Schlagwort-Archive: Nähen

Es ist vollbracht!

Das Erstlingswerk wurde zwar nicht selbiges, weil zwei Röcke schneller waren, aber es ist fertig. Hatte schon vor einiger Zeit einen Nähtag bei der lieben Ena vereinbart. Der war gestern. Ich machte mich also auf zu ihr zu ihrer feinen Familie (unglaubliches Phänomen – jedesmal, wenn ich ihre Kinder sehe, sind sie gleich nochmal herziger geworden…) und ignorierte die wieder beginnenden Sehnenscheidenentzündungsschmerzen, die schon fast weg waren und deren Ausläufer jetzt mit Entzündungshemmern niedergeknüppelt werden. Die Nähmaschine wurde gleich mal als qualitativ hochwertig bewertet und netterweise gleichmal neu eingeölt. Was aber nix daran änderte, dass sie dreimal so laut war wie Enas High-Tech-Teil.

(c) nunette colour

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Man kann hier bewundern: Links meine alte Oma-Nähmaschine, brav wie die Oma selbst, rechts das Hightech-Teil von Ena, und die wunderbare Ena selbst. Für die leidenschaftlichen Näherinnen unter euch: Hinter den Vorhängen rechts sind nur Stoffe, nix Kleidung, fertig und so, nur Stoffe. Geil, oder?

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Eine der insgesamt fünf Nähte des Mantels wird vorbereitend abgesteckt.

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So schaut ein unfertiger, zu breit geratener Mantel aus. Vier Arbeitsschritte  vor Schluss. Hier übrigens großes Kompliment an Ena – sie hat mir bei allen Schritten gesagt, wie es geht, aber mich jede Naht selbst stecken und nähen lassen. Hab ich also wirklich selber gemacht. Mit Ausnahme von ein, zwei Scherenschnitten, weil die Scherenschnittbewegung meine Sehnenscheiden immer noch aufjaulen lässt.

Fazit: Ok, der Schnitt ist wirklich watscheneinfach, der Mantel muss nicht eingesäumt werden, ist sehr einfach zuzuschneiden gewesen und hat für Nähprofis wie Ena wahrscheinlich den Schwierigkeitsgrad einens Gschirrhangerls. Außerdem muss er noch an ein, zwei Stellen geradegeschnitten werden und es fehlen zwei große Druckknöpfe zum Zumachen. Aber insgesamt und dennoch muss ich sagen: Ich bin zufrieden, sehr. Und boah ist der warm – könnte beziehungsfördernd sein: Anstatt mitm Liebsten um die Temperatureinstellung am Thermostat zu streiten, einfach den Mantel anziehen. Tschakka.

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Vielen vielen Dank, liebe Ena!!!!! Freu mich schon drauf, das Teil gemeinsam mitm Lieblingsrock, einem dünnen Pulli und braunen Boots auszuführen. Nix kaufen hat schon lang nicht so viel Freude bereitet wie gestern…

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Stalkerinnen rocken einfach…

Ach wie schön, wenns laaft, laafts. Gestern war ein Tag, an dem ich mehrfach festgestellt hab, dass ich dieses Blogprojekt wirklich liebe. Zum Beispiel, wenn eine neue Studienkollegin sich als „Stalkerin“ vorstellt, weil sie in der Früh bereits den Blogbeitrag desselben Tages gelesen hatte. Oder, wenn ich auf dem Weg Richtung U-Bahn der Frau M_S übern Weg renne, die eine meiner treuesten Leserinnen und eifrige Kommentatorin ist – und die ich bereits mal kennenlernen durfte, weil sie mir ihr altes Bügelbrett überlassen hat. Oder, wenn ich – was mich aufgrund von akuter Ermüdung einige Überwindung gekostet hat – zum ersten Geburtstagsfest des Stoffsalons fahre, und dort von einer wildfremden Frau mit: „Du bist die kaufnix-Bloggerin!“ angeredet werde, die sich als Anni, ebenfalls treue Leserin und Kommentatorin und obendrein sehr sympathische Frau, herausstellt. Ich find das wirklich so toll, euch alle kennenzulernen, und vielen Dank, dass ihr mein Jahr so mitlebt!

You rock!

