FairFair – so war das also.

Also. FairFair. Ich versuch mich jetzt mal in einem Rückblick. Kurzfassung: Leiwand wars. Angekommen am Nachmittag, eine Runde gedreht – und meine liebe Ulla vom Buchkontor komplett übersehen. Das Angebot an Ess- und Trinkständen draußen: Absolut fantastisch! Einige werden mir zustimmen: Vor allem die angebotenen Bioweine waren grandios…. so grandios, dass ich etwa eine halbe Stunde vor Beginn der Podiumsdiskussion die Flucht ergreifen musste, da ich sonst stockbesoffen auf der Bühne gesessen wäre.

Dem war dann nicht so, die Diskussion war recht witzig – und je länger sie dauerte, desto mehr Zuhörer hatten wir vier. Es ging um ressourcenschonende Mode – logisch landet man da recht schnell bei Second Hand, Umnähen, Upcycling und Tauschen. Mich beschlich jedoch bald der Gedanke: Moment, wir sind hier auf einer Verkaufsmesse, und zwar einer, bei der es um (und die Anführungszeichen sind sehr absichtlich) „guten“ Konsum geht. Wir sollten den Zuhörern nicht das auch noch vergällen…

(c) Truc Phan

(c) Truc Phan

Also wurde ich zur Vertreterin der freudigen ShopperInnen im Gegensatz zur Tauscherinnen (zweite von links, Veronika Mench von kleiderkreisel.at) und der Upcyclerin und Selbstnäherin (Sonja Wöhrenschimmel, Frau Jona & son, ganz rechts). Insgesamt war es aber eine wirklich feine Diskussion, das wiederholt ausgesprochene Kompliment danach, ich sei so professionell in meinem Auftreten, fand ich in Anbetricht der Tatsache, dass ich grad in der Hitze und ohne was zu essen drei Achterl gezwitschert hatte, besonders amüsant. Tut aber jetzt hier nichts zur Sache, schulligung.

Zurück zur FairFair. Ich versuche hier mal ein Fazit zu ziehen: Eine wirklich wunderbare Messe, die locker doppelt so viele AusstellerInnen haben könnte, es wären lauter tolle Produkte. Vor allem km/a – die machen mich fertig mit ihren tollen Kreationen 🙂 Ich freu mich jetzt schon auf die Messe nächstes Jahr!

Sorry, dass ich da jetzt nicht reflektierter damit umgehen kann, ich bin wirklich ein großer Fan von solchen Messen – einfach, weil so viele davon angesprochen werden, die nicht so völlig auf kritischen Konsum aus sind wie ich, und damit viele auch einige neue Dinge erfahren. Schon klar, die Location spricht auch verdammt viele Bobos an, die bio kaufen, weils cool ist unter Bobos. Doch diesen Vorwurf der Möchtegernbios kann ich nicht gelten lassen – jedes gekaufte Bio- oder Ökoprodukt ist eine Kaufentscheidung, die ein Zeichen setzt.

Selbst gekauft hab ich mir übrigens nix. Dafür ziemlich vielen AusstellerInnen strahlend meine neue Tasche gezeigt….

Getaggt mit , ,

Ein Gedanke zu „FairFair – so war das also.

  1. […] Wort an die liebe Veronika (mit der ich bereits doppelte Podiumsdiskussionserfahrung teile: Die hier und die […]

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