Die Kauf-(nix)-Regeln

Obwohl ich eigentlich ganz was anderes tun sollte, bin ich bei einer Recherche grad über etwas gestolpert, das ich unbedingt bloggen möchte: Eine mir unbekannte Sally gibt auf der Website der Great American Apparel Diet ihre Shoppingregeln zum Besten. Ich find die wirklich gut, und weil ich grad gut drauf bin und das andere, was ich tun sollt, vor mir herschiebe (Prokrastinieren oleole), übersetz ich sie mal schnell:

  1. Kauf nix, nur weils im Ausverkauf ist. Kaufe es vor allem nicht, wenn du es nicht auch zum vollen Preis gekauft hättest.
  2. Kauf nix, was du nicht vorher anprobierst (jaaa, das hätt ich mir bei einem meiner letzten Käufe auch einreden sollen. Damals im Vorbeigehen eine Hose um 15 Euro im Sale – siehe Regel 1, also alles falsch gemacht – ohne Anprobieren mitgenommen. Im Dezember 2011. Seither genau einmal angehabt.)
  3. Kauf nix, was dir nicht in genau dem Moment, in dem du es kaufst, passt. Nix mit „eine Hose zum Hineinschrumpfen“.
  4. Der Regel stimme ich nicht hundertpro zu: Keine Impulskäufe. Ja, im Grunde schon. Aber mir haben Impulskäufe schon ein paar richtig richtig leiwande Teile beschert. Nur sollte man die Impulse halt quantitativ im Griff haben.
  5. Kauf nix, wenn du nicht mindestens zwei Teile zuhause hast, die dazu passen. Find ich gut.
  6. Kauf nix, in dem du dich nicht sofort wohl fühlst.
  7. Kauf nix, was grad in ist, nur weils grad in ist. Kaufs, weils – und das lasse ich jetzt unübersetzt – „magical“ ist.
  8. Wenns geht: Kauf regional.

Das warat ja im Grunde alles net so schwer, und wenn ich mir das heute so durchlese, denke ich mir: Jaaahaaa, eh klar, Hausverstand, hallo! Aber ich weiß auch: Vor über einem Jahr wäre ich sehr schnell an den Regeln 1,2,3,4,6, 7 und 8 gescheitert. Regel 5 war echt easy, bei meinen Bergen an Kleidung war immer was dabei. Arg.

Keine Ahnung, um meine LeserInnen was damit anfangen können – ich werd beim nächsten Shoppen genau drei Fragen stellen: „Brauch ich das wirklich?“, „Gefällt mir das wirklich?“ und „Passt mir das wirklich?“ Hat weniger Verbote und „nicht“ und „nix“ drin….

Getaggt mit , ,

4 Gedanken zu „Die Kauf-(nix)-Regeln

  1. Gina sagt:

    Hallo. Diese kauf-nix-Regeln habe ich auch schon in diversen Büchern etc. gelesen. Grundsätzlich eine feine Sache – nur (!!) – meiner Erfahrung nach sind die Impulskäufe meine besten überhaupt. Wenn ich bewußt etwas „brauche“ und danach suche endet es immer frustig. Entweder kaufe ich etwas völlig unnötiges als „Ersatz“ oder ich nehme etwas das dem Gesuchten irgendwie nahekommt (was dann im Kasten verschimmelt und ich mich immer wieder drüber ärgere).
    Das Prokrastinieren funktioniert bei mir leider auch nur bedingt. Weil dieser Gedanke… nistet sich richtiggehend ein und ich renn dann dauernd mit der sogenannten „Karotte vor der Nase (im Geiste)“ herum, bis ich nachgebe. Oder was noch gfernzter ist, ich kaufe etwas anderes „als ich-hab-die-Sweater-nicht-gekauft-widerstanden-dafür-aber-etliche-t-schirts…..“.
    Liebe Grüße.

  2. Reklamedame sagt:

    Find ich gut! Wobei ichs mit Nummer 5 nicht so eng sehen würde, sonst könnte man ja nie so richtig seinen Stil verändern!
    Meine beste Freundin und ich haben beschlossen, wir kaufen jetzt nur noch Sachen, die uns wirklich begeistern. Also nix, was man vl mal brauchen könnte, weils halt reduziert ist oder weil man irgendwann mal reinpassen könnte.

  3. Gute Regeln, wobei ich Nummer 4 auch nur eingeschränkt zustimme. Meine besten Teile sind fast alle Impulskäufe (ok, ein paar impulsive Fehlkäufe gab es auch ;-). Deshalb lasse ich mir die die Impulsteile immer einen Tag zurückhängen. Wenn sie dann immer noch rocken, sind sie auch ok.

    Regel 1 ist natürlich goldrichtig – aber auch nicht als Stein gemeißelt zu sehen. Ich habe auch einige Lieblingsteile, die ich zum vollen Preis nicht gekauft hätte, weil es einfach objektiv zu viel Geld gewesen wäre. Wobei ich da jetzt nicht von Zeugs rede, das von 49,99 auf 29,99 reduziert war 😉

    Aber icn muss warnen: Eigentlich habe ich diese Regeln (bis auf 4. und 9.) schon in den letzten Jahren eingehalten, aber trotzdem noch viel zu viel gekauft. Sie dämmen den Kaufrausch etwas ein und reduzieren Fehlkäufe. Mehr aber auch nicht.

  4. Hm…
    selbst seit über 5 Jahren in ständiger-Mode-Dauer-Diät
    (ausgelöst durch das viele Wissen über die schrecklichen Zustände in der Bekleidungsindustrie … dank meines ehrenamtlichen Praktikums bei der CleanClothesKampagne)…
    …war bisher immer der beste Dämpfer jeglicher Anwandlungen von Shopping-Rausch

    1.) kann ich mir 100%ig sicher sein, dass für mich weder Umwelt noch Menschen leiden mussten
    2.) brauchst du das wirklich
    3.) ist es nicht sinnvoller weniger zu kaufen und dafür ur stolz etwas FAIRES zu ergattern…

    ist nicht immer leicht…aber funktioniert ebens schon mehr als 5 Jahre 🙂
    UND das supersuper tolle…mittlerweile gibts schon soooo viele tolle Sachen, die ich ohne schlechtem Gewissen kaufen kann! juhu und es wird immer mehr an ethisch korrekter Bekleidung am Markt!!!

    Zu den obigen Regeln:
    1+2) find ich nicht so brauchbar
    3) eh klar?! wer glaubt wirklich an „da werd ich noch reinpassen?!“
    4) also „wenn der ETHISCHE Background passt“ find ich Impulskäufe schon legitim manchmal…wenn das Herz einfach sagt: das is hübsch…das will ich wirklich
    5) ist eigentlich ein guter pragmatischer Tipp
    6) eh klar oder?!
    7) absolutes emanzipatorisches MUSS 😉
    >>> anfangs a bissl hart – nicht so wie alle anderen auszusehen – ABER wenn mensch mal drüber steht, NICHT immer IN sein zu müssen ist es einfach herrlich zu sehen welche Mode-faux-pas einfach ausgelassen werden dürfen…
    8) WIE SOLL DAS GEHEN? beim wem wächst die BW im Garten? allein aufgrund der rohstoffe ist regionales Beziehen ziemlich schwierig. JA, es gibt regionalere Alternativen bezüglich Materialien…aber eben nur beschränkt
    >>> regional fertigen lassen (oder DIY>selber nähen) is da schon leichter

    liebe Grüße,
    nk

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