50.000 Eier. Bistdudeppert.

Ich hab mich mal wieder in einem spannenden Buch festgelesen – und das kommt aus der komplett entgegengesetzten Ecke der Textilproduktion herangeschwemmt. Da gehts nicht um böse Fast Fashion, um Ausbeuterei und um Massenproduktion, sondern um den perfekten, maßgeschneiderten Mantel aus Stoffen, die bis zu 7000 Dollar (Pfund? Grad vergessen) pro Meter kosten: „Der perfekte Mantel. Handwerk, Luxus, Leidenschaft – Die Geschichte eines 50.000-Dollar-Mantels.

Es liest sich echt, als würde es fünf bis zwanzig Parallelwelten auf dieser Erde geben. Da kommen Dinge vor, die erträum ich echt nicht im Wildesten, und dennoch gehts um Textilproduktion. Ich bin zwar immer noch glühender Fan von Kelsey Timmerman, seine Mischung aus Personalisierung, Erklärung der ernsthaften Hintergründe und einem Humor, dass ich alle paar Seiten schallend auflachen muss, ist einfach gewaltig. Aber Schwärmerei-Ende, es geht um den Perfekten Mantel. Dieses Buch liest sich auf eine sehr andere Art und Weise ebenfalls sehr spannend. Ergo: Lesetipp.

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Foto (c) Eden Books

Was ich allerdings alle paar Seiten denke: „50.000 Eier. Bistdudeppert.“

Mein perfekter Mantel ist übrigens – oh Überraschung – ein anderer. Der hier. 🙂

Getaggt mit ,

2 Gedanken zu „50.000 Eier. Bistdudeppert.

  1. Kann ich mir schon vorstellen: Mit Muster, das an jeder Schnittkante passend angesetzt wird, das keine unschönen Brüche entstehen, hauts sicher einige Meter Verschnitt raus. Und bei solchen Objekten wird sicher auch einiges per Hand gestichelt. Das man das nicht mit Billigstoff macht, versteht sich dann von selbst.

    Trotzdem sind 50.000 Dollar natürlich für Ottilie Normale verflixt viel Geld. Für solche Menschen wie Paris Hilton und „richtige“ Promis aber vermutlich nur ein Taschengeld.

  2. Deborah sagt:

    Hallo Nunu, du hast „Der perfekte Mantel“ auch entdeckt. 🙂 Ich war begeistert davon und fand die Geschichte faszinierend und spannend. Kurz danach habe ich dann „Ich kauf nix“ gelesen. Beide Bücher haben mich nachdenklich und neugierig gemacht. Ich beschäftige mich nun viel mehr mit bewusstem Konsum und versuche, meinen stark einzugrenzen.

    Liebe Grüße
    Deborah

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