Schlagwort-Archive: Boots

Kurzfristiger Anfall von Schnappatmung

Der M, der is ja einer meiner besten Freunde – und das, obwohl er vor fünf Jahren schändlicherweise nach New York gezogen ist (ok, nicht ganz so schändlich, dort eine Wohnmöglichkeit zu haben…). Und der hat meine mehr oder minder gar nicht subtilen Hinweise verstanden (es könnte sogar sein, dass ich ihm sogar den spezifischen Link zu den Stiefeln geschickt habe…natürlich unter der strengen Auflage, sie erst nach dem 16.1. zu bekommen und zu bezahlen). Seit heut ist er in Wien und hat mir vorhin ein kurzes Mail geschickt. Inhalt: Ein Foto. Dieses Foto. Das ich trotz mehrminütigem Kampfes gegen meinen Laptop nicht drehen konnte, dauernd Fehlermeldung. Bäh.

(c) M

(c) M

Und ich weiß, Steve Madden ist NICHT bio. NICHT öko. NICHT fair. Ich kann da nur sagen, dass ich vermute, dass da drin wahrscheinlich genau DIE einen jenen Stiefel sind, die ich in den nächsten Jahren quasi durchgehend tragen werde. Dass ich sie mir seeehr wünsche. Und dass ich mich grade bei Schuhen leider bisher noch nicht mit den „guten“ Alternativen habe anfreunden können, so rein optisch gesehen. Und dass ich sie hegen und pflegen werde und liebhaben werde und achten werde und ehren werde und aaaaalter Schwede, da sind wirklich Stiefel drin, für mich! Das kauffreie Jahr ist mir bis heute wirklich kurz vorgekommen. Jetzt plötzlich ist der Gedanke, dass es noch soooo viele Tage bis zum 16. Jänner sind, zaaaaaach.

Noch weiß ich nicht, ob ich sie ihm pünktlich Mitte Jänner zahle (und somit entgegen meiner bisherigen Überzeugung sehr wohl am 16.1. gleich Geld ausgeben werde… fühlt sich doof an)  oder geschenkt bekomme, da stehen wir in „Verhandlungen“ … und ein kleiner Insider so nebenbei: Liebster M, das nächste Mal wette ich mit verdammt hohem Einsatz :)…

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Der Stiefelknopf

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber langsam rückt das Jahresende immer näher, und das danach stellt mich vor immer mehr Fragezeichen…. Hab heut früh mal kurz drüber nachgedacht, was nach diesem Jahr WIRKLICH so auf meiner Einkaufsliste steht. An alleroberster Stelle, hüstelhüstel, stehen Basicswennihrwisstwasichmeine. Nie wär mir früher aufgefallen, wie schnell sich diese Teile verwaschen. Sauber werden sie noch allemal, aber verwaschen bis zum gehtnichtmehr.

Dann, ebenfalls ganz oben und seit Tag  sechs meines Shoppingboykotts, als mit ein solches Paar in einem „gerne großen“ Einkaufszentrum angestarrt hatte: Boots. Eh klar. Oft genug drüber geschrieben. Stellt euch einfach einen tiefen Seufzer vor.

Mit dem Mantel von km/a wollte ich mich ja belohnen, nachdem ich tollerweise den Sockenpulli bereits zum Geburtstag bekommen habe. Derzeit ist aber die schönere Belohnung der Gedanke an das Wochenende meiner allerliebsten und co-reiseerprobten Aniger in Amsterdam, inklusive sowas von einem Besuch bei Cora Kemperman.

Ansonsten: Brauchen tu ich gar nix außer den ehschonwissen. Wollen tu ich Bootsbootsbootsbootsboots. Freuen tu ich mich auf Frau Kempermans Produkte. Und auch auf den Mantel freu ich mich. Aber das Lustige ist: Bei keinem einzigen dieser Teile zähle ich bereits ungeduldig die Tage, bis ich wieder shoppen darf. Im Gegenteil, irgendwie stressts mich fast. Wenn ich daran denke, was ich so alles auf den Listen für danach schon draufhatte – Kleider, Röcke, Schuhe, Taschen, alles mögliche. Gut, wenn man Zeit hat, sich zu überlegen, was man WIRKLICH will. Und meine unglaubliche persönliche Idiotie: Ich will trotz meiner sieben Paar Stiefel in Verwendung und noch so einigen in den Kisten WIRKLICH neue Boots. Fazit: Nach einem Jahr Abstinenz bin ich zwar gescheiter im Hirn, aber der Stiefelknopf im Kopf, der wird sich wohl mein Leben lang nicht lösen.

