Archiv für den Monat Juni 2012

Konsumrausch war gestern

Kerstin hats beendet, doch jetzt haben Katrin und ich anscheinend eine neue Kollegin in Sachen Shoppingdiät: Die Konsumrebellin. Sie schließt sich uns an und wird das restliche halbe Jahr nix kleider/schuh/schmuck-technisches kaufen. Ich freu mich schon sehr auf ihre Bloggereien, genauso wie die von Nukimama… Und Konsumrebellin: Du schaffst das! Tschakkaaaa!!

Hier gehts nochmal zur Konsumrebellin – der Titel „Konsumrausch war gestern“ ist übrigens auch von ihr:

So. Und ich geh jetzt grillfeiern. Am heißesten Tag des Jahres. Und freu mich trotzdem drauf!

 

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Der Gute Style – die Siegerin und meine persönlichen Favoritinnen

Bitte, ich war ja Jurymitglied beim guten Style, und die Kollegas haben mir erlaubt, zeitgleich mit der offiziellen Veröffentlichung die Siegerin auch hier zu präsentieren. Nochmal zur Erklärung die Regeln des Bewerbs: Zeig uns Outfits, die aus nichts Neugekauftem bestehen. Alt, ausm Kasten von der Oma, selbst umgenäht, umgestylt, alles erlaubt. Nur nix neues. Passt ja ganz gut zu meinem Projekt, so rein inspirationstechnisch!

Gewonnen hat Julia, die aus einem alten Rock und einem kaputten Tuch ein neues Kleid gezaubert hat (das mittlere ist unser Siegeroutfit).

Ich musste ja die Kategorie DIY bewerten, und bei mir waren diese hier auch noch ganz hoch im Rennen:

Das Häkelkleid ist selbstgemacht aus einer uralten Tischdecke von der Oma. Gewagt, aber sehr hübsch, finde ich. Übrigens, dass lauter Gartenfotos in die Endauswahl kamen, war Zufall…

Dieses Outfit könnte mirnixdirnix in einer aktuellen Modezeitschrift abgebildet sein, oder? Meinte zumindest auch Julia Wagner, Chefredakteurin der MISS. Der Rock ist aus einem alten Leintuch umgenäht, das Oberteil aus einem Kleid der Frau Mama. Brave Frau Mama, so schöne Teile aufzuheben…

Auch recht hübsch fand ich dieses hier – wahrscheinlich, weil mir das elfenhafte fehlt, das es braucht, solche Blümchenkleider zu tragen. Ich selbst hab seit gut zehn Jahren mir selbst ein Blümchenkleiderverbot auferlegt. Ich schau einfach scheiße drin aus, Punkt. Das Kleid ist übrigens selbstgenäht, Respekt, schöner Schnitt!

Und nicht vergessen darf man natürlich auf den besten aller Ex-Zivis, der einen Gürtel, den ich im Flugzeugflohmarkt besorgt habe,  präsentiert…. und der sich jetzt sicher ärgert, dass das Foto nochmal poste, hehehe…

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Türkis Freunde

Die wunderliebste Aniger hat mir heute nachträglich das Schenk überreicht. Ich bin platt – so lieb! Echt eine wunderbare Auswahl an türkis (auch wenn am Foto alles eher blau ausschaut, ist türkis!) – von Badeschaum über Frühstücktablett bis hin zu Strohhut. Und zwei Leggings hat sie auch noch dazugeschummelt („Weil quälen musst dich nicht, bitte…“). Und mein Lieblingsschenk ist der Gürtel. Den hat nämlich ihr kleiner Sohnemann ausgesucht. Nein, ich hinterfrage da jetzt nicht die Herkunft – ich habe es „auftragslos“ geschenkt bekommen, und ich freu mich einfach sehr, dass bereits Fünfjährige wissen: Nunu = Türkis.

