Abercrombie, the Bitch!

Weil gestern die Diskussion drauf kam und gefragt wurde, ob Abercrombie und Fitch eigentlich zu den Guten gehören (einfache Antwort: NEIN), hab ich mal reinrecherchiert. Zugegebenermaßen gleich mal vorbelastet – auf Google gleich mal nach „Abercrombie Fitch Kritik“ gesucht 🙂

Das Ergebnis war auf seine eigene Art und Weise doch wieder überraschend. A&F wurde nämlich mal wegen Rassendiskriminierung angeklagt.

Abercrombie & Fitch wurde 2003 wegen Rassendiskriminierung angeklagt. 2005 endete das Verfahren und Abercrombie & Fitch zahlte den 10.000 Betroffenen insgesamt 40 Millionen Dollar. Jene Personen wurden bei ihrer Bewerbung benachteiligt, weil bei Abercrombie & Fitch fast ausschließlich Weiße arbeiteten. Zu dem Gerichtsurteil gehören auch noch weitere Gleichberechtigung fördernde Auflagen. Außerdem ist bekannt geworden, dass Abercrombie & Fitch ihre Kleidung durch Kinderarbeit auf den Philippinen für einen unmoralisch niedrigen Lohn und unter menschenrechtsverletzenden Arbeitsbedingungen herstellen lassen. (Wikipedia)

Na, mal was Neues! Die Abgründe werden immer tiefer…

Und sowas ist grad die ultimative Modemarke….. das einzige, was mir an denen gefällt, ist dieses in sozialen Netzwerken immer wieder auftauchende Foto:

 

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15 Gedanken zu „Abercrombie, the Bitch!

  1. mukolama sagt:

    Na, dass Abercrombie & Fitch nicht zu den Guten gehört, sollte einem spätestens dann klar sein, wenn man deren Laden betritt – zumindest sozial gesehen (ich finds schon etwas fragwürdig, wenn in einem Laden nur junge dauergrinsende Menschen arbeiten, die die Ansprüche eines Models erfüllen. Vom oben-ohne-Begrüßungskommitee mal ganz abgesehen. Außerdem glaub ich, dass ein Verkäufer dort nach spätestens einer Woche schwerhörig ist.)

    „…das Label des amerikanischen Modekonzerns Abercrombie & Fitch, das die Fantasie Südkaliforniens verkörpert“… (aus einer Presseaussendung anlässlich der Eröffnung eines Hollister-Shops).
    Tja, wenn DAS die Fantasie Südkaliforniens ist (Rassendiskriminierung, Kinderarbeit, Menschenrechtsverletzungen), dann Gute Nacht.

  2. Mini_Cologne sagt:

    Ich habe ein einziges mal einem Hollister Shop betreten. Ein Alptraum.

    Ich hatte eh nicht vor was zu kaufen, war nur neugierig. Und wenn ich was hatte kaufen wollen, wäre das zu Haus beim auspacken wie ein Blind Date gewesen. So düster war der Laden. Grauenvoll

  3. Bernd sagt:

    Langweilig. Das ist 10 Jahre alt. Irgendwelche echten Neuigkeiten?

    • nunette sagt:

      dies ist kein newsportal, sondern ein persönlicher blog. auch wenn eine geschichte 10 jahre alt ist, stelle ich nicht den anspruch, dass es allgemeinwissen ist. nachdem hier anscheinend an dem thema interessierte personen lesen – vielleicht sind ja einige dabei, die die geschichte von a&f auch noch nicht wussten?

  4. kommentar sagt:

    Ich will hier keine Lanze brechen fuer A und F, aber als ich hier in den USA kuerzlich in so einem lauten Laden war, dachte ich, die armen Schwarzen, haben wohl nichts anderes gefunden, dass sie hier in diesem Hoellenlaerm arbeiten muessen. Auf den Laerm angesprochen meinte der Verkaeufer nur, dass er das gar nicht mehr hoere .,.

