Nicht nur faire Textilboutiquen sollten wir retten

Ich hatte ja die Ehre, bei Pub’n’Pub eine Podiumsdiskussion moderieren zu dürfen, in der es um den stationären Buchhandel und die Herausforderung Amazon ging. Die Diskussion: sehr spannend. Anwesend: Lauter Leute aus der AutorInnen- und/oder BuchhändlerInnen und/oder Verlagsszene. Klar waren wir uns alle einig, Amazon ist böse. Aber als Klaus Werner-Lobo mal ausholte und mal erklärte, was eigentlich alles wirklich so scheiße ist an Amazon, war es schon sehr still im Tanzcafe (nachzulesen übrigens sehr kompakt im Schwarzbuch Markenfirmen, das ich kritischen LeserInnen innigst ans Herz lege).

Neben Textilien gehts mir nämlich auch bei sonstigem Konsum daran, ein bissl nachzudenken. Ich liebe meine Buchhandlung im Bezirk, also kaufe ich meine Bücher dort und nicht im Internet. Genauso geht es mir mit Optikern, Schuhhändlern, Modeboutiquen (natürlich nur bio und fair :D), Uhrmachern und sonstigen Geschäften, die das Stadtbild in meinen Augen weiterhin bestimmen sollten, und nicht nur die Filialen großer Ketten.

Die Fotos des Events will ich euch nicht vorenthalten, das Tanzcafe Jenseits ist einfach so eine lässige Location, und lauter Buchmenschen auf einem Haufen, hach, schön war das. Wer dabei sein will und den stationären Buchhandel unterstützen will: Hier entlang bitte!

Alle Fotos: (c) Arno Ebner für Pub’n’Pub Wien. Dankeschön!

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3 Gedanken zu „Nicht nur faire Textilboutiquen sollten wir retten

  1. Gabriele sagt:

    Sowohl Dein Buch als auch das Schwarzbuch Markenfirmen habe ich bei Amazon gekauft. Das ist mein Dilemmma. Ich glaube, Autor_innen (Verlage?) können die Listung bei Amazon nicht unterbinden, oder? Wurde dazu etwas gesagt?

  2. Stefanie sagt:

    Also ich verstehe diesen Amazon-Hype eh nicht?
    Ist doch viel schöner, die Atmosphäre in einem „richtigen“ Buchladen zu genießen, zu blättern, sich inspirieren zu lassen (so bin ich schon auf viele Bücher gekommen, die ich im Netz sicher nie bestellt hätte). Und wenn ein bestimmtes Buch nicht vorrätig ist, bestelle ich es im Laden, einen Tag später ist es da, keine Versandkosten … und ich kanns vor allem abholen, wenn ICH Zeit habe. Muß nicht überlegen ob ich Päckchen heimschicken lasse … und es irgendein netter Nachbar annimmt – oder in die Arbeit (die Lieferdienste beachten oft nicht unsere Öffnungs- und Dienstzeiten). Eventuell dann bei der Post abholen oder irgendeinem Lieferdienst hinterher telefonieren und hoffen, daß der neue Liefertermin klappt usw. usw.
    Das find ich viiiiel nerviger – mal abgesehen von der Kritik an Amazon!
    Aber natürlich will ich auch weiterhin Buchläden – am liebsten „freie“, nicht nur die großen Ketten, in meiner Stadt haben … und die halten sich nur, wenn man auch bei ihnen einkauft 🙂
    Mein (freier) Buchladen ist übrigens auch an das Zentralverzeichnis der deutschen Antiquariate mit angeschlossen, kann also ganz bequem über den Laden antiquarische Bücher beziehen (ohne die Versandkosten, wenn ich direkt beim Händler bestellen würde).
    Amazon nutze ich nur manchmal für englische Sachbücher, weil die über den Buchhandel oft kompliziert bis gar nicht zu beschaffen sind.

    Auch alles andere kauf ich lieber vor Ort ein – nach dem Motto sehen, fühlen, entdecken, inspirieren lassen 🙂 Versand nutze ich nur, was hier in der Kleinstadt zu bekommen ist – und dann auch lieber kleine Manufakturen, rein virtuelle Shops, Dawanda etc. etc.

    Und zum vorherigen Kommentar: ist doch egal, wo ein Buch „gelistet“ ist und ob es Amazon führt – wichtig ist, wo WIR es kaufen?! Ob wir große Konzerne mit oft schlechter Personalpolitik und Arbeitsbedingungen – oder Läden vor Ort unterstützen wollen, große Ketten oder freien Einzelhandel? Der Konsument hat die Macht 🙂

    In diesem Sinne, lieben Gruß aus Bayern,

    Stefanie

  3. […] Werner-Lobo, Petra Hartlieb, Sonja Franzke und Constantin von Ridder sowie Moderatorin Nunu Calla [ihr Rückblick]. Die Stimmung war fein, die Nacht lang, die Gespräche intensiv. Ein besonderes Dankeschön an […]

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