Gewichtele

Im BĂŒro, da wichteln wir jedes Jahr. Und das war dieses Jahr echt grandios. Nicht nur, dass sich mein Wichtel ganz besonders viele Gedanken gemacht hat und mir immer wieder Aufmerksamkeiten hat zukommen lassen, hat es eines ganz genau richtig gemacht: Ich hab ein Buch bekommen. Mit einem Buch liegt man bei mir immer goldrichtig! Und wie besonders das Buch ist, das schreib ich ein anderes Mal 🙂

Doch auch mein Geschenk ist gut angekommen – ich hab einen Gutschein fĂŒr eine selbstgestrickte MĂŒtze in Form und Farbe seiner Wahl (=des Herrn Kollegen) verschenkt.

So mag ich die Schenkerei, wenn man sich Gedanken dabei macht! Und was mich besonders freut: Ich war das Wichtel eines Kollegen, mit dem ich bisher in einem halben Jahr vielleicht drei Worte gewechselt habe. Und dass sich das jetzt geĂ€ndert hat, find ich gut…

 

Hat jetzt auch nicht so viel mit Kleidung zu tun, ich entschuldige mich. Aber solange es draußen so derartig kalt ist, gilt bei Kleidung genau eines: Warm sein. Mein selbstgenĂ€hter Mantel tut da gute Dinge, auch wenn der Liebste heute frĂŒh meinte, ich könnte im Herrn der Ringe mitspielen damit.

 

 

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Stay awake…

Als kritischer Konsument gibt man tĂ€glich diverse Stimmen ab. Doch lassen wir mal die Einkaufssackeln zu Wort kommen….

🙂

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Schifoan…

GesĂŒnder bin ich gestern auch nicht unbedingt geworden, was meine Laune grad gewaltig nach unten rasseln lĂ€sst – genauso wie die Temperatur da draußen. Nachdem ich grad nicht in der Lage bin, mir was Lustiges und Interessantes als Beitrag zu ĂŒberlegen, gibts nur eine Aussage: Alles unter minus vier Grad (jaja, Weichei-Alarm) steht bei mir fĂŒr „Es ist scheissegal, was du anhast, ob es zusammenpasst oder nicht, Hauptsache, es ist warm“.

Ich hab sogar die SchiunterwÀsche wieder hervorgeholt.

Ich kann gar nicht Schifahren.

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Kranksein ist soooo blöd!

Aber immerhin, man kommt zum Lesen. Und ich les grad mal wieder an der Weltreise eines T-Shirts – ein Buch, das ich mir schon vor Monaten gekauft hab, aber irgendwie hab ichs nie ĂŒber Seite 35 geschafft. Irgendwie war dann doch anderes immer spannender. Wirklich viel weiter bin ich noch nicht, aber jetzt hat es mich gepackt. Was ich dieses Jahr an neuen Dingen gelernt hab, echt spannend.

Wusstet ihr, dass es Baumwollöl gibt? Und dass dieses Baumwollöl zum Fritieren von Pommes Frites verwendet wird, also denen in der Fabrik? Und wusstet ihr, dass sogenanntes baumfreies Klopapier aus den Minifutzelfaserresten bestehen, die am Baumwollsamen kleben bleiben? Ich auch nicht! (Und ich halt wenig von dem baumfreien Klopapier. Rein aus dem Bauch heraus wĂŒrd ich mal vermuten, dass BĂ€ume nicht so sehr pestizidbehandelt werden wie Baumwolle. Kommt halt drauf an, welche BĂ€ume man verwendet. Mit tropischen Harthölzern wischt es sich dann wohl doch wieder etwas zu luxuriös…)

Das Buch beleuchtet den amerikanischen Baumwollmarkt mit all seinen Subventionen und seiner Entwicklung, die auch verdammt viel mit dem Rassenkonflikt zu tun hat (Schwarze bekamen weniger fĂŒr ihre Baumwolle als Weiße, also beauftragten schwarze Bauern weiße MĂ€nner mit dem Verkauf der Baumwolle. Traurige Welt.)

SpĂ€t aber doch: Lesetipp, vielleicht ein Weihnachtsgeschenktipp, fĂŒr Interessierte:

http://www.amazon.de/Reisebericht-eines-T-Shirts-Alltagsprodukt-Weltwirtschaft/dp/3548369456/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1355322178&sr=8-1

Der Klick aufs Bild verlinkt auf Amazon, weils da die meisten Infos ĂŒbers Buch gibt, aber denkt dran: Wer nicht bei kleinen HĂ€ndlern kauft, braucht sich nicht wundern, dass sie zusperren 😉

Und ich wĂŒrd echt gern gleichzeitig lesen und stricken können….

