Archiv für den Monat August 2012

Bloggerinnen-Ehre

Gestern in der Früh war meine tägliche Blog-Schnellrunde wirklich WIRKLICH fein. Bei der Schwiegermutterinklusive wurde ich nämlich ausgezeichnet – meine Damen und Herren, ich bin nun stolze Preisträgerin des „One Lovely Blog Awards“. Viiielen lieben Dank, liebe Schwiegertochter!!!

Ist der nicht hübsch? Ich freu mich! Doch der Award hat auch einen kleinen Haken: Man muss 10 Eigenarten/Angewohnheiten von sich preisgeben. Ich entschuldige mich heut gleich nochmal, diesmal fürs „Off-Topic-Posten“.

Naaa gut,..bitteschön!

  1. Das Wissen über gesundes Essen und der tatsächliche Intake driftet bei mir stellenweise weeeeeit auseinander. Bin zwar brave Bio-Gemüse-Esserin und Extrem-selten-Fleischesserin, aber ohne gezuckertes Taurin gehts leider gar nicht. Mehrfache Entzugsversuche gescheitert. Dafür seit über drei Jahren konsequente Nichtraucherin.
  2. Wer in meiner Gegenwart was Abschätziges über Falco sagt, bekommt verlässlich und sofort eine von mir verbal drübergewischt.
  3. Ich krieg schlechte Laune ohne mein Fahrrad.
  4. Ich bin – familiengeschichtlich bedingt – ein unglaublicher Hypochonder. Tut mir was weh, hab ich gleich die übelsten Vermutungen. Wird mir mit 90 wahrscheinlich auch noch so gehen…
  5. I am the Queen of Chaos, meine Kleiderberge VOR dem Kleiderschrank werden vom Liebsten seit Anbeginn unserer Beziehung als „Mount McWäscheberg“ bezeichnet.
  6. Ich bin ein Einrichtungsfreak und teste mich gerade selbst – ein Monat lang brav gesund ernähren, dann darf ich mir den Metall-Couchtisch vom Möbelschweden leisten (ist kein Holz, bitte!). Heute ist Tag 5.
  7. Ich bin diejenige, die allen Hundebesitzern auf den Senkel geht. Ich kann an kaum einem Tier mit einem „mooooooiii….darf man den streicheln“ vorbeigehen.
  8. Auch beim Anblick von Katzen setzt mein Verstand aus. Seh ich eine, denk ich „streeeeeeeichelnmaulieeeeebmiezmiezschnurrrrrrr“ – und kassiere verständlicherweise hin und wieder mal eine mit ausgefahrenen Krallen.
  9. Im Sommer schau ich nur braun aus, weil alle Sommersprossen zu einer großen zusammenwachsen.
  10. Mit Techno, Trance, House und sonstigen Musikarten, die sich nicht unbedingt durch irgendeine Form von Melodie auszeichnen, kann man mich jagen.

Und weil ich mal nicht so sein will: Woohoo, Bonusmaterial!

11. Ist mir sehr peinlich, aber ganz ehrlich: Ich bin kein Fan von deutscher Comedy, absolut nicht, buäääh. Aber Ralf Schmitz find  ich saulustig! Wer jemals Katzen hatte, dieses Buch bringt euch garantiert zum Grinsen.

So, jetzt aber. Jetzt habe ich die Ehre, diesen Award weiterzugeben. Samt dem Haken, ätschbätsch!

Der erste Platz geht glasklar, mit weitem Vorsprung und unangefochten an Katrin!

Der zweite an Nukimama, die erstens tolle Inhalte hat und zweitens einfach nur extrem lässig schreiben kann.

Der dritte Platz – und damit ist die Riege der Konsumverweigererinnen voll, wie unvorhersehbar, oh Überraschung! – geht an die Konsumrebellin. An deren Idee mit der Exceltabelle ich schon vor Monaten grandios gescheitert bin.

Getaggt mit , ,

Nunu Nenervös

Leute, Leute, gestern war es schräg. Ich hatte über den Blog wieder eine Medienanfrage. So eine mit Bewegtbildern. Österreichs bekanntester Privatsender (genau, die mit den drei Saufnasen und dem Molti…) bringt ein Porträt über meinen Shoppingboykott.

Witzig, mein täglicher Job ist es, solche Beiträge einzufädeln. Mich darum zu bemühen, dass GLOBAL 2000 möglichst gut, richtig und oft in den Medien respräsentiert ist. Und jeder dieser Beiträge freut mich ungemein. Aber jetzt, so ein Beitrag über mich selbst, mich, die Nunu, mit ihren paar Kilos zuviel und ihren blöden Sprüchen…..ich war un-glaub-lich nervös. Konnte mich nicht hinter dem Fachwissen und der Expertise, die es bei GLOBAL 2000 im Haus gibt, verlassen. Nur ich. Ohne Atomausstiegsforderung, ohne Ressourcenschonungshinweis, ohne Pestizidwarnung. Und habe dementsprechend wahrscheinlich viel zu komplizierten Stuss erzählt. Leute, verzeihts mir bitte bereits im Vorhinein.

