Archiv des Autors: nunette

Gegenwind ausm eigenen Land

Der Textilschwede wird vom schwedischen TV böse kritisiert. Mit englischen Untertiteln. Viel gibts dazu nicht zu sagen – außer: Und nochmal 20 Minuten, die mich davon abhalten, 2013 wieder schwach zu werden.

 

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Pünktlich zum miesen Wetter

…hat Greenpeace mal wieder Outdoorkleidung auf Schadstoffbelastungen getestet. Das Ergebnis ist mal wieder recht grauslich. Mal wieder.

Kleiner Vorgeschmack gefällig?

Getestet wurden 14 Outdoor-Textilien, darunter auch zwei in Österreich gekaufte Kinderjacken der Marken Northland und Seven Summits. Die untersuchten Jacken und Hosen enthalten einen erschreckenden Chemie-Cocktail. In jedem Produkt konnten hormonell wirksame Stoffe nachgewiesen werden. Diese Substanzen können die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen oder das Kind im Mutterleib schädigen. Sie sind so langlebig, dass sie sogar schon im Blut von Neugeborenen oder in der Muttermilch nachgewiesen werden konnten.

Per- und polyfluorierte Chemikalien sind chemische Verbindun gen, in denen die Wasserstoffatome am Kohlenstoffgerüst vollständig (perfluoriert) oder teilweise (polyfluoriert) durch Fluoratome ersetzt wurden. Die künstlichen Bindungen aus Kohlenstoff und Fluor kommen in der Natur nicht vor und sind so stabil, dass sie sich kaum oder gar nicht mehr aus der Umwelt entfernen lassen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass diese Chemikalien mittlerweile weltweit nachgewiesen werden: vom Schnee in den Alpen bis in die Tiefsee. Auch Blut von arktischen Eisbären und Dung von Pinguinen aus Feuerland ist mit PFC belastet.

Mahlzeit. Hier gehts zum kompletten Report.

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Der Mustang unter den Stricknadeln

Wenn man neue Hobbies entdeckt, dann entdeckt man da plötzlich einen ganz eigenen Markt. Da entstehen gleich ganz neue Konsumwünsche, mein lieber Schwede! Ich kann mich noch gut erinnern, als eine liebe Freundin, die seit Jahren leidenschaftlich strickt, zum Geburtstag quasi den Ford Mustang Baujahr 1968 in der Stricknadelliga geschenkt bekam:

Knitpro Symfonie ROSE Deluxe Set

Knitpro Symfonie ROSE Deluxe Set

.Damals hab ich nicht ganz verstanden, wieso nicht nur ihr vor Freude, sondern auch einigen ihrer Freundinnen vor Neid quasi der Sabber geronnen ist. Tja, so ändern sich die Zeiten: JETZT versteh ichs. Das Teil und dazu noch solche Anstecknadeln in den Größen 10, 12 und 15….dann bräucht ich wohl nie wieder neue Nadeln. Hach.

Nein, ich bin stark. Ich werd mir die nicht zulegen. Das Auto vom Service, die Gasrechnung, das Parkpickel und noch so einige andere Argumente sprechen da dagegen…

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Es wär mal wieder soweit

Für alle Wiener LeserInnen: Bitte denkts daran, falls ihr warmes Zeug ausmistets. Ich werd demnächst auch eine nicht mehr getragene (beziehungsweise erst dreimal angehabte) Jacke hinbringen. Die braucht sicherlich jemand dringender als ich.

 

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Individueller Nichtkonsum

Wir waren die letzten Tage beim Vater des Liebsten am Land. Dort haben sowohl der Bruder des Liebsten samt dessen Frau sowie wir beide uns je ein Zimmer im Haus renoviert. Die Unterschiede sind so wahnsinnig bezeichnend: Während das Zimmer des Bruders eine Möbelschwedenwerbung sein könnte (das ist nicht negativ gemeint, das Zimmer ist recht nett geworden), ist das vom Liebsten und mir noch etwas zusammengewürfelt. Aber wir sind beide einfach unglaublich stolz, weil wir ein altes Yokabett neu stoffbetackert haben, uralte Nachtkastln selbst abgeschliffen und lackiert haben, den Boden selbst verlegt haben, den Tisch im Zimmer selbst gebaut haben – und der alten Ikea-Kommode werden wir demnächst noch mit Spraydosen und Farbfolien zu Leibe rücken… aber eines ist auch klar: Fertig und stimmig ist unser Zimmer noch lange nicht. Das, was der Bruder an zwei oder drei Wochenenden geschafft hat, dafür werden wir wohl noch so einige Wochenenden bis zum Sommer brauchen. Seltsamerweise bin ich da plötzlich ganz geduldig – und das, obwohl „Ungeduld“ mein zweiter Vorname sein könnte.

Worauf ich hinaus will? Dass nicht nur bei der Kleidung gilt, dass es immer neu sein muss. Etwas selbst zu produzieren oder zu verändern, macht einfach nicht nur wahnsinnig viel Spaß, sondern bringt auch wirklichen Individualismus. Unsere Nachkastln: Die hat niemand sonst. Pah. Meine Tasche auch. Soviel ist sicher: Dabei bleib ich, auch nächstes Jahr.

(c) nunette colour

Diese Kastln waren früher braun, beige und gagerlgelb. Und das Bett war altrosa. Samt. Uah.

Und bevor wer raunzt: Ja, Lampe und Mistkübel sind vom Möbelschweden. Den ich ja immer noch sehr mag. Auch wenn bei dem auch nicht alles rosarot rennt.

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Happyhappy

Draußen Sauwetter? Egal! Happyhappy!

(c) nunette colour

(c) nunette colour

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Dumme Kanarienvögel und Shoppingboykott wegen Tiertransporten

Also erstens Mal: Kanarienvögel sind natürlich nicht dumm. Aber ich habe die menschliche, weibliche Version eines Kanarienvogels getroffen, der man dieses Attribut doch recht bald anheften mochte. Aber ich bin ganz allein selbst schuld dran, dass ich dieses Vögelchen getroffen habe: Ich war nämlich bei der Barbara Karlich Show. Keine Ahnung, was mir da eingefallen ist, als ich da zusagte. Aufnahme war schon Ende Juni, gestern wurde gesendet. Und ich habe es absichtlich nicht angekündigt – einfach, weil ich mich bei den Aufnahmen erstens ziemlich fremdgeschämt habe, und zweitens, weil es mir währenddessen eigentlich dann auch ein bisschen peinlich war, dass ich zugesagt hatte. Es war einfach die pure Neugierde gewesen, obs dort wirklich so absurd zugeht wie von Bekannten berichtet. Ja, tut es. Das Wort Sozialporno triffts ganz gut…

Die natürlich unglaublich toll vorbereitete Moderatorin erklärte, dass ich mir ein Jahr keine Kleidung kaufe, weil ich mal Tiertransporte gesehen hatte …. what the f…? Mein Projekt wurde nicht erklärt. Die Diskussion war unglaublich platt. Wer es sich antun will, bitteschön – ein Klick aufs Bild führt in die TV-Thek. Sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Screenshot tvthek.orf.at

Screenshot tvthek.orf.at

Was ich wirklich amüsant fand: Die haben ein paar Monate später nochmal angerufen, wollten mich als Gast haben – und wussten nicht, dass ich schon dort war. Sorry, die genier mich nicht nochmal. Ich will da jetzt gar nicht tiefstapeln oder angeben oder in welche Richtung man auch immer das auslegen mag: Ich war dort, hatte vorher meine Zweifel, die Zweifel haben sich bestätigt, ich bereue es nicht, aber schreib halt auch, dass es eher auf der nicht soooo besonderen Seite war. Gar nicht. Buuuaah.

Aber eines war es absolut wert: Meine saucoole Mama – die allerbeste Mama der Welt, die man haben kann -, im Fernsehen ….

Screenshot tvthek.orf.at

Screenshot tvthek.orf.at

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Aaaaaaw!

Bestechende Logik! 🙂 Ich mag sie, die bewaffneten Engel…..

 

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Jetzt spinnt sie endgültig

Weil ich ja grad so gut in Form bin, was Selbsttests angeht, und außerdem leidenschaftlichst blogge (merkt mans? 🙂 ), starte ich im November auf www.reduse.org einen einmonatigen Selbsttest: Ich werde keine Getränke aus Dosen trinken. Was spannend wird, weil mein Körper auf Kaffee mit Magenschmerzen (Espresso) oder Montezumas Rache (Caffe Latte) reagiert. Und ich definitiv kein Mensch bin, der morgens aus dem Bett steigt und wach ist. Meistens wache ich so richtig erst am Weg ins Büro auf – aber auch nur, wenn ich am Fahrrad unterwegs bin (das morgen eingewintert wird, seeeuuufffzzz).

Bald bin ich dosenlos

Bald bin ich dosenlos

Also, ein Monat lang selbstteste ich mich für GLOBAL 2000, und hier gehts auch weiter. Würd mich trotzdem freuen, wenn ihr hin und wieder auch beim Dosenlos-Test vorbeischauen wollt…ich fürchte irgendwie grad, dass der härter wird als der Shoppingboykott….

PS: Nein, ich wurde nicht gefragt, es war meine eigene Idee. Die ich wohl noch bereuen werde…

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Dirty White Gold – the Cotton Film

Ich hab ja vor einiger Zeit schon über die Selbstmorde indischer Baumwollbauern geschrieben. Filmemacherin Leah Borromeo ist dem nachgegangen. Sie verfolgt in einer Doku den gesamten Entstehungsweg von Baumwollkleidung.

Documentary journalist and troublemaker Leah Borromeo is making a film about fashion and its real victims. She is on a mission – she wants to make ethics and sustainability in the fashion industry the norm, not the exception, by making the supply chain transparent.  And she is on a journey to find out how to make this a reality. (…) The journey ends with us – and what we can do not just to look good, but do good. But this is not just another campaigning film. Leah’s a troublemaking Situationist journalist and friend to The Yes Men, Reverend Billy and the Space Hijackers. She never does things by halves and here, she has a naughty plan (shhhhh it’s a secret).So it won’t be a film that hits you with the worthy stick. It will be quirky, funny and have a subversive twist. Think Newsnight meets the Yes Men at a toga party…after they found the free tequila.

Klingt schon mal höchst sympathisch. Doch so eine Produktion bezahlt sich nicht von alleine – und sie ist noch nicht ganz ausfinanziert. Dabei helfen kann man hier – um 15 Pfund kann man sich den Film, sobald er fertig ist, bereits vorab runterladen. Find ich spannend, überleg grad, ob ich das machen soll… bin nämlich wirklich sehr neugierig auf den Film, und gegen meine Neugierde ist noch kein Kraut gewachsen.

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