Schlagwort-Archive: Stricken

Wolllust

Achtung, ich scheine ansteckend zu sein.

Seit ich viel übers Stricken schreibe, höre ich im Bekanntenkreis auch immer mehr von diversen Strick- und Häkelversuchen, derer ich wohl einige „verschuldet“ habe. Zunächst wäre da mal die Lady Grey, die scheinbar am laufenden Band Schals und Stulpen produziert, unter anderem auch ein Paar für meine Lieblingsmoni (hier zu sehen mit meinem Lieblingspanda). Den Stulpen ist übrigens eine hochinteressante Farbdiskussion vorausgegangen, die die Worte Rostlila, Verkehrspurpur und Rot geratenes Aubergine beinhaltete.

(c) facebook.com

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Dann wäre da die Sonja, ebenfalls aus dem Freundeskreis der grauen Kirsche und im Bann der hohen Kunst der Strickerei, sie hat auf meine Anleitung per Facebookchat hin einen Loop gestrickt. Ich finde das Foto absolut entzückend, schaut mal, wie stolz sie ist! Sonja ist übrigens auch Urheberin der Aussage, dass Stricknadeln der Stärke 20 „futuristische Sex-Toy-Optik“ hätten.

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Mella, meine liebe Freundin aus Berlin (eigentlich Hamburg, eigentlich Hannover, eigentlich ganzwoanders) hat das DIY-Virus in Form von Häkelei erfasst. Auch sie meint, ich sei da mitschuld dran.

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Und extrem lieb finde ich auch das Geständnis einiger Greenpeace-Mitarbeiterinnen, die mir schrieben, sie wären voll vom Strickvirus angesteckt (sie haben sich aber bedankt bei mir, dürft also nicht so schlimm sein :)) und würden in der Früh meist Strickfortschritte vergleichen. Meine Pressesprecherinnenkollegin hat mir letztens dann gleich mal als Beweis ein Foto von ihren selbstgestrickten Fäustlingen geschickt, das sich leider nicht um die Burg vom Handy runterladen lassen will..

Ach, ich freu mich, dass ich mit meiner Strick- und Wolllust nicht alleine dastehe! Ich bin wirklich für die biedermeiersche Wiedereinführung von Strickkränzchen …

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All you knit is love…immer noch

Ja, gnaaa, Strick-Content, schon wieder, gähn. So saublöd das jetzt klingt, dieser Anblick macht mich grad einfach nur glücklich:

(c) nunette colour

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Und ich geh grad über vor lauter Strickideen…. Wo wir wieder den Haken hätten: Blätter ich ein Strickmagazin durch oder kauf es mir sogar, weil viele feine Anleitungen drin sind und ich mir denk, aaach, die vier Euro, die gönn ich mir…dann kauf ich quasi die Lust auf viel-Geld-ausgeben-im-Wollgeschäft gleich mit. Blöd. Zum Glück kommt Weihnachten, ganz viel Möglichkeiten, Wolle zu kaufen und zu stricken und es herzuschenken. Au weia. Ich werd noch von der Tante, die den Nichten liebend gern rosa Plastik schenkt, einfach, weil ich nicht erzieherisch tätig sein muss, zur uncoolen Socken-Hauben-Schal-Tante. Außer ich krieg eine Hellokittie-Haube hin. Das wär ja gelacht! Ha! Und schon die nächste Idee auf der Liste…

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Projekt März beendet im November

Sehr müde, sehr glücklich hab ich es heut endgültig fertigbekommen – mein großes Pulloverprojekt. Groß triffts, ich hab ein Zelt gestrickt. Aber ein soooo gemütliches Zelt, ich mag ihn das Wochenende gar nimmer ausziehen.

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Und das Beste: Er hat keine zwei Kilo und ist einfach nur kuschelig! 🙂

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Plan B: Strickoma werden!

Hach, danke liebe Katrin. Seit ein paar Tagen weiß ich, wie ich mir mal meine Pension auffetten werde – ich werde zur Auftrags-Strick-Oma bei myoma.de! Tolles Konzept – man bestellt sich Hauben, Schals, Handschuhe, und bekommt gleich mitgeliefert, wer das Teil gestrickt hat.

