Archiv für den Monat Juli 2012

Fast Food, Fast Fashion, Fast Möbel. Alles zu schnell.

Ist jetzt auch ein bissl Off-Topic, aber immerhin gehts auch um die böse Massenproduktion und deren Auswirkungen.

Hach, Einrichtung. Das ist ja eines meiner ganz großen Hobbies – ich könnte Stunden auf Designblogs wie Designsponge oder Apartmenttherapy verbringen, habe mich schüchternerweise selbst kurz vor Beginn des Shoppingboykotts auch als Deko-Bloggerin versucht (ein Projekt, das leider aufgrund der Zeitintensität dieses Blogs, meines Jobs und des Wunsches nach einem „Rest-Privatleben“ derzeit auf Eis liegt).

Ich liebe es, auf Flohmärkten herumzustöbern, im Internet nach gebrauchten Möbeln zu suchen und die Wohnung farblich zu gestalten. Und: Während in Studententagen mein WG-Zimmer ein Werbefoto für IKEA hätte sein können, finde ich es jetzt viel schöner und vor allem langlebiger, alte, qualitativ hochwertige Möbel zu haben. Während mein 100 Jahre alter Eichenkasten tut wie eh und je, stirbt der 5 Jahre alte PAX-Schrank grad einen langsamen, für mich qualvollen Tod. Wir haben zwar immer noch vieles vom Möbelschweden herumstehen, allerdings ist da der Großteil Second-Hand gekauft.

Dass es auch dort aufgrund der Massenproduktion (und der immer schlechter werdenden Qualität, das muss jetzt auch mal gesagt werden) nicht wirklich sauber zugehen kann, hab ich mir ja auch schon einige Male gedacht – und auch immer wieder gab es Skandale a la Abholzung, Formaldehyd-im-Lack-von-Billyregalen usw. Jetzt gibt es eine neue Kampagne – „IKEA – Wohnst du noch oder zerstörst du schon?“. Ist eine klassische NGO-Kampagne: Emailprotest und scharfe Formulierungen. Dass ein Ikea-Chef nicht auf „Bitte stoppen Sie unverzüglich den Kahlschlag der Naturwälder“ reagieren wird, ist zwar wahrscheinlich, wenn er diese Nachricht jedoch millionenfach in seinem Posteingang vorfindet, wird er wenigstens hoffentlich beginnen, etwas darüber nachzudenken, was den KundInnen eigentlich wichtig ist. Hoffentlich.

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Ich darf nicht, ihr schon: Anukoo hat Sale!

Abgesehen von der Tatsache, dass sie auf den Fotos für die Sommerkollektion 2012 das wahrscheinlich schönste Model haben, das ich mir vorstellen kann (a.k.a. warum kann denn bitte ich nicht so ausschauen??), hat Anukoo grad Sommerausverkauf mit bis zu minus 30 Prozent.

Wer genau ist Anukoo? Anukoo ist die Modelinie der EZA Fairer Handel. Und wird folgendermaßen beschrieben:

Nicht nur das Kleidungsstück muss passen, sondern auch das Umfeld, in dem es entsteht. Unsere Bio- Baumwoll-Textilien sind mit den internationalen anerkannten Gütesiegeln „FAIRTRADE Certified Cotton“ und „G.O.T.S. Global Organic Textile Standard“ zertifiziert. die eine transparente Produktionskette vom Baumwollfeld bis zum fertigen Kleidungsstück, sowie hohe soziale und ökologische Standards garantieren. Design und Herstellungsbedingungen haben gleichermaßen Gewicht. Es geht ums Ganze!

So, EZA Fairer Handel und GOTS und so, das klingt jetzt alles eher …. schnarch. Oder? So beim ersten Hinhören. Pfah! Dann schauts mal her!! Um euch (und mir, seufz) ein bissl Schmackes zu machen, hab ich mir erlaubt, die Fotos von der Homepage von Anukoo zu kopieren.

(c) Anukoo

(c) Anukoo

Das da ist jetzt vielleicht farblich dem klassischen Öko-Vorurteil entsprechend, aber hallo, schaut doch hübsch aus, oder?

