Schlagwort-Archive: Presse

Schaufenster

Bin grad nur mobil am Handy im Internet, aber ich muss mich hier am Blog jetzt auch freuen. Nur soviel: die presse, Schaufenster, Seite 20. Ich freu mich!

Getaggt mit

News, Linz und Nerven

Also ich gebe ja zu – diese Geschichte hatte ich selbst angeleiert, aber alles, was seither passiert ist, ist mir wirklich passiert, ohne dass ich etwas dazu getan hätte. Umso mehr freut, ehrt und bauchpinselt es mich. Am schönsten ist es, wenn solche Dinge überraschend passieren.

Als ich mit dem Projekt begann, wollte ich nicht groß drüber reden, geschweige denn bloggen. Dann hat das Bloggen irgendwie eine Eigendynamik bekommen – anders gesagt: Es macht einfach wahnsinnigen Spaß. Auch im Laufe der ersten Monate hat sich mein Fokus mehr und mehr Richtung „Wo kommt das Zeug eigentlich her?“ (und „Wie zur Hölle kann ich das selbst machen, ohne entweder meine Nerven oder die Nähmaschine zu ruinieren?“) verschoben. Meine Shopping-vermiss-Anfälle werden immer weniger – nur noch hin und wieder könnt ich mich in den Popsch beissen, wieso zur Hölle ich mir ein ganzes Jahr vorgenommen hab.

Zum Beispiel, wenn ich von der WearFair höre. Ich werd sooowas von dort sein. Obwohl ich nichts kaufen darf. Aber auf einem Haufen ganz viele Aussteller, die ökologisch und sozial einwandfreie Mode anbieten – und damit ganz viele Alternativen für 2013 kennenzulernen, das lass ich mir definitiv nicht entgehen! Linz, ich komme!

 

Getaggt mit , , , ,

Woman, zartgrün

Der folgende Beitrag ist nur bedingt kleidungsrelevant, aber ich muss mich jetzt mal abreagieren: Im Gegensatz zu einigen anderen Frauen ist – trotz Abo der Zeitschrift, das ich mir in einer schwachen Minute mal andrehen hab lassen – der Woman Day komplett an mir vorüber gegangen (lustig, schreibt mal fünfmal woman hintereinander – das ist so ein typisches Wort, dass bei häufiger Verwendung irgendwie befremdlich klingt…). Ich muss jedoch vorausschicken: In meinen Kreisen gehört es zum guten Ton, über die Woman zu schimpfen. Ich halte sie jetzt nicht für die beste Zeitschrift der Welt, muss jedoch jetzt auch mal öffentlich feststellen: Für den Anspruch, den sie stellt, ist sie eigentlich recht gelungen und für mich die optimale Badewannenlektüre – man ist sie in 20 Minuten durch, hat drei, vier ganz interessante Geschichten drin und es ist nicht so dramatisch, wenn sie nass wird.

Heut früh hab ich mir mal den Beileger der neuen Ausgabe vorgeknöpft, die Green Woman. Und liebe Woman-Redaktion, wie gesagt, ich find euch nicht so schlecht, wie alle tun. Aber diesmal habt ihr ein paar kräftige Griffe ins Klo getätigt:

