Was Baumwolle mit entstellten Frauen zu tun hat

Vor wenigen Tagen lief im TV eine erschreckende Doku über pakistanische Säureopfer – Frauen, die meistens von ihrem Ehemann übergossen werden. Erschreckend, traurig, unfassbar, wie machtlos die Frauen dort sind – beziehungsweise wie langsam sie derzeit an Macht gewinnen (was wiederum doch Hoffnung gibt). Die ganze Sendung lang ging es um entstellte Frauen, den Versuch eines Schönheitschirurgen mit pakistanischen Wurzeln, diese optisch wieder her zu stellen, und das sehr mutige juristische Vorgehen eines Opfers gegen ihren eigenen Ehemann.

In einer sehr kurzen Sequenz wurde dann die Frage beantwortet, woher die Männer so leicht an Säure kommen. Sie kommt bei der Verarbeitung von Rohbaumwolle zum Einsatz.

Es ist so frustrierend, wie unschätzbar viele negative Auswirkungen es im Zuge der textilen Lieferkette gibt. Gut, die Säureeinsätze sind ein Nebeneffekt, der in keine direkten Zusammenhang mit Fast Fashion steht. Dennoch: Strengere und klarere Regelungen in der Baumwollproduktion könnten vielleicht sogar absurderweise Frauen davor schützen, durch Säure entstellt zu werden. Kranke Welt.

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3 Gedanken zu „Was Baumwolle mit entstellten Frauen zu tun hat

  1. Gibt es die Doku online? Oder hast du den Link bewusst nicht reingestellt?

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