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Fünfhunderteinsplusminussiebenundvierzig

Ich muss zugeben – ich bin grad ein kleines bißchen stolz auf mich: Das hier ist mein 501. Beitrag auf diesem Blog, den fünfhundersten hab ich natürlich verpennt. Meinen Plan, täglich zu bloggen, habe ich also definitiv übererfüllt. Und dabei hab ich sogar noch 47 Tage bis Schluss!

Und dann gibts erstmal neue Stiefel. Ist ja echt bemerkenswert, fünfmal hatte ich ganzganzganzganz heftige Habenwollen-Anfälle, und jedes einzelne Mal waren es derbe Boots.

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Ein böser Wunsch ans Christkind

Ich schwöre, es hat harmlos angefangen, meine Surferei im Netz. Ich hab nach Schuhen geschaut, einfach aus Sehnsucht, weil ich neue Schuhe am meisten vermisse. Und ich hab mich auch ganz ehrlich zuerst nur bei fairen und ökologisch korrekten Schuhen umgeschaut, aber ich werd weder mit der Optik von GEA noch von Veganova noch von Terra Plana so richtig warm. Also einfach so drauflosgegooglet. Und dann war es da, das Paar, das ich vor dem 16.1.2012 ohne auch nur mit der Wimper zu zucken bestellt hätte. Und bei denen ich hoffe, dass es sie nach dem 16.1.2013 noch gibt, weil pfwoah sind die toll. Sie sind zwar nicht grau, sondern beige, aber stylingtechnisch ist das für meine Winteroutfits gar nicht so der Riesenunterschied.

Sie sind bösen Ursprungs, von denen mit der wahrscheinlich nervigsten Schreiwerbung, die es grad gibt. Ich hab auch ehrlich ein schlechtes Gewissen, aber bei Schuhen steh ich wirklich vor der Problematik, dass mir die meisten Biomarken einfach überhaupt nicht gefallen. Bei der Mode ist das was ganz was anders, da freu ich mich schon sehr auf so manche Marken der Fair Fashion. Aber diese Schuhe, hach…  Was soll ich tun?

http://www.zalando.at/spm-oklahoma-stiefel-cuoio-sp611c03l-708.html?size=42

Liebes liebes liebes Christkind, ich hab 41-42, gell?

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Die persönliche Archillesferse

Gestern Abend, nach mehrstündigem Kinder-zum-Lachen-und-direkt-ins-eigene-Ohr-kreischen bringen (es gibt nichts besseres für die seelische Gesundheit als die Dreckslache einer gut gelaunten Fünfjährigen), musste ich nochmal den Kopf durchlüften und ein bissl spazieren gehen. Also beschloss ich, meinen Selbsttest vom Jahresanfang zu wiederholen.

Das Ergebnis war fast das Gleiche. Die Kleidung war mir komplett wurscht, egal, ob Textilschwede, C&A, Vero Moda, New Yorker oder oder oder. Stattdessen zwei neue Impulse: Erstens, das von mir favorisierte Wunschoutfit stand exakt wie von mir beschrieben in der Auslage von New Yorker, was meine Lust an dem Outfit wieder ziemlich ordentlich absenkte. Zweitens waren in der Auslage vom Textilschweden ein paar Sachen, die mich dazu inspirierten, sie selbst nachzunähen. Sollte sowas nicht eignetlich andersrum funktionieren? Sich inspirieren lassen, um es dann billiger nachzumachen? Eine Selbstproduktion wird auf alle Fälle teurer als ein einfacher Kauf mein Textilschweden. Is mir aber wuuuhuuurscht. Zu stark ist der Gedanke beim Anblick der Sachen, wer das wohl produziert hat, und wie. Wäh.