  5. Thomas sagt:

    A&F in Hamburg und Düsseldorf sind super. So macht das Shoppen wieder Spaß. Ich finde andere Modehäuser sollten sich da mal eine Scheibe abschneiden.

    • nunette sagt:

      wenn du meinst… ich finde diese Art von Inszenierung eines EinkaufsErlebnisses nicht sehr befriedigend

      • Thomas sagt:

        Als Kunde wird man bestens unterhalten. In den meisten anderen Läden liegt die Ware nur rum, so dass selbst Online Shopping interessanter ist. Abercrombie inszeniert eine modische Freizeitwelt zwischen Disco und Klamottenladen.

      • nunette sagt:

        ich habe aber ehrlich gesagt keine Lust, für eine Inszenierung zu bezahlen, um dann Kleidung zu bekommen, die unter übelsten sozialen und ökologischen Zuständen genäht wurde, und die in der Produktion genausoviel kosten wie die Waren vom Textilschweden, für die ich aber das Dreifache zahle. Damit bezahle ich nur Marketing und Werbung und Inszenierung. Ist es dir wirklich lieber, im Halbdunkel und bei ohrenbetäubender Musik die Sachen zu kaufen, mit denen du dann im Tageslicht herumrennst? Gut, ich argumentiere aus der Position, dass ich unfaire Produktion gar nicht mehr unterstützen möchte, aber sorry, von dem Konzept des Halbdunkels mit lauter Musik fühle ich mich so oder so verarscht. Da wird die Kleidung, um die es doch gehen sollte, nebensächlich, und das ganz absichtlich, um von der schlechten Qualität abzulenken.

      • Thomas sagt:

        Ja, die Kleidung ist in dem Konzept austauschbar und verkommt damit zum Souvenir. Im Vergleich ist die Qualität jedoch ziemlich gut. Beim Textilschweden und den meisten anderen Herstellern sind die Arbeitsbedingungen leider genauso schlecht. Von daher darf man dann gar nichts mehr kaufen. Unterm Strich werde ich bei A&F jedoch gut unterhalten und zum Kaufen zwingt dich ja niemand.

      • nunette sagt:

        Zum Glück. Ich möchte lieber die Produzenten unterstützen, die auf Transparenz, Fairness und Ökologie achten. Und nicht die, die mir ihre Fetzen im Halbdunkel anbieten und alles andere in den Fokus bringen („Shoppingerlebniswelt“, echt ein Unwort), nur nicht die Kleidung. aber wir kommen da wohl auf keinen grünen Zweig. Du findest sie gut, ich finde sie scheiße. Punkt.

      • Thomas sagt:

        Bei welchen Produzenten kann ich denn ohne schlechtes Gewissen zugreifen?

  6. […] Habe lange überlegt, ob ich das Foto selbst auch posten sollte – aber was bringt ein derartiger Monolog gegen ein Bild, wenn man das Bild nicht sieht? Insofern erfülle ich den AmApps wahrscheinlich sogar einen Wunsch – das Bild wird tausendfach publiziert und bringt daher super Werbewert. Daher hänge ich an die Publikation dieses Beitrags einen dringenden Wunsch: Auch wenn American Apparel fair produziert – es ist Zeit für einen Boykott. Ich finds in diesem Zusammenhang sogar besser, normal konventionelles “Made in Bangladesh” zu kaufen und so den Näherinnen dort den Wunsch nach Aufträgen, wenn auch unter beschissenen Zuständen, zu erfüllen, als American Apparel mit dieser beschissenen Masche immer noch als “gute Marke” durchkommen zu lassen. Ich mochte sie vorher aufgrund des plumpen Sexismus in deren Werbungen nicht, jetzt ists zuviel. Diese Marke verdient langsam wirklich Umsatzeinbußen nach dem Vorbild von Abercrombie & Fitch.  […]

  7. […] ja, Abercrombie & Fitch leidet ja auch gerade….vielleicht wollen die auch ihren CEO loswerden? […]

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