Fünf Jahre und ich lerne es nicht…

Es ist doch unglaublich. In den letzten Tagen hab ich mich auf meinen Arsch gesetzt und ein paar Dinge erledigt, die schon lange angestanden sind. Ich hab das gesamte Manuskript nochmal durchgearbeitet. Ich hab für die Friedensflotte ein paar Sachen eingestellt. Ich hab Blogbeiträge geschrieben, meine Motivation für ichkaufnix.com wieder gefunden. Schreiben macht wieder Spaß. Ich hab berufliche Mails endlich erledigt.

Und zwischendurch immer wieder wunderbar prokrastiniert, das ging bis hin zum Wohnungsumstellen. Wunderschöne Tage mit Freunden und Familie zwischendurch verbracht.

Und jetzt bin ich so weit, dass alles auf Schiene ist. Alles, was ich in den kommenden Tagen zu tun habe, ist so weit vorbereitet, dass ich bereits weiß, wann ich mich wofür wieder vor den Laptop setzen muss. Ein wohliges Gefühl von „ich bin mit ein paar Dingen, die mich seit dem Winter belastet haben, langsam, aber sicher fertig“ macht sich in meinem Bauch breit.

Eigentlich eh leiwand, nüm?

Das komplett Irre daran jedoch: Ich habe gerade eineinhalb Stunden auf Kleiderkreisel und Co. verbracht, weil ich mir „was gönnen“ wollte als Belohnung. Herst Nunu, du hast vergangene Woche dein Wohnzimmer mit einem neuen Sofa ausgestattet, du hast erst diese Woche ein neues Kleid GESCHENKT bekommen, was is mit dir?!?!

Fünf Jahre Fast-Fashion-Konsumkritikerin, und immer noch stolpere ich in die Belohnungsfalle. Die „Man gönnt sich ja sonst nichts“-Falle. OIDA!!!!

Man muss echt aufpassen wie ein Haftlmacher, dieses Konsumdenken hat uns wirklich derartig im Griff….

Und nein, ich hab nix gekauft – grad noch 😉

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5 Gedanken zu „Fünf Jahre und ich lerne es nicht…

  1. Anna sagt:

    Geht mir leider auch immer wieder so… Leider bestelle ich aber meist dann doch, schicke es aber wieder zurück. Noch besser wärs, ich würde endlich aufhören, was zu bestellen! Nervt mich auch tierisch. Dazu hab ich doch eigentlich soooo viele Sachen!

  2. Esther sagt:

    Das Gefühl kenne ich und ich glaube da sind wir nicht alleine. Bei mir sind die „Belohnungen“ aber mittlerweile nicht Kleidungsstücke oder irgendein Schnickschnack, sondern Bücher oder Eintrittskarten für Events, Seminare und Konzerte. Die Eintrittskarten finde ich vollkommen in Ordnung, denn da erlebe ich einige und lerne auch noch etwas. Bei den Büchern, die ich lese, steht zwar auch das Lernen im Vordergrund, aber trotzdem fühlt es sich für mich manchmal einfach nicht richtig an. Ich kaufe mir diese Bücher, da ich mir Dinge anmerken und markieren will um zu lernen, zu reflektieren und umzusetzen. Vielleicht bin ich da aber auch zu kritisch?!

  3. Monika sagt:

    kann ich absolut nachfühlen! und zwar nicht nur mit kleidung sondern grundsätzlich mit jeglichen konsumgütern… und am ende liegts dann eh nur in der ecke und nimmt platz weg! definitiv etwas, von dem ich ein lied singen kann, was ich aber wirklich in den griff kriegen möcht. sogar wenn man nichts kauft ists wirklich schad um die zeit, die man damit verbracht hat, irgendwas zu finden, was man nie gebraucht hat. naja, nicht über vergossene milch weinen, lieber sich in zukunft einmal mehr mehr dran erinnern 🙂

  4. Dade sagt:

    Mir gehts absolut genauso. allerdings kaufe ich auch oft zum trost. Gerade wenn meine Probleme riesigb sind, wird auch mein Rachnungsstapel riesig…

  5. Anna-Sophie sagt:

    Same here. Der Drang nach etwas Neuem im Kleiderschrank kommt immer wieder. MeinK Kleidungskonsumverhalten hat sich innerhalb von 1,5 Jahren grundlegend geändert und ich bin sehr happy, dass ich auf Fast Fashion verzichte und jeden neuen Kauf bewusst abwäge und abwarte.

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