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Eineinhalb Jahre gepennt

Boah, ich ärger mich grad. Ich hab mich echt geschlagene eineinhalb Jahre gewundert, wieso ich verhältnismäßig so wenige Email-Follower hier am Blog habe (gemessen an dem, wie oft ich Blogs schnell mal abonniere). Und dann komm ich drauf: Oh hoppla, ich hab ja gar keinen Button dafür am Blog! Blind für eineinhalb Jahre, muss man mal schaffen!

Entdeckt, geändert. Man kann mir jetzt auf Facebook folgen (ok, das kann man schon länger), mich per Email abonnieren und, weil ich grad dabei war, auch auf Bloglovin verfolgen.

Hier der Screenshot für diejenigen, die zu faul sind, runterzuscrollen. Trotzdem rentiert sich runterscrollen, weil dort die Buttons auch wirklich funktional sind 😀

einstellungen

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Nunu Rollt Blogs

Also eigentlich war ich ja in den letzten eineinhalb Jahren kein richtiger Blog. Habe ich im Zuge meiner Abschlussarbeit gelernt. Ich hab nämlich aus kommunikationstheoretischer und -strategischer Sicht übers Bloggen geschrieben. Einfach, weil ich mich selbst in den letzten Jahren selbst angefixt hab mit dem Bloggen, a.k.a.: Ich steht auf Bloggen und Blogs und BloggerInnen und überhaupt…

Aber aus kommunikationstheoretischer Sicht hat ein Blog einige Grundbedingungen: Kommentierfunktion, umgekehrte Chronologie der Beiträge, und…. eine Blogroll. Also eine Linkliste. Und die hatte ich bisher nicht, hab immer nur innerhalb meiner Beiträge verlinkt.

Gestern Abend während der ersten Hälfte (uiuiuiui…) Österreich – Irland hab ich diese Liste angelegt.

Da les ich.

Viel Spaß beim Durchstöbern!

 

PS: Weils grad die Anfrage kam: Von der Startseite aus gelangt man direkt zur Blogroll, indem man im Hauptmenü mit dem Cursor über „Da kauf ich“ fährt. Ist als Submenüpunkt angelegt, sonst wirds unübersichtlich…

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Rock am Rad? Manchmal! Rad am Rock? Auf alle Fälle!

Könnt ihr euch an diesen Rock erinnern? Fanny, die Designerin, schrieb mir kurz danach beeindruckend nonchalant: „Ich schenk dir einen!“

Bitte was?! Das ist jetzt schon das zweite Mal, dass ich was geschenkt bekomm, das mit meinem Blog zu tun hat… unglaublich. Ich freu mich wie ein kleines Kind, es ist doch einfach super! Ich will gar nicht angeben, aber wenn ich schon etwas bekomme, das noch dazu fair produziert ist und soooo leiwand aussieht, dann zeige ich das auch gerne her. Kleine Ironie am Rande: Ich habe gestern bei einem fairen Label aus Wien angerufen, um die wunderbare Yvonne Lacina, die auf der WearFair & mehr die Podiumsdiskussion und die Modenschau moderieren wird, einzukleiden. Nema Problema, gerne bekommt sie ein Kleid. Und ich hatte sogar ein schlechtes Gewissen beim Anfragen, einfach, weil ich in diesem Fall Schnorren sehr schwierig finde. Wir fordern, dass Leistung fair bezahlt wird – und schnorren uns gleichzeitig die Kleider für gratis. Immerhin, Yvonne trägt das Kleid sicherlich werbewirksam, das ist ja der Sinn der Sache. Und ich? Ich versuche, hier am Blog werbewirksam zu sein.

Daher: tadaaaa! Das schöne Stück!

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Das Rad ist doch echt genial! Fotografiert hat Fanny es in Amsterdam. Und ich stells mir grad sehr lustig vor, wenn eine gewisse Fahrradbesitzerin aus Amsterdam irgendwann mal in Wien urlaubt und plötzlich komm ich ihr in dem Rock entgegen, auf dem ihr Fahrrad abgebildet ist! Auf DAS Gesicht wäre ich dann wirklich gespannt… 🙂 🙂

Bei Fabrari gibt es übrigens noch jede Menge andere tolle Motive – wer sich traut, aufzufallen, die ist bei ihren Sachen gut aufgehoben!