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Klick- und Kauftipp: Leute machen Kleider

Eigentlich wollte ich mir ja die neue Ausgabe von „Mädchen“ besorgen. Nicht, weil ich irgendwann im Alter von 13 in meinem Zeitschriftengusto steckengeblieben bin, sondern weil bei mir im Büro heute eine PR-Mail reinrauschte, dass die aktuelle Ausgabe von Mädchen ein grüne welche sei. Leider hab ich den Beitrag zu spät entdeckt, und es ist schon die neue Nummer draußen. Aber wie das so ist, wenn ich in der bestsortierten Trafik von Wien steh (die am Westbahnhof) – ich kann nicht ohne neue Zeitschriften raus – soviel Shopaholic steckt dann doch noch in mir. Und nachdem die dort so super sortiert sind, hab ich sehr zum Ungemach meiner kleinen Pflegehündin mal zu stöbern begonnen.

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Pläne, Pläne, Pläne…

Ich bin grad schwer motiviert, auch aufgrund eurer so vielen, lieben und positiven Rückmeldungen auf meinen TV-Auftritt! Und obwohl ich weiß, dass im September (WearFair! Hinkommen!) und im Oktober (FH! Nicht hinkommen! 🙂 ) die Zeit doch eher knapp ist, möchte ich unbedingt meine nächsten Projekte angehen.

1) Ich wollte in das Strick-Café. Freiwillige vor, wer kommt mit? Mich persönlich würds ja sehr freuen, wenn ich da mit meiner Kremser Stalkerin hinschauen würde – und natürlich noch mit einigen anderen! Der Pullover ist fällig. Grau soll er werden, und gemütlich.

2) Frau Ena, wann daten wir? Da wartet noch ein Mantel darauf, von uns beiden produziert zu werden 🙂 Ich habe natürlich noch viel Geduld aufgrund der derzeitigen Wohnsituation deinerseits (Ena hat aus einem Kinderzimmer kürzlich drei gemacht).

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Das Heimtextiliendilemma….pah….das Heimtextiliendrama!!

Meine Freunde wissen: Ich liebe meine Wohnung und bin total deppert auf Einrichtung. Stundenlang könnte ich mir überlegen, ob und wie ich noch Details in der Wohnung austauschen könnte, damit es noch schöner wird. Mach mir ein Kompliment über meinen Einrichtungsstil, und ich schließe dich in mein Herz. Ich kombiniere Stile und alte und neue Möbel quer durcheinander, von Jahrhundertwende über Fünfziger und Siebziger Jahre bis hin zu ganz neu ist alles vorhanden.

Dabei darf auf Textilien natürlich nicht vergessen werden. In anderer Kombination beispielsweise würden sie wie frisch ausm Puff geliefert wirken, aber auf meinem alten Sofa liebe ich meine beiden riesigen roten Plüschkissen heiß. Oder das andere Sofa, ein wirklich gräßliches, aber bequemes und praktisches Teil mit Muster im Augenkrebs-Look der Neunziger, das ich mit einer billigen Überdecke ansehnlich gemacht habe. Nun ja, gedämmert hats mir ja schon vor langem – eigentlich unmittelbar nach Start meines Projekts – dass die ganzen Home-Kollektionen der Textilanbieter jetzt nicht unbedingt anders produziert würden als deren Kleidung. Und beim Textilschweden hab ich mich da ja auch schon mal drüber auslassen.

Außer einer ausgesprochenen Kissen-Manie – vom Liebsten unlängst kommentiert mit „Wenns um Kissen geht, hast echt böse Verstandsaussetzer, meine Liebe“ – und der Liebe zu schöner Bettwäsche gibts bei mir eh recht wenig Stoffiges. Keine Vorhänge, keine Tischtücher (bei uns zuhause gabs früher das Spiel: „Wer patzt als erster das Tischtuch an“ – und die unvermeidliche „Das muss ich wieder büüüüügeln“-Tirade von Mama. Inzwischen hat sie aufgegeben. Keine Tischtücher mehr.).

Und obwohl mir das alles klar ist, möchte ich hier mal feststellen: Ich finde es fetzengemein, dass inzwischen so unglaublich viele Modehäuser einen auf Heimtextilien machen.