Und weil ich grad sehr wenig Zeit habe und nicht nur um kurz nach fünf grad mal Mittagspause mache (damit das vielleicht doch noch was wird mit einer gscheiten Pension…), sondern noch soooo eine Liste abzuarbeiten hab vorm Abendtermin, lass ich die von MyOma.de mal selbst sprechen:

Hier trifft traditionelles Handwerk auf Mode. Stöbern Sie in unseren Kollektionen und finden Sie Ihr Lieblingsprodukt. Lernen Sie außerdem unsere Strickerinnen kennen, die ganz unter dem Motto von Oma Christel: «Die Nadel darf nicht rosten» individuelle Sachen für Sie anfertigen. Unsere Strick-Omas beherrschen und lieben ihr Handwerk seit Jahrzehnten – und das sieht man auch!

Mit dem sozialen Projekt MyOma möchten wir die ältere Generation unterstützen und ihnen eine Aufgabe geben, die Spaß macht und gleichzeitig die Rente aufbessert. Wir von MyOma sind der Meinung, dass Lebenserfahrung sowie das Wissen und Können von älteren Menschen eine Bereicherung für die Gesellschaft darstellt, die genutzt werden sollte. Mit MyOma möchten wir eine Gemeinschaft schaffen, in der sich unsere „Strickomas“ wohl und gebraucht fühlen. Jede Oma wird selbstverständlich pro Strick- oder Häkelauftrag entlohnt und entscheidet selbst, was und wie viel sie stricken möchte. Jeder, der sich für ein MyOma-Produkt entscheidet, unterstützt somit auch eine Oma.

Hach, das Internet ist doch eine tolle Sache – es ermöglicht auf so viele Weisen, konventionelle Massenproduktion zu umgehen. Gefällt mir!!

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Und es wurde wirklich ein Zelt…

Mein bisher teuerstes selbstgemachtes Teil ist – in provisorisch zusammengehefteter Form – fast fertig, der Kragen muss noch drangestrickt werden. Und es ist WIRKLICH ein Zelt geworden, breiter als lang, obwohl ich nichtmal ganz am Rand zusammengeheftet habe. So gerne ich beim Nähen und Stricken freestyle, und so sehr ich Genauigkeiten und Anleitungen und Blaaaa hasse, vielleicht sollt ich mich doch vielleicht mal dran halten, welche Wollart angegeben ist, wieviel Maschen angegeben sind und dass die Längenangaben sehr wohl stimmen. Siehe Ärmel – die sind beim Kettenhemd auch um eine volle Handfläche zu lang geworden.

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Ich mag den Pulli trotzdem sehr – er ist warm, gemütlich, und über einem engen Kleid samt grauen – seufz – Boots sicher supercool. Tirili, stolzbin! Jetzt, wo ich schon ganze zwei Pullis, mit denen ich mich auch wirklich auf die Straße trauen würde, geschafft hab, gibts keine Grenzen mehr. Irgendwann hat man auch genug Hauben und Schals…

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Quadratisch, praktisch, gut! So hätte er aussehen sollen – mit einem drangestrickten Kragen wird er ihm dann eh noch ähnlicher…

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Oba geh!

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Das hätte ich ja niiiie gedacht! Find ich super, dass auf der Wolle die gleichen Warnungen stehen wie auf Tschickpackerln….

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Das Kettenhemd

Fast fertig. Ich muss noch einen Kragen dranstricken, sonst schlabbert der Pulli aufgrund seiner zwei Kilogramm (!) und des etwas weit geratenen Halsausschnittes sehr bald rund um meine Knöchel. Bevor er ganz fertigfertig ist, gibts mal einen Ausschnitt. Und die Augenringe kommen vom Licht, bittesehr. Fuckse Energiesparlampe(der Song ist übrigens wirklich ganz großes Kino in Sachen Dialektreimen!)

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Mir gefällts – der Liebste hat mir weiterhin zum endlich fertiggestellten Kettenhemd gratuliert….

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Braucht Wolle ein besseres Image?

Irgendwie bin ich heute drübergestolpert über eine Kampagne, die mir seither keine Ruhe lässt. Es gibt in mehreren Ländern weltweit die Campaign for Wool. Schirmherr ist der gute Ohrenkaktus-Charlie (womit ich sagen will: trendtechnisch jetzt nicht unbedingt weit vorne, das Ding), und Ziel der Kampagne ist, dass allgemein in der Textilindustrie mehr Wolle verwendet wird, und diese im wahrsten Sinne des Wortes mehr wertgeschätzt wird, damit sich das Halten von Schafen für die Farmer wieder rentiert.