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Hochglanz-Teilen

Ich muss gestehen, ich habe nicht gar nix geshoppt in Berlin – gut sortierten Zeitschriftenläden in Deutschland kann ich oft nur schwer widerstehen, es gibt echt einige Titel, die es nicht nach Österreich schaffen. Bei diesem Magazin bin ich mir nicht sicher, entdeckt hab ichs auf alle Fälle am Berliner Bahnhof:

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Ich finds sehr spannend, dass die „Wirtschaft des Teilens“ inzwischen Hochglanzniveau erreicht hat – es ist einfach „in“, zu teilen, zu tauschen und vor allem drüber nachzudenken, was man wirklich braucht und ob man wirklich so viel neu konsumieren muss. Insofern bin ich alles andere als eine Trendsetterin 🙂

Ich bins noch nicht ganz durch, aber mein erster Eindruck: Es hat schon sehr klar eine recht elitäre Bobo-Zielgruppe, von car2go bis airbnb und sonstigen Dingen, die man nicht tauscht oder teilt, um sich sein Leben leisten zu können. Sondern man teilt und tauscht, weil man es sich leisten KANN. Ich sehe diesen Trend nicht unbedingt nur unkritisch, denn genau dadurch besteht meiner Meinung nach die Gefahr, dass der Trend nur Trend bleibt und nicht Lebensstil wird.

Dennoch: Sehr schönes Magazin, voller Themen, die (mich Bobo 🙂 ) interessieren, und eine gute Idee der Burda Journalistenschule!

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Amsterdam ist online

Seit einigen Tagen ist er geöffnet. Wer? Mein Untergang. Einerseits bin ich höllisch froh, dass es ihn nicht schon im vergangenen Jahr gegeben hat (damals, als ich noch gar nicht shoppen durfte), andererseits bin ich höllisch froh, dass es ihn jetzt gibt: Den Onlineshop von Cora Kemperman.

Und ich find ja diesen Style hier seit Wochen sehr super, sowohl den assymetrisch geschnittenen Pullover als auch den langen Rock mit den Zipps. Gemeinsam mit den erwünschten Bikerboots würde das als Komplett-Schwarz-Outfit mit meiner grauen Jacke vom Flohmarkt und einer coolen Tasche schon verdammt lässig aussehen, glaub ich.

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Ich überleg hin und her und hin und her und bin wahrscheinlich ein sehr gefundenes Fressen für jene, die die Verbleibsstatistiken in Onlinestores auswerten. Ich versuch mal, das gestern Abend Passierte zusammenzufassen.

Rock, schwarz, meine Größe, ab in den Einkaufswagen, oleole.

Pullover, scheisse, gibts nicht mehr in schwarz, nur noch in einem knalligen Blau (mir zu knallig), einem lässigen, aber auch sehr knalligen Pink (hab eine Weste in der Farbe, danke, erledigt), und einem petrol. Petrol? Petrol as in „dunkles Türkis“? Geeeehtscho! Ab in den Einkaufswagen.

Was gibts eigentlich sonst noch so im Store? Klick Klick Klick….lässige Weste! DIE gibts in Schwarz! Vielleicht schaut die ja gut zu dem Rock aus! Im gleichen Moment weiß ich: Nö, tut sie nicht, denn genau das Assymetrische des Pullovers macht den Style aus. Trotzdem, ab in den Warenkorb.

Soll ich?

Oh, fast 18 Euro Versand. Dattttteuer…

Ich geb mal meinen Namen und meine Adresse ein. Fertig. Bezahlungsarten? Kreditkarte. Die grad im Nebenzimmer liegt, näh, ich mag nicht aufstehen, und eigentlich kann ich mir die angegebene Summe ja sowieso nicht leisten.

Und mache den Tab wieder zu. Allerdings ist der Store ja nicht blöd, der merkt sich, was ich in den Warenkorb leg!

Nochmal reingeklickt. Gut, die Weste lösch ich. Blöde Ersatzhandlung. Den Pulli auch. Ich HABE einen petrolfarbenen Pulli und verdammtnochmal wenn schon, dann will ich das Teil in Schwarz. Hab ich eben Pech. Punkt. Aber der Rock….der Rock…. NEIN. Ein Teil mit 18 Euro Versandkosten. Nein. Fenster ganz zugemacht.