Mir so einfach meine nächste Shoppinglust zu nehmen, blöde Welt. Am besten gar nicht mehr nachdenken. Und jaaaaaa, liebe Leute, ich weiß….selbst nähen. Werd ich auch machen. Aber so ein Fake-Schaffell fürn Fake-Eames-Schaukelstuhl hätt ich schon gern….

Übrigens, für Inspirationswillige: Auf Solebich könnt ich stundenlang kleben bleiben, und ohne meine regelmäßige abendliche Ration Designsponge oder Freshome fehlt mir was – ist sowas wie meine persönliche Gutenachtblogroll.

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Kaufhandlungsbefriedigung

Jaaa, Hella, ich weiß, langweilig. Aber: Die Lampe ist da.

Ist das mal ein feines Nähplatzerl? Wenn mich das mal nicht motiviert, endlich die Knotzhose, die ich mir vor fast einer Woche nähen wollte, fertigzuschneidern. Motivation ist alles, und Severin passt auf! Und meine Shoppinglust ist fürs erste Mal wieder erledigt – hach, ist das ein gutes Gefühl, wenn etwas endlich da ist, dessen Kauf man sich lang überlegt hat, und auf das man dann noch warten musste. Ich bin echt in der Hochrisikogruppe, was Onlineshopping angeht, huiuiui…

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Nähcafe

Esther Weinberger ist eine Designerin, die mit „abgelegter“ Mode arbeitet. Sie bietet auch in ihren sogenannten Nähcafes an, mit einem gemeinsam altes mitgebrachtes Gewand umzudesignen.

So ein Nähcafe findet morgen wieder statt, und zwar in der Neulechenfelderstraße 6-8, ab 18.00h.

Wenn ich bis dahin nicht umgefallen bin vor Müdigkeit (die letzten Nacht war migränetechnisch um einiges zu kurz), werd ich vorbeischauen. Bin noch am Überlegen, was ich mitbringen soll….. hab da so einige Kandidaten, die darauf warten, dass ich wieder reinpass – vielleicht lassen sich zwei davon ja kombinieren?

 

 

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Die Lieblingsshow

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Ich hab sie immer schon mögen, die Show. Lange, bevor ich selbst auch nur im Entferntesten dran dachte, selbst etwas zu nähen. Project Runway. 10 Designer treten im Contest gegeneinander an, jede Woche gibt es noch absurdere Challenges. Und trotzdem kommen regelmäßig richtig coole Kleidungsstücke raus. Ich hab wirklich nicht viel mit High Fashion am Hut, aber den Designern beim Entwerfen, Nähen und Herumzicken zuzuschauen, ist für mich ein wirklich gelungener TV-Abend… Der einzige Nachteil: Die Moderatorin, eine gewisse Heidi K. – deren Job es ist, natürlich zu wirken. Und die es regelmäßig schafft, künstlicher als ihr Alter Ego im Wachsfigurenkabinett zu wirken. Leider. Die nervt.

Die aktuelle, 10. Staffel hat vor kurzem begonnen – und ich hab da so meine Quellen, sie mir anzusehen. Tirili! Ich freu mich jetzt schon auf die Folgen, die ich mir anschauen werde, wenn es draußen zu herbsteln beginnt und nimmer so schön ist.

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Massentrend?

Ich mein, ich weiß eh – den Trend hat jetzt keine von uns erfunden. Aber: Bist du narrisch, nähen ist ja echt wieder im Trend! Zuerst habe ich gedacht, dass ich das nur so seh, weil ich mich mehr mit dem Thema beschäftige – so quasi selbst in die Szene eintauche. Nur derzeit wirkt das eher genau andersrum auf mich: Da bewegt sich grad gewaltig was in Richtung Massenöffentlichkeit. Gut, dass der Tchibo grad übergeht vor Näh-Zubehörartikeln (und ich auch nicht widerstehen konnte, alles so schön bunt….), das spielts zwei, dreimal im Jahr. Aber dass beim Merkur eine Singernähmaschine im Angebot um unter 200 Euro ist, das hat mich dann doch überrascht. War das immer so und ich habs einfach nicht gesehen, weil grandios selektive Wahrnehmung? Oder tut sich da echt grad was in Sachen Massentrend Nähen?

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Vorfreude…

Jaa, ich weiß, ein Buch. Gnaangngaaa…

Ist heut an gekommen und ich wetze in den Startlöchern 🙂

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