Eine richtige NGO am richtigen Ort

Ich war gestern bei der Premiere von „Population Boom“, dem neuen Film von Werner Boote. Boote reist dreieinhalb Jahre um die Welt, um schlaue Leute zum Thema Überbevölkerung zu befragen. Wirklich rund um die Welt. Ich muss zugeben, der Film ist zwar schön, aber weniger beeindruckend, als ich vorher erwartet hatte – was sicher daran liegt, dass ich mich mit der Thematik sehr viel auseinander setze. Die Aussage des Films kommt nämlich sehr bald heraus: Es sind nicht die vielen armen Leute, die sich intensiv fortpflanzen, das Problem (von wegen Ressourcen und so). Es sind die überkonsumierenden Reichen in der westlichen Welt. Doch das wird von verschiedensten Blickpunkten betrachtet, teilweise mit sehr schönen Bildern.

Ich muss zugeben, ich war SEHR fertig (bin gerade so richtig grandios am krank werden, kein Vergleich zu dem Schwächeln und Kränkeln in der letzten Zeit, und natürlich: Saudeppertes Timing. Eh klar.) und es könnte sein, dass mir ein paar Minuten des Films fehlen – was aber ganz sicher nicht am Film, sondern an meiner Verfassung liegt.

Aber dann kam Dhaka. Echt, ich hör „Bangladesch“ und bin putzmunter, es ist einfach so ein spannendes Thema für mich. Und in Dhaka trifft der Herr Boote Farida Akhter. Die Frau ist hochengagiert, unter anderem leitet sie UBINIG, eine NGO in Bangladesh, die ich grandios finde. Echt die Entdeckung des Films (dabei kommt das im Film gar nicht vor, aber die Frau, die ist super!):

UBINIG’s stated goals include equality and justice, diversity, and the promotion of social rights and responsibilities. It seeks to train communities in environmental concerns, trade policies, family planning, and labor rights, particularly as they apply to women employed in the clothing industry. It has conducted research on the nutritional values of regional food suppliesand made major contributions to the formulation of policies protecting biodiversity in the region. The organization opposes the use of hybrid seed varieties in the region as requiring burdensome purchase costs along with additional needs for fertilizers, pesticides, and water. In 2008, the organization expressed its opposition to a leading Bangladeshi NGO, BRAC, which promoted hybrid varieties.

Wieso wird so tolle Arbeit eigentlich immer von NGOs gemacht? Die genau nix dafür verdienen?

Ja, rhetorische Frage.

Die Welt ist unfair und gemein.

Aber wenigstens gibts UBINIG. Tolle Themen!

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