(c) Anukoo

(c) Anukoo

Da gefällt mir der Schnitt weniger, aber…ja, gut, ich brauchs eh nicht schreiben, oder? 🙂

(c) Anukoo

(c) Anukoo

Ernsthaft jetzt: Bitte WIE schön ist dieses Gesicht?! Wahnsinn… und auch das Top, feschfesch!

(c) Anukoo

(c) Anukoo

(c) Anukoo

(c) Anukoo

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Clean Clothes reagieren auf Bangladesch

In Bangladesch krachts ja bisweilen immer noch. Die FabriksarbeiterInnen kämpfen für bessere Entlohnung. Das tun sie völlig zu Recht. Doch leider sind sie unglaublichen Repressalien ausgesetzt. Die Clean Clothes Kampagne hat nun ein offizielles Statement dazu herausgegeben, Leute, bitte lests das. Erstens ist da zusammengefasst, warum es kracht und was die Fabriksbesitzer für Irrsinnigkeiten als Konter ausgeführt haben, zweitens stehen da die Forderungen, die man ganzganzganz weit verbreiten sollte – wer weiß, vielleicht landen sie ja dann wirklich bei jemandem, der/die offene Ohren dafür hat und zufälligerweise auch ein kleines bissl Macht in die Richtung.

Weil ich aber weiß, dass nur ein kleiner Teil der LeserInnen auch wirklich weiterklickt (no offense, wer wenig Zeit hat, soll halt bitte nur diesen Blog hier lesen, hihihi), hier die Forderungen der Clean Clothes Kampagne nochmal zusammengefasst:

Die Clean Clothes Kampagne ruft alle in Bangladesch einkaufenden Unternehmen dazu auf

  •  allen ArbeiterInnen, die in Zulieferbetrieben Produkte des Unternehmens herstellen, existenzsichernde Löhne zu zahlen und diese richtig einzustufen
  • die Behörden dazu aufzufordern, nationale Löhne auf das Niveau eines existenzsichernden Lohnes anzuheben
  •  die Behörden dazu aufzufordern, ArbeiterInnen und GewerkschafterInnen nicht weiter zu schikanieren, bedrohen oder gar zu verhaften
  • Die Löhne der ArbeiterInnen auch für die Dauer einer Fabrikschließung zu sichern
  • alle Scheinanzeigen (sowohl gegen Einzelpersonen als auch Massenanzeigen) gegen ArbeiterInnen und GewerkschafterInnen zurückzuziehen
  •  sicherzustellen, dass verhaftete ArbeiterInnen freigelassen werden und ArbeitsrechtaktivistInnen gestattet wird, frei zu handeln

Bitteschön. Ich rufe mit.

 

 

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Der zarte Kindergürtel

Ich hab mich ja sehr über den türkisfarbenen Geschenkhaufen von Aniger gefreut. Ganz besonders toll fand ich den Gürtel, weil von ihrem kleinen Fortpflanz ausgesucht. Schmale Gürtel waren ja nie so meins, ich hab mich darin immer eher knackwurschtig gefühlt, war immer überzeugt, mein hungerhakenfreies, eher lautes Auftreten braucht ebensolche Kleidung – also breite Gürtel.

Der Knirps von Aniger hat mich eines besseren belehrt, ich stehe unglaublich auf diesen knapp zwei Zentimeter breiten Gürtel. Noch dazu mit Gold, wo ich doch sonst Gold nicht wirklich mag. Der Gürtel ist einfach toll! Und ich garantiere – aus lauter Begeisterung, dass mir schmale Gürtel doch stehen, wär ich losgezogen und hätte mir sofort noch einen braunen, einen schwarzen und einen roten gekauft. Und vielleicht auch einen gemusterten. Hauptsache, billig, und es ist eh grad Ausverkauf, oleole.

Tja! Jetzt freu ich mich sehr über den einen, trage ihn stolz und erkläre jedem/r, der/die es aber auch wirklich nicht interessiert, dass der von einem Fünfjährigen für mich ausgesucht wurde.