Zunächst mal ist mir – meine Stricksucht wird wirklich langsam bedenklich – der Sabber geronnen bei all diesen schönen Bildern (vor allem denen auf Pinterest). Dann muss ich der Kampagne rechtgeben: Im Vergleich zu der Produktion von manchen (!)  Kunstfasern ist die Wollproduktion nachhaltig. Die Rettung kleiner Farmer durch eine Imageverbesserung von Wolle ist ebenfalls sicher sinnvoll.

Aber.

Wie eine Leserin kürzlich treffend angemerkt hat, ist auch die Wollproduktion in der Masse, in der der Bedarf da ist, tierquälerisch. Und ja, ich verwende trotzdem Wolle – habe aber in letzter Zeit verstärkt darauf geachtet, auch diese aus biologischer und fairer Produktion zu beziehen, immerhin. Aber wenn ich mir meine heißgeliebten Strickgeschäfte so anschaue, sehe ich: Da besteht echt noch viel Luft nach oben.

Wenn diese Kampagne dazu führen sollte, dass mithilfe der Bilder der armen Kleinbauern mit ihren zehn Schafen im Endeffekt die Massenproduktion nach oben geschraubt wird, dann find ich sie nicht gut.
Und allein schon, dass mir bei einer Kampagne zur Imagehebung eines Materials, dessen Verarbeitung ich momentan verfallen bin, derartige Zweifel kommen …. macht mich fertig. Einmal angefangen, etwas „besser“ zu machen und mehr auf bewussten Konsum zu achten, macht man sich ein Minenfeld an möglichen Fallen auf. Das nervt schon gewaltig, dass das alles so kompliziert sein muss. Ich glaub, ich peile doch den Selbstversorgerhof mit meinen eigenen Schafen an…

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All you knit is love

Der Zpagetti-Pullover ist fertig. Also, die Einzelteile. Zusammengenäht werden muss er noch. Die vier Teile – vorne, hinten und die zwei Ärmel – haben insgesamt lockerflockige zwei Kilogramm. Bin ja mal gespannt, ob mir die Schultern weh tun, wenn ich das Teil dann mal anhaben sollte.

Weg von den 20er-Nadeln (von einer Bekannten liebevoll als Geräte „in futuristischer Sex-Toy-Optik“ bezeichnet) habe ich mich nun feineren Dingen zugewendet. Dünne Nadeln, dünnes Garn, und ich versuche mich im Zopfen. Bin gespannt, ob ich den dann fertigen Schal jemals tragen werde, habe meinem persönlichen Geschmack nach nämlich locker 30 Maschen zuwenig angeschlagen – a.k.a.: Ist mir viel zu schmal, das Teil. Gibts Interessenten?

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Grobes…

Puh, ein Feiertag am Sofa – waren dann doch ein paar Gin Tonics zuviel gestern. Teufelszeug. Aber gut, das Wetter hat eh nicht zum Rausgehen eingeladen, also Lesen, Stricken, Fernschauen, Kochen, Knotzen, am Sofa festwachsen, immer wieder mal Einschlafen. Und versuchen, das Kunstblut von gestern irgendwie wieder aus dem Gesicht zu scheuern.

Bin zwar nur noch wenige Zentimeter von der Finalisierung dieses Projekts entfernt, aber momentan grad so derart auf der Zpagetti-Welle, dass ich gleich mal einen weiteren Pulli angefangen hab. Ausschauen soll er so wie das schöne Nolita-Teil von We are Knitters, nur halt aus Baumwollstreifen. In Grau.

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Extra sehr locker gestrickt, da die Streifen recht schwer sind, der fertige Pulli wird dennoch ein ordentliches Gewicht haben. Aber ich freu mich trotzdem. Das Teil, drunter ein langes weißes enges Top und die zerrissenen Boyfriendjeans, yeah.

Nur der Liebste hat mir die Vorfreude etwas zermantschgert:

„Schaut aus wie ein Kettenhemd…“

Grumpf.

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