(c) nunette colour

Dass sie mir unbedingt was schenken wollte, wusste ich, und auch, dass sie bis zum Schluss nicht ganz sicher war, was. Ich darf kurz folgenden SMS-Dialog von Dienstag zitieren – tut zwar nix zur Sache, aber ich hatte echt Spaß (ja, da hatte ich grad in der Witzkiste geschlafen…):

Sie: Hallo Burtstagskind! kannst du mir bitte die spezis f deinem neuen shleppi durchgeben? Danke und bussi! 🙂

Ich: Was weiß ich denn, wen der aller kennt…

Sie: Hö.hö.hö. Späzifigadionen mein ich…Name, Ram etc.

Ich: Otto von Lenovenhorst, der dritte.

Danach sandte ich ihr die richtigen Daten. Stunden später kam dann folgende SMS:

Sie: Schuhgröße?

Ich: Vom Laptop?

Sie: nee, *Augenroll* 🙂

Ich schickte ihr dann auch die richtige Schuhgröße, also meine.

Sie: Jaaaha. Nur zu spät. Is sich alles nicht ausgegangen, irgendwie ungeplant hier…

Ich: Macht nix, ist ja Sommer, da kriegt der Laptop schon keine kalten Füße…

Aniger, DANKE. Du bist meine allerliebste Lieblingsaniger und unsere Freundschaft ist mir unendlich wichtig, nur dass du es weißt…..und das nicht nur, weil du nähen kannst und mir vorm Winter noch meinen grünen Winterparka retten wirst 😉

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Love all, Serve all!

Der Liebste, der sammelt Hardrock-Cafe-Shirts. Überall, wo wir hinfahren, und wo es auch ein Hardrock Café gibt, ist der Shirtkauf Pflicht. Auf die Tour war ich als Nicht-Fan dieser Kette bereits im Store in New York, in Berlin, in Rom und sogar auf Bali (und sicherlich noch sonstwo, hab ich vergessen). Ich habs ja wirklich gar nicht so mit der Tatsache, lebende Litfaßsäule zu sein, aber freue mich andererseits jedesmal, wenn der Liebste sich ein neues Shirt kauft, weil das kommt höchst selten vor.

Kürzlich hat er mich gefragt, wie es eigentlich mit Bio und Fairtrade bei denen ausschaut und ob ich da recherchieren mag. Ja, mag ich. Auf der Website fand ich dann folgendes:

Hard Rock’s own business activities comply with the laws and regulations regarding slavery and human trafficking in the countries in which it does business and requires that its authorized vendors and their third party manufacturers, if any, who supply our products certify that they comply with such laws as well.  Specifically, Hard Rock has a vendor compliance guide in place with its authorized vendors requiring them to confirm to Hard Rock their compliance with the local laws and regulations regarding slavery and human trafficking of the country or countries in which they are doing business before they may produce, manufacture or sell products to Hard Rock for Hard Rock to then offer for sale to its guests.

Na gut, das klingt schon mal ein bissl sehr nach Blabla und nicht nach klaren Aussagen, oder? Die Fabrikanten haben sich an die lokalen Gesetze zu halten. Die Fabriken stehen aber auch in Ländern, in denen Menschenrechte in den lokalen Gesetzen eher wenig bis gar nicht vorkommen. Also hab ich den Code of Conduct von denen angefordert. Die Antwort war etwas frustrierend, aber immerhin hey, das ist mal ein neues Gegenargument – und meinetwegen bin ich sogar gewillt, der Person im Service, die mir das geschrieben hat, zu glauben.

Dear Nunu,

Thank you for contacting Hard Rock Customer Care and for your inquiry. We have checked with our Retail Team on this for you. However, as the vendor compliance agreement is a legally bonding contract for our vendors, we would not be able to share a copy.

Please feel free to contact us again if we may be of any help to you in the future.

Love All Serve All!

Ich finde ja, die Guten (oder eben anscheinend nicht so Guten) sollten sich mal an ihren eigenen Shirts orientieren. It´s all about choice…

Der Liebste ist auch beleidigt. Er – sonst eher auf der geizigen Seite – meint nun, dass es ihn eigentlich ordentlich anstinkt, dass er bis zu 40 Euro für ein Shirt ausgibt, und dann ist es bis auf den Aufdruck um nix besser als das Shirt um einen Fünfer bei den klassischen Verdächtigen auf der Mariahilferstraße.

