Absurdistan

Es ist so weit, ich teile meine absolute Lieblingsgeschichte in Sachen „Transport, absurd“ mit euch. Eine Bekannte arbeitet bei einem der weltweit agierenden Textilhersteller mit Headquarter in einem europäischen Land (um sie zu schützen, geh ich da jetzt nicht weiter ins Detail):

Die Firma lässt ihre Entwürfe unter anderem in China nähen, so wie alle anderen großen Konzerne. Dort werden die Teile dann abgepackt und Richtung Headquarter verschifft. Dort werden sie ausgepackt, umgepackt in Kollektionen und landen wieder am Schiff. Es gibt auch Filialen in China dieses Textilriesen. Die Kollektionen werden also auch nach China geschickt. Ich betone: Große Teile der Kleidung sind dann quasi einmal um die ganze Erde herum. Und übrigens: Auch Transport per Schiff ist umweltschädigend, und zwar nicht gerade wenig.

Und dann? Bleibt die Kleidung aufgrund mangelhafter Qualität im chinesischen Zoll hängen.

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6 Gedanken zu „Absurdistan

  1. Das ist in der Tat absurd! Ich bin auch immer wieder entsetzt, wenn ich hier im Supermarkt Bio-Eier aus Frankreich sehe. Gut, in Dubai gibt es keine Bio-Eier von einem lokalen Bauernhof, aber ich finde es geht auch gegen den Bio-Gedanken, Eier zu kaufen, die einmal um die halbe Welt geflogen sind.

  2. Avatar von Lowrider Lowrider sagt:

    Das ist ja ein Wahnsinn.
    Ich frage mich: WAS KANN MAN WIRKLICH TUN? Außer diese Konzerne zu boykottieren? Jaja, steter Tropfen höhlt (?!) den Stein, aber um ehrlich zu sein, glaube ich nicht, dass das wirklich was bringt – selbst nicht, wenn es Tausende tun (außer natürlich, das eigene gute Gewissen zu haben, bei dem Irrsinn nicht mitzumachen …)

  3. […] Freundin hat mal bei einer solchen Modekette gearbeitet – der gleichen, über die ich auch diese Geschichte gehört habe. Es war ein einziger Satz, der mir die Kinnlade Richtung Knie […]

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