Streik am Sofa

Die Online-Zeitung ecouterre.com berichtet:

More than 5,000 Cambodian garment workers failed to reach an agreement with their employers on Tuesday after 11 days of striking. Negotiations between the Coalition of Cambodia Apparel Workers Democratic Union and Singapore-owned SL Garment Processing broke down after workers rejected offers they regarded as less than satisfactory. Employees at the facility receive a base pay of $61 a month, which requires them to toil eight hours a day, six days a week. Workers are demanding a $5 pay rise, plus another $25 per month to cover transportation and housing costs. “We will not stop our strike until our problems are solved,” said Teng Ry, one of thousands picketing on the outskirts of Phnom Penh, told the Associated Press. Employees, he said, are regularly denied sick leave and ordered to work up to 16-hour shifts, including on days off. Although long shifts are compensated with overtime pay, SL Garment Processing was breaking Cambodian labor laws by forcing employees to work against their will, he added. The factory is still operating, albeit with a skeleton staff. According to its website, the garment factory supplies clothing to more than two dozen international brands, including J.Crew, Old Navy, Gap, Banana Republic, H&M, and Levi’s.

Biobaumwolle hin, supernachhaltige Jeans her, DAS unterstützen wir trotzdem durch unsere regelmäßigen Einkäufe, weil wir glauben, nix anzuziehen zu haben – sagte sie und saß in ihrer 30-Euro Jeans und ihrer (immerhin) Biobaumwoll-Textilschweden-Strickweste am Sofa, dessen Überzug wohl auch von NäherInnen aus diesen Ländern stammt…. – das Sofa kostete übrigens als billigstes mit Bettfunktion vom Möbelschweden fast zehn volle Monatslöhne der kambodschanischen Arbeiter (wobei, ich habs Second Hand um die Hälfte gekauft, aber darum gehts grad nicht).

Mir ist schon klar, ich vergleiche Äpfel mit Birnen und man muss ja auch die  lokale Wirtschaft berücksichtigen und nur weil ichs entsetzlich find, heißts ja nicht, dass ihr hier zum Asket werden muss und 61 Euro sind dort viel Geld und blaaaaahhh. Trotzdem. 61 Euro im Monat im Vergleich mit einem wirklich günstigen Sofa zum hin und wieder drauf herumlungern, das fetzt halt doch irgendwie kurzfristig in die Magengegend.

Getaggt mit , ,

Ein Gedanke zu „Streik am Sofa

  1. […] ich mit einer billigen Überdecke ansehnlich gemacht habe. Nun ja, gedämmert hats mir ja schon vor langem – eigentlich unmittelbar nach Start meines Projekts – dass die ganzen Home-Kollektionen der […]

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