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Was Besonderes

Sorry, meine EintrÀge verspÀten sich derzeit, weil ich am Abend zu kaputt bin, um vorzuproduzieren.

Aus meiner Nase kommen bunte Herbstfarben, meine Stimme erinnert an ein Reibeisen, und ich langweile mich zuhause, weil ich nicht so krank bin, dass ich mich auf nix konzentrieren könnte. Auch so ein klassischer Fallenmoment, was Onlineshopping angeht, frĂŒher hab ich an solchen Tagen Stunden in Onlineshops verbracht.

Und so auch heute. Habe mich sogar auf dawanda getraut. Dort gibts bitteschön Autogurte, und Gurtspanner, richtig coole Materialien fĂŒr meine diversen noch zu nĂ€henden Taschen! Und Strickutensilien! und Stoffe! Und …. ich klicke krampfhaft NICHT auf die anderen Kategorien, weil sonst könnte ich ja schon wieder ĂŒber Jekyll und Kleid stolpern, die es auch auf Dawanda gibt, und die mich schon mal fast verfĂŒhrt hat:

 

Ich find die einfach unglaublich hĂŒbsch, die Kleider. Und irgendwie ĂŒberfĂ€llt mich bei diesen Teilen jetzt ausnahmsweise mal nicht der „wie cool, das kann man sicher nachnĂ€hen, ich muss gleich meine Schneiderfreundinnen befragen“-Anfall, sondern ich will mir irgendwann, nicht gleich, aber irgendwann im Laufe des kommenden Jahres ein Kleid von denen kaufen. Und das wird dann was Besonderes sein.

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Point of no return

Zwischen meinem Innendrin und der Welt da draußen ist grad ganz viel Schleim – metaphorisch, aber auch wirklich buchstĂ€blich. Zwischen Ingwertee, heißer Zitrone und der verzeifelten Suche nach der neuen Flasche Metavirulent, die ich erst vor kurzem gekauft und umgehend verschmissen hab, beginne ich schön langsam, mich wieder auf die Shoppingerlaubnis einzustellen (hab mich ĂŒbrigens grad wunderbar vertippt und -erlaubnix geschrieben 🙂 ). Am Heimweg schnell noch in die Auslage von dem einen SchuhgeschĂ€ft geschaut, ob diese Strickstulpenstiefel noch da sind (ja, sind sie, und ja, ich denk mir dann auch jedesmal, dass ich ein Paar alter Stiefel einfach zopfstulpig aufmotzen könnte), und außerdem zwar nicht reingegangen, aber einen Blick reingeworfen beim Textilschweden.

Festgestellt, dass ich im vergangenen Jahr genau ein einziges Mal da drin war – um einen Biobaumwollbabybody zu kaufen – was fĂŒr ein schönes Wort, BioBabyBaumwollBody… Und beim kurz einen Blick im Vorbeigehen reinwerfen wurde mir schlagartig klar, dass das, was ich gestern im Brustton der Überzeugung einer sehr netten Redakteurin ins AufnahmegerĂ€t (eins mit Kassetten! Ich war das gesamte Interview begeistert in meine Kindheit rĂŒckversetzt…) geschwafelt hatte: Der Textilschwede, der sieht mich so bald nicht mehr von innen. Dieses sterile, diese Massenabfertigung, diese unglaublich vielen Produkte, dieses Bigger-Better-More-BlingBling, nĂ€h. Danke. Und sogar durch meinen Schnupfen durch konnte ich diese seltsame SterilitĂ€t des Ladens riechen. Diese Massenabfertigungsware ist mir wirklich unsympathisch geworden.

 

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Musikalischer MĂŒll

Ich weiß grad nicht, ob ich heulen soll, weil ich das so schön finde, oder weil ich das so fĂŒrchterlich finde, diesen ganzen MĂŒll. Auf alle FĂ€lle: Die Augen waren nass beim Videoanschauen.

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Geschenkt!

