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Nunu in der Furche

Ich bin mal wieder befragt worden, sowohl als Frau GLOBAL 2000 als auch als Frau ichkaufnix. Bitteschön! (Und ja, heut Abend werd ich mal versuchen, den Pressebereich upzudaten, da gehts ja zu wie bei Hempel unterm Sofa…)

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Das gute Geschäft mit der guten Tat
Hinter vermeintlich karitativen Altkleider-Sammlern verbergen sich häufig gewerbliche Firmen – und machen die Container-Textilien zur Ware.
Die Daunenjacke vom letzten Winter sieht heuer irgendwie aufgeplustert aus. Und die ausgewaschene Jeans? Nicht mehr wirklich schön. Laut Schätzungen landen jährlich etwa 80.000 Tonnen dieser nicht mehr benötigten Kleidung in heimischen Altkleidercontainern. Entgegen der Meinung vieler Spender werden die Pullis und Hosen aber oft nicht gratis an bedürftige Menschen verteilt, sondern nach Afrika oder Osteuropa weiterverkauft. „Das Verwerten von Gebrauchtkleidung ist ein weltweiter Wirtschaftszweig geworden“, stellt der deutsche „Dachverband FairWertung e.V.“ klar. Zwar sei die Verwertungskette dahinter ökologisch sinnvoll, zugleich aber auch ein undurchschaubares System.
Schon 2010 berichtete etwa das Monatsmagazin Datum von den undurchsichtigen und profitorientierten Strukturen von „Humana – People to People“. Nur ein geringer Teil der Einnahmen aus dem Altkleidergeschäft fließen demnach in die angepriesene Entwicklungshilfe.
Bei „Caritas“, „Rotem Kreuz“ und „Kolping“ übernimmt der gewerbliche Rohstoff-Recycling-Betrieb Öpula im Osten Österreichs das Einsammeln, Sortieren und Verkaufen der Kleidung. Die Firma leert regional rund 3000 Boxen. „Für die Lizenzgabe ihres Namens auf den Containern bekommen die karitativen Organisationen Geld,“ erklärt Firmenchef Kurt Willheim, hüllt sich aber in Schweigen über die Höhe der karitativen Leistung. Nur soviel will er sagen: „Wir verkaufen die gesammelte Kleidung um rund 500 Euro pro Tonne an unseren Sortierbetrieb in Neapel weiter. In diesem Preis sind diverse Kosten enthalten und auch ein Betrag pro Tonne, den wir den karitativen Einrichtungen geben.“ Vom italienischen Sortierbetrieb aus werden dann rund 40 Prozent der Altkleider als Second-Hand-Ware größtenteils nach Afrika verkauft. Der Rest wird als Putzlappen recycled oder als Dämmstoffe wiederverwertet, rund zehn Prozent der Ware landet auf dem Müll.
„So viele Bedürftige gibt es nicht“
Dass sie mit einem gewerblichen Sammler kooperieren, sei im letzten Jahrzehnt notwendig geworden, betont man sowohl bei Kolping als auch bei Caritas. „Die Altkleidermengen können größtenteils nicht einfach verteilt werden, so viele Bedürftige gibt es in Österreich gar nicht“, erklärt Elisabeth Mimra, Leiterin der Wiener Caritas-Lager. Nur ein kleiner Teil der Kleiderspenden gehe direkt an Bedürftige, etwa über die Gratis-Kleiderausgabe der Caritas. Auch dem Roten Kreuz fehlt die Logistik für das Sammeln im großen Stil, erklärt Andreas Zenker: „Wir kooperieren, weil hier aus einer Sachspende eine Geldspende wird.“ 36 Euro bekomme man pro Tonne, verrät er.
Insgesamt sei das Altkleidergeschäft eine gute Sache, von der alle profitieren würden, ist sich Öpula-Chef Willheim sicher: „Karitative Einrichtungen bekommen Geld, wir entlasten die Mülldeponien und nebenbei werden Arbeitsplätze geschaffen.“
Doch Petra Dannecker, Entwicklungssoziologin und Leiterin des Instituts für Internationale Entwicklung an der Uni Wien, sieht das Geschäft kritischer: „Es ist zweifelsfrei der Fall, dass durch den Handel neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Export nach Afrika hat aber auch dazu beigetragen, dass dort in vielen Ländern die lokale Kleidungsproduktion nicht mehr existent ist.“ Die Billigimporte neuer Kleidung aus China würden Kleinökonomien zusätzlich beeinflussen. Seitens der Caritas verteidigt man die eigene Gangart: „Viele Studien belegen, dass nicht der Import von Altkleidern, sondern Korruption und Misswirtschaft sowie zuletzt die Billigimporte aus Asien die Textilindustrie in Afrika zerstört haben“, heißt es.
Mit der Begründung, der Umwelt etwas Gutes tun zu wollen, setzen neuerdings auch Modeketten auf das Geschäft mit den Altkleidern. H&M, C&A, Reno oder Adidas arbeiten dafür mit einem Schweizer Unternehmen für Textilrecycling und -vermarktung zusammen, der I:Collect AG (I:CO). Das Prinzip: Für alte Kleidung gibt es Rabatte in den eigenen Shops. Auch I:CO verwendet die Textilien letztlich als Second-Hand-Ware, als Dämmstoffe oder lässt sie zu Putzlappen recyclen. I:COs Schlussfolgerung auf der eigenen Homepage: „Man kann mit Freude und ohne schlechtes Gewissen shoppen gehen!“
Eine Conclusio, die Nunu Kaller von Global 2000 so keineswegs unterschreiben würde. „Das ökologischste Kleidungsstück ist immer noch jenes, das nicht produziert wird“, betont sie. „Kritisch betrachtet, könnte man auch sagen, dass es sich Konzerne gar nicht mehr leisten können, keine grünen Projekte zu haben – bei all der Kritik an den schlechten Arbeitsbedingungen in Textilfabriken.“ Vor anderthalb Jahren hat Kaller deshalb privat den Selbstversuch gestartet, ein Jahr lang keine Kleidung mehr zu kaufen – und dies auf ihrem Blog https://ichkaufnix.wordpress.com dokumentiert.

