Archiv für den Monat August 2012

Upcycling – die perfekte Kombination

Aus Kinderbüchern ein Märchenkleid zaubern – das ist dem „grünen“ Designer Ryan Novelline gelungen. Wie er das rein technisch hinbekommen hat, steht hier.

Also ich find das genial – Kleidung aus Büchern, das ist für mich sowas wie zwei Fliegen mit einer Klappe 🙂

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200 Tage

Also gut, jetzt hab ich auch den 200er. Seit 200 Tagen habe ich mir keine neue Kleidung gekauft. Kollegen sind ganz verzückt, dass ich immer noch nicht zerlumpt im Büro sitze, mein Konto ist seit Monaten nicht mehr in der Gefahr, auf die rote Seite der Null zu fallen, und das Projekt hat – wie schon vor kurzem mal geschrieben – mein Leben verändert.

Inzwischen scheint es wirklich fast allen Leuten, die ich seltener treffe, ein Bedürfnis zu sein, mir ihre Begeisterung und ihr Lob über diesen Blog mitzuteilen. Und ich? Ich freu mir jedes einzelne Mal einen Haxen aus – vor allem, wenn es von so überraschenden Seiten kommt wie von meinem Bruder (der sich normalerweise der sozialen Seite des Internets eher verschließt und zu meinem großen Entsetzen seit kurzem auf Xing zu finden ist – ich glaub, in zehn Jahren hat er es dann auch auf Facebook geschafft 😉 ), von entfernten Bekannten, die ich ewig nicht höre, und das erste, was sie sagen ist, dass der Blog so super sei, von Barbara, der Stalkerin (die ich übrigens sehr vermisse), oder von von mir angehimmelten Kleidungsproduzenten wie ihr.

Ich liebe den Sommer, und finde es super, dass es dieses Wochenende wieder heiß sein wird. Aber… Weiterlesen

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Zuviel Chaos

Heute ist grad gestern. Gestern abend, also jetzt grad, sitz ich am Sofa wie eine erschlagene Fliege und bin einfach nur müde. Holla die Waldfee, die letzten zwei Tage haben es in sich gehabt. Es war kein negativer Stress, den ich hatte, aber es war definitiv Stress. Viel, viel troubleshooten, viel Chaos – aber in dem Wissen, ich tu grad das Richtige, um einer lieben Freundin zu helfen.

Was aber jetzt grad, also gestern, auf der Strecke geblieben ist, ist meine Kreativität, was den Blog betrifft. Man könnte glauben, ich hätt soooooooooooo eine Liste mit möglichen Blogthemen im Urlaub gesammelt. Hab ich nicht. Und heut, also wirklich heut, hab ich grad gar keine Zeit zum Bloggen, weil ich arbeiten muss. Möp. Ich vertröste euch hiermit auf den Abend – vielleicht fällt mir ja heut nachmittag noch was blogbares ein.

Für die, die neugierig mitfiebern: Keine Sorge, fürs Shoppen hab ich eh auch grad keine Zeit….

Chemischer Regen

Nur so nebenbei, falls das miese Wetter wiederkommt – und ich will da nix verschreien, das Gewitter letzten Samstag im Salzkammergut hat mir echt gereicht…. Gift in Regenmänteln – auch so eine Sache, über die ich noch nie wirklich nachgedacht habe, dabei liegt es sowas von auf der Hand, dass das Zeug echt nicht gut sein kann….
Vorsicht vor giftigen Chemikalien!

Mit dem Herbst beginnt für Kinder die Saison der Regenjacken, Gummistiefel
und Matschhosen. Denn warme und trockene Kleider sind bei nasskaltem
Wetter die beste Vorsorge gegen Krankheiten.
Regenbekleidung kann jedoch der Gesundheit und der Umwelt schaden, wenn
sie giftige Stoffe enthält. Bei Tests enthielten einige Regenjacken so
viele giftige Chemikalien, dass sie eigentlich als Sondermüll
gekennzeichnet werden müssten. Sehr verbreitet sind zum Beispiel
zinnorganische Verbindungen, die die feuchten Jacken vor Schimmel schützen
sollen. Diese Schadstoffe haben eine hormonelle Wirkung.

Auch Weichmacher und polyaromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) verstecken
sich häufig in Regensachen. Diese Chemikalien können durch Schwitzen und
Reibung freigesetzt werden. PAK sind krebserregend, Weichmacher können das
empfindliche Hormonsystem des Menschen aus dem Gleichgewicht bringen. Für
die Umwelt stellen sie ein großes Problem dar.

Regenbekleidung besteht häufig aus giftigem PVC. Der BUND empfiehlt
Produkte aus gewachster Baumwolle oder aus unschädlicheren Materialien wie
Polyethylen oder Polyester. Bei Gummistiefeln ist man mit Produkten aus
Naturkautschuk auf der sicheren Seite. Übrigens: Kinder sollten die
Stiefel nie barfuß anziehen. Socken aus reiner Wolle vermindern die
Schadstoffaufnahme und halten die Füße trocken. Ökologisch unbedenkliche
Kleidung gibt es im gut sortierten Fachhandel sowie in Öko-Versandhäusern.

Weitere Informationen unter www.oekotest.de, Stichwort: „Regenjacke“.

Die BUND-Ökotipps sind kostenlos zum Abdruck freigegeben. Der BUND muss
als Quelle erkennbar sein.