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In einem unbekannten Land, vor gar nicht allzulanger Zeit…

Wünsche einen wunderbaren guten Morgen! Ich mag euch ja wirklich nicht den Tag versauen, aber hier mal wieder ein neuer Aspekt von Baumwollabbau. Usbekistan – jede Menge Firmen sagen, nein, Baumwolle aus Usbekistan, wiiiir doch nicht! Da frag ich mich: Wieso ernten die immer noch so viel?

 

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Auch 2013 werd ich mir die nicht leisten…

Ogott find ich die super – als Einlagenträgerin, weil Plattsenkspreizüberhauptfuß – sind die hier ein Traum. Aber: Ein teurer Traum. Über 200 Euro für Flipflops ist schon etwas geschmalzen.

Ich find die aber echt nicht unhübsch – für orthopädische Schuhe bitte? Super, oder? Ich glaub, die Gamaschen kann man auch abnehmen, und dann sinds einfach stinknormale Flipflops.

 

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Ich werde shoppen gehen – diesmal richtig

Eine ganz liebe Bekannte von mir hasst Shopping. Und hat mich bereits Anfang des Jahres gefragt, ob ich mir ihr shoppen gehen würde. Gestern habe ich mich drauf eingelassen – also, ihr mal zugesagt. Richtig shoppen gehen werden wir Anfang August. Meine Bedingung war: Wir shoppen Fair und Öko. Und cool natürlich! Bin schon sehr gespannt, wie das sein wird – so wieder richtig die einzelnen Fetzen genauer in Augenschein nehmen, nach ihrer Größe suchen, beim Anprobieren beraten…. maaaal schauen. Bissl Bammel hab ich schon. Aber was solls, was mich nicht umbringt, macht mich nur härter, und nur die Harten kommen in den Garten und überhaupt, wer bremst, verliert, oder?

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Die Befriedigungsmaschine aus Budapest

Astrid, der ich mal versprochen habe zu recherchieren, wo es für Studentenbudgets leistbare faire Mode gibt, hat nun doch begonnen, selbst zu recherchieren. Ja, ich versteh den Wink mit dem Zaunpfahl, ich sollt mich da mal dahinterklemmen…. Aber zuerst muss ich euch zeigen, was sie gefunden hat – ich bin begeistert!

Alles fing an mit der Schuhliste, die sie selbst gefunden, aber auch sofort als – ich zitiere – „Bio-Öko-Fuzzi“ Optik abklassifiziert hat. Zugegeben, bei einigen der Schuhe muss ich ihr auch wirklich rechtgeben. Doch dann fand sie Pleasemachine. Es handelt sich hierbei um ein Team rund um Designerin Anna Zaboeva, die in Budapest Schuhe aus bereits weggeworfenen Materialien herstellen.

In Budapest gibt es nämlich die „Lomtalanitas“, die Tage der Reduktion des Hausmülls. Das scheint den Bildern auf ihrer Homepage nach zu bedeuten, dass die Leute einfach ihren gesamten Müll gesammelt auf die Straße werfen. Diese Müllberge durchsucht das Team dann, und nach eingehender Reinigung werden beispielsweise weggeworfene Geschirrtücher zu Schuh-Teilen.

http://pleasemachine.net

Das sagt Anna selbst über ihre Schuhe:

“We are just at the beginning, but I already can stand by my word telling that we are doing our best toward environment by reusing what we literally found already thrown, at the same time saving expenses on materials to make more affordable shoes. We  making it domestically avoiding cargo shipping, making it by hands, using just necessary minimum of machines. We avoid paper bureaucracy, saving by that apparently up to 100kg paper/1 tree per year, we control amount of production waste constantly working on it’s reduce. Finally we work on our shoes with love, and happiness of what we make keeps us healthy socially and psychically, meanwhile our customers getting one-of-a-king, high quality, designer custom made(!) shoes for more then affordable prices.”

Und es kommen soooo geniale Schuhe raus, vor allem die karierten find ich extrem schön, aber auch die ersten…Hammer!

