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Von der Backliesl zur Strickliesl

Zwei Häuserblocks vom Büro gibts eine ganz feine Biobäckerei, die Backliesl. Und die Backliesl, das ist eigentlich die Backbianca, und die ist eine ganz eine Nette. Nachdem wir letztens ins Gespräch gekommen sind, hab ich ihr vom Blog erzählt, sie hat gleich mal gelesen und wir haben festgestellt: Bianca kann nicht stricken, wills aber lernen, Nunu kann stricken und bringts ihr bei.

Gesagt, getan, Montagabend, nach Genuß von Kürbissuppe und einem ihrer unpackbar guten, genialen, herrlichen Karotten-Limetten-Muffins (Suchtgefahr!!) ….

Backliesl Karotten Limetten Muffins

Backliesl Karotten Limetten Muffins

Gings los. Bianca hochkonzentriert:

(c) nunette colour

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…und happyhappy mit den ersten Maschen. Eine schnelle Lernerin, die Gute! Ich freu mich bereits auf Beibringen von linken Maschen – das gestern waren rechte Maschen, übrigens, liebe Bianca! 😉

(c) nunette colour

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Ich bin in der Zwischenzeit von Stricken auf „Baumstammschwingen“ umgestiegen (Copyright Nicole)…

(c) nunette colour

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Der Mustang unter den Stricknadeln

Wenn man neue Hobbies entdeckt, dann entdeckt man da plötzlich einen ganz eigenen Markt. Da entstehen gleich ganz neue Konsumwünsche, mein lieber Schwede! Ich kann mich noch gut erinnern, als eine liebe Freundin, die seit Jahren leidenschaftlich strickt, zum Geburtstag quasi den Ford Mustang Baujahr 1968 in der Stricknadelliga geschenkt bekam:

Knitpro Symfonie ROSE Deluxe Set

Knitpro Symfonie ROSE Deluxe Set

.Damals hab ich nicht ganz verstanden, wieso nicht nur ihr vor Freude, sondern auch einigen ihrer Freundinnen vor Neid quasi der Sabber geronnen ist. Tja, so ändern sich die Zeiten: JETZT versteh ichs. Das Teil und dazu noch solche Anstecknadeln in den Größen 10, 12 und 15….dann bräucht ich wohl nie wieder neue Nadeln. Hach.

Nein, ich bin stark. Ich werd mir die nicht zulegen. Das Auto vom Service, die Gasrechnung, das Parkpickel und noch so einige andere Argumente sprechen da dagegen…

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Individueller Nichtkonsum

Wir waren die letzten Tage beim Vater des Liebsten am Land. Dort haben sowohl der Bruder des Liebsten samt dessen Frau sowie wir beide uns je ein Zimmer im Haus renoviert. Die Unterschiede sind so wahnsinnig bezeichnend: Während das Zimmer des Bruders eine Möbelschwedenwerbung sein könnte (das ist nicht negativ gemeint, das Zimmer ist recht nett geworden), ist das vom Liebsten und mir noch etwas zusammengewürfelt. Aber wir sind beide einfach unglaublich stolz, weil wir ein altes Yokabett neu stoffbetackert haben, uralte Nachtkastln selbst abgeschliffen und lackiert haben, den Boden selbst verlegt haben, den Tisch im Zimmer selbst gebaut haben – und der alten Ikea-Kommode werden wir demnächst noch mit Spraydosen und Farbfolien zu Leibe rücken… aber eines ist auch klar: Fertig und stimmig ist unser Zimmer noch lange nicht. Das, was der Bruder an zwei oder drei Wochenenden geschafft hat, dafür werden wir wohl noch so einige Wochenenden bis zum Sommer brauchen. Seltsamerweise bin ich da plötzlich ganz geduldig – und das, obwohl „Ungeduld“ mein zweiter Vorname sein könnte.

Worauf ich hinaus will? Dass nicht nur bei der Kleidung gilt, dass es immer neu sein muss. Etwas selbst zu produzieren oder zu verändern, macht einfach nicht nur wahnsinnig viel Spaß, sondern bringt auch wirklichen Individualismus. Unsere Nachkastln: Die hat niemand sonst. Pah. Meine Tasche auch. Soviel ist sicher: Dabei bleib ich, auch nächstes Jahr.

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Diese Kastln waren früher braun, beige und gagerlgelb. Und das Bett war altrosa. Samt. Uah.

Und bevor wer raunzt: Ja, Lampe und Mistkübel sind vom Möbelschweden. Den ich ja immer noch sehr mag. Auch wenn bei dem auch nicht alles rosarot rennt.

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Happyhappy

Draußen Sauwetter? Egal! Happyhappy!

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Fertig!