Aber eine Ausnahme gab es. Wieder waren es Stiefel, und wieder im selben Geschäft wie damals. Grau, mit Strickstulpe. Ich hab irgendwie den leisen Verdacht, dass das mit dem Schuhekaufen nächstes Jahr sehr streng kontrolliert werden muss. Stiefel sind einfach meine persönlich Archillesferse…

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Verf….te Wahrheit

Hach wie gern würd ich diese Tatsachen verdrängen. Scheisse. Nur zu gern hab ich damals der Bekannten geglaubt, die gemeint hat, es wäre  geschorenes und verwebtes Lammfell. Die Dinger sind unglaublich warm. Aber hey, realistisch gesehen: Wieviele UGGS und EMUS gibts auf der Welt? Viele. Hm! Wie die wohl produziert werden?!

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Ich hab sie wieder…

Sooodale, es stresst mich mal wieder her und eigentlich habe ich weniger als keine Zeit zum Bloggen (wir spielen in Korneuburg grad Erin Brockovich…). Aber eines will ich euch nicht vorenthalten – das kühlere Wetter hat einen massiven Vorteil:

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Die Nunu kann ihre Lieblingsstiefel wieder anziehen! Die zwar dringend beim Schuster neu besohlt gehören, aber yey, liebe Stiefel, wir haben uns wieder! Wie sehr ich euch liebe, zeigt auch dieser aaaalte Post….

Dieser grüne Plastikboden ist der in meinem Büro… ich gestehe – dies ist ein Eil-Post ausm Büro. Sonst wärs hier grad sehr still. So, zurück zur Arbeit, weiterbuckeln…

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Schuhbidu…

Heute in diversen Nachrichten:

Schuhhandel tritt 2011 leiser

Stets falsches Wetter zur falschen Zeit hat der Branche nach einem Rekordjahr im Vorjahr zu schaffen gemacht

Wien – Nach dem Rekordjahr 2010 setzte der heimische Schuhhandel 2011 nominell um 1,5 Prozent weniger um, real (inflationsbereinigt) war das Minus noch viel größer. In Summe erwirtschaftete der Schuheinzelhandel 1,26 Mrd. Euro. Für 2012 geht die Chefin des Standortberaters RegioPlan, Hanna Bomba-Wilhelmi, von einer Stagnation der Umsätze aus.

Im stationären Handel werden pro Jahr etwa 30 Millionen Paar Schuhe verkauft. Angeblich gibt jeder Österreicher jährlich 200 Euro für Schuhe aus.

Der Markt wird zu 70 Prozent von fünf Unternehmen dominiert. Nummer 1 ist Leder & Schuh mit den Vertriebslinien Humanic, Jello, Shoe4you, Corti und Dominici. Seit Mitte 2011 gehört auch Stiefelkönig zum Reich der steirischen Schuhhandelsgruppe. Zweiter am Markt ist Deichmann, dahinter folgen ANWR Garant, Ringschuh und Salamander.

Bomba-Wilhelmi sieht dennoch Platz für neue Konzepte. Vor kurzem hat die kanadische Marke Aldo den ersten Österreich-Standort im Wiener Donauzentrum eröffnet. Im Herbst soll ein zweites Geschäft in der Mariahilfer Straße folgen. Mittelfristig sollen es 15 werden. Leder & Schuh hat inzwischen auch die ersten Shops der neuen Marke OMG Oh my God eröffnet.

Und wieder was gelernt:  Humanic, Jello, Shoe4you, Corti und Dominici sowie Stiefelkönig gehören zusammen. Ist also egal, wo man kauft, ist auch im Schuhbereich alles eins…

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Die Befriedigungsmaschine aus Budapest

Astrid, der ich mal versprochen habe zu recherchieren, wo es für Studentenbudgets leistbare faire Mode gibt, hat nun doch begonnen, selbst zu recherchieren. Ja, ich versteh den Wink mit dem Zaunpfahl, ich sollt mich da mal dahinterklemmen…. Aber zuerst muss ich euch zeigen, was sie gefunden hat – ich bin begeistert!

Alles fing an mit der Schuhliste, die sie selbst gefunden, aber auch sofort als – ich zitiere – „Bio-Öko-Fuzzi“ Optik abklassifiziert hat. Zugegeben, bei einigen der Schuhe muss ich ihr auch wirklich rechtgeben. Doch dann fand sie Pleasemachine. Es handelt sich hierbei um ein Team rund um Designerin Anna Zaboeva, die in Budapest Schuhe aus bereits weggeworfenen Materialien herstellen.

