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2/12

Gestern waren zwei Monate Shoppingboykott um. Und gestern habe ich mich auch selbst überrascht – ich denke, ich habe so wahnsinnig viel Bedeutung ins Shoppen in meiner Lieblingsboutique gelegt, dass ich gar nicht mehr wahrgenommen hatte, dass mir die Teile der neuen Kollektion nicht gefielen oder vom Schnitt her einfach nicht für mich gemacht waren.

Was mich ebenfalls überrascht hat: Es hat gar keinen Spaß gemacht, mich dort umzusehen, im Gegenteil, ich war regelrecht gestresst. Dabei war es das erste Mal seit zwei Monaten wieder in einem Bekleidungsgeschäft. Und? Nix.

Shopping selbst geht mir also nicht ab, mein Kleiderschrank ist weiterhin randvoll, und ich sehe den kommenden 10 Monaten sehr gelassen entgegen. Allerdings freue ich mich auch wieder darauf, wenn ich dann danach ein Teil entdecke, das ich dann unbedingt haben will, das ich mir leiste, und über das ich mich dann lange freue. Jaja, Sockenpullis und so…

Ich freue mich, dass es mir selbst mit dem Boykott so gut geht, lese weiterhin wie verrückt thematisch Passendes und weiß jetzt schon, dass das Fazit nicht nur sein wird, dass ich Geld gespart habe…

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Geldsparen oder: Geldausgeben, das keinen Spaß macht

Jenni ist eine sehr liebe, sehr kleidershopping-fanatische Freundin von mir. Sie sagt sogar, sobald sie sich etwas gekauft hat, denkt sie schon beim Verlassen des Geschäfts an dieses weitere Teil, das sie da drin gesehen hat, sich aber nicht leisten konnte, weil ja das andere Teil und so und überhaupt. Kürzlich hatte Jenni überraschend eine hohe Steuerrückzahlung. Und ihre erste Reaktion: „Super, was kauf ich mir dafür?“

Mich erwarten bis Ende April ebenfalls über 800 Euro Steuer- und Versicherungsrückzahlung. Ich bin momentan sehr darauf aus, mir einen ordentlichen Polster anzusparen. Das bedeutet, die 800 Euro werden schnurstracks am Sparkonto landen und dann hoffentlich nicht mehr angerührt werden.

Ich weiß aber auch: Diese Entscheidung würde mir schwerer fallen, würde ich grad shoppen dürfen (Stichwort: Als Gott die Konsequenz verteilte, hab ich grad geschwänzt). Folgende Dinge wären definitiv auf der Liste:

Die hier. Sie gehen mir nicht aus dem Kopf, auch wenn sie nicht mehr in der Auslage liegen.

Den hier:

Den will ich, seit ihn meine liebe und unendlich coole ehemalige Arbeitskollegin an hatte. Der kostet eh schon gut die Hälfte des oben angegebenen Budgets. Und ja, das sind einzelne Socken, aus denen der genäht ist…

Dann wären da noch die hier und diese Sachen…. oder eben gespartes Geld für die neuen Bremsblöcke im Auto, das neue Parkpickerl nächstes Jahr, die Thermenwartung, und und und …. Geld, das beim Ausgeben halt wehtut und nicht Spaß macht. möööp.

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Hey, ich könnte!

Es wird bedenklich. Dieses Gefühl, das ich im Elektronikladen zum ersten Mal hatte – ich brauch nix wirklich, es ist auch nichts wirklich Verführerisches in den Regalen, aber toll ist es trotzdem, alles hier kaufen zu dürfen – verfolgt mich inzwischen bereits bis in den Supermarkt. Ich sehe die vielen verschiedenen Butterpäckchen und denke mir zwar, wie pervers, wozu braucht man elf verschiedene Buttersorten im Angebot, aber einen Gang weiter beginne ich beim Anblick der verschiedenen Kekspackungen zu strahlen. Aus so vielen Dingen kann ich auswählen! Gekauft hab ich keine einzige Packung, aber hey, ich könnte!

 

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