Fast Food, Fast Fashion, Fast Möbel. Alles zu schnell.

Ist jetzt auch ein bissl Off-Topic, aber immerhin gehts auch um die böse Massenproduktion und deren Auswirkungen.

Hach, Einrichtung. Das ist ja eines meiner ganz großen Hobbies – ich könnte Stunden auf Designblogs wie Designsponge oder Apartmenttherapy verbringen, habe mich schüchternerweise selbst kurz vor Beginn des Shoppingboykotts auch als Deko-Bloggerin versucht (ein Projekt, das leider aufgrund der Zeitintensität dieses Blogs, meines Jobs und des Wunsches nach einem „Rest-Privatleben“ derzeit auf Eis liegt).

Ich liebe es, auf Flohmärkten herumzustöbern, im Internet nach gebrauchten Möbeln zu suchen und die Wohnung farblich zu gestalten. Und: Während in Studententagen mein WG-Zimmer ein Werbefoto für IKEA hätte sein können, finde ich es jetzt viel schöner und vor allem langlebiger, alte, qualitativ hochwertige Möbel zu haben. Während mein 100 Jahre alter Eichenkasten tut wie eh und je, stirbt der 5 Jahre alte PAX-Schrank grad einen langsamen, für mich qualvollen Tod. Wir haben zwar immer noch vieles vom Möbelschweden herumstehen, allerdings ist da der Großteil Second-Hand gekauft.

Dass es auch dort aufgrund der Massenproduktion (und der immer schlechter werdenden Qualität, das muss jetzt auch mal gesagt werden) nicht wirklich sauber zugehen kann, hab ich mir ja auch schon einige Male gedacht – und auch immer wieder gab es Skandale a la Abholzung, Formaldehyd-im-Lack-von-Billyregalen usw. Jetzt gibt es eine neue Kampagne – „IKEA – Wohnst du noch oder zerstörst du schon?“. Ist eine klassische NGO-Kampagne: Emailprotest und scharfe Formulierungen. Dass ein Ikea-Chef nicht auf „Bitte stoppen Sie unverzüglich den Kahlschlag der Naturwälder“ reagieren wird, ist zwar wahrscheinlich, wenn er diese Nachricht jedoch millionenfach in seinem Posteingang vorfindet, wird er wenigstens hoffentlich beginnen, etwas darüber nachzudenken, was den KundInnen eigentlich wichtig ist. Hoffentlich.

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4 Gedanken zu „Fast Food, Fast Fashion, Fast Möbel. Alles zu schnell.

  1. Sehr schönes Beispiel von Adbusting. Wenn man reich wäre, müsste man damit ein paar Großflächen bestücken. Aber das würden die Außenwerber eh nicht mitmachen.
    Na ja, habe wenigsten die Petitions-Mail an die Schweden versandt. Liebe Grüße

  2. Avatar von richensa richensa sagt:

    Hallo,

    einen sehr interessanten beitrag über ikea lief letztens auf wdr, als wiederholung zwar, aber inhaltlich hat sich ja nicht geändert:

    http://www.einslive.de/medien/html/1live/2011/08/01/markt-markencheck-ikea.xml

  3. […] Und bevor wer raunzt: Ja, Lampe und Mistkübel sind vom Möbelschweden. Den ich ja immer noch sehr mag. Auch wenn bei dem auch nicht alles rosarot rennt. […]

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