I love Shopping

Kann es sein, dass ich doch moralisiere und immer spießiger werde? Oder anders gefragt: Wie ginge es euch (insbesondere die Eltern unter euch), wenn in einer Auslage eines Spielzeuggeschäfts kleinen Mädchen erklärt wird, wie super Shopping ist?

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Lauter Plastik-Blingbling und neben einer Schultasche ein Stoffbeutel:

(c) nunette colour

(c) nunette colour

We love Shopping? Ok, wundern tuts mich nicht, und das hier ist nur eine sehr plakative Ausformung der Werbung und Denkweise, der wir sowieso tausende Male am Tag ausgeliefert sind. Aber gleich so plakativ? In einem Spielzeuggeschäft? Oder bin ich jetzt echt zu spießig? Shopping macht Spaß, aus den diversesten Gründen, und viele kleine Mädels werden da jede für sich schon noch draufkommen. Aber muss man sie von vorneherein dort hinerziehen?

Getaggt mit

8 Gedanken zu „I love Shopping

  1. Avatar von M_S M_S sagt:

    natürlich ist werbung „unmoralisch“. aber da haben die eltern die verantwortung, ihrem kind grenzen zu setzen und ihm beizubringen, kritisch zu denken.

  2. Avatar von aniger aniger sagt:

    Das Vorbild erzieht.

  3. Avatar von Mausflaus Mausflaus sagt:

    was mich auch ziemlich ankotzt, ist diese gender-kackscheiße: mädchen gehen shoppen und jungs spielen fußball. da werden die kleinen tussis herangezüchtet…

  4. Avatar von Andrea nukimama sagt:

    Ich find sowas ganz schrecklich. Entsprechend habe ich auch versucht, mein Kind zu erziehen, nicht nur durch Predigen sondern auch durch Vorleben. Ich hatte Glück, bei meinem Kind hat’s gefruchtet, sie interessiert sich überhaupt nicht für Shopping.

    Aber so einfach ist es nicht. Es hat schon einen ganz triftigen Grund, warum es so viele Restriktionen für Kinderwerbung gibt. Ich wundere mich allerdings, warum den Supermarktketten die äußerst beliebten Pickerln vorgeworfen werden. Da finde ich sowas wie diese Auslage und die teilweise regelrecht aggressiven Spielzeug- und Süßigkeitenwerbungen viel schlimmer.

    Nochmals: so einfach ist es aber nicht. Es ist teilweise erschreckend, was für ein gigantischer Druck manchmal herrscht, wobei „Musthave-Marken“ nicht per se gewünscht werden, sondern als Code gelten, wo dazu zu gehören. Und seien wir ehrlich: wir Erwachsene sind ja auch nicht vor diesem Druck gefeit, sonst gäbe es unere ganzen Blogs nicht 🙂 . Man stelle sich vor, wie schwer das dann für pubertierende, unreife, unsichere Teenager ist, die halt einfach dazu gehören wollen.

    Eine Freundin hat eine Tochter, die knapp zwei Jahre älter ist als meine, und hat sie nach den gleichen Grundsätzen erzogen wie ich, lebt auch selbst nach ihren Pronzipien. Und trotzdem hat sie dauernd heftigste Diskussionen, weil das Mädl bestimmte Sachen haben will „weil alle haben die, nur ich nicht, und die lachen mich dann alle aus“…

    Ich bin froh, dass ich nicht mehr fünfzehn bin….

  5. Das is ein Spitzen Thema! Kinder im Shopping Überfluss… Vor kurzem war da auch erst ein spannender Beitrag über Werbung die sich an Kinder richtet und mit welchen Methoden sich zB Mc Donalds direkt in die kleinen Hirne vorarbeitet. Das ist voll grauslich! Schad find ich auch dass vielen Kindern find ich die wirkliche Freude am Geschenk genommen wird wenn man sie so „zuspamt“. Weil da wird nur mehr Fließbandmäßig ein Geschenk nach dem andren aufgerissen und weggelegt….

    • Avatar von nunette nunette sagt:

      mit schaudern erinnere ich mich an letztes Weihnachten, als meine Nichte heiße zehn Minuten, nachdem sie über zwanzig Geschenke ausgepackt hatte, meinte, ihr wäre langweilig….

  6. ich bin ja noch nicht so alt. vor 6 jahren war ich auch noch in der normalen schule. allerdings wars ne privatschule und da war es nie so wichtig wer welche klamotten oder sachen hatte sondern eher wie mans kombiniert hat und wie man als mensch war. ich würde meine kinder wenn ich mal welche habe nach meinen wertvorstellungen erziehen ( individuell sein) und vermutlich auf diese schule gehen lassen,. ich habe schon immer sachen haben wollen, die sonst keiner hatte oder nur sehr wenige. ich mache das immer noch mit taschen von hosen abtrennen oder umfärben oder so. eine starke persönlichkeit kann über so etwas stehen. das ist ganz klar. eltern sollten ihren kindern dabei helfen und sie unterstützen.- und wenn der markenwahn zu schlimm wird, eventuell die schule wechseln lassen. da ja bildung im vordergrund steht und nicht welche klamotten man an hat. zumindest sollte es meiner meinung nach so sein!

Hinterlasse eine Antwort zu 100tageohneklumpert Antwort abbrechen