Eine halbe Stunde Weinrot

Ich lebe noch! Die Reise (China) war fulminant, beeindruckend, erschreckend, anstrengend, saucool, schwer motivierend. Jetzt bin ich seit ein paar Tagen wieder da und genieße diese unglaublich saubere Stadt, diese Menschen in der U-Bahn, die sich entschuldigen, wenn sie dich versehentlich berühren, und diese Ruhe! Hab heut noch einen Waldspaziergang am Programm, nach dieser 18-Millionen-Stadt bitter nötig 🙂

Aber nun zum eigentlichen. Ich liebe ja Pinterest. Ich hole mir dort Inspiration fürs Stricken, für Outfits, fürs Kochen, für alles eigentlich. Und dieses Bild hat es mir schwerstens angetan letztens, ich fand dieses Rot, und diese Farbkombi einfach famos.

burgundy mini

Quelle: pinterest.com

Und sooo schwer ist Minirocknähen jetzt nicht wirklich, ich hab das im Sommer ja schon mal gemacht, damals mit meinem aktuellen Farb-Klatsch Olivgrün. Diesmal sogar ausnahmsweise zum Komolka gegangen, weil ich in der Farbe nix beim Müller fand. Heute Vormittag eine halbe Stunde an die Nähmaschine und tattaaa (das Ding ist – verdammtes Augenmaß – so eng geworden, dass ich nichtmal einen Gummizug einnähen muss, hat auch Vorteile 🙂 ). Aber ich finds super, ist doch halbwegs nahe dran, oder? Ich trag dazu übrigens meine heißgeliebte Second-Hand-Lederjacke, in der ich eigentlich im Grunde gerade wohne, und meine ebenso heiß geliebten Kleiderkreisel-Stiefel, vom Schuster am Schaft enger genäht. Hinter mir liegt meine mit Daniela getauschte Tasche, ein Teil, das bei ihr im Kleiderschrank verstaubt ist, und mich sogar auf die chinesische Mauer begleitet hat.

Was meint ihr? Ist doch halbwegs nah dran, oder? Kosten: 15 Euro für den Stoff, eine halbe Stunde Arbeitszeit (fertigen Rock auf den Stoff legen, einfach drumherum zuschneiden, zusammennähen, oben den Bund einfalten. Drei Nähte. Fertig.), und fertig ist die happyhappy Nunu in Weinrot! Was ich damit sagen will: Nein, man muss nicht Zalando und Co sofort nach einem weinroten Minirock absuchen, man kann einfach selbst machen! Und Spaß machts auch!

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7 Gedanken zu „Eine halbe Stunde Weinrot

  1. madameflamusse sagt:

    ich hab mir letztes Jahr einen weinroten Minirock gestrickt, ich liebe das Teil 😀

  2. Käfa sagt:

    schoarf!

  3. Frau Maus sagt:

    Schaut super aus, ich versuchs auch lieber mit selber macht, klappt zwar nicht immer, aber immer öfter 🙂

  4. fairlockend sagt:

    Was hast du denn in China gemacht? 🙂 Warst du beruflich mit Greenpeace da?
    Selber nähen ist eine tolle Idee, meistens sind die Stoffe aus dem Laden ja aber auch nicht fair und ökologisch produziert worden. :/ Die Auswahl an solchen Stoffen finde ich noch relativ klein, leider.

  5. Franzi sagt:

    Nunu, wie schön, dass Du wieder da bist!

  6. Mimi L. sagt:

    Das ist lustig, ich hab mir vor kurzem auch genau so einen Rock genäht – naja, ein bisschen länger. Meine Inspiration kam von Ellamara (http://ellamara.de), die bei Geschickt eingefädelt einen Bleistiftrock aus Jersey genäht hat und für die Materialwahl von der Jury nicht gerade gelobt wurde. Ich fand den Rock aber super und wollte unbedingt auch so einen haben.

    Aber sag, wie hältst du es beim Stoffkauf? Da sollte man doch auch auf faire Produktionsbedingungen, Umweltaspekte etc. achten, oder? Und zB nur GOTS-zertifizierten Stoff kaufen. Dann wird die Näherei halt um einiges teurer und ganz so viel Auswahl gibts halt auch nicht – wobei der Stoffsalon da schon einiges auf Lager hat.

    • nunette sagt:

      Ich gehe normalerweise liebend gern zum Müller, der ja bekanntermaßen nur Restbestände aufkauft. Das ist in meinen Augen auch ökologisch, da diese Stoffen andernfalls weggeworfen werden müssen. Dieser rote Stoff ist schändlicherweise vom Komolka, weil ich beim Müller nix in der Farbe gefunden hab. Stoffsalon ist natürlich auch sehr leiwand, die mag ich auch sehr.

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