Liegts daran, dass ich merke, ich werd grad so richtig bÀÀÀh krank und ich kanns nimmer aufhalten? Oder warum hab ich heut so elendiglich schlechte Laune? Mein Weg ins BĂŒro fĂŒhrt mich durch DIE Einkaufsgegend von Wien. Und nicht nur am vergangenen Samstag, auch heute standen bereits Menschentrauben vor den diversen GeschĂ€ften, noch bevor diese geöffnet hatten. Egal, ob Thalia, MĂŒller, Sewa, Promod, der Textilschwede oder oder oder.

Ich mein, ich verstehs ja, Weihnachten, Geschenk und so. Aber warum kaufen die Leut so viel Schrott? Damit von JĂ€nner bis April die Schuldnerberatung wieder Hochkonjunktur hat (wenigstens eine Konjunktur in diesem Land)?

Ich frag mich immer wieder: Wozu das Ganze? Mit Grauen erinnere ich mich an meine Nichte, die letztes Jahr zu Weihnachten nach dem Auspacken von gezĂ€hlten 24 Geschenken zehn Minuten danach in einem Berg von Papier und Geschenken saß und meinte: „Mir ist fad!“

NatĂŒrlich ist es super, Geschenke zu bekommen, und ich freue mich unglaublich darauf, welche Augen der Liebste machen wird, wenn er mein Geschenk bekommt (und ich bin brutal neugierig auf das von ihm, diesmal geb ich nĂ€mlich keine so subtilen Hinweise wie letztes Jahr, als da doch diese Stehlampe grad im Angebot und diese Stehlampe und herst ich seh so schlecht beim Stricken am Sofa und diese Stehlampe wĂŒrd so gut reinpassen vom Stil her und hast du diese Stehlampe gesehen, Liebster?). Ich freu mich aber noch viel mehr darauf, mein Nichten und Neffen quer durch die Wohnung zu jagen, indem ich ihnen sage, ich hĂ€tte da Christkind grad im Schlafzimmer/Wohnzimmer/KĂŒche/Bad gesehen und wenn sie sich nur wirklich beeilen, dann… Oder darauf, meinem Vater (der im Rollstuhl sitzt), die heißgeliebten Windringerl so an den Baum zu hĂ€ngen, dass er sich strecken muss – was gut fĂŒr ihn ist, zu meiner Verteidigung. Oder Weihnachtslieder absichtlich falsch zu singen, um nicht in das kollektive Wir-sind-so-rĂŒhrselig-GeplĂ€rre meiner Familie einzusteigen…

Worauf ich mich nicht freue, sind diese vielen Sinnlosigkeiten, die mal wieder verschenkt werden. Besonders der Sewa ist echt ein Anbieter solcher Sinnlosigkeiten, die ich meine. Und vorm Sewa ist die Schlange jedes Jahr am lĂ€ngsten….

Edit: Ich muss mein Gewissen bereinigen: Ich war kĂŒrzlich auch im Sewa drin. TĂŒrkisfarbene Filzwolle, ich war schwach. Aber ich finds trotzdem zum Speiben da drin..

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Tilt.

Nach einer ex-beruflichen Weihnachtsfeier, einer anigerschen Geburtstagfeier, einer großmĂŒtterlichen Geburtstagsvöllerei und einer ena-schen Geburtstagsfeier (und der unglaublichen Freude, sie beim MĂ€xchenspielen zu beobachten, so eine unglaublich charmante schlechte LĂŒgnerin!) und einem Geburtstagsbrunch noch vor mir heut Nachmittag bin ich komplett erledigt und blogtechnisch inspirationslos und wĂŒnsch euch einen erholsamen Sonntag… Ich werd mich in meinen warmen Pullover und in meinen warmen Mantel, beide selbstgemacht, reinkuscheln und stricken, so schauts aus. Blöde Minusgrade.

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Die NĂ€chste

Tirili! Es gibt wieder eine Neue im Bunde der Nix-KĂ€uferinnen-aber-dafĂŒr-Bloggerinnen: Susanne verzichtet fĂŒr 100 Tage auf Klumpert. Welch wunderbares Wort, Klumpert. Solche Worte mag ich, genauso wie Dulliöh, Gfrastsackl, Hieb oder sonstige Begriffe, die schon sehr deutlich auf Österreich, wenn nicht sogar Wien hinweisen.

Aber jetzt mal Sprachfetischismus beiseite: Ich freu mich und wĂŒnsch dir viel Erfolg beim Nixkaufen und viel Spaß beim Bloggen!

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