Bei denen bin ich mir nicht ganz so sicher, ob die auch vom Dumpstern stammen, aber zumindest schreibt sie „wery limited“ 🙂 die haben genau den gleichen Schnitt wie meine heißgeliebten weißen Sandalen, und rein farblich finde ich Pfauenfedern auch wunderschön, habe bisher kleidungstechnisch aber davor zurückgeschreckt – von wegen „sich mit fremden Federn schmücken“. Aber als Schuhe find ichs schon sehr fein, weil erst auf den zweiten Blick auffällig….

Sehr witzig auch diese Idee von ihnen – man stellt sich die Farbe der Stiefel abschnittsweise selbst zusammen. Noch kann man sie nicht bestellen, ein Screenshot des geplanten Onlinestores ist jedoch schon zu sehen. Die Farben find ich SUPER, allerdings find ich sie im Stil nicht ganz so superschön – das „Ichwilldiehaben-achscheisse-wiesodarfichnichtshoppen“-Gefühl wie damals stellt sich nicht ein. Und die will ich auch schon längst nicht mehr haben. Die schon. Aber das ist eine andere Geschichte.

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Die beste Oma der Welt

Ich habe die allerallertollste Oma der Welt. Erstens Mal konnte die bis vor kurzem nähen wie eine Weltmeisterin, und hat mir regelmäßig meine Jeans so toll gestopft, dass Jahre später der Rest der Jeans, nicht aber der gestopfte Teil auseinandergefallen sind, und zweitens muss ich hier mal feststellen: Meine Großeltern sind 96 und 92 und (Opa zumindest fast)  fit wie Turnschuhe – körperlich wie geistig – und die beiden sind regelmäßig nicht erreichbar, weils grad beim Heurigen oder bei Freunden im Garten oder sonstwo sind. Einfach lässig.

Die Oma ist aber heute überhaupt mein Rockstar: Nachdem sie selbst nicht mehr so gut sieht, schenkt sie mir ihre Nähmaschine. Weil die andere musste ich heute zurückgeben. Ich trau mich aber grad nicht, sie fürs Dankesagen anzurufen – ist grad Fußball, da darf sie nicht stören…

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Mein Bruder, das Buchgeschäft

An meinen Bücherboykott hab ich mich in den letzten Wochen erfolgreich gehalten – ich „arbeite“ mich grad brav durch meine Bestellungen. Doch vor etwa 14 Tagen wies meine liebe alte Bekannte Marianne mich auf einen Artikel hin, der wie Popsch auf Eimer zu diesem Blog hier passte. Das Buch, das beschrieben wurde, musste ich einfach haben (es sollte etwa zwei oder drei Tage nach dem Artikel erscheinen). Aber ich wollte mir doch auch keine neuen Bücher kaufen?!

Glücklicherweise gibts da mein liebes Bruderherz. Er und ich schenken uns eigentlich seit ich denken kann – mir sehr wenigen Ausnahmen – gegenseitig zu allen Feierlichkeiten a la Weihnachten und Geburtstag Bücher. Und nachdem er es auch recht gern mag, darüber nicht zuviel nachdenken zu müssen, nimmt er auch gern Bestellungen meinerseits an – ich nehm ihm die Nachdenkfaulheit nicht übel, erstens kenn ich ihn und sein stressiges Leben, zweitens: Hey, so krieg ich wenigstens das zu lesen, was ich wirklich will! 🙂

Tadaaa – danke, liebes Bruderherz!!

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Eine Rezension am Blog wirds dann wohl im August geben. Apropos, gleich eine Ankündigung: Ich bin bald auf Urlaub, es wird wohl etwas ruhiger werden hier. Ich hoffe, ihr bleibt mir trotzdem als treue Leserschaft erhalten – für euch zu schreiben, macht nämlich unglaublichen Spaß, übrigens. Und wiedermal: Ein großes Dankeschön, ich habe auch gestern im Zuge der unfassbar vielen Gratulationen wirklich oft auch Lob für dieses Projekt erhalten. Das freut mich wirklich ohne Ende, dass etwas, das mir persönlich so viel Spaß macht und so viel bedeutet, auch wirklich Anklang findet!

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