiss bluse von dior aus der vorsaison zählen jedenfalls nicht dazu.
und diesen sogenannten „code of conduct“ von dem der schwede so viel spricht: die können viel erzählen! ich habs in den letzten jahren jedenfalls nicht nach bangladesh geschafft um eine dieser fabriken persönlich zu kontrollieren. btw: und wo in bangladesh würde ich die finden? @ Nunu: hast du eigentlich mal versucht darüber eine info zu bekommen? fände ich ganz interessant!
ich würd liebend gern mal selbst dorthinfahren. aber die fabriken haben ziemlich gewaltige sicherheitsbestimmungen 😦
yep, das war irgendwie anzunehmen 😦