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Der Guido, sein Buch und ich…

Dass es mal so weit kommt – dass ich mich positiv über Shopping Queen äußere. War ja mal ganz anders. Aber halt, stop. Das Konzept von Shopping Queen find ich immer noch mehr als bedenklich (und am allermeisten stört mich die Sendezeit. Da schauen genau die Leute, die 500 Euro definitiv für was anderes brauchen als gedankenloses Fetzenkaufen). Aber den Guido, den find ich einfach witzig. Der ist fast immer respektvoll (sogar, wenn er eigentlich ziemlich austeilt, dann ists am lustigsten) und einfach einer, mit dem man echt gern mal tratschen würde.

Und genauso wie er redet, schreibt er auch. Ist ja was, was man mir auch nachsagt … Hab gestern und heut mal sein kürzlich erschienenes Buch überflogen und musste ein paarmal wirklich lachen, weil ich permanent seine Stimme im Kopf hatte, als würde er mir gerade was erzählen. Das Buch selbst ist ein recht witziger Stilratgeber (und auf selbige bin ich ansonsten ziemlich allergisch), und zu jedem Frauentyp gibts noch eine Anekdote dazu. Sicherlich, oft mal lobt er sich zwischen den Zeilen schon ziemlich selbst, aber grundsätzlich bleibt seine sympathische Art auch im Schriftlichen erhalten. Wenn er jetzt auch noch neben dem Qualitätsargument, dass er eh brav vertritt (wenig, umnähen, auf Qualität achten usw..), auch noch auf Öko bzw. Fair machen würde, er wär einer meiner Helden. Nicht, dass ihm mal was nachgewiesen wurde, aber er macht immer noch das meiste Geschäft mit Uniformen. Und ich weiß nicht, wo und wie die produziert werden. Würde es aber gern wissen – und hoffe inständig, dass dabei das recht positive Bild, das ich von ihm habe, erhalten bleibt… hoffen darf man ja, oder?

Kurz: Das Buch ist in meinen Augen kein Pflichtprogramm fürs Bücherregal, aber wer den Guido Maria Kretschmer und seine Art mag, der wird das Buch lieben, weil man jederzeit auf seine typischen Formulierungen zugreifen kann.

Er und ich, wir waren ja in der gleichen Sendung vom Kölner Treff. Und dort trug ich dankenswerterweise dieses wunderbare, ach was, dieses göttliche Kleid. Und weil ich dem göttlichen Kleiderdesigner ein Foto mit Guido versprochen hab, hab ich den nach der Sendung noch mal aufgehalten und meine liebe Lektorin fotografieren lassen. Tadaaa:

Frau ichkaufnix und Herr Shopping Queen. Hat was (auch wenn ich mich selbst auf dem Foto ganz fürchterlich finde). Was ziemlich Absurdes 🙂 Es ist übrigens sehr witzig, dass man ein Buch ganz anders liest, wenn man den Autor kennt und ganz nett findet … und das, obwohl der Autor eigentlich fast für das Gegenteil dessen steht, das man selbst vertritt. Er ist einer von der „anderen Seite“, textiltechnisch gesehen, aber trotzdem kein Feind.

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Shopping Queen?

Ich bin ja grad nicht so ganz gesund. Und war vorgestern zuhause. Pfuh, hat man da viel Zeit. Und man vermisst den Katzinger ganz heftig. Und man lenkt sich ab. Und schaut fern. Und stolpert über Shopping Queen. Ich hab das erstmal kapieren müssen. Da bekommt jede Frau 500 Eier in die Hand gedrückt und muss sich einem Motto entsprechend einkleiden? In „nur“ vier Stunden?

Das ist mal wieder eine Sendung wie ein Autounfall: Grauslich, aber man kann nicht wegschauen. Die Frauen hauen Geld raus für Kleidung, die sie wahrscheinlich genau nie wieder tragen (oder was macht eine Endvierzigerin mit einer Vorliebe für Lila mit einem Femme Fatale – Kleid mit Ausschnitt bis zum Bauchnabel nochmal?). Natürlich, tief in mir drin: Boah. Neid. Mag auch shoppen…

voxnow.de

voxnow.de (Klick aufs Bild = direkt zur Sendung!)

Ich glaub aber, ich würde das eiskalt ausnutzen, mir nur Zeug kaufen, das mir gefällt, zB. Sockenpulli und graue Bikerboots 🙂 , und dann in Kauf nehmen, das ich am Thema vorbei bin. Ätsch. Bin ich halt eine Femme Fatale im Fetzenlook…

Lustig auf alle Fälle, eine Sendung, die sich nur mit Shopping auseinandersetzt, ohne auch nur irgendwie im Entferntesten zu reflektieren. Fällt mir, die grad hauptsächlich mit Reflektieren über Shopping beschäftigt ist, grad besonders auf… und zwar nicht gerade positiv. Nicht Shopping als Belohnung, sondern Belohnung für „das beste“ Shopping obendrein. Fast schon ein bissl pervers.

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