Um Altkleidung guten Gewissens loszuwerden, rät der „Dachverband FairWertung“, genau zu prüfen, ob man sie in Container rein gewerblicher oder karitativer Sammler wirft. So fließt etwa der Erlös, den die Volkshilfe durch den Verkauf von Altkleidern einnimmt, zu hundert Prozent in das Projekt „Proserv“, das die Integration von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt fördert. Über Flohmärkte, Online-Marktplätze oder die Schenk-Plattform „Share and Care“ ist immerhin sichergestellt, dass Waren auch ankommen, wo sie gebraucht werden. Doch die Wurzel des Übels bleibt für Nunu Kaller die Massenproduktion der Fast-Fashion-Industrie: „Wiederverwertung ist toll. Sie ist letztlich aber nur ein Pflaster, das man auf eine Wunde klebt, die eigentlich genäht gehört.“

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Top-Vorbesteller und Buchgesichter

Nur um das gleichmal vorauszuschicken: Ich bestelle so gut wie nix mehr bei Amazon. Die einzige Ausnahme mache ich bei englischen Büchern, die im Geschäft effektiv viel mehr kosten. Aber: Ich surfe wahnsinnig gerne auf Amazon herum – man kann sich treiben lassen und Bücher vorschlagen lassen, man kann immer wieder ungläubig „ich kauf nix“ im Suchfeld eingeben und das eigene Buch ansehen, und man kann gezielt nach wirklich jedem konventionellen Mist, dens auf der Welt gibt, suchen. Wenn Amazon es nicht hat, gibts es nicht. Kaufen tu ich nach diesen ausführlichen Recherchen dann jedoch bevorzugt im Buchkontor, dem charmantesten Buchladen mit den charmantesten BetreiberInnen von Wien. Das Buchkontor ist übrigens eine echte Amazon-Alternative in Österreich: Sie versenden versandkostenfrei ins ganze Land.

Und ich hab mal wieder neugierig nachgeschaut, ob es bei meinem Baby schon mehr „Kunden, die das bestellten, bestellten auch…“ gibt (ja, inzwischen sinds drei Reihen an Vorschlägen!). Da seh ich plötzlich „Top-Vorbesteller“.

Und schau nach.

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Wie cool!!! Ganz Amazon!

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Ich geb mir mal Platz 273…

Weit hinten platziert, aber hey! Wow!

Mich freuts ja. Aber noch mehr würd mich freuen, wenn ganz viele demnächst (genauer gesagt: In 24 Tagen) in das Buchgeschäft ihres Vertrauens gehen würden und es sich dort kaufen. Für die WienerInnen: Euer Buch hat nämlich ein Gesicht.