Und ja, genau an dieser Stelle sollte jetzt ein Foto von den Aufnahmen zu sehen sein. Aber neeeein, vor lauter Nervosität hab ich dann natürlich drauf vergessen.

Getaggt mit ,

(wort-)spielender Hund

Ich bin, wie vorhin schon erwähnt, seit Dienstagabend stolze Hunde-Pflegemama. Für drei Wochen passe ich auf Reggi, eine verschmuste, etwas ältere Westhighlandterrierdame auf.

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Wir mögen uns bereits sehr gerne, sie ist mein (langsamer) Schatten geworden…. Doch wenn ich mal einen eigenen Hund haben sollte, dann am allerallerallerliebsten eine französische Bulldogge. Und wenn ich die dann habe, dann habe ich fix auch dieses Shirt:

Wortspiele und Hunde machen mich schwach. Die Kombination daraus…..Ostern und Weihnachten, sag ich da nur.

Getaggt mit ,

Vor 100 Jahren…

Gestern war ein laaaaaaaaaaaanger Tag. Beginnend um halb sieben mit Handwerkern und einem hungrigen Hund, endend um Mitternacht mit einem schlafenden Hund und der Aussicht auf viel Stress und Arbeit in den kommenden Wochen. Dementsprechend war ich spät des Abends nur noch semikreativ und ehrlich gesagt zu faul, mir einen Beitrag zu überlegen. Stattdessen auf Facebook herumgesurft und eine Seite mit lauter alten Fotos aus Wien gefunden.Und da fand ich folgendes Foto – ich musste sofort grinsen: Seit hundert Jahren dasselbe. Frauen. Lieben. Shopping. Nur dass es damals noch brav „einkaufen“ geheißen hat.

(c) Imagno/Austrian Archives, gefunden auf facebook.com/vintagevienna

Auslagenbummel anno 1910 (c) Imagno/Austrian Archives, gefunden auf facebook.com/vintagevienna

Ich find das Bild so wahnsinnig nett, wie sie dasteht mit ihren Päckchen und den Schmuck in der Auslage anstarrt…

Getaggt mit , ,

Es gelüstet mich…

Auch wenn es morgen nochmal knapp 30 Grad bekommen soll, ich hab mich in den letzten Tagen vom Sommer verabschiedet. Besonders das Licht zeigt: Es wird bald Herbst. Und einerseits find ich das – mit Verlaub – richtig richtig richtig beschissen. Ich mag den Herbst zwar gern, aber ich hasse den Winter. Vor allem, dass er so lange dauert. Andererseits find ich den Herbst eine wirklich feine Jahreszeit.

Außerdem hat der Herbst noch einen Haken: Ich bin unglaublich heiß aufs Shoppen. Die ganzen schönen Herbstfarben in den Auslagen, und dieses „Neubeginn“-Gefühl, das mich jeden September beschleicht (eine wohl für immer andauernde Nachwirkung des Schul-/Unibeginns), sind eine ganz ganz fatale Kombi. Ich denk da grad an dunkelrot, violett, dunkelgelb, petrol, dunkelblau, braun. Und an blickdichte Strumpfhosen, Röcke aus bisschen dickerem Stoff, gemütliche Westen, große Tücher und Schals und Stiefel.

Ok, und bei der Aufzählung grad habe ich für jedes Teil ein bestimmtes aus meinem Kasten gedacht. Ich habs ja eh alles. Aber ich würd soooooooo gern shoppen gehen.

Das Teil zum Beispiel. Das hab ich weder in Schnitt noch Farbe. Schöööön!

Lustig, vor ein paar Tagen hab ichs noch seltsam gefunden, diese Herbstmode in den Auslagen. Jetzt, wo für mich selbst der Herbst anfängt (viel Arbeit, keine verlängerten Wochenenden mehr, snief),  bin ich schon wieder voll in Stimmung…

Getaggt mit , ,

kreative Gradeser

image

Ich schulde euch noch einen Bericht aus Grado. also….es war sehr fein, und abgesehen von dem Wunsch des Liebsten nach silbernen Bocciakugeln gab es keinen Plan und auch kein Bedürfnis nach Shopping. Beim Schlendern durch die Altstadt dann jedoch dieses Geschäft entdeckt. Es roch bis draußen nach Plastik, und es gab von der falschen bis zur echten Markenware alles an Fetzen. Typisch Tourifalle.

