Der Textilschwede nervt

Ok, der Textilschwede ist nicht nur oft böse und meine Ansicht nach aus den falschen Beweggründen bemüht, nein, seit kurzem NERVT der Textilschwede extrem. Und der Grund ist dieses Entenschnäbelchen: Lana del Rey. Der folgende Post hat – schriftliche Garantie, Siegel und Indianerehrenwort – nix damit zu tun, dass ich frustriert bin, weil ich nicht shoppen kann. Denn: Der Textilschwede ist sowieso auch nächstes Jahr so gut wie Geschichte.

ABER: Kennt ihr diese unsäglichen TV-Spots, in denen obendrein ein eigentlich recht netter musikalischer Klassiker verunglimpft wird?

Screenshot Youtube.com

Screenshot Youtube.com

Die Werbung soll witzig sein: Ist sie nicht.
Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, und ich bin mir sicher, Leggings und Achtzigerjahrekuschelpulli in Blasspfirsichfarben gefallen irgendjemandem auf dieser Welt: Mir nicht.

Aber das allerschlimmste ist das Gesicht, dass die Dame versucht zu ziehen: Offen gestanden ist diese Werbung die erste, die es jemals geschafft hat, dass ich mich jedes einzelne Mal, wenn ich sie sehe, unwohl fühle. Zombieface, künstlich.

Der Freund findet sie auch fürchterlich, aber der soll ja auch nicht von der Damenmodewerbung angesprochen werden. Nur: Geht es irgendwem da draußen auch noch so?

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7 Gedanken zu „Der Textilschwede nervt

  1. ich find die klamotten, die sie bewirbt, auch nicht sonderlich ansprechend… und mein erster gedanke bei den werbeplakaten war „wieso muss die jetzt für h&m werbung machen??“. muss sie ja gar nicht, will sie wahrscheinlich. naja gut. mein freund mag die musik ganz gerne. ich war ihr von anfang an ein bisschen skeptisch gegenüber, da das meine grundsätzliche vorurteilsbehaftete haltung bei frauen mit solchen lippen ist, das muss ich leider zugeben… das video kannte ich bis eben nicht (ist doch das mit der cellulite, oder?) und ich glaub, ich muss es mir noch ein paar mal mehr ansehen, denn bisher kapier ich nicht, warum da plötzlich die cellulite ins spiel kommt 🙂

  2. Avatar von M_S M_S sagt:

    schaut aus wie eine misslungene botox-behandlung.

    werbetestimonial für h&m zu sein ist marketingmäßig ein hauptgewinn, weil die breitenwirkung bei jungen leuten enorm ist.

  3. Avatar von mukolama mukolama sagt:

    Ich find‘ die Werbung auch extrem nervig. Aber ich find generell die Musik von Lana Del Rey nervig, vielleicht hat’s auch damit zu tun. Dass die Werbung lustig sein soll, hab ich auch noch nicht gemerkt 😉
    Ich war übrigens vorgestern im größten Shoppingtempel Salzburgs und hab generell festgstellt: Die heurige Mode find ich zum schmeißen. Ich frag mich ja immer wieder, wie das funktioniert mit den Trends. Sitzen da ein paar Modegurus zusammen an einem Tisch und beschließen dann einfach aus dem Nichts „So, nächste Saison soll Omamode wieder ‚in‘ werden.“!?

    • Avatar von M_S M_S sagt:

      am anfang stehen die stoffe, die werden von den textildesignern etwa zwei bis drei jahre, bevor die sachen auf den markt kommen, festgelegt. die marktstrategie ist, regelmäßig etwas neues zu bringen, damit der kaufbedarf erhalten bleibt.
      beim modestil ist es dasselbe, eine mischung aus „etwas neues muss her“ und trendscouting. man beobachtet, in welche richtung sich die jugendmode entwickelt, und integriert modeströmungen mit potential in die neuen kollektionen. ich kann mich noch gut erinnern, dass die aktuellen hipsters vor etwa 4 jahren bereits als streetstyle in den usa und in skandinavien aufkamen, damals bedienten sich die leute noch aus der altkleidersammlung und aus 80er jahre vintage-beständen, jetzt gibts den kram bei h&m zu kaufen.
      dass aktuell die 80er wiederbelebt werden liegt wohl daran, dass die anderen jahrzehnte des 20. jahrhunderts – incl. der etwas sperrigen 40er jahre und der fünfziger, die (leider) nicht ganz gegriffen haben – schon alle aufgebraucht sind. ich finde sie auch furchtbar, 80er jahre mode war in meiner jugend genau das, was gerade total out war. *g*

  4. Avatar von Ulla-Britt Ulla-Britt sagt:

    Ja, mir geht’s genauso! Da ich vor der Kampagne erst ein einziges mal ein Foto von ihr gesehen habe, habe ich sie im ersten Moment gar nicht erkannt.
    Bloss hatte ich jedes mal wenn ich an einer Plakatwand vorbeiging das Gefühl (trotz strahlendem Sonnenschein) in eine sofortige und schwere Winterdepression zu rutschen. Also hab ich dann doch genauer hingesehen und mich gewundert, wie eine große Firma mit ebenso großem Werbebudget, ein so schlechtes Model aussuchen kann … und siehe da! Es ist Frau Del Rey mit ihrem offiziell natürlich nicht gepimpten Schnäbelchen.
    Für diejenigen die sich die Laune nicht verderben lassen wollen:
    https://www.facebook.com/YourFaceDelRey

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