Von Andreas Gabalier und meinen Zehennägeln

Offtopic, aber mir wichtig:

Ich hab mich mal einem akustischen Problem gewidmet, dem Herrn Gabalier, drüben auf FischundFleisch. Und was da mit den Frauen, die ihn gerne hören, eigentlich vorgeht. Ganz abgesehen davon gibt es noch Unmengen andere Gründe, den Typen entweder für komplett bescheuert oder für gefährlich zu halten. Ich finds nicht lustig, wie er mit einer Heimatromantik spielt, wie sie vor ein paar Jahrzehnten schon in war. Und auch dieser Text von wegen dass Maipfeiferl schnitzen ehrliche und echte Werte fürs ganze Leben sind, und lieber Herrgott und so…. eigentlich machts mich sprachlos, löst ein dumpfes Gefühl von Bedrohung in mir aus, dass der ein Weltbild der rechten Volksseele vermittelt und unterstützt – seine halbherzigen Distanzierungen von der FPÖ kann er sich da echt mitsamt dem Gel in die Haarwurzeln massieren.

Aber zurück zu meiner eigentlichen Intention: Frauen fliegen reihenweise auf diesen Blender und sein höchst verzopftes Frauenbild rein. Ich hab mir dazu meine Gedanken gemacht,zu lesen auf FischundFleisch und nun auch hier:

Warum Andreas Gabalier schlecht für meine Zehennägel ist. 

Ich habe keinen blassen Schimmer, was mich gerade antreibt, aber ich höre gerade Andreas Gabalier. Warum? Weil der Typ mir allein schon durch seine Medienauftritte das Geimpfte hochkommen lässt, und ich mir jetzt mal anhören wollte, was der in seinen Songs so vermittelt. Fehler. Mir ist jetzt wirklich schlecht. Immer wieder muss ich an das berühmte ZiB24-Interview mit ihm bezüglich der Hymne denken, als er meinte, er verehre die Madln, jeder der seine Songs hört, wisse das.

Nicht die Frauen. Immer die „Madln“. Und die „Dirndln“. Mit denen er im Arm an den See will, die sollen ihren sexy Body ins Badegwand schwingen, unwiderstehlich wie Himbeereis sind sie, wenn sie mit dem Schulterblattl zucken, muss man sie „zuwadruckn“, der Lidschattenblick verzückt Männer, und – mein „Favorit“ – „so manche flinke Hand hat sich die Finger verbrannt beim Schenkelinnenseiten auf- und niedergleiten“. Das sind Zitate aus ganzen zwei Songs von Gabalier, mehr hab ich dann leider doch nicht geschafft. Es rollt mir die Zehennägel hoch, ich empfinde fast schon körperlichen Schmerz, wenn ich so etwas höre. Und wie deppert diese Texte sind, ganz abgesehen von diesem fürchterlichen Frauenbild, das er vermittelt! „Unser Verlangen ist ein anderes als das der Damen, weil wenns einmal passt, ja dann gemma halt an heben“ – also das hat der Danzer (oder wars der Fendrich?) mit seinem charmanten „Fett wie ein Radierer“ auch schon besser ausgedrückt.

Aber mir geht es gar nicht um ein allgemeines Gabalier-Bashing, sondern eigentlich mehr um seine weiblichen Fans. Liebe Frauen, die ihr Gabalier mögt: Bitte warum?!? Was genau reizt euch an dieser Lederhosen-Romantik? Ich finde es zwar leider in den heutigen, sehr unsicher gewordenen Zeiten verständlich, aber unglaublich traurig, dass sich so viele Frauen wieder nach den alten Rollenbildern zurücksehnen. Damals, als die Welt noch heil, die Bettwäsche rotkariert und gebügelt war und der Schweinsbraten ohne der Zutat „schlechtes Gewissen“ auf den Tisch kam. Es ist ein trügerisches Bild von Sicherheit, diese Vorstellung von Buam, die die Madln „zuwadruckn“ können. Es ist auch völlig ok, sich nach Einfachheit und Unkompliziertheit im Leben zu sehnen!