Dank der im Büro ausgemusterten Karabiner (ja, ich hab Kollegen, die sich auch mal wo abseilen) wirkt das Ding plötzlich wirklich sehr lässig:

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Und mit den Ösen war ich auch viel zu ungeduldig – das hab ich dann doch lieber gleich mal selbst erledigt….

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Hoooked Zpagetti – nicht nur der Name ist cool

Wahnsinn, bin ich begeistert. Seit Wochen habe ich überlegt, wie ich mir diesen Pullover (ohne Muster!!) selbst mache, wenn ich doch keine T-Shirts zum Zerschneiden habe – daraus ist er nämlich gemacht. Weil ich nicht genügend Shirts in einer Farbe habe, die ich auch zerschneiden wollen würde. Und dann wies mich die Lady Grey auf was unglaublich cooles hin, das es grad beim Thalia gibt:

(c) nunette colour

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Das sind Baumwollreste, die bei der Kleidungsproduktion anfallen, und die zu Bändern geschnitten werden. Also im Grunde genau das, was ich selbst machen wollte, auf breiterer Basis. Hier steht in nicht immer komplett richtigem Deutsch eine genauere Beschreibung. Ich bin restlos begeistert…. wie cool, die Reste in der Massenproduktion gscheit zu verwerten, anstatt bestehende, schon genähte Shirts zu zerschneiden! Zweiteres ist natürlich auch ein guter, kreativer Zugang, aber diese Version erscheint mir schon sehr sinnvoll – und die Website trotz oder gerade wegen ihrer vielen Fehler im deutschen Teil sehr sympathisch.

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Vier Stoff-Flecken = eine Tasche

Irgendwas muss man mir ins Essen gemischt haben – ich geh grad über vor Näh-, Strick-, Selbstproduzierlust. Echt eine unglaublich inspirierende Nebenwirkung meines Shoppingboykotts. Ich wollt ja ausprobieren, wie lange das Selbstnähen von Kleidung und Accessoires dauert, aber mir hat echt kein Mensch gesagt, dass das so derartig viel Spaß macht, wenn wirklich was Herzeigbares dabei rauskommt!! Lustig, dafür macht das Kochen, das ich sonst so gern mach, grad keinen Spaß. Dauert viel zu lang und hält mich vom Nähen ab 🙂

Aaalso. Diese drei Stoffe mussten ganz dringendzu einer Tasche vernäht werden. Mussten, weil wir in Kürze zum Vater des Liebsten reisen und der hat eine Ösenzange, die ich für den Verschluss und den Henkel brauchen werd.

(c) nunette colour

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Nach VIEL Fluchen, weil das einfache Aneinandernähen von vier komplett schnittgleichen Stück Stoff NICHT gerade und seitengleich ausgegangen ist, ist das hier rausgekommen (und zwar bis auf die nicht ganz so graden Nähte exakt so, wie ich es mir vorgestellt habe):

(c) nunette colour

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Und jaaa, Geständnis: Es waren drei Säcke voller Stoff, die ich mir zugelegt hab letztes Wochenende. Eine neue Form des Lust-Shoppens. Dafür hab ich tapfer „nuuuujjjjein“ gesagt, als der Liebste mit mir zum Flohmarkt nach Schwechat wollte. Und im Thalia letztens hab ich mir auch kein einziges Buch gekauft. Dafür was anderes. Was un-fass-bar geiles, geniales, zum Blog passendes, tolles PFOAH! Das zeig ich aber erst später her, ätsch!

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Verarscht vom Online-Store

Bitte wie cool ist diese Idee?? We are knitters ist ein Onlinestore, in dem man sich superschön Gestricktes von der Haube bis zum Pulli aussuchen und bestellen kann. Und was dann ankommt, ist ein brauner Papiersack, in dem sich die richtige Menge an Wolle, Stricknadeln und die Anleitung befinden.

Was sich im ersten Moment anhört wie die größte Verarsche überhaupt (irgendwie, als ob einem im Restaurant einfach die rohen Zutaten einzeln serviert werden würden), ist meiner Ansicht nach ein megaschlaues Konzept – erstens sind die Designs einfach um Welten cooler als die klassischen Burda-Sabrina-Schlagmichtot-Strickheftanleitungen, zweitens springen die Produzenten (aus Spanien) komplett den DIY-Trend auf, und drittens: Jeder dieser selbstgestrickten Pullis ist individuell, hat seine eigene Geschichte und ist der Trägerin einfach mehr wert, weil sie selbst Arbeit hineingesteckt hat. Auch sehr brav: Sie achten stark auf Nachhaltigkeit, liefern Holznadeln statt solcher aus Plastik, das ganze in Papier verpackt, die Wolle – aus Uruguay – ist 100% acrylfrei, also kein Plastik drin, reines Naturprodukt. Es warat ja eigentlich wirklich einfach, beim Stricken nur nachhaltige Materialien zu verwenden – aber anscheinend muss man heutzutage dennoch schon wieder drauf hinweisen. Vor allem die Farben der Wolle weisen nicht zwangsweise auf ökologische Produktion hin. Trotzdem. Ich mag das Konzept. Und ich mag endlich wieder stricken….langsam könnte mein Arm es wieder zulassen, mal schauen.

