Etwas wissen und danach handeln: zwei Paar Schuh…

Schon ein paar Tage her, aber hier noch nicht präsentiert: Greenpeace Deutschland hat eine Studie unter Jugendlichen durchgeführt. Sie wollten wissen, wie das denn so ist mit den Teenies und der ökofairen Mode. Das Ergebnis: Bescheid über die schlechten Arbeits- und Umweltbedingungen in der konventionellen Modeproduktion wissen fast alle.

Yeah. Ich werte das bereits als großen Erfolg, das „spread the message“ hat also wirklich geholfen.

Aber danach wirds ein bissl traurig: Was Alternativen angeht, informieren sich Jugendliche nicht, sondern rennen weiterhin zu Textilschwede und Co. Die negativen Tatsachen werden im Laden umgehend ausgeblendet, wenn einem der neueste heiße Scheiß vorm Gesicht hängt (und ja, ich kann das nachvollziehen, mir gings vor meiner Shoppingauszeit ähnlich). Ökofaire Marken sind schlicht nicht bekannt.

Ich les sowas ja als Auftrag, in Zukunft also wieder vermehrt Labels vorstellen. Mach ich doch gern! 🙂 Das erste Fotoexperiment dazu hat schon mal ordentlich Spaß gemacht! Und übrigens: Für Österreich gibt es eine laaaaaaaaaaaaange Liste an Shops, in denen man ökologische Mode kaufen kann!

Was leider auch fehlt, ist das Bewusstsein für Alternativen. Tauschen, Second Hand, DIY, all das sind sehr leiwande Arten, an eigene Kleidung zu kommen (wobei ich bei DIY nachvollziehen kann, dass das jetzt nicht zwingend für Teenager Hobby Nr. 1 wird).

Ich sag mal so: Teil eins, die Information, ist erreicht. Jetzt muss das Alternativendenken und -handeln losgehen! Etwas wissen und danach handeln sind halt immer noch zwei Paar Schuh…

Die in meinen Augen spannendsten Ergebnisse habe ich aus der Präsentation selbst, die man hier finden kann, per Screenshot gespeichert:

greenpeace jugendliche studie 1 greenpeace jugendliche studie 2 Greenpeace jugendliche studie 3

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4 Gedanken zu „Etwas wissen und danach handeln: zwei Paar Schuh…

  1. Kati sagt:

    Ich kanns ein Stück weit schon verstehen. Einen H&M hat man inzwischen in jeder Kleinstadt, nachhaltige Mode gibts verstreut in 2 oder 3 kleinen Boutiquen, die man vielleicht auch gar nicht (er)kennt. Aber dass die Jugendlichen Bescheid wissen, ist schonmal ein Schritt in die richtige Richtung, und in meinen Bekanntenkreis kenne ich schon einige, die Angebote wie Kleiderkreisel und Tauschpartys nutzen. Ich werd mir die Studie nachher mal in Gänze durchlesen, ein spannendes Thema 🙂

  2. Edith sagt:

    Hallo,
    auch wenns nicht ganz zum Beitrag passt…ich habe mir heute die Marken angesehen, die bei der Fair Wair Foundation dabei sind. Völlig überraschend hab ich dort auch Takko entdeckt – die interessieren mich zwar von der Mode her gar nicht, aber für mich stellt sich dennoch die Frage, ob es „fairer“ ist bei denen zu kaufen als beispielsweise bei Zara, Mango und dergleichen. Für mich passts nicht zusammen – falls du da mehr Infos hast und eine ruhige Minute zum Niederschreiben, würd ich deine Meinung dazu spannend finden!

  3. […] dem Beitrag Etwas wissen und danach handeln: zwei Paar Schuh zitiert sie aus einer Studie, in der Teenager nach ihrem Klamottenkauf gefragt wurden. Zwei ihrer […]

  4. Suschna sagt:

    Hi, ich habe mir die beiden Screenshots gemopst und hoffe, das ist ok. http://textilegeschichten.net/2015/05/01/helden-der-flickenkiste-maigrun-lilo-pulver-und-fast-fashion/
    Vielen Dank für all die gute Info hier, ich muss mich noch weiter durchwühlen.

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