Die persönliche Archillesferse

Gestern Abend, nach mehrstündigem Kinder-zum-Lachen-und-direkt-ins-eigene-Ohr-kreischen bringen (es gibt nichts besseres für die seelische Gesundheit als die Dreckslache einer gut gelaunten Fünfjährigen), musste ich nochmal den Kopf durchlüften und ein bissl spazieren gehen. Also beschloss ich, meinen Selbsttest vom Jahresanfang zu wiederholen.

Das Ergebnis war fast das Gleiche. Die Kleidung war mir komplett wurscht, egal, ob Textilschwede, C&A, Vero Moda, New Yorker oder oder oder. Stattdessen zwei neue Impulse: Erstens, das von mir favorisierte Wunschoutfit stand exakt wie von mir beschrieben in der Auslage von New Yorker, was meine Lust an dem Outfit wieder ziemlich ordentlich absenkte. Zweitens waren in der Auslage vom Textilschweden ein paar Sachen, die mich dazu inspirierten, sie selbst nachzunähen. Sollte sowas nicht eignetlich andersrum funktionieren? Sich inspirieren lassen, um es dann billiger nachzumachen? Eine Selbstproduktion wird auf alle Fälle teurer als ein einfacher Kauf mein Textilschweden. Is mir aber wuuuhuuurscht. Zu stark ist der Gedanke beim Anblick der Sachen, wer das wohl produziert hat, und wie. Wäh.

Aber eine Ausnahme gab es. Wieder waren es Stiefel, und wieder im selben Geschäft wie damals. Grau, mit Strickstulpe. Ich hab irgendwie den leisen Verdacht, dass das mit dem Schuhekaufen nächstes Jahr sehr streng kontrolliert werden muss. Stiefel sind einfach meine persönlich Archillesferse…

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3 Gedanken zu „Die persönliche Archillesferse

  1. M_S sagt:

    das schöne ist, wenn man etwas selber macht, kann man sich die farbe selbst aussuchen und an länge/weite etc. etwas ändern, so daß es noch besser passt. und da sich zeitschriften wie burda und co. an der aktuellen mode orientieren, sind passende schnittmuster recht leicht zu haben.

    das selber-machen ist auch ein ganz guter filter – stellt sich raus, dass mir der aufwand doch zu groß ist, ist das teil offensichtlich nicht wichtig genug. damit vermeide ich ganz viele impulskäufe.

  2. Es gibt schlimmere Achillesfersen. Stiefel sind (fast) immer eine gute Investition – vorausgesetzt, es sind gute Stiefel. Man kann sie quasi das ganze Jahr durchtragen und wenn die Qualität stimmt, halten sie auch. Und je mehr man zum Wechseln hat, desto länger halten sie. … OK, irgendwann hat man auch mal zu viele Stiefel. Aber nach einem Jahr Shoppingdiät kann es ja nicht so schlimm sein 😉

  3. sternenzeit sagt:

    Ja selber nähen ist teurer als beim Textilschweden zu kaufen. Mit der Erfahrung ist selber nähen jedoch immer noch günstiger, als wenn man Kleidung gehobener Preisklasse kauft. Desweiteren hält selbst genähte Kleidung länger, die Nähte sind stabiler und eine Reperatur oder Änderung ist leichter zu bewerkstelligen, weil man ja weiß wie genäht wurde. Zu guter letzt ist selbst gemachte Kleidung individueller. Es ist fast ausgeschlossen, dass ein anderer Mensch exakt das selbe trägt wie einer selbst.

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