  • Was ist für schwach halte: Ihr lobt euch, dass das Heft auf Recyclingpapier gedruckt ist. Wieso nicht alle normalen Ausgaben auch? Greift sich nämlich sogar viel angenehmer an.
  • Die Anzeigen, die euch das Blatt finanzieren, sind von Siemens, Mercedes-Benz, Nivea, ÖBB, bellaflora, Hofer und Nespresso. Gut, Siemens und Hofer seh ich ein, die zeigen wirklich Sustainabiltiy-Initiativen. Aber eine Autowerbung, selbst wenns um einen Hybrid geht? Oder noch schlimmer: bellaflora? Die neben ihrer Bio-Linie auch solche hochgiftigen, dezitiert umweltgefährdenden Dinge verkaufen? Oder – noch schlimmer  – Nespresso? Schon mal Informationen über den CO2-Verbrauch bei der Aluminiumproduktion eingeholt? Oder darüber nachgedacht, wie minimal der Prozentsatz der Kapseln ist, die wirklich zurück in den Recyclingkreislauf gelangen (ich bin als Nicht-Kaffeetrinkerin da fein raus)? Ok, diesen Punkt kann ich unter Umständen auch nochmal verzeihen, irgendwo MUSS die Kohle fürs Heft herkommen. Aber bitte das nächste Mal die Anzeigenkunden bissl besser prüfen. „Hey, die haben eine Bio-Linie, die können wir ja anpreisen“, riecht ein bisschen sehr nach Beihilfe zum Greenwashing.
  • Mein „Lieblings“-Artikel: „Die 30 größten Umweltlügen“. Gut, die ersten 11 Punkte find ich ok und nachvollziehbar. Aber bei Punkt 12 hat es mir metaphorisch die Schuhe ausgezogen (metaphorisch, weil im Bett):

Der Klimawandel. Der Mythos: Der Mensch ist schuld am Ozonloch und der Veränderung des Klimas. Fakt ist: Befragt man Experten, gibt es keinen Konsens bei der Ursachenfindung für die langfristige globale Erwärmung des Klimas. Es gibt bis jetzt auch keine wissenschaftlichen Beweise für diese These.

  • Das ist jetzt nicht euer Ernst, oder? Erstens: Klimawandel ist Tatsache. Und auch in Österreich schon angekommen. Klimawandel ist meßbar einhergegangen mit der beginnenden Industrialisierung der Menschheit. Ganz einfache Schlußrechnung: Tausende Jahre lang ist nix, keine historisch nachweisbaren extremen Klimaveränderungen. Dann kam Industrie, Fortschritt, Technik, und in weniger als 100 Jahren veränderte sich das Klima auf erschreckende Art und Weise. Wer solls denn bitte gewesen sein, wenn nicht wir?!? Außerdem widersprecht ihr euch ganz schön selbst, weil ihr in einigen der folgenden „Umweltlügen“ ganz klar auf den Zusammenhang Mensch/Klimawandel hinweist! Dass eine solche Aussage in einem auf Grün und Nachhaltigkeit konzeptionierten Magazin steht, ist meiner Ansicht nach grob fahrlässig!
  • Unter dem Titel „Wir haben eine grüne Weste – gut gekleidet“ stellt ihr Labels mit Ökomode vor. An erster und größter Bildposition: H&M. An zweiter: Levi´s. Nein, nein und nochmal nein. Da gibt es bessere Beispiele. An der Arbeit an eine Levi´s-Jeans verdient ein einzelner Arbeiter nichtmal 5 Cent. H&M zeichnet sich selbst grün, aber kommts, denkts mal nach, in DER Massenproduktion? Nie.
  • Auf Seite 35 steht wörtlich: Von einer Reduktion des Fleischkonsums „profitiert unsere Umwelt enorm. Denn es ist die beste Methode, um CO2 einzusparen.“ Stimmt. Und ok, der Satz steht im Zusammenhang mit einem Artikel über „Teilzeitvegetarismus“ – einer Gruppe, der ich angehöre. Fleisch ja, aber nicht mehr als drei, viermal im Monat. Aber liebste Redaktion: Dann sollte doch aus purer Konsequenz in einer Green Woman ein Fleischrezept doch bitte keinen Platz haben! Wenige Seiten später preist ihr Fleischleibchen und Lammkottelets an.