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Sie verdienen es nicht

Heute ist MEIN Tag. Seit gestern darf ich mich akademisch zertifizierte CSR-Managerin schimpfen, das Buch befindet sich bereits im Druck, die WearFair, das größte berufliche Projekt dieses Jahres, war megaerfolgreich, und ich bin exakt so fertig und müde, wie man es sich nach so einem Höllenritt von einem Jahr vorstellen kann. Ich zahle gerade eine Rechnung nach der anderen für das, was ich meinem Körper angetan habe an Stress. Doch jetzt kann mal – zumindest für ein Monat – Ruhe einkehren. Das zelebriere ich heute. Ich werde alles tun, was so ein wirklich WIRKLICH freier Tag mir bieten kann. Heute habe ich nur eine Verpflichtung: Der Spaziergang der etwas anderen Art.

Doch darauf freue ich mich. Denn egal, wie müde, fertig und arbeitsfrei ich bin und sein will – eines habe ich in den letzten zehn Monaten gleich nochmal festgestellt: Diese Sache mit der Textilproduktion, die ist sowas von beschissen und unfair und unmenschlich, dass ich nie aufhören werde, dagegen zu mobilisieren und meine Meinung dazu preiszugeben – ob man es hören will oder nicht.

Nehmt die Katastrophe von Rana Plaza – sie nimmt kein Ende. Nicht nur, dass über 1100 Menschen gestorben sind, nein, die Überlebenden kämpfen derzeit ebenfalls einen Kampf, den sie nicht gewinnen können. Oder stellt ihr es euch einfach vor, einfach mal schnell wieder einen Job in einer Näherei zu finden, nur halt ohne Arm oder Bein? Und ob man so einfach in solchen Gebäuden weiter arbeiten kann, wenn man schon einmal im Schutt gelegen ist, begraben von Beton, Nähmaschinen und Menschen?

Im Kurier rechnet Südwind den finanziellen Bedarf in Bangladesch vor. Der Lohn reicht sowieso nicht zum Leben – und die Überlebenden, Geschädigten haben weder von staatlicher Seite noch von Textilunternehmens-Seite auch nur einen Cent an Entschädigung erhalten. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass der Mindestlohn auf mindestens das Doppelte erhöht werden muss, damit diejenigen, die für Geld arbeiten, von diesem Geld auch überleben können. Nichtmal das ist gesichert! Die Clean Clothes Kampagne hat dagegen eine Petition ins Leben gerufen. Ich hab schon unterschrieben. Auf dass so viel zusammenkommt, dass wir ein Zeichen gegen die Unmenschlichkeit der Fast Fashion setzen können.

Mir ist schon klar, dass effektive Hilfe vielleicht anders aussieht – hinfliegen und anpacken wäre vielleicht die Devise. Nur bin ich mir sicher, dass das leichter gesagt als getan ist, ich glaube, ich wäre in Dhaka komplett hilflos, und dann wäre genau niemandem geholfen. Aber ich möchte wenigstens meinen sehr kleinen Teil dazu beitragen, dass ein Zeichen gesetzt wird. Sie verdienen es nämlich einfach nicht, im doppelten Wortsinn.

Eines ist mir noch ein großes Anliegen: Liebe Leute, es ist nicht nur Bangladesch. Es ist genauso Pakistan, Vietnam, Indien, Kambodscha und sogar die Türkei. Ein Label „made in Turkey“ kann ebenfalls für menschenverachtende Arbeitssituationen stehen. Aber eines ist wahr: Es scheint nirgendwo schlimmer zu sein als in Bangladesch.

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Warum ich den besten Verlag der Welt hab

Mah! Herzschmelzmoment gestern!

Ich komm nachhaus, und ein Paket steckt halb im Postkastl. Ich seh: Uh, ist von den Kiwis. Das wird doch nicht…. ist das etwa …. jetzt schon? …. Herzklopfen, instant. Sofort.

Im Wohnzimmer dann das Paket aufgemacht und mich kurz gewundert, und dann direkt dahingeschmolzen. Fanny, ihres Zeichens Pressesprecherin bei den Kiwis, und Stephanie, meine Lektorin, und überhaupt alle dort sind einfach soooo lieb! Ich hatte Fanny nämlich kurz von meiner Gastritis geschrieben.

