„She just walked on.“

Bevor mein Buch rauskommt – in nur noch drei Tagen!!! – muss ich euch unbedingt ein anderes Buch vorstellen. Aber dann nicht sagen, man hätte nur das gelesen, weil die Nunu es gesagt hat, aber das von der Nunu nicht. Lass ich nicht gelten! 🙂

Also:

Lucy Siegle: To die for. Is fashion wearing out the world?

Ich bin noch überhaupt nicht weit, aber jetzt schon total begeistert. Erstens hat sie einen wunderbar selbstironischen Ton drauf, zweitens bringt sie die Fakten unfassbar klar auf den Tisch. Nur ein kurzes Beispiel, Siegle schreibt über Primark. Als die in London einen neuen riesigen Department Store öffneten, führte das zu einer Massenpanik inkl. Polizeieinsatz und mindestens zwei Verletzten:

„You would imagine the prices were already low enough, but somehow a rumour circulated among the swollen, near-hysterical and almost exclusively female crowd outside that everything was on sale for 1 pound. The scene descended into chaos as desperate consumers battled to geht to the front of the crowd. Young women scrambled over each other, pulling hair and collapsing in heaps on the pavement.“

Eine weitere Beobachtung zu Primark:

„Perhaps that mindset explains why a fashion industry commentator, working for a trade publication, watched in horror as she saw one satisfied customer emerge with six or seven brown paper Primark bags full of clothes. It was raining heavily, and as the young woman proceeded down Oxford Street one of them broke around the handls and folded cotton flopped onto the pavement. Naturally the journalist expected the girl to bend down and collect the brand new clothes, but no. She just walked on. Fashion was apparently so expendable it had turned into litter.“

Bitte wie arg?!

 

 

Getaggt mit , ,

8 Gedanken zu „„She just walked on.“

  1. Andreas sagt:

    Auch wenn mich alle immer mindestens schief anschauen, wenn ich das sage:
    Das bekräftigt mich in dem Glauben, dass an dieser Ausbeuterei hauptsächlich Frauen schuld sind. Über 80% der Konsumausgaben werden von Frauen verantwortet (laut verschiedenen voneinander unabhängigen Studien). Auch der Blog bekräftigt mich darin. Die meisten Männer kennen diese Kaufzwänge nicht. Wir müssen nicht noch eine Hose, noch ein T-Shirt, noch ein Hemd kaufen.
    Letztens wurde ich von einer Frau gefragt, wie lange ich meinen Mantel schon habe. „Seit 18 Jahren“ sage ich und werde dann gefragt ob ich nicht einen neuen einmal kaufen will, weil er schon alt ist. Er ist aber noch gut, nicht verschlissen, wasserdicht und bis auf den Schnitt sieht man ihm das Alter nicht an.

    • nunette sagt:

      Bei der Kleidung: ja. Wie schaut es aus mit Elektronika? Unterhaltungselektronik? Technischem Gerät? Ganz rausnehmen können sich Männer da auch nicht…

      • Andreas sagt:

        Ich habe ja nicht gesagt, dass sich Männer da rausnehmen können. Darum schrieb ich ja auch „hauptsächlich“. Und das gilt auch für Elektronikartikel, Autos usw. Wollen wir jetzt Klischees bedienen und sagen Männer kaufen Elektronik? 😉
        Schau dir Werbung an. Glaubst du, Männer fühlen sich von bunten Farbwolken, Bällen, Kinderlachen und so weiter in der Werbung angesprochen? Nada. Das zielt alles auf Frauen als Haushaltsentscheider ab.
        Mittlerweile altbekannter Klassiker: Will ich als Supermarkt (mehr) Bier verkaufen, dann gebe ich Mineralwasser ins Angebot. Das lockt die Frauen an und mit ihnen die Männer im Schlepptau.
        Wenn die Werbung spielerisch ist, dann ist sie für Männer (siehe zB. Autowerbung für gehobene Fahrzeuge, die dann von männlichen Entscheidern in Unternehmen gekauft werden).

      • nunette sagt:

        oder bei denen leicht bekleidete Frauen sich auf der Motorhaube räkeln, womit wir das Thema Sexismus hiermit erfolgreich auf die Spitze getrieben hätten 🙂 Aber stimmt. Konsum ist über weite Strecken weiblich.

      • Andreas sagt:

        Das ist nicht Sexismus, das ist Gendermarketing. Wie auch ein durchtrainierter Fensterputzer der oben ohne Cola light trinkt oder der Bote, der oben ohne die Ladies im Büro mit Cola light beliefert.
        Das ist kein Sexismus, sondern ein Herausarbeiten der natürlichen Unterschiede und der damit vorhandenen unterschiedlichen Reaktionen. Frau und Mann sind nicht gleich, auch wenn das vielleicht manche gerne hätten.

      • nunette sagt:

        Geschlechter sind unterschiedlich. Aber mit nackter Haut des anderen Geschlechts Werbung machen ist Sexismus. Ob Cola light oder Autowerbung im Bikini.

  2. […] In meinem Beitrag über das Buch gings um Primark. ZDF hat sich Primark vor ein paar Wochen genauer angeschaut. Ich bin jetzt erst im Internet drüber gestolpert, und es zeigt sich: Primark ist King of Wegwerfmode. Unfassbar. […]

  3. […] nachdenken? Nein, geht nicht, ich schaffs einfach nicht. Könnte daran liegen, dass ich immer noch To Die For von Lucy Siegle […]

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