Archiv für den Monat August 2012

Tomatenmark mit passiertem Gemüse…oder: und Tschüss!

Sooodale, meine Lieben – ein allerletztes Mal in diesem Jahr verzupf ich mich nochmal Richtung Meer. Zwar ans nicht so schöne Meer wie in Kroatien, aber fast noch ein bissl näher und außerdem mit lieben Freunden. Sonntagabend hier in diesem Kino gehts weiter.

Hab nur eine kleine Sorge: Der weibliche Part des befreundeten Paares ist eine sehr hübsche, modebewusste Lady – mit seehr ähnlichem Geschmack, aber seeehr anderer Größe wie ich -, die ich bereits Mitte März folgendermaßen beschrieben habe:

Jenni ist eine sehr liebe, sehr kleidershopping-fanatische Freundin von mir. Sie sagt sogar, sobald sie sich etwas gekauft hat, denkt sie schon beim Verlassen des Geschäfts an dieses weitere Teil, das sie da drin gesehen hat, sich aber nicht leisten konnte, weil ja das andere Teil und so und überhaupt. Kürzlich hatte Jenni überraschend eine hohe Steuerrückzahlung. Und ihre erste Reaktion: “Super, was kauf ich mir dafür?”

Und dort, wo wir hinfahren, ist eine charmante kleine, aber sehr touristische Innenstadt – mit Geschäften, die bis weißgottwann in der Nacht offen haben. Die Kombi Jenni und offene Geschäfte nachm Abendessen wird schwierig. Ich denk mal, ich machs wie letztes Jahr: Tomatenmark mit passiertem Gemüse drin (könnt ich mir aufs Butterbrot schmieren!!), Käse und Nudeln kaufen…..ich vermute mal, schachtelweise 🙂

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Zeichen der Zeit

Neulich auf Facebook bei einer Bekannten gefunden:

(c) Petra Gaischin / facebook

(c) Petra Gaischin / facebook

Petra hat Jeans und diverse Markenshirts (Diesel, Killah, Herrlicher, …) gekauft. Der Beweis, dass so ziemlich alles, was wir modetechnisch kaufen, komplett überbezahlt ist – weil unter den Einkaufspreis gehen Shops nie runter. Auch das Fünfeuro-Shirt vom Textilschweden, um die Hälfte runtergesetzt, war im Einkauf immer noch billiger als Zweifuffzig. Ich frag mich nur grad, ob die Petra da extrem schlau eingekauft hat und man es ihr nachmachen sollte – oder ob diese Rechnung mehr denn je ein erschreckendes Zeichen der Zeit ist.

Edit: Korrigiere, Nukimama hats mir erklärt – in bestimmten Situationen ist es möglich, dass man Kleidung unterm Einkaufspreis bekommt. Weitere Details im Kommentar. Ich wage aber dennoch die Vermutung: Die gute Petra hat da sehr sehr viel Geld eingespart, das nicht in die Produktion oder Logistik, sondern direttamente in PR und Marketing der Modemarken gegangen wäre.

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Meine persönliche Heldin

Erstens: Vielen vielen vielen Dank an die Konsumrebellin für den Hinweis auf die folgenden Inhalte.

Da gibt ed nämlich eine Dame, die ist wirklich leiwi. Sina Trinkwalder nämlich.

Warum die so leiwi ist, die Dame? Weil sie aus all ihrem Ersparten eine Textilfabrik gründet, und sechzig Personen einstellt, die auf dem Arbeitsmarkt chancenlos sind und als „zu alt, zu krank, zu ausländisch“ abgestempelt sind. Und das Ding funktioniert! So gut, dass sie einen Megagroßauftrag an Land zieht, mit dem sie eigentlich nochmal dreißig neue Leute einstellen könnte – nur fehlen ihr die Industrienähmaschinen. Nachdem ihr niemand Geld gibt (wunderschönes Zitat: „Für das Wirtschaftsministerium sind wir nicht ökonomisch genug, für das Sozialministerium nicht sozial genug und für das Finanzministerium nicht liquide genug“) – sammelt sie das jetzt. Hier und hier und hier.

Ich find die Frau so toll, so unglaublich mutig. Ich weiß nicht, ob ich mich das trauen würde. Was mir auch extrem gut gefällt: Sie wirkt so easy. Einfach mal dahingetwittert oder ein Foto vom Umzug in die neuen Fabrikshallen gepostet, macht einfach sympathisch. Ich hoffe, ihre Seite ist bald wieder online, damit ich mir schon mal notieren kann, was ich ihr in einem halben Jahr alles abkaufen werde 🙂

In der Zwischenzeit: Hier gehts zum Artikel auf Spiegel Online, der für den Servercrash von manomama.de verantwortlich ist.