Aber leider, liebe Frauen, die ihr gern den kernigen Buam hättet, der sich nach einem harten Arbeitstag in der Lederhose breitbeinig an den Tisch setzt, an den ihr ihm sein Abendessen serviert: So einfach ist das nicht. Denn dieses Sicherheitsgefühl, nach dem ihr euch sehnt (und das Gabalier in seinen Songs vermittelt), geht Hand in Hand mit einem Ausliefern. Wenn sie sich zuhause den ganzen Tag um die saubere Bettwäsche, den herzhaften Braten und den zuckersüßen Lidschattenblick kümmert, ist er derjenige, der für finanzielle Sicherheit zu sorgen hat. Oder sie ist Superwoman und bekommt mit links einen Job und gleichzeitig ohne seine Hilfe Haushalt für zwei und Alltag geschaukelt. Respekt vor diesen Frauen – ich würd das nicht hinkriegen (wollen). 

Frauen können heutzutage unabhängig sein, auf eigenen Beinen stehen. Gerade wir Frauen hier in Österreich haben unglaubliches Glück: Wir leben in keinem Weltbild, in dem Frauen sich grundsätzlich unterzuordnen haben. Wir müssen uns nicht mehr abhängig machen von einem Mann, eine Ehe ist schon lange keine wirtschaftliche Zweckgemeinschaft mehr – und das, meine lieben Frauen, ist nämlich die andere Seite dieser guten alten, ach so einfachen Zeiten, von denen Gabalier singt. In seinen Liedern schwingt in meinen Ohren auch ein richtig hässliches Machtspiel mit: Nein, lieber Herr Gabalier, das ist kein Respekt, den sie Frauen da entgegenbringen in ihren Liedern. Das ist ein sexistisches Herabschauen, ein Runterkürzen von Frauen auf ihre Optik und ihr liebes, im Optimalfall harmloses Wesen. Es macht mich völlig wuggi, dass so unglaublich viele Frauen das auch noch gerne anhören, und freiwillig in diese Weibchen-Rolle reinschlupfen wollen!

Ich weiß, ich male gerade mit schwarz und weiß und unterstelle Gabalier, die (wirtschaftliche) Unterdrückung von Frauen zu propagieren, aber: Ich kannte mal eine kinderlose Hausfrau. Ich respektierte ihre Entscheidung für diese Lebensweise komplett, aber verstanden hab ich sie nie so wirklich. Mich würde es wahnsinnig machen, mich beruflich nicht ausleben zu können und dann auch noch finanziell von meinem Mann abhängig zu sein – und dabei bin ich meilenweit vom klasssischen Typus Karrierefrau, wie wir ihn im Kopf haben, wenn wir das Wort hören, entfernt! Hin und wieder beneidete ich sie sogar, wollte mit ihr tauschen. Doch mir war auch klar: Das hätte ich genau drei Wochen durchgehalten, dann hätte ich komplett am Rad gedreht. Warum komm ich grad auf sie? Weil sie glühender Gabalier-Fan war (und wohl auch noch ist) und ihn mir gegenüber mal fast schon aggressiv verteidigt hat …

Weibliche Unabhängigkeit bringt natürlich auch Verantwortung fürs eigene Leben mit sich. Verantwortung, die ich sehr gerne trage, weil ich emotionale Entscheidungen, wie ich leben will, nicht auf der wirtschaftlichen Situation oder einfach nur Meinung anderer aufbauen will. Und weil ich ehrlich gesagt auch lieber einen Mann an meiner Seite habe, der mich um meiner selbst will, und nicht nur, weil ich so schön mit den Schulterblattln zucken kann.

Lustig, während ich mich über Andreas Gabalier aufrege, äußern sich meine Freunde auf Facebook unter dem entsprechenden Post zu 50 Shades of Grey. Ok, gut, beides hat was mit einem Selbstbild von Frauen zu tun, das Frauen einfach nicht gut tut, und zwar genau gar nicht, sondern das ein „Selbstbild durch die Augen von Männern“ ist.

 

24 Gedanken zu „Von Andreas Gabalier und meinen Zehennägeln

  1. lenelein sagt:

    Wenn du dich so glücklich fühst, weil Frauen sich selber entscheiden können, solltest du auch ihre Entscheidungen respektieren. Ich verstehe auch nicht, wie man sich so abhängig machen kann. Aber ich respektiere, dass sie sich so entscheiden. Eine Abhängigkeit heißt eben auch, dass man keine Entscheidungen treffen muss und jemand anderes die Verantwortung übernimmt. Wenn man sich vom Leben überfordert fühlt, ist das bestimmt eine attraktive Alternative!