In Budapest gibt es nämlich die „Lomtalanitas“, die Tage der Reduktion des Hausmülls. Das scheint den Bildern auf ihrer Homepage nach zu bedeuten, dass die Leute einfach ihren gesamten Müll gesammelt auf die Straße werfen. Diese Müllberge durchsucht das Team dann, und nach eingehender Reinigung werden beispielsweise weggeworfene Geschirrtücher zu Schuh-Teilen.

http://pleasemachine.net

Das sagt Anna selbst über ihre Schuhe:

“We are just at the beginning, but I already can stand by my word telling that we are doing our best toward environment by reusing what we literally found already thrown, at the same time saving expenses on materials to make more affordable shoes. We  making it domestically avoiding cargo shipping, making it by hands, using just necessary minimum of machines. We avoid paper bureaucracy, saving by that apparently up to 100kg paper/1 tree per year, we control amount of production waste constantly working on it’s reduce. Finally we work on our shoes with love, and happiness of what we make keeps us healthy socially and psychically, meanwhile our customers getting one-of-a-king, high quality, designer custom made(!) shoes for more then affordable prices.”

Und es kommen soooo geniale Schuhe raus, vor allem die karierten find ich extrem schön, aber auch die ersten…Hammer!

Bei denen bin ich mir nicht ganz so sicher, ob die auch vom Dumpstern stammen, aber zumindest schreibt sie „wery limited“ 🙂 die haben genau den gleichen Schnitt wie meine heißgeliebten weißen Sandalen, und rein farblich finde ich Pfauenfedern auch wunderschön, habe bisher kleidungstechnisch aber davor zurückgeschreckt – von wegen „sich mit fremden Federn schmücken“. Aber als Schuhe find ichs schon sehr fein, weil erst auf den zweiten Blick auffällig….

Sehr witzig auch diese Idee von ihnen – man stellt sich die Farbe der Stiefel abschnittsweise selbst zusammen. Noch kann man sie nicht bestellen, ein Screenshot des geplanten Onlinestores ist jedoch schon zu sehen. Die Farben find ich SUPER, allerdings find ich sie im Stil nicht ganz so superschön – das „Ichwilldiehaben-achscheisse-wiesodarfichnichtshoppen“-Gefühl wie damals stellt sich nicht ein. Und die will ich auch schon längst nicht mehr haben. Die schon. Aber das ist eine andere Geschichte.

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Geburtstagswünsche

Ich hab doch bald Geburtstag. Sehr bald sogar. Und eine liebe Freundin hat mich bereits drauf angeredet, ob ich mir denn etwas Spezielles wünsche – Strumpfhosen, Leggings oder so… Und ich muss sagen, so sehr ich Anfang des Jahres dachte, der Geburtstag pünktlich kurz vor der Halbzeit würde mich rausreissen, so sehr habe ich jetzt das Gefühl: Nö, ich brauch nix.

Sicher, meine Unterhosen werden derzeit nicht hübscher durchs viele Waschen, mein Strumpfhosenproblem wird sich eventuell durch radikale Diät lösen lassen (sodass mir die zukleinen Hosen wieder passen), und mein Shirts bekommen nach und nach kleine Löcher, aber alles in einem Ausmaß, das mich dennoch nicht zweifeln lässt, dass ich LOCKER bis Mitte Jänner 2013 komme. Und wer mag schon den Dreierpack Baumwollunterhosen ausm Geschenkpapier auspacken….

Also, Fazit: Sicher, so ein Sockenpulli oder ein Paar Stiefel oder ein schönes Shirt oder eine textile Kleinigkeit oder so, freuen würds mich, logisch. Aber brauchen tu ich es nicht. Und klare Ansagen von wegen „Ich wünsche mir ein paar graue Bikerboots“ oder ähnliches wird es von mir nicht geben. Ich freu mich viel mehr auf eine kleine, feine Runde an Freunden, die mit mir feiern werden. Denn nach eigentlich eineinhalb persönlich recht heftigen Jahren kann ich erst seit einigen Wochen wieder wirklich von ganzem Herzen sagen: Es geht mir wieder gut. Und das muss gefeiert werden.

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