10 Tipps gegen Konsumrausch für Wienerinnen und andere

Ich mag sie ja, die Wienerin. Ich mag sie sehr. Auch wenn es eine klassische Frauenzeitschrift ist, in ders in einer Ausgabe ums Abnehmen und in der nächsten ums „Lieb dich so wie du bist“ geht – hin und wieder haben sie wahre Perlen des Frauenprintmagazinhochglanzjournalimus. So zum Beispiel in der aktuellen eine Geschichte zu Dopamin und Konsumrausch.

Dopamin ist das Hormon, das in uns ausgeschüttet wird, wenn wir Glück empfinden. Und Konsum-Sucht ist de facto eine Sucht nach dem Ausstoß von Dopamin in unserem Körper. Der Kick, wenn man shoppen war, eben. Der kann aber auch echt was (übrigens, persönlich Erfahrung: Der kann noch viel mehr, wenn man ihn sich selten gibt…). Der Haken am Dopamin: Wenn man sich den Kick einmal gegeben hat, muss er beim nächsten mal heftiger sein. Beim ersten Mal reicht eine Kleinigkeit in der Einkaufstasche, beim nächsten Mal muss es dann doch schon ein Markenprodukt sein, damit das Dopamin ordentlich durch die Adern fetzt.

Der Artikel (Seite 166!) beschreibt auch gut, was ich „drüber schlafen“ nenne. Nicht sofort den Gelüsten nachgeben, die sich einem in den Weg werfen, sondern erst mal Zeit vergehen lassen und überlegen, ob man das Teil wirklich will. Und braucht! Ich finds sehr spannend, dass diese Gelüste und Konsumverhalten im Allgemeinen echt auch durch klassische Biochemie erklärt werden kann.

Ich erlaube mir jetzt, auch direkt aus der Wienerin zu zitieren – es werden 10 Tipps gegen Konsumrausch aufgeführt, die gerade jetzt im Advent (shoppen für andere) und umgehend danach (Geschenke umtauschen, Ausverkauf, kaufen für sich selbst) sicherlich ganz praktisch sind. Im Grunde sind einige davon wirklich No-Na, aber die Auflistung find ich hübsch. Nur: Wenn ich schon so frech bin und abschreibe, müssts ihr bitte eine Sache schon kaufen: Die neue Wienerin. Damit die nicht böse auf mich sind, weil ich „klaue“. 🙂

Also.

  1. Tun Sie Dinge, die Sie lieben. (…) Die Liebe und Leidenschaft zu täglichen Aufgaben steigern Wohlbefinden und Befriedigung.
  2. Selbstwertgefühl. Tun Sie alles (außer shoppen!), was nötig ist, um sich selbst mehr zu mögen: Tanzkurs, Klavierstunden, …
  3. Sport: Wissenschaftler der Universität von Exeter vermuten, dass körperliche Aktivität Botenstoffe im Gehirn dazu veranlasst, Süchte und Gelüste einzudämmen.
  4. Spontanität: Kleine Fluchten aus dem Alltag machen glücklich. (…) Spontan Ausflüge unternehmen, Rucksack packen und los!
  5. Spazieren gehen. Am besten in der Natur! Natur erdet, ordnet die Gedanken und macht glücklich.
  6. Stress in Grenzen halten. Manchen Stresssituationen kann man bewusst aus dem Weg gehen. Stress sorgt bekanntlich für Frust und dieser fordert Kompensationen.
  7. Ausreichend schlafen. Wer zu wenig schläft, greift schneller nach Süßem und nimmt schneller zu. Der Energiemangel und das Bedürfnis, das auszugleichen, steigert das Verlangen nach Zucker (Anmund ergo nach Kaufrausch im Supermarkt).
  8. Hand- und Gartenarbeit. Nähen, Stricken, Gartenarbeit und jedes andere Handwerk wirken nicht nur beruhigend aufs Gemüt. Das sichtbare und greifbare Ergebnis sorgt für innere Befriedigung und Zufriedenheit.
  9. Entschleunigung. Weniger ist mehr. Je langsamer wir werden, desto aufmerksamer (…).
  10. Sex: Dass man beim Sex jede Menge Glückshormone ausschüttet, ist bekannt. Aber auch schon Berührungen und Umarmungen sorgen für Stabilität und Zufriedenheit bei der Bewältigung des Alltags.

 

Getaggt mit

3 Gedanken zu „10 Tipps gegen Konsumrausch für Wienerinnen und andere

  1. Wann kommt Tipp Nr. 10? 😄

  2. Vielleicht sollten wir mal eine eigene Liste erstellen. Die Tipps der Wienerin sind nur bedingt hilfreich, finde ich. Zumal ich auch nicht weiß, wie’s meine Freundin finden wird, wenn ich künftig sage: Du können wir jetzt bitte sofort Sex haben, sonst kaufe ich gleich ein Kleid. 🙂

    • AS sagt:

      *gg*
      – ausserdem bringens die liste in geänderter reihenfolge dann gegen liebeskummer, winterdepri, midlife…etc pp…geht dann sicher als „nachhaltig“ durch 😉

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