(c) nunette colour

(c) nunette colour

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Überraschung im Postkasten

Nicht nur, dass die unglaublich sympathische Katrin mich in ihrem heutigen Blogbeitrag von oben bis unten bauchpinselt, mein persönlicher Kilo-Coach ist (wobei ich die am Wochenende mehr geausnahmt als geregelt habe) und meine persönliche Sparringpartnerin in Sachen Shoppingdiät und Bloggen, nein, sie hat mir auch eine Postkarte geschickt.

Diese hier.

Natürlich als Witz, weil genau wir beide davon nicht angesprochen sind, aber dennoch, die Karte kriegt einen Ehrenplatz am bereits übervollen Kühlschrank.

Danke, liebe Katrin, es freut mich ungemein, dass wir beide uns in unseren Projekten gegenseitig so gefunden haben. Und danke, dass wir uns gegenseitig immer wieder so gut motivieren, ich freu mich bereits darauf, dich kennenzulernen!

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Bildgeschichte

usagain.com

usagain.com

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Socken gesucht!

Ich war letztens bei der Anita Steinwidder im Geschäft, mich für den tollen Sockenlongpullover bedanken – schließlich hat sie meinen SchenkerInnen (von denen so nebenbei eine zu ihren besten Kundinnen zählt…) auch ein paar Prozente gegeben. Haben eine Weile getratscht, und dann musste ich sie fragen: „Bitte woher bekommst du all die Socken?!“ Sie hat erzählt, dass sie das meiste von der Volkshilfe organisiert, und dass ihre Verwandtschaft unter latenter Sockenarmut leidet. Allerdings hat sie derzeit einen Engpass. Weil ich so toll finde, was sie so produziert, hab ich beschlossen, hier mal einen Sockensuchaufruf für sie zu starten.

Also, liebe Leute – wenn ihr einfärbige alte Socken habt (ein buntes Randl oben ist auch erlaubt, das kann man abschneiden), die ihr loswerden wollt, weil der zweite Socken längst in den Tiefen der Waschmaschine verschwunden ist und außer Wegwerfen mit den einzelnen Socken nicht mehr viel anzufangen ist, dann bringt es stattdessen doch am besten direkt zu ihr ins Glanz und Gloria in der Schottenfeldgasse oder kontaktiert sie direkt auf Facebook zwecks Übergabe!

Daraus entstehen dann solche genialen Teile (das schwarze Kleid kommt auch noch in meine Gasse, irgendwann mal, soviel ist fix :D)….

(c) steinwidder.com

(c) steinwidder.com

(c) steinwidder.com

(c) steinwidder.com

Übrigens Anita, sind Strumpfhosen auch willkommen?

 

PS, Anita hat gerade noch präzisiert:

„herzlichen dank für den aufruf! ich muss das allerdings noch etwas präzisieren: schwarz, grau, beige, rot, blau, und vor allem grün (das ist grade akut), einzelne, löchrige, baumwolle, wolle… DANKE!“

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Heute Hitzefrei

Die Userzahlen verhalten sich signifikant gegengleich zur Außentemperatur, und auch meine eigene Lust am Bloggen schmilzt an solchen Tagen im wahrsten Sinne des Wortes dahin. Daher bleibt das hier heute der einzige Eintrag.

Und: FORZA ITALIA!!!

Witzig. Nachdem ich fast alle EM-Spiele auf irgendwelchen Sofas, vorzugsweise dem eigenen, im bequemsten Gwand überhaupt gesehen habe, bin ich zum Finale in einer Nobelhobel-Location eingeladen. Freunde meiner Eltern wohnen im ersten Bezirk, er arbeitet bei der UNO, wir reden hier von rosa Poloshirts, Perlenketten, wirklich teuren Bildern an der Wand anstelle der Kunstdrucke. Sind dort eingeladen, ganz offiziell mit RSVP und solchem Kram. Und jetzt? Fußball-Pfeifdrauf-Outfit oder doch das kleine Schwarze? Und vor allem, bin neugierig, wieviele der anwesenden Damen (die meisten jenseits der 39+) wissen, was ein Abseits ist (bei der Gastgeberin geh ich davon aus, die ist hinter ihrer Perlenkette verdammt cool). Bin gespannt wie ein Gummiringerl, wie sich Prada und Gucci mit Pirlo und Balotelli vertragen…

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