Ich bin ja wirklich froh, dass es Initativen wie die Green Woman gibt. Nur bitte nächstes Mal besser recherchieren und vor allem nicht auf Greenwashing reinfallen. Zu eurer Ehrenrettung: Grautlation zu dem Artikel über Upcycling und vor allem dem Interview  mit Susanne Klingner, die ich sehr bewundere.  Ich werd euch trotzdem in der Badewanne weiterlesen. Auch die nichtgrüne Woman. Über die reg ich mich ja auch weniger auf, die stellt ja nicht den grünen Anspruch an sich selbst…

Getaggt mit , , ,

Biorama interviewt Nunu

Fühle mich geehrt und gebauchpinselt bis dort hinaus, das von mir jedesmal vom ersten bis zum letzten Wort samt Impressum ausgelesene Biorama hat mich interviewt. Mein Interview ist online nachzulesen – ich freu mich!!

Klick aufs Bild = ab zum Artikel direkt auf Biorama.at 😉

Getaggt mit

Überwältigtes Themendurcheinander

Knapp zwanzig Stunden später und ich bin immer noch eine der Bildgeschichten auf ORF.at – es ist wirklich unglaublich, dieses Wochenende. Meine „Erwartungen“ wurden x-fach übertroffen – seit gestern haben bis genau jetzt über 7000 Leute auf meinen Blog geklickt. Vielen vielen Dank für das viele Feedback und die so motivierenden Kommentare. Es waren sehr viele neue Gedankengänge dabei, die auch mir ordentlich zu denken geben.

Viele Leser meinen, dass es gut tue, nicht mehr getragene Kleidung wegzuschmeißen. Ich fürchte, ich sehe das anders. Abgesehen von der Tatsache, dass gerade die Vielfalt meines Kleiderschrankinhaltes mir den Shoppingboykott gerade ungemein erleichtert, muss ich immer wieder daran denken, dass auch in von mir nicht getragene Kleidung Ressourcen hineingeflossen sind. Da steckt Baumwolle drin, die geerntet werden musste, und menschliche Arbeitszeit (mit hoher Wahrscheinlichkeit unter unwürdigen Bedingungen). Da widerstrebt es mir, das Zeug wegzuschmeissen (zugegeben, Herschenken ist eine Option).

Stattdessen möchte ich in diesem Jahr das Beste draus machen, viele Dinge wieder tragen, und Sachen, die gar nicht mehr gehen, umarbeiten. Und danach: Zurück zum guten Stück. Das auch länger als eine Saison „in“ ist.

Das Absurde: Seit gestern kennen viel mehr Leute den Blog, und seit gestern ist es mir wirklich absolut komplett egal, was ich anhabe und wie ich aussehe. Habe mich gestern Abend zum ersten Mal seit drei Tagen außer Haus gewagt (mein Magen erklärt mir jetzt gerade immer noch, dass er es für keine gute Idee gehalten hat) – und musste vorm Weggehen lachen: Ich wusste nicht, was ich anziehen sollte.

Morgen wäre eigentlich wieder so ein klassischer Tag für Trostshopping – nur nicht zuhause sein, wo alles an die kleine Patientenkatze erinnert. Aber: spielts nicht. Um dennoch irgendwie an das „Neu“ und „Trost“-Gefühl zu kommen, werd ich mich die Woche zum Friseur begeben – das ist sowieso mehr Zustand als Frisur auf meinem Kopf. Mal schaun, obs eine gute Ersatzdroge ist…

PS: Meine Bewunderung für die Clean-Clothes-Kampagne steigt immer weiter. Sie lassen nicht locker – bin gespannt, ob das Umdenken bei den Designern umsetzt, wie in Sachen Jeans und Sandblasting von ihnen verlangt…

Getaggt mit , , ,

Freude und Trauer

Oh wow. Ich bin Startseite auf ORF.at – Österreichs größem Nachrichtenportal. Sie haben mich zwar älter gemacht, aber ansonsten bin ich sehr sehr sehr gebauchpinselt….

Heute liegen Freude und Trauer so nahe beieinander wie noch nie. Die im Artikel kurz angesprochene Katze gibt es nämlich seit heute nicht mehr – mein kleiner Patient musste eingeschläfert werden.

Getaggt mit ,