    Und genauso wie du könnte ich mit einem Gabalier (von dem ich noch nie was gehört habe btw) nicht glücklich werden. Aber für andere Frauen mit anderer Persöhnlichkeit mag so ein Macho, der ihr Leben organisiert, das höchste Glück der Welt bedeuten. Die Freiheit zu wählen, die der Feminismus will, bedeutet eben auch, dass man wählen kann Hausmütterchen zu sein. Und das man diese ENtscheidung respektiert, auch wenn man sie nicht wirklich verstehen kann…

  2. Hm, ich steh auch nicht unbedingt auf gabalier aber ich finde die musik jetzt nicht so schlecht und ganz ehrlich für meine Töchter ist mir das deutsche gesinfe doch wesentlich sympathischer als so mancher englische song (bestes Beispiel vor einem oder zwei jahren blow my whistle).
    Jeder muss nur vor sich selbst (und gott wenn man dran glaubt gzw wenn man svn.. baut vor Gericht) verantworten.
    Ich kenn viele hintergründe nicht

    Und ganz ehrlich das mit denn Töchtern in der Nationalhymne geht mir sowas von am A…
    Haben wir Frauen das tatsächlich notwendig?

    Lg Claudia

  3. Silvana sagt:

    also ich bin auch nicht DER gabalier-fan, nichts desto trotz, soll er seine weiblichen fans haben. ich bin mir auch sicher, daß diese damen nicht wirklich auf den text hören, also bewußt und von daher daß nicht wirklich durchschauen. da gibts weit schlimmere dinge. ich finde auch, daß man nicht alles auf der welt zu eng sehen soll und nicht alles bis aufs letzte durchleuchten soll. am ende haben die fans doch spaß mit dem herrn gablier und das zählt doch auch. ich kenne weibliche fans, die sich in ihrem privatleben in keinster weise unterdrücken lassen, nur weil sie seine musik oder was auch immer an ihm mögen…
    ich finde das mit den töchtern in der hymne auch so was von übertrieben….als hätte die menschheit keine anderen sorgen…

    • VRR84 sagt:

      Richtig Silvana ganz ihrer Meinung man muss ihn ja nicht mögen, aber wir hören auch die Texte die andere nicht hören also die die absolut nix mit partyhits und Oktoberfest zu tun haben sondern die die tief ins innere blicken lassen aber dazu sollte man sich mal die Zeit nehmen… ZB. Engel oder amoi seg ma uns wieder, um nur zwei davon zu nennen… Fakt ist Geschmäcker sind zum Glück verschieden was für mich aber noch lange kein Grund ist jemanden schlecht zu machen so wie Frau Kaller es hier macht …

      • Silvana sagt:

        naja, ich frag mich halt, wie viele menschen eigentlich texte von sängern hinterfragen? bei deutschen vielleicht noch mehr, aber bei englischen schon gar nicht. darum ist in der hinsicht denk ich, der spaß an erster stelle zu sehen. verstehe aber nun schon auch „die botschaft dahinter“, die nunu damit meint. eines möchte ich auch klarstellen. ich wollte sie in keinster weise beleidigen oder mit „menschheit hat andere sorgen“ verärgern. das ist ja wirklich eine floskel und sollte nicht so unbedacht verwendet werden…meine meinung ist nur, daß man eben nicht alles und jedes durchleuchten kann, bzw. daß dann solche kommentare von eingefleischten fans kommen ist auch klar irgendwie 🙂 (ich bin kein fan, aber mag ihn trotzdem den gablier)
        übrigens, ich liebe deinen blog nunu 🙂

  4. Andrea sagt:

    es geht um die generelle botschaft dahinter, die der alpen-öhi proklamiert ebenso wie der 50sog schas – wichtiger oder net, des kann a was und wirkt auf die MASSE – und die ist wie man weiß herdenvieh määäääh.

  5. Claudia Brandl sagt:

    Ich als erwachsene Frau, bin immer schwer davon begeistert, wenn mir jemand sagen möchte, was ich zu mögen und worüber ich mich aufzuregen habe. Wieso wird eigentlich immer der Eindruck vermittelt, dass Frauen nicht selbstständig denken können und nicht in der Lage sind sich selbst eine Meinung zu bilden?

    Sind wir dank dem, was viele für Emanzipation halten wirklich so weit, dass die Meinung herrscht man müsste uns mit der Nase auf Aufreger stoßen die eigentlich keine sind?