Aber der Name!!!! Ich war begeistert. Bitte wie kommt man auf so einen Namen??? 🙂

Getaggt mit

Markendodel Nunu (13)

„Meine Güte, warst du ein Markendodel“, meinte der Liebste ganz entsetzt, als ich ihm die folgende Geschichte erzählte. Vorgeschichte: Damals, frischpubertierend, wollte ich unbedingt eine echte L. haben. Ich war eifersüchtig ohne Ende auf die Theresas, Lucies und Andreas in meiner Schule, die in den echten L. herumliefen.

Meine Mama, glücklicherweise seit jeher mit einer sehr sehr sehr großen Portion Hausverstand ausgestattet, fand folgenden Kompromiss: „Kind, eine L. ist absurd teuer. Aus der bist auch gleich wieder rausgewachsen. Aber du bekommst eine L. Irregular.“ Also trug ich die gleiche Marke, aber eben zweite Wahl. Um weniger als den halben Preis. Und der einzige Unterschied: Ein winziges Fähnchen an der linken Popschtasche.

 

Bei den Zweitwahlhosen waren diese Fähnchen abgeschnitten, damit auch wirklich jeder sehen konnte, dass es keine „echte“ war. Also, sie war schon echt, aber eben mit irgendeinem kleinen Fehler. Ich trug die L. irregular mit viel Stolz, immerhin war es eine L. Aber den Fähnchenträgerinnen gegenüber fühlte ich mich immer noch unterlegen.

Glücklicherweise dauerte meine Fähnchenphase nur vielleicht ein halbes, dreiviertel Jahr. Inzwischen sind mir solche Marken-Statussymbole wurscht wie nur was. Aber bedenklich find ichs trotzdem. Und wenn ich mal wieder groß dahinmoralisiere, wie sinnlos und blöd doch dieser Markenwahn ist, dann werde mich einfach wieder dran erinnern, was für ein Markendodel ich war. Das machts nicht besser, aber nachvollziehbarer.

Getaggt mit , ,

Eines hab ich noch, eines hab ich noch!

Ha, doch noch was gefunden, bevor ich fahre (wobei, eigentlich wollt ich das ja in der Früh posten und den andern Beitrag am Nachmittag, hab da aber irgendwie einen Knoten in die Terminspeicherung gemacht…geschrieben hab ich beides in der Früh 🙂 ):

Wiedermal ein neuer Aspekt – ich hab schon ein paarmal drüber gelesen, hier eine interessante Doku: Was passiert eigentlich mit unseren Altkleidern? Und wie absurd viel schmeißen wir eigentlich an funktionaler Kleidung weg? Und dann wär da auch noch das Problem mit der afrikanischen Textilindustrie….

Ich find ja an sich diese Secondhand-Industrie nicht schlecht. Wir gehen da einfach ein bissl von den falschen Vorstellungen aus, wenn wir Kleidersäcke in den Container geben – da steckt einfach eine Industrie dahinter, und der Bedarf in Österreich ist einfach gedeckt. Dennoch glauben wir, dass all unser Gewand bedürftigen Leuten günstig oder gratis zugute kommt. Dieses Bild in den Köpfen der Leute erinnert mich immer an die Bio-Diskussion, die ich mit Kollegen mal hatte. Das Fazit daraus war: Die Menschen sind naiv. Weil die Werbung es vorgaukelt, glauben sie, dass der Bauer Martin seine zwanzig Eier von seinen Hendln aus Freilandhaltung, denen er täglich eine Gute-Nacht-Geschichte erzählt, in der Früh in der lokalen Supermarkt-Filiale abgibt. Dass da eine inzwischen riesige Industrie dahintersteckt und daher diese Landromantik einfach nicht ist, geht vielen nicht ein (deshalb find ich die Tonalität vom Bio-Schmäh auch ein bissl lächerlich, das ist einfach künstliche Betroffenheit).

Aber dennoch: Der Hausverstand (meiner, nicht der vom Billa) sagt mir, dass ich das Gwand, das ich hergeben werde, entweder zu Tauschparties tragen werde, umnähen werde oder guten Freunden geben werde, die noch viel Tolleres draus umnähen. Damit cooles Neues draus entsteht und meine Lust am Neukauf geringer wird.

Was nicht heißt, dass wir Wohlstandsmenschen Ärmere nicht unterstützen sollten. Aber dann bitte direkt. Kleidersäcke in der Gruft abgeben oder so.

Getaggt mit , , ,

Halt! Hiergeblieben!

Ich muss euch noch was präsentieren, worüber ich im Netz grad gestolpert bin (an dieser Stelle danke an die liebe Tatwort-Frau meines Vertrauens, die ist „schuld“ dran): Ein Online-Magazin – in dem man so richtig schön blättern kann -, in dem es drum geht, Eco-Mode en vogue zu machen. Und genau so heißt das Ding: Eco en Vogue. Ich finde, die haben eine richtig nette Vielfalt an dargestellten Designs und Designern….was meint ihr?

Und: Wer outet sich und gibt zu, die Dame ausm Trash-TV zu kennen? Ich schon 😉

Getaggt mit , ,