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Reine Baumwolle?

Bin immer noch alles andere als fit, drum zeichnen sich meine Beiträge derzeit durch Kürze und (oder statt) Würze aus…

Habe am Wochenende zwei unglaublich nette Frauen kennengelernt und bin mit ihnen auch über das ganze Rohstoff-Baumwoll-wasweißich-Thema ins Reden gekommen. Eine von ihnen hat mir dann eine Frage gestellt, die man eigentlich beim Unnützen Wissen von NEON einreichen könnte:

Wusstest du, dass Produzenten bereits bei einem Baumwollanteil von nur 60 Prozent auf das eingenähte Label „Reine Baumwolle“ schreiben dürfen?

Ich bin mir nicht sicher, ob ich das glauben kann – und scheitere schon wieder an der Recherche, irgendwie lässt Google mich in letzter Zeit im Stich… aber ich verspreche, ich bleib dran. Das wär ja echt die Höhe…

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what not to wear

An einem Tag wie heute frage ich mich nicht, was ich noch anziehen kann, sondern was ich eigentlich alles nicht anziehen kann. 35 Grad, bedeckt, und ich darf nicht auf meinem Sofa liegenbleiben.

Ist euch eigentlich bei einer solchen Hitze überhaupt nach Shopping? Würd gern wissen, wie sich Extremtemperaturen auf das Shoppingverhalten der WienerInnen auswirkt….

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Es kreisläuft…

Ich bin derzeit irgendwie alles andere als fit, kreislauftechnisch – schon seit ein paar Tagen prackts mich regelmäßig zamm, heute blöderweise mitten im Büro. Wirklich gut fühle ich mich eigentlich nur im Halbschlaf am Sofa. Bin heute früher nachhause, ausnahmsweise das Rad schiebend und nicht fahrend. Und beim Fahrradschieben bin ich an ein paar Auslagen vorbeigekommen. Es hatte in Wien heute 37 Grad. In den Auslagen war Mode für den Spätherbst zu sehen. Zugegebenermaßen in wunderschönen Farben, aber trotzdem….wer geht bei solchen Temperaturen Herbstsachen kaufen?! Ein sehr seltsamer Kreislauf…Nukimama und die Konsumrebellin haben sich bereits ihre Gedanken drüber gemacht.

 

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Saulus, Paulus und Bullshit

Weil ich gestern von einer treuen Leserin diesbezüglich angeschrieben wurde, mache ich mir grad ziemliche Gedanken, wie „vorverurteilerisch“ ich eigentlich bin. Mein erster Impuls ist bei so einem Gedanken jedesmal: Ich verurteile nicht, ich mach mir nur so meine Gedanken, öffentlich.

Dann denk ich drei Minuten nach und komm drauf: Bullshit, natürlich verurteile ich. Jeder Mensch verurteilt sein Umfeld auf diese oder jene Art.

Ich verurteile genau die Personen, die Bescheid wissen, herummoralisieren – und drauf pfeifen. Die also wissen, was bei der Produktion von Billigkleidung abgeht, ganz groß mit aufgerissenen Rehaugen einen auf betroffen machen, wenn man drüber redet, das aber ganzganz weit in den Hinterkopf schieben, wenn sie mal wieder ein Zehn-Euro-Kleid-Angebot in die nächste Filiale einer beliebigen Textilkette reinschiebt.

Ich bin mir sicher, dass sich jetzt so einige LeserInnen denken werden: „Na Momeeeeent, da lehnt sie sich aber jetzt sehr weit aus dem Fenster, die Nunu….“ Recht habt ihr. Ich selbst mach da grad wirklich so eine Saulus-zu-Paulus-Transition durch. Ich war genau die Person, die ich da oben beschrieben habe (minus der Rehaugen). Erst seit diesem Jahr – und ich hab doch schon ein paar 29. Geburtstage hinter mir – wandle ich mich. Reichlich spät. Und pfoah, ist das manchmal anstrengend.

 

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Die graue Kirsche

Ich war das Wochenende  bloggingfaul – schlicht, weil ich es in einer wunderschönen alten Mühle im Waldviertel verbracht habe. Eine meiner allerliebsten ehemaligen Arbeitskolleginnen, ich nenne sie jetzt mal liebevoll Kirsche (copyright Daniela), hat mit ihrem Mann und mit drei anderen Familien dort so ziemlich das fantastischste Garten-Wohn-Natur-Paradies, das man nördlich von Krems finden kann.

