Die liebe Katrin, quasi meine deutsche Partnerin im Geiste, rief gestern dazu auf, dass man aus Solidarität ein persönliches No-Go-Teil anziehen sollte. Nachdem für mich gestern beruflich ein sehr wichtiger Tag war (ich musste eine Pressekonferenz mit einem Minister als Gast moderieren, den ich normalerweise ebenfalls beruflich quasi permanent öffentlich kritisiere, und einen Weg finden, wie ich die Konferenz am Vormittag und das Festival am Nachmittag outfitmäßig kombiniere), konnte ich diesem Aufruf leider nicht so ganz folgen. Aber um dennoch ein bißchen Engagement zu zeigen, zog ich zumindest Teile an, die ich selten bis nie trug. Schlauerweise gibt es kein Foto, darum die Beschreibung von unten bis oben: Rote Rauhlederstiefel, schwarze Leggings, ein bisher genau einmal getragenes Kleid (und ein klassischer „schnell noch ohne Anprobieren mitnehmen, weil runtergesetzt auf 10 Euro“) – kurz, in der Taille gerafft, und assymetrisch – ein Arm plus Schulter ganz frei, einer langärmelig), drüber ein grüner Blazer, unter den ich vor fünf Jahren noch einen dicken Winterpulli brachte, was heute illusorisch ist.
Und zu meiner eigenen Überraschung: Ich fühlte mich wirklich wohl in dem Gewand! Der Blazer verschwand nach der Konferenz gleich mal, und fürs Festival fühlte ich mich gerüstet.
Und weil es die ZiB24 und keine der früheren Ausgaben war, und weil es um ein Festival ging, ließ ich den Blazer auch beim Interview weg. Ist zwar mutig, ist aber auch Festival! Was wird sich die Oma noch aufregen, wenn sie das sieht 🙂
Und wer heute noch nichts vor hat: Ab mit euch aufs TOMORROW-Festival! Die Location ist wirklich schräg, so direkt neben dem Atomkraftwerk die Mainstage….Für mich ist heute allerdings the day after tomorrow, heute abend muss einfach Song Contest mit Stermann und Grissemann geschaut werden! Im bequemsten, gemütlichsten No-Go-Gewand überhaupt, weil zuhause vorm Fernseher 🙂







