Die Doku ist zwar nicht so neu, wie jetzt getan wird, aber es ist ja nicht schlecht, wenn einem immer wieder aufs neue die Kleidung vergällt wird…. das mit den Jeans ist echt deppert. Ich liebe sie nämlich.
Die Doku ist zwar nicht so neu, wie jetzt getan wird, aber es ist ja nicht schlecht, wenn einem immer wieder aufs neue die Kleidung vergällt wird…. das mit den Jeans ist echt deppert. Ich liebe sie nämlich.
Meine Freunde wissen: Ich liebe meine Wohnung und bin total deppert auf Einrichtung. Stundenlang könnte ich mir überlegen, ob und wie ich noch Details in der Wohnung austauschen könnte, damit es noch schöner wird. Mach mir ein Kompliment über meinen Einrichtungsstil, und ich schließe dich in mein Herz. Ich kombiniere Stile und alte und neue Möbel quer durcheinander, von Jahrhundertwende über Fünfziger und Siebziger Jahre bis hin zu ganz neu ist alles vorhanden.
Dabei darf auf Textilien natürlich nicht vergessen werden. In anderer Kombination beispielsweise würden sie wie frisch ausm Puff geliefert wirken, aber auf meinem alten Sofa liebe ich meine beiden riesigen roten Plüschkissen heiß. Oder das andere Sofa, ein wirklich gräßliches, aber bequemes und praktisches Teil mit Muster im Augenkrebs-Look der Neunziger, das ich mit einer billigen Überdecke ansehnlich gemacht habe. Nun ja, gedämmert hats mir ja schon vor langem – eigentlich unmittelbar nach Start meines Projekts – dass die ganzen Home-Kollektionen der Textilanbieter jetzt nicht unbedingt anders produziert würden als deren Kleidung. Und beim Textilschweden hab ich mich da ja auch schon mal drüber auslassen.
Außer einer ausgesprochenen Kissen-Manie – vom Liebsten unlängst kommentiert mit „Wenns um Kissen geht, hast echt böse Verstandsaussetzer, meine Liebe“ – und der Liebe zu schöner Bettwäsche gibts bei mir eh recht wenig Stoffiges. Keine Vorhänge, keine Tischtücher (bei uns zuhause gabs früher das Spiel: „Wer patzt als erster das Tischtuch an“ – und die unvermeidliche „Das muss ich wieder büüüüügeln“-Tirade von Mama. Inzwischen hat sie aufgegeben. Keine Tischtücher mehr.).
Und obwohl mir das alles klar ist, möchte ich hier mal feststellen: Ich finde es fetzengemein, dass inzwischen so unglaublich viele Modehäuser einen auf Heimtextilien machen.
Mir so einfach meine nächste Shoppinglust zu nehmen, blöde Welt. Am besten gar nicht mehr nachdenken. Und jaaaaaa, liebe Leute, ich weiß….selbst nähen. Werd ich auch machen. Aber so ein Fake-Schaffell fürn Fake-Eames-Schaukelstuhl hätt ich schon gern….
Übrigens, für Inspirationswillige: Auf Solebich könnt ich stundenlang kleben bleiben, und ohne meine regelmäßige abendliche Ration Designsponge oder Freshome fehlt mir was – ist sowas wie meine persönliche Gutenachtblogroll.
Gestern mal über den ersten Schritt am Weg zum Baumwollshirt nachgelesen: Dem Anbau.
Ich versuch, das hier mal möglichst vereinfacht zusammenzufassen:
Früher: Anbau schwierig, arbeitsintensiv, und der böse Kapselwurm hat sich sehr sehr gern durch die Baumwolle durchgefressen, bevor sie geerntet werden konnte. Die Ergebnisse waren in etwa gleich hoch wie heute, aber damals wie heute reichte das nicht. Die Nachfrage war groß, der Wunsch der Baumwollbauern in Indien nach einer Erhöhung ihres Lebensstandards ebenfalls.
Dann kam Monsanto, der weltweit größte Saatgut- und Pflanzenschutzmittel-Konzern – remember „Agent Orange“? Ja, auch von denen, genauso wie „Roundup“. Viel Spaß beim googlen… Jedenfalls fand Monsanto durch Genmanipulation der Baumwolle ein Saatgut, das resistent gegen den Kapselwurm war.
Pfuh, leiwand? Nix da. Monsanto machte fett Werbung für das viermal so teure Saatgut, das man obendrein nur einmal aussäen konnte und somit jedes Jahr neukaufen musste. So richtig mit wunderschönen Bollywood-Schauspielern und komplett absurden Gewinnversprechungen. Und Indiens Bauern, noch nie so wirklich die Reichsten unter der Sonne, fielen der Reihe nach drauf rein. Viele verschuldeten sich, um größere Felder anzukaufen, um mehr von dem Monsanto-Saatgut anzubauen. Diese Großkopferten hatten schließlich in der Werbung versprochen, dass man locker doppelt so viel ernten könnte – weil einfach der Kapselwurm keinen Riss mehr haben würde.
Doch der gute Kapselwurm ist kein Depperter nicht: Der wurde sehr bald resistent gegen diese gentechnisch veränderte Art der Baumwolle.
Wünsche einen wunderbaren guten Morgen! Ich mag euch ja wirklich nicht den Tag versauen, aber hier mal wieder ein neuer Aspekt von Baumwollabbau. Usbekistan – jede Menge Firmen sagen, nein, Baumwolle aus Usbekistan, wiiiir doch nicht! Da frag ich mich: Wieso ernten die immer noch so viel?