Und über die Kirsche wollte ich schon lange schreiben. Es gibt nämlich kaum eine Frau, die mich mit ihrem Stil so komplett beeindruckt. Kirsche hat strahlend blaue Augen und trägt immer nur grau, weiß und Jeans. Hin und wieder passiert ihr auch beige, aber das muss dann schon ein mutiger Tag sein…. Außerdem rennt sie meistens in zerfetzten Jeans herum, nie im Rock, hat teilweise löchrige Shirts – und kombiniert sie dann mit tollen, coolen, lässigen Designerteilen. Sie war auch diejenige, die im Winter vor zwei Jahren in einem Sockenpulli ins Büro gekommen ist. Das Tolle – abgesehen davon, dass sie auch in ihrer ganzen Art eine Person ist, die man einfach nur liebhaben kann – ist: Ihr Stil wirkt so komplett entspannt. Einfach lässig mal zwei, drei Teile zusammenwerfen – ist eh alles grau, passt also zusammen.  Und ich bewundere sie jedes Mal aufs Neue dafür.

Sie folgt keinem Trend, sondern einem Stil. Und ich bin fast ein bißchen neidig im positiven Sinne (geht das?!), dass sie ihr Ding gefunden hat. Mir passiert dann doch immer wieder so die Stilhampelei, das Trend-hinterherrennen. Stil statt Trend – wenn das mal nicht nachhaltig ist….

PS: Ich war das gesamte Wochenende so tiefenentspannt, dass mein Handy irgendwo herumgelegen ist, und ich komplett drauf vergessen hab, ein Foto von ihr zu machen. Wobei, nein, ich hab schon manchmal dran gedacht – war dann aber zu faul, das Gedachte auch auszuführen. Ihr müsst sie euch jetzt einfach vorstellen – und dann stellt euch ein schallendes, lautes Lachen dazu vor. Das ist die Kirsche. Ich mag sie…

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Die Gegenbloggerinnen

Ich habs ja noch nie verstanden – Frauen, die täglich posten, was sie anhaben. Täglich super abfotografiert. Erstens: Woher haben die die Zeit, zweitens: Hä? Aber andererseits: Ich kann mich völlig verlieren in solchen Blogs und mir die Outfits anschauen. Gut, ich glaub, ich verstehs doch 🙂

Gestern habe ich mein persönliches Gegenteil gefunden. Abgesehen von ihrem Aussehen – klein und dunkelhaarig -, ihrer eindeutigen Liebe zu Goldschmuck, und ihrem Fable für leicht Pastelliges zeigt die Dame uns täglich, was sie anhat – und wie günstig es war. Ihr ganzer Blog heißt „I am Chic on the Cheap – never sacrifice style for savings„. (Den zweiten Teil des Titels finde ich dann doch eher ein bissl bedenklich…)

Hin und wieder schreibt sie, dass sie etwas ausm Secondhand-Laden oder selbstgemacht hat, aber  das meiste stammt von den üblichen (Textilriesen-)Verdächtigen. Halt, doch, eine Gemeinsamkeit habe ich doch noch mit ihr. Sie schreibt: „I can’t say no to great sale or clearance tag… even when it means going over budget!“ Jupp, das ist mir auch manchmal passiert….

Ich habe echt einige Seiten runterscrollen müssen, aber ein paar nette Outfits hat sie. Schade, dass sie so gar nicht nachdenkt, wieso ihr Gewand so billig sein kann…. ich will da jetzt gar nicht laut moralisieren, ich renn schließlich selbst im Textilschweden herum, aber so gar nix drauf geben, sich aber täglich exzessiv mit dem eigenen Outfit beschäftigen….das find ich schade…und ein bissl oberflächlich. Aber wie gesagt: Ich wär gern dämlich. 🙂

Übrigens: Uff, wo die herkommts, gibts noch ganz viele! Lauter Modemäuse!

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Vom Hemd zum Kleid

Ha, ich bin also nicht die erste, die feststellt, dass sich da in ihrer Wohnung ja noch ein zweiter Kleiderschrank befindet. Hat der Liebste mich grad nicht so lieb, werde ich von ihm als „gemeine Sockendiebin“ bezeichnet….und er könnte recht haben damit 😉

Ich bräuchte zwar einen übergewichtigen Zweimeter-Hünen zum Freund, um sein Hemd für mich so umzubauen (ok, gar so schlimm ist es jetzt auch wieder nicht…), und keinen, dem meine Jeans zu weit sind. Dennoch: Hammeridee und wunderschön gemachtes Video!

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