Und das war im Paket:

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Unterschrieben von ganzganz vielen MitarbeiterInnen 🙂

Ihr seid einfach die Besten, liebe Kiwis!!!! Dabei les ich eh auch grad ein Buch, das ich mir beim letzten Mal Köln mitgenommen hab – und finde es fantastisch! Lesetipp! Und als großer Fan des Pantomimen im Haialarm am Müggelsee steht Leander Haußmann als nächstes an ….

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Hab ich was verpasst?

Amazon hat mir was voraus. Die wissen schon, welche Bücher oft mit meinem Buch zusammen gekauft werden.

Aha.

Mein Buch kann erst ab 27.11. gekauft werden??!?!

🙂 Die Vorfreude steigt.

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Aber sorry. Richtiges Aufräumen? Mir rinnen die Lachtränen…. das ist kein Buch, das sich mit meinem verkaufen sollte, das ist ein Buch, das ich lesen sollte! Aber selbst dann glaub ich….das wird nix mehr mit mir und aufgeräumten Kleiderschränken… oder Wohnungen, wemma schon dabei sind 😀

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Heute – ist ein guter Tag

SO schaut ein richtig schöner Tag aus. Erstens: Arbeit fertig und gebunden. Zweitens: Ich wusste nix davon und bekam heut in der Früh ein SMS: „Gratuliere, wieder im Heute!“

Fein!

gutertag

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Apropos Zeit.

Semi-off-topic: Oh Mann, ich hab eine ganze Liste an To-Dos für den Blog. Ganz viele Neuentdeckungen von der WearFair vorstellen, einige neue Pages, die ich im Netz gefunden habe, neue Blogs, meine Da-kauf-ich-Liste aktualisieren, mal überlegen, was ich mit dem nicht geschafften Allwetterschalprojekt mache (da hat mich die Konsequenz dann doch im Stich lassen) usw.

Was leider nicht so ganz funktioniert, wenn man den Abend endlich mal wieder beim Bruderherz versumpert und am nächsten Morgen verschläft. Dieses „Zeit“ haben am Abend und weder am Buchprojekt noch an der Abschlussarbeit für die FH zu tun zu haben, daran muss ich mich erst gewöhnen.

Apropos Zeit.

Liebe Wiener LeserInnen, haltet euch schon mal den 9. und/oder den 16. Jänner 2014 frei. Was da kommt, sag ich erst. Aber es wird lustig!

Apropos Zeit.

Ich habe mir gestern – am 2. Oktober – bereits einen Kalender für das Jahr 2014 geleistet. Weil schon so viele Jännertermine reinkommen. Und ich finde das wirklich erschreckend, dass ich auf drei Monate im Voraus verplant bin. Ich bin wieder mehr für ein „Leb in den Tag“.

Macht wer mit?

 

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Schönheitstipps!!

Gnihihi! Ironie des Schicksals, de luxe-Version! Ich fühle mich seit Tagen wie einmal durch den Dreck gezogen, bin permanent müde, mir ist schlecht, der Schnupfen geht nicht weg, und merke, wie die Batterien sich gerade dem Ende entgegenneigen. Aber mei, einmal noch durchbeißen und auf der WearFair mithelfen, und dann ist Pause.

Aber just in dieser Situation bekomm ich ein Clipping von mir zugeschickt: Meine Damen und Herren, ich, Nunu, gebe Schönheitstipps. Da fühl ich mich doch gleich wieder schön! 🙂

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Startseite myself.de! BOAH!

 

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Einfach, weil ichs so nett find…

Juhu! Ich hab noch ein paar Fotos vom Wienerinnen-Shooting bekommen! Danke an Angelika Goldmann, die wunderbare Fotografin! Alle Fotos (c) Angelika Goldmann! Ich find die echt schön (und auch mich selbst überraschend nice…). Schon lustig, wozu so eine Ein-Jahr-nix-kaufen-Idee führen kann….

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Schön!

Lang schlafen, sich einkuscheln am Sofa, beschließen, dass das Strickzeug im Nebenzimmer viiiiiiiiiiiiiiiel zu weit weg liegt, sich mental auf den bevorstehenden Kindergeburtstag und den darauf folgenden Vierziger vorbereiten und einfach das Hirn ausschalten. Und sich immer noch freuen, dass das Buch ein Monat früher rauskommt!

Dementsprechend: Schönes Wochenende allerseits!

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