Norwegen vs. Kambodscha geht (hoffentlich) in die zweite Runde

Es gab ja vor einiger Zeit diese Geschichte einer norwegischen Zeitung, die drei BloggerInnen nach Kambodscha schickte. So richtig unreflektierte Modebloggerinnen, die keinen Gedanken daran verschwendeten, wo ihre Sachen eigentlich her kamen, wo sie produziert wurden und von wem. Diese bekamen dann nicht nur einen Reality Check, sondern eine echte Realitywatschen (ich habe meine anfängliche Kritik, siehe erster Link, übrigens nach einem Interview, siehe zweiter Link, etwas runterkorrigiert).

norwegblogtask

Zwei dieser Bloggerinnen gehen nun in die zweite Runde – sie wollen nochmal nach Kambodscha und dort weitermachen, wo sie aufgehört hatten. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung – allerdings wird gerade erst noch per Crowdfunding das Geld dafür zusammengekratzt. Mich wundert zwar etwas, dass das nicht nochmal von der Aftenposten finanziert wird – nachdem der Erfolg ja weltweit riesig war und sich die Aftenposten da sicherlich durch Branding gscheit profiliert hat, ists etwas seltsam, dass das Produktionsteam jetzt über 30.000 Euro braucht. Ich finds dennoch sehr spannend und hoffe auf Fortsetzung, da diese beiden Mädels das schaffen, was ich immer wieder versuche und so gern schaffen würd: Sie erreichen die jungen, unreflektierten Modemädels. Die Dreizehnjährigen, die ihr Taschengeld zu Bikbok oder Forever21 tragen. Und um die gehts, diese KundInnen werden die Zukunft der Modeproduktion stark beeinflussen.

Hier gehts zur Kickstarterseite von Sweatshop II.

3 Gedanken zu „Norwegen vs. Kambodscha geht (hoffentlich) in die zweite Runde

  1. Kristiane sagt:

    Interessant fand ich es auch zu beobachten wieviel Aufmerksamkeit der Doku durch hiesige Fashion-Blogger-Größen zukam: Eindeutig zu wenig. Die ‚Großen‘ haben die Doku meines Wissens nach nahezu völlig ignoriert. (Ich lasse mich gern korrigieren)

    Und ja, schade ist das. Denn ich bin ganz Deiner Meinung. Diese Blogger-Mädels sind ‚opinion leader‘ wie es so schön heisst. Es ist mehr als schade, dass diese Macht immer noch so selten positiv genutzt wird :/

  2. Schanet sagt:

    es macht schon sinn, dass das der Aftenposten nicht finanziert. mit „teil 2“ wollen die neuen? macher ja wirklich was verändern und mit crowdfunding bleiben sie unabhängig

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