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Fanpost in zwei Richtungen

Beim Lesen meiner Mails gestern wurde ich rot bis unter die Zehennägel, so sehr hat mich eine Mail gefreut – sie kam nämlich von einer Mitarbeiterin von Cora Kemperman. Ich hatte denen ein Mail geschrieben, um herauszufinden, wann die Sale-Termine sind. Jetzt, wo ich den Sockenpulli schon habe, wird die Belohnung dann wohl doch ein Wochenende in Amsterdam. Nach kurzem Hin- und Hermailen stand da dann plötzlich das hier:

Hi Nunu, we read your Blog with pleasure. We admire you that you manage not to shop, but we really hope that mid January 2013 there will be still enough in our shops for you to make up the lost from this year! Good luck and hope to see you next year.grts

Ich fühl mich grad wie ein Teenager, der draufkommt, dass das Antwortschreiben auf den Fanbrief an den angehimmelten Boybandstar nicht nur eine ausgedruckte Autogrammkarte ist, sondern echt von dem einen jenen welchen persönlich geschrieben und ein Herzel hat er auch dazugemalt. Oder so.

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Go Shopping!

Bei mir heißt Urlaub immer: Lesen. Der Liebste langweilt sich immer vor sich hin (selbst was lesen ist seit einem schweren „Vielzuviele-Skripten-für-die-FH-lesen-müssen“-Trauma nicht mehr), und ich les pro Urlaubswoche mindestens drei Bücher. Meistens die, in die ich im Alltag nicht gscheit „reinkomm“, weil sie volle Konzentration erfordern und man nicht kurz zwei, drei Seiten lesen, dann doch wieder auf Facebook oder auf den Blog schauen, kurz in die Küche, was trinken, doch wieder lesen, hoppla, Blumengießen, nochmal drei Seiten, Mama ruft an, weiterlesen kann.

Eines dieser Bücher diesmal war „Go Shopping!“ von Eva Tenzer. Und ich kanns echt sehr empfehlen. Tenzer will uns nicht das Shoppen austreiben, sondern erklärt nur sehr humorvoll und wissenschaftlich basiert, warum wir eigentlich unbedingt shoppen wollen. Und da gibt es echt viele Gründe, einige davon kommen mir seehr bekannt vor. Durch Shopping belohnt man sich (check), die bösen Marketer haben inzwischen das Neuromarketing entdeckt und sprechen unser Shoppingverlangen im Unterbewusstsein an, Neugier bedeutet ganz klar die Gier auf Neues (check), und die ist uns angeboren, wir statten uns wie die Tierwelt mit Schönem aus zwecks höherer Attraktivität zwecks Fortpflanzung (sooowas von nicht check!!), und und und ….. Tenzers eigene Schlussfassung: All ihre Erkenntnisse und Recherchen bewahren sie jetzt nicht vor weiteren Shoppinganfällen. Aber sie weiß jetzt, warum sie sie hat. Und warum sie gerade diesen einen Strohhut haben wollte.

Liest sich super, hier der Fotobeweis (mit Tuch über den besonnenbrandeten Knien…)

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Übrigens, weils mir letztens aufgefallen ist: Wenn ich Amazon-Seiten verlinke wie hier am Foto, dann ist das nur zu eurer Information, ich hab da nix davon, keine Prozente und gar nix. Kenn mich gar nicht aus mit dem System. Nur: Nirgendwo sonst im Internet kann man besser nach Büchern suchen. Kaufen bitte in der Buchhandlung eures Vertrauens vor Ort! Danke!

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Die tabubrechende Hose

Ich muss jetzt was gestehen – diese Jeans ist meine Lieblingsjeans (und dieser See mein Lieblingssee. Und ja neben mir stehen Plastikflipflops. Neue, nicht aus Plastik, gibts nächstes Jahr).

(c) der Freund

(c) der Freund

Diese Hose hat jedoch ein Geheimnis. Ich habe sie mir mal in einem Anfall von Neugierde gekauft. Diese Hose ist eigentlich für Schwangere gedacht und hat überm Bund noch Baumwollstretch. Anfangs wars mir uuuuuurpeinlich. Inzwischen: Ich liebe sie. Niemals kalte Nieren beim Radfahren. Keine Schwimmreifen, wenn man nachspeisentechnisch mal wieder wiederholt über die Stränge geschlagen hat. Ein tief sitzender Bund, der bei optimaler Verdeckung des Baumwollteils aussieht wie die Übersuperhüfthose, etwas, was bei mir sonst immer in Maurerdekoltee (ohne Arschgeweih!) endet.

Lange war sie mir sehr sehr peinlich, die Hose. Einmal, in einer Mädchenrunde, gab ich es nach einszweivierzehn Gläsern Prosecco verschämt zu. Die Reaktionen (von Müttern UND Nichtmüttern unter meinen Freundinnen): „So eine hab ich auch!“, „Die sind so bequem!“, „Die hab ich nach der Schwangerschaft weitergetragen!“, „Wie genial, wieso bin ich noch nicht drauf gekommen, mir so eine zu kaufen!“ und „Ich hab drei davon und kein Kind, noch Fragen?“

Tabu Schwangerschaftshosen, quasi. 🙂 Meine ist vom Textilschweden und hat im Ausverkauf genau 12 Euro gekostet. Jetzt frag ich mich grad, wo ich solche in Bio und/oder Fair herbekommen könnte.

Ach ja, und der See ist wirklich cool. Und arschkalt, übrigens.

(c) Der Freund

(c) Der Freund

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