    Ich für meinen Teil habe mich damals aus freien Stücken dazu entschieden mir ein Lied von Andreas Gabalier anzuhören. Es stand auch niemand aus seinem näheren Umfeld, seinem Management oder sonst wer hinter mir und hat mich mit einer an meinen Kopf gehaltenen Waffe dazu gezwungen ihn zu mögen.

    Danke, dass solche Frauen wie sie mit ihren Pseudoproblemen dafür sorgen, dass Männer wohl immer über uns grinsen werden, weil wir uns über Nichtigkeiten aufregen und aus einer Mücke einen Elefanten machen.

  6. Petra Appel sagt:

    einen größeren Gefallen hätten sie Andreas Gabalier nicht tun können, dank ihrem Artikel bleibt sein ame weiterhin in aller Munde, nur ihren Namen hat man nach dem Lesen des Artikels leider schon wieder vergessen, wir in Deutschland hören auch Andreas Gabalier und sind wahrscheinlich schon etwas länger „emanzipiert“ wie die Frauen in Österreich
    Und danke für den Alpenöhi, deshalb singt er ja jetzt das neue Titellied von Heidi

  7. Gabriele sagt:

    Ich weiß überhaupt nicht wie ich bisher ohne Ihre „emanzipierten“ Kommentare ein glückliches Leben mit meinem Mann erleben konnte. Bin seit 43 Jahren verheiratet, Mutter von einem Sohn und stehe immer noch im Berufsleben. Ich komme aus Deutschland und bin, wie auch mein Mann, seit 4 Jahren bekennender Andreas-Fan. Hierfür gibt es viele Gründe, die ich aber nicht weiter ausführen möchte, da sie bei Ihnen ja eh kein Gehör finden werden. Was die Welt nicht braucht sind Frauen wie Sie, die meinen die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben.

  8. Elke L. sagt:

    Sie brauchen sich ganz sicher keine Gedanken um die weiblichen Fans von Andreas Gabalier machen, (was ist eigentlich mit den Männern?). Wir sind auch berufstätig, gehen einer Arbeit nach, die uns wichtig ist und uns Spass macht, ziehen Kinder groß, bleiben zu Hause oder auch nicht. Sie machen es sich da wirklich sehr einfach, uns alle in einen Topf zu werfen, gerade so ein Schubladendenken ist gefährlich, nicht, sich mal als „Rehlein“ oder „Zuckerpuppe“ bezeichnen zu lassen. Wobei diese Texte durchaus ironisch gemeint sind, was Ihnen wohl noch nicht aufgefallen ist.

    Herr Gabalier hat sich als Lebenspartnerin auch kein kleines süsses Hascherl ausgesucht, das zu Hause sitzt und ihm Schweinsbraten kocht und auf seine Rückkehr abends wartet. Sie ist im Gegenteil genauso erfolgreich unterwegs, wie Sie die Frauen gern hätten.

    Es spricht auch nichts dagegen, als erfolgreiche Frau auf eines seiner Konzerte zu gehen und ein bisschen der Lebensfreude, die er dort so erfolgreich versprüht mit nach Hause nehmen zu können. Gönnen Sie sich den Spass doch auch ruhig mal und hören Sie sich auch die ernsten Lieder an, denn es steckt mehr in ihnen, als Sie wohl jemals erkennen können.

    In diesem Sinne, es geht uns Gabalier-Fans gut,
    machen Sie sich keine Sorgen, wir haben einfach Spass am Leben.

    LG aus Hamburg,
    Elke L.

  9. Passuth sagt:

    Elke eine gute Frage. Mein Mann (leider verstorben) war auch bekennender Andreas Gabalier Fan und meine 2 Neffen 18/22 Jahre auch. Wie werden DIE jetzt bezeichnet.. Ich bin aus Hannover u. auch ein Fan. Nehme dafür lange Bahnfahrten auf mich. . Herr Gabalier strahlt so viel positive Lebensfreude aus, dass ich dabei alle Sorgen und trüben Gedanken vergesse.

  10. Gabi sagt:

    Auch ich bin bekennender Andreas Gabalier Fan, und zwar zu 100 %. Seine Lieder gehen unter die Haut und haben mir in schwieriger Zeit sehr geholfen. Ich nehme auch lange Wege aus Deutschland in Kauf, um bei seinen Konzerten dabei zu sein. Er ist im der Lage, seine positive Laune an uns Fans weiter zu geben. Ich lasse mir niemals was anderes einreden!!!