nolita sweater von we are knitters

nolita sweater von we are knitters – ich find den wunderschön

Und wenn ich dran denk, was ich für mein Pulloverprojekt schon hingeblättert hab, sind die Preise für die Pullis halbwegs realistisch. Die für die Hauben und Schals allerdings nicht….wui, teuer.

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Nicht öko, aber fair

Spät aber doch der heutige Blogbeitrag – der Tag war ausflugstechnisch lange und sehr fein (danke nochmal ihr Lieben aus Bruck!) – und begann mit einer Shoppingfahrt nach Kritzendorf. Bei dem war ich gestern Nachmittag schon und kaufte mir dieses unglaublich coole Kunstleder. Mit der Idee für ein Kleid aus Wolljersey mit Kunstledereinsätzen. Und befand sehr bald: Ich hab zuwenig davon gekauft. Also: Nochmal hin.

Ich weiß, beim Müller kriegt man nix, das auch nur im Entferntesten für ein GOTS-Siegel in Frage kommt – aber man kauft zu einem guten Preis tolle Stoffe und kann selbst produzieren. Ich reds mir grad nicht schön, ich weiß: Die Optimallösung ist das nicht. Aber ein guter Weg im Vergleich zur textilen Massenproduktion, oder?

Sind sie nicht schön, meine vier Funde?

(c) nunette colour

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Dieses Rosafarbene ist ein braunbeiger Batikstoff, der am Rand eben rosa ist – ich find Batik ja sonst nicht soooooo, aber der ist echt schön. Das links ist das geniale Kunstleder – von dem ich leider heute nicht mehr bekommen hab, das war weg 😦 Und jetzt geh ich grad über vor Ideen, was ich damit mach – und ganz ehrlich: Dieses Gefühl ist grad viel schöner als das nach dem Kauf eines fertigen Produkts. Das wird doch noch was mit mir und dem Nähen!

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DIY: Jetzt is aber mal wieder genug!

Und ich hab doch wieder genäht, weil ich – um gleich mal die graue Kirsche zu beruhigen – beim Nähen absolut schmerzfrei bin. Und ich einfach uuuunbedingt endlich mal eine Hose ausprobieren wollte. Sie ist wieder genau so entstanden wie (abgesehen vom Mantel) alle meine Stücke: Bewährtes Teil, das nachgenäht werden soll, als Vorlage genommen, Daumen mal Pi und ohne einen einzigen Einsatz eines Maßbandes oder einer Anleitung losgenäht. Das Ergebnis ist zwar gemütlich, weil megaweit, aber: unterschiedlich lang an den Beinen, am Bund gestückelt und außerdem überbetont es auf fast schon ironische Weise meine natürlich absolut nicht vorhandenen Reiterhosen. In anderen Worten: Gemütlich, aber so derartig hässlich, dass ich sie hier sicher nicht herzeige. Vielleicht irgendwann mal, später, in einem wirklich wirklich mutigen und/oder betrunkenen Moment.

Nachdem ich mich jetzt monatelang vorwurfsvoll von meiner Nähmaschine habe anstarren lassen, ist das doch bitte kein schlechter Schnitt für drei Tage – Mantel, Rock und eben Hose….

Zwischenfazit dieses Teils meines Projekts (das Selbstherstellen von Kleidung, um erstens rauszufinden, wie lange sowas wirklich dauert, und zweitens, wenigstens aus sozialer Sicht ein gutes Gewissen zu haben): Oidaaaaaa, das zaaaht sich! Alles, was länger als eine Stunde dauert, übersteigt beim Nähen meine Geduldsgrenzen (daher werden die Hosenbeine der Hose sicherlich erst in ein paar Tagen angeglichen, genauso wie eine Lösung fürs bisher einfach zugeknotete Gummiband im Bund noch gefunden werden muss) . Das einzige Teil, das halbwegs nach „ok, das könnte es wo zu kaufen geben auch“ ausschaut, ist der Mantel. Trotzdem: Ich werd auch weiterhin diverse Näh- und Strick-Herausforderungen annehmen. Weil: Innerhalb dieser Stunde macht das einfach einen Mörderspaß!

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