ACHTUNG, DIE FOLGENDEN ZITATE SIND NIX FÜR KINDER ODER KONSERVATIVE ERWACHSENE!!
Letztens „Gute Marken – böse Marken, Konsumieren lernen, aber richtig“ gelesen – und in Sachen Bekleidungsmarken wieder was gelernt. Stefan Kuzmany träumt vor sich hin, wie das wohl wäre, wenn er der Chef seiner nähenden Freundin und anderen Näherinnen wäre. Ich darf zitieren:
„Ich würde mir einen Siebzigerjahre-Pornobart wachsen lassen. Ich wäre unglaublich cool. Der Chef meines eigenen Textilunternehmens. (…) Ich könnte es mit jeder treiben, die für mich arbeitet und die mitmacht – weil sie mich scharf findet. Oder meine Macht. Oder mein Geld. Oder meinen Schwanz. Wenn ich Chef wäre, dann würde ich sowieso nur die geilsten Frauen einstellen, die ich finden kann. (…) Oder wenn ich einer auf einer Party treffe, die mir gefällt – dann stelle ich die ein, sofort. (…) Wir stellen Unterwäsche her. Für unsere Werbekampagnen posieren wir selbst. Ich würde die Weiber Posen aus alten Pornomagazinen nachstellen lassen, aber mit unserer Wäsche bekleidet. (…) Ich würde mich auch selbst fotografieren lassen, wie ich mit einem dieser superscharfen Teen-Modelle im Bett liege und jeder soll denken, ich hätte sie gerade gefickt. Vielleicht habe ich sie gerade gefickt. Alle müssten sowieso ständig geil fickbereit aussehen in meiner Werbekampagne. Sex ist schon was Geiles und verkauft sich auch noch gut. Man müsste es nur weiter treiben als jeder andere. In den Filialen würde ich Pornomagazine auslegen.“
Es geht noch weiter, Kuzmany schreibt auch, wie er sich vor einer Journalistin…. nun ja. Ich bin ja nach obigem Zitat schon auf die Suchbegriffe gespannt, die die Menschen durch Google auf meinen Blog bringen wird, ich lass das jetzt mal aus.
Leider würden mich irgendwann einige der Schlampen, denen ich mal einen Job gegeben habe, verklagen – nur weil ich gerne in Unterwäsche herumlaufe. Dabei muss das doch so sein als Chef des geilsten und coolsten Unterwäscheherstellers der Welt. Na gut, ich hätte vielleicht doch keine Vibratoren an Mitarbeiterinnen verteilen sollen.
Na gut, denkt man sich. Der Herr Kuzmany, der spinnt. Völlig. Und hat ein bissl viel zuviel Testosteron im Blut. Und denkt eher mit den unteren Körperregionen als mitm Hirn. Ein perverser Vollidiot. Doch weit gefehlt! Das, was Kuzmany da sprachlich überzeichnet darstellt – ist haargenau die Geschichte von American Apparel und deren Gründer Dov Charney.
Aber immerhin: Sweatshop-frei mit Produktion in den USA. Schlecht?
Die Geschichte der Reporterin, in dessen Gegenwart er sich einen *piiiiep*te , kann man hier nachlesen (und wer grad Zeit hat: Hier ein sehr langer Beitrag zu American Apparel – ich hab ihn nicht ganz gelesen). Ich danke Herrn Kuzmany, er hat das Kapitel so arg begonnen, dass er mich bei der Auflösung („alles so passiert“) wirklich eiskalt erwischt hat – wieder was gelernt!