  11. Bea sagt:

    Ich finde diese geistigen Ergüsse echt nervig. Ich habe jetzt einmal ein wenig im allgemeinen Liedgut recherchiert:
    Ich ficke eure Teeniemütter-Zahnspangen-Gang

    Deine Fans sind alle Transen und Junkies

    Maischberger will mein Sperma

    Yeah, Journalist, Faustschlag, Schmerzensgeld

    Doch ich bereu‘ dich nicht – keine Nacht
    Denn diese Zeit hat mich – stark gemacht

    Baby, Du bringst Licht in meine Welt wie niemand sonst
    Die Art wie du deine Haare zurückwirfst, haut mich um

    Die schönsten Augen der Stadt
    Jagen mich heut‘ Nacht
    Nur wenn ich besoffen bin

    Beim Alpenglühn, heimwärts wir ziehen,
    Berge, die leuchten so rot
    wir kommen wieder, denn wir sind Brüder,
    Brüder auf Leben und Tod

    Da lieb ich mir doch die Geballert Texte, die tollen Fans und meine rot lackierten Zehennägel!

    Ich möchte ausdrücklich keinen der (absichtlich nicht namentlich) zitierten Künstler in Misskredit ziehen!!! Musik ist Geschmacksache und das ist gut so!

  12. Daniela Stolz sagt:

    Sehr geehrte Frau Kaller,

    Bewusst schreibe ich hier mit meinem echten Namen, denn zu fürchten habe ich nichts.
    Ich möchte Ihnen einmal von mir erzählen. Ich eine junge Frau (bald 28 Jahre) aus Deutschland.
    Ich kann behaupten, dass ich mit beiden Beinen im Leben stehe, dass ich meinen Weg gefunden habe und ich weiß, wie ich leben möchte und wie nicht.

    Ich bin Erzieherin, mit Leib und Seele. Werte und Normen weiterzuvermitteln ist mein Beruf…. nein, meine Berufung! Den mir anvertrauten Kindern möchte ich zeigen, dass die Welt BUNT und facettenreich ist.

    Frauen wie Sie, unterteilen die Welt in Ihren Statements in Schwarz / Weiß. Rechts / Links …Gut / Schlecht. Das sehe ICH als schädlich an, denn so spaltet sich die Gesellschaft, so spalten sich bald die Frauen untereinander.

    Und Sie zeichnen das Bild einer Bedrohung, die ich beim besten Willen nicht zu erkennen vermag.

    Im vorigen Jahr wurde ich auf Herrn Andreas Gabalier aufmerksam. Mir gefiel seine Präsenz, seine Echtheit. Nicht zuletzt seine Musik. Ich habe meine Großmutter im Sommer verloren. Ich gab mich unnahbar, ganz cool „Ja sie war alt…irgendwann muss man eben gehen“…. Erst das Lied „Amoi seg ma uns wieder“ von Herr Gabalier konnte mir Tränen entlocken, ich konnte meine Trauer zulassen, ich wusste wieder, das Weinen okay ist. Dafür bin ich diesem Mann, diesem Menschen, unendlich dankbar!

    Ich informierte mich über ihn, seine Geschichte, seine Lieder und sein Leben. Besagte Texte, in welchen er über Frauen, Madeln, „Dirndlein“ singt, sah ich nie als Angriff auf mich oder auf uns Frauen – im Gegenteil: ich höre sie gerne, mit einem Augenzwinkern und nehme sie mit einer Prise Humor.

    Ein Mensch der sein Heimatland liebt und dies zum Ausdruck bringt, ist kein Nazi!
    Ein Mann der schöne Frauen mag und sie in seinen Liedern besingt, ist kein Verbrecher!

    Herr Andreas Gabalier ist eine große Bereicherung in meinem Leben, ich möchte ihn nicht mehr missen.

    Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit

  13. Silvia Sinner sagt:

    Also auch ich bin bekennender Gabalier Fan und dafür brauche ich mich nicht zu verstecken das gebe ich offen und ehrlich zu.Seine Fans sind stolz auf ihn und stolz Gabalier Fans sein zu dürfen um ihn auf seinem Weg zu begleiten.Ich frage mich was Sie gegen seine Texte haben mir ist das lieber wie ein Rapper der sinnlose und auch nicht immer jugendfreie Texte von sich läßt.Deshalb freut es mich immer wieder auf seinen Konzerten soviel Jugend anzutreffen die mitsingen,tanzen und feiern.Sowieso ist bei ihm jedes Alter vertreten junge und junggebliebene.Und sicher sind unter seinen Fans keine begriffsstutzigen Hascherln die sonst nur zuhause sitzen und warten das sie abends dann den Ehemann bekochen dürfen.Sondern die einen Beruf haben,Familie haben und das gerne tun.Und das letzte was der Hr.Gabalier will ist Frauen zu unterdrücken.Dann hätte er ja nicht soviele weibliche Fans.Und wir fühlen uns alle wohl in seiner Gesellschaft und genießen seine Musik,die Texte und auch seine so symphatische,lustige,liebe Art,seine Lebensfreude ist total ansteckend.Man sieht ihm an was er für einen Spaß und eine Freude dort oben auf der Bühne zusammen mit seinen Fans hat.Und auch die Fans genießen es mit ihm zusammen zu feiern und zu singen und einfach nur Spaß zu haben.Das WIR Gefühl ist ganz stark und keiner würde auch nur irgendwas auf ihn kommen lassen.Genau deshalb sind wir stolz Gabalier Fans zu sein und die ganze Familie Gabalier zu unterstützen und das lassen wir uns auch von niemanden madig reden.

  14. Ich bin 100% Andreas Gabalier Fan und ich steh dazu, egal was andere sagen. Also was in mir vorgeht, wenn ich die Musik von Andreas höre, er berührt mein Herz, ich bin glücklich, mir geht es gut und er singt auch Lieder, die zum nachdenken anregen. Man kann bei seinen Lieder feiern, tanzen, aber genauso auch still dasitzen und in sich hinein hören. Und ich finde es nicht lustig, dass Sie Andi für bescheuert empfinden. Man sollte sich besser informieren, anstatt vorschnell zu urteilen. Dazu muss ich mal nichts sagen, Sie hören zwei Lieder von Andreas und meinten schon, Sie könnten schlecht über Ihn reden, wie arm ist das den. Warum ich Andi mag kann ich dir sagen, er ist ein liebenswerter sympathischer Mensch, er verbreitet so viel Lebensfreude, er ist ehrlich, bodenständig und steht mit beiden Beinen im Leben.

  15. Jessie sagt:

    Ohje, ich kenne den Mann gar nicht und kann zu dem Thema selbst gar nichts sagen. Aber die Kommentare hier erinnern mich doch stark an die Zeiten in der neunten Klasse, wenn man was gegen die Backstreet Boys gesagt hat…da sind die Fans auch immer so schön hochgegangen. Warum hat man denn als erwachsener ‚Fan‘ (räusper)das Bedürfnis, seinen ‚Star‘ so zu verteidigen? Der ist doch alt genug. Wenn Herr Gabalier sich selbst hier zu Wort meldet wird es wieder spannend.

    Gute Besserung, Nunu!

  16. Stefanie sagt:

    100 % Fan … wie alt seid ihr hier?? 😉
    Aus dieser kritiklosen Verehrung ist man doch normalerweiser irgendwann rausgewachsen?!
    Und kennt irgendjemand von euch diesen Gabalier „in echt“, sein privates Menschsein … oder nur seine öffentliche Rolle?

    Ansonsten ziehts mir ebenfalls die Zehennägel hoch, wenn jemand eine Frau als Madl und Dirndl bezeichnet … hab mich schon jungen Jahren gegen Mädchen und Fräulein verwehrt! Und seine Texte sind natürlich rückwärtsgerichtet und entsprechend dem Zeitbild der Fünfziger, der heilen Welt der Volksmusik und Rock’n’Rolls, wie will man als Künstler, der sich Volks-Rock’n’Roller nennt auch anders darstellen?

    Nunos Ursprungstext könnte ich eins zu eins übernehmen … natürlich respektiere ich usw. usw. – finde aber höchste bedenklich, daß die Frauen(bewegung) grad ziemlich rückwärts marschiert!

    Und ebenfalls finde ich bedenklich, daß ein Künstler eigenmächtig die Nationalhymne seiner Heimat, die er ja wohl hoch schätzt, uminterpretiert … auch wenn ich als Deutsche die österreichische Hymne nicht kenne?!

  17. […] Spielsachen, Duschgel oder Packerlsuppen gibt. Ich mags nicht, wenn Frauen zu Madln, Dirndln oder Weibs(n) werden (liebe SPÖ: Wäh. Von euch “Weibsn” fühle ich mich als Frau in […]

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