Archiv für den Monat Mai 2012

Jetzt in 1070: Designpfad Wien!

Uuuuuuh, grad entdeckt, muss ich gleich mit meinen Wiener LeserInnen teilen:

Von heute bis Samstag findet im siebten Bezirk der Designpfad statt. Viele kreative Ideen werden in vielen netten Geschäften rund um Neubaugasse und Co. präsentiert. Auch im Stoffsalon gibts eine nette Aktion – aus Stoffresten den längsten Schal der Welt (?) nähen.

Was auf der Homepage recht geschwurbelt formuliert ist („Die Kontinuität des Designpfades ist ein sinnvoller Beitrag die früher traditionell in der Wiener Kulturlandschaft besser verankerten Kompetenzeigenschaft Wiens als Designstandort wiederzubeleben„) , hat für mich eine klare Botschaft: Es gibt hier genügend kreatives Potential, um Designideen vor Ort umsetzen zu können – auch Modegeschäfte nehmen teil, ganz tolle Boutiquen wie die Kleidermanufaktur! Ich kenne und liebe den Siebenten, und es sprießen die kleinen, feinen Boutiquen wie die Schwammerl ausm Boden. Was ich mag ist, dass da wirklich oft die Herstellerinnen selbst im Laden hocken, selbst entwerfen, nähen usw. Nachhaltigkeit und Fair Fashion oleole!

Wer Zeit hat: Hinschauen!

Getaggt mit

New Dress a Day

Nukimama, die diesen wundervollen Blog betreibt, hat mich vorgestern auf diese unglaublich tolle Seite hingewiesen: New dress a day. Marisa beschloss Ende 2009, sich keine neuen Kleider mehr zu kaufen, sondern nur noch auf Flohmärkten, in Caritaslager-artigen Einrichtungen in den USA und bei Freunden nach Kleidung zu suchen. Optimalerweise sollten die Teile geschenkt oder nicht mehr als ein Dollar kosten. Und sie würde ein Jahr lang jeden Tag ein neues Teil präsentieren, das sie aus den alten Kleidern umgenäht hat.

Der Blog rennt seither durchgehend. Ich habe mich mit riesiger Begeisterung durch etwa 30 Seiten geklickt, hier meine Favoriten:

Vorher (c) newdressaday.com

Vorher (c) newdressaday.com

Nachher (c) newdressaday.com

Nachher (c) newdressaday.com

oder:

Vorher (c) Newdressaday.com

Vorher (c) Newdressaday.com

Nachher (c) Newdressaday.com

Nachher (c) Newdressaday.com

Mir steht schon wieder meine eigene Ungeduld im Weg. Ich wär gern so viel besser beim Nähen, als ichs bin… bin über die Polsterüberzugsphase noch nicht drübergekommen.

Getaggt mit , , , , ,

Fotos von der Kleidertauschparty

Alle Fotos (c) GLOBAL 2000 – Danke fürs Fotografieren, Vicky!

(c) GLOBAL 2000

(c) GLOBAL 2000

(c) GLOBAL 2000

(c) GLOBAL 2000

(c) GLOBAL 2000

(c) GLOBAL 2000

(c) GLOBAL 2000

(c) GLOBAL 2000

Und mein Lieblingsfoto ist dieses hier: Der kleine Fortpflanz einer Kollegin mit meinem Khao-San-Road-Kleid in der Hand…

(c) GLOBAL 2000

(c) GLOBAL 2000

Getaggt mit , ,

Integraler Urlaubsbestandteil Shopping

Juhu, kürzlich Urlaub gebucht! Der wird dieses Jahr aufgestückelt – ein Wochenende da, eins dort, eins überhaupt woanders, eine Woche Ferienwohnung der Großeltern, eine Woche ans Meer. Braaandgefährlich, sag ich euch! Denn ich liebe es nicht nur, auf Kurztrips (oder längeren Urlauben) zu shoppen, ich mags auch – ganz un-umweltschützerisch – mir in der Früh zu überlegen, welche Länder ich denn anhabe, und dann in den Erinnerungen an die jeweilige Reise(n) zu schwelgen.