Neunzig Prozent

Das Ding mit der Wolle als das klimaschädlichste Produkt beschäftigt und nervt mich massiv. Jetzt kann ich wieder anfangen, Ausreden zu suchen, warum Stricken mit Wolle doch besser ist als mit Kunstfaser (Ist es. Glaubt mir.) und warum es im Vergleich zu anderen Hobbies noch echt ein ökologisches eines ist. Raunz. „Gegenargument“, das eigentlich überhaupt keines ist: Konventionelle Baumwolle ist bekanntermaßen auch richtig gack (wobei, viel Wasser verbraucht Biobaumwolle auch). Wahnsinn, das war grad wohl mein schlechtester Übergang ever…

Doch jetzt ist es doch wirklich soweit gekommen – mir ist in den letzten Tagen die Energie fürs Bloggen ausgegangen. Beruflich ist grad so viel Verschiedenes zu tun, dass mir keine Zeit bleibt, drüber nachzudenken, worüber ich denn morgen so bloggen will. Am Abend zuhause bin ich so k.o. im Kopf, dass ich eigentlich den Laptop gar nimmer aufklappen mag.

Drum mach ichs mir heute einfach – und gelobe baldige Besserung: Googlet bitte „ARALSEE UND BAUMWOLLE“. Das war mein „Spaß“ in der Mittagspause gestern. In der Schule noch gelernt, dass der Aralsee „wohl in einigen Jahrzehnten nur noch halb so groß sein wird“, und jetzt weiß man: Es sind grade mal maximal eineinhalb Jahrzehnte vergangen (ich hab natürlich in der Unterstufe davon gehört, hüstelhüstel), und es sind bereits neunzig Prozent der Fläche versandet. Und warum? Es warat wegen der Baumwolle…

 

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2 Gedanken zu „Neunzig Prozent

  1. Ich fürchte, falls Du ein Material suchst, an dem ökologisch wirklich überhaupt nichts auszusetzen ist, musst Du nackt gehen. Denn auch das Bio-Schaf produziert Methan, weil es nun mal nix für seinen Stoffwechsel kann, das wollige Viech.

    Aber das Problem ist doch nicht das pubsende Schaf an sich. Schließlich gibt es schon ziemlich lange Schafe, die das Klima bis dato nicht zum Umkippen gebracht haben. Das Problem sind die inzwischen sieben Milliarden Menschen, von denen ziemlich viele warme Wollpullover haben wollen. Weshalb es auch zu viele Schafe gibt.

    Wenn ich all diese (sicher gut gemeinten) ökologischen Einwände mal zu Ende denke, gibt es eigentlich nur ein konsequent ökologisches Verhalten: sofortigen Selbstmord. Denn egal, was wir essen, trinken, anziehen oder sonstwie tun: alles verbraucht knappe Ressourcen, tut anderen Kreaturen weh und schadet letztlich der Umwelt. Das heißt nicht, dass man nicht versuchen sollte, sich möglichst ökologisch zu verhalten. Aber auch das ist halt immer ein Kompromiss. Und damit muss man leben.

    Also bitte weiterstricken und nicht dafür entschuldigen 😉

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