Nix gekauft, einfach, weil mir in meinem „Brauch ich“-Wunsch grad mehr nach Boots ist, und selbst die brauch ich nicht 🙂 Vielleicht sollte ich Cora Kemperman-Käufe doch weiterhin als „Wenn ich nach Brüssel oder Amsterdam fahre, steht Shopping bei denen ohne schlechtes Gewissen aber sowas von fix am Programm“ behandeln. Aber bis dahin werde ich wohl noch oft sehr viel in dem Onlinestore herumklicken…

Ach ja, und @ohne schlechtes Gewissen: Ich finds grandios, dass sie ganz klar thematisieren, dass auch Biobaumwolle nicht das ökologischste aller Materialien ist, und dass sie ebenso klar sagen: Wir versuchen trotzdem, 100% Biobaumwolle in unseren Baumwollprodukten zu verwenden, aber oft gibts die Qualität nicht her, deshalb schaffen wir manchmal die 100% nicht. Meiner Erfahrung zufolge ist dennoch der Großteil ihrer Sachen bio, es ist also nicht so wie beim Textilschweden, wo ein Minifurzanteil Bio als „Wir versuchen das Beste“ dargestellt wird – die versuchens wirklich. Aber ich geb schon zu, dass mich etwas stört, dass sie sagen, dass Kunstfasern grundsätzlich ökologischer sind, ohne auf den hohen Energieaufwand bei der Produktion einzugehen. Dennoch: Sie produzieren fair, sie thematisieren Ökologie beeindruckend ehrlich, und was mich angeht: Sie produzieren Lieblingsstücke von wirklich guter Qualität (=die ich lang hab und oft trag).

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…und danach

So! Es wurde echt Zeit – nur die Änderung des Untertitels auf „Vom Shopaholic zur kritischen Konsumentin“ hat nicht gereicht, immer noch dachten viele, ich würde mich gerade mitten in meinem shoppingfreien Jahr befinden. Daher heißt der Blog jetzt höchst sinnig: „Ein Jahr ohne Kleiderkauf … und danach“. Warum? Weil ich den Titel eigentlich noch nicht komplett ändern will (was die Übersetzung für „mir ist noch nix Schmissiges eingefallen, das aussagt, dass ich ein Jahr Selbstversuch hinter mir habe und nun weiterhin mich selbst und die alternative Modewelt beobachte und kommentiere, das sich in zwei Zeilen in dem Layout ausgeht“ ist), aber klarstellen möchte: It´s over. Aus und vorbei. Und doch ist jetzt alles ganz anders. Kritischer, überlegter, aber auch viel, viel schöner. 🙂

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Eine Neue in der Runde!

Ich darf vorstellen, eine neue Mitstreiterin (und bei der Gelegenheit muss ich mal wieder feststellen: Sorry, dass ich keine Blogroll habe, muss ich mal nachholen): Mathilda(tanzt) bloggt über ihr Shopping Sabbatical. Besonders Online-Shopping bereitet ihr noch Probleme…Ich finde ihren Blog sehr spannend, weil sie wiederum eine ganz andere Perspektive auf das Ganze hat wie ich: Ihr geht es rein ums Geld sparen. Komplett legitim. Ich halte ihr die Daumen! Und wünsche ihr einen schönen Urlaub!

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Berlin, my love

Unmenschlich früh heut wieder in Wien angekommen, einfach kein Fan von Nachtzügen, und dann auch noch vergessen, in Berlin Fotos zu machen. Eigentlich wollte ich bei SloMo und einigen anderen Stores ein paar Bilder machen, aber ganz ehrlich: Es gibt doch bereits eine Menge Bilder von diesen Läden. Ich habe beschlossen, einfach nur zu genießen. Hatten einen Tag frei und sind einfach nur durch den Friedrichshain geschlendert, wo ein kleiner Laden neben dem anderen steht.

Doch, ein Foto hab ich gemacht:

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Ich find ihn toll, den Alex..

Viel zu berichten gibt es eigentlich auch gar nicht. Außer, dass ich ohne Wimpernzucken ungeschaut und sofort nach Berlin ziehen würde…

Verdammt, ich bin grad einfach zu müde zum Bloggen… sorry!

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Nicht tauschbare Brüder

Ich hab doch noch was, bevor ich nach Berlin abrausch:

Ist er nicht nett, mein Bruderherz? Er, der… wie sag ich das jetzt charmant, ich mein, ich hab ihn ja richtig gern? …. der sagen wir mal wenig auf Mode gibt und seit Jahren in nichts anderem gesehen wurde als in College-Slippern, Jeans oder sonstigen langen Hosen und entweder einfärbigen oder burlingtonkarierten V-Pullovern (gerüchteweise soll es ihn auch in Badehose geben, ich habe das mit eigenen Augen aber das letzte Mal gesehen, bevor Digitalkameras erfunden wurden), der hat ein Auge entwickelt für „meine“ Themen. Es erreichte mich vorhin ein Mail von ihm, Subject „Blog?“, Inhalt: leer, Attachment: zwei Fotos.

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Und das Lustige: Ich wollt eh unbedingt drüber bloggen, bin aber vor der ersten Tauschoffensive nicht mehr dazu gekommen und habs einfach nur auf Facebook gepostet. Doch besser spät als nie, hier die Infos:

2 Monate Tauschoffensive von September bis Oktober!
Eine tolle Location im 18. Bezirk wird ab September wöchentlich zur swap-zone.

Save the Day – Montag ist Tauschparty!

Getauscht wird 3:3. Erlaubt sind Kleidung, Küchenutensilien, Gebrauchsgegenstände, Werkzeug, Sportartikel. Bücher, Dekorationsgegenstände und Flohmarktware bitte woanders hinbringen.
Der Eintritt ist frei, doch freut sich das Organisationsteam über eine freiwillige Spende für Locationanmietung und Organisation 🙂

Infos unter Tel.: 06602520949

Und hier steht auch noch, wo das Ganze genau ist (beim Bruder ums Eck, nämlich), und wer das macht (die Danila, nämlich).

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Ick bin jugendlich, ey!

Also ich mag die Grünen. Politisch bin ich ihnen mit Unterbrechungen meistens „treu“ gewesen, soll heißen: Ich gehe wählen, und ich wähle (meistens) grün. Schlicht, weil sie in meiner Lebenswelt meine Wertigkeiten am besten vertreten – und weil sie begriffen haben, dass man aber genau über diese Lebenswelten auch hinausschauen muss. Und aus diesem Grund habe ich auch eingewilligt, als ich gefragt wurde, ob ich für ein geplantes grünes Jugendmagazin eine Top-Ten-Liste abgeben möchte. Direkt unter Maria Vassilakous Lieblingsserien (dass sie „Chaos City“ an zweite Stelle reiht, hat mir einen ordentlichen Lacher entlockt…) prangt nun mein „umweltaktivistisches“ Antlitz:

Mit einem Klick aufs Bild gelangt man zum gesamten Magazin, online durchblätterbar

Mit einem Klick aufs Bild gelangt man zum gesamten Magazin, online durchblätterbar

Vergesst bitte Twitter, da schau ich so selten rein, dass ich jedes Mal aufs Neue mein Passwort vergesse übrigens.

Gut, das Magazin kommt nicht bei allen gut an, im Gegenteil, die liebe Sabine meinte sogar, dass es immer schwerer falle, die Grünen vor ihren Freunden zu verteidigen – und ich find das Magazin ehrlich gesagt auch ein bißchen peinlich, aber: Es ist nicht an mich gerichtet. Eine normale Bravo find ich auch peinlich, früher wars das Coolste der Welt. Und wenn das ein Versuch ist, an die politisch Uninteressierten zu kommen (derer es viel zu viele unter den Jugendlichen gibt), dann lasse ich diesen Versuch als einen solchen gelten. Immerhin versuchen sie, andere Wege zu gehen, während die ÖVP insgesamt 300 Euro für Nichtigkeiten auf OTS rauswirft: Hier und Hier.

Und ich freu mich, dass die Jugendlichen, die das lesen, jetzt was von der WearFair, der Clean Clothes Kampagne , dem Stoffsalon, dem Muso Koroni und meinen lieben Pingouinen lesen. Diese Projekte und Geschäfte liegen mir nämlich wirklich sehr am Herzen!

So, und ich verzupf mich heute, dank eingehender Massage und tröstenden Mamaworten wieder halbwegs fit, nach Berlin. Samstag hab ich dort frei – Freiwillige vor, wer hat Tips für mich in Bezug auf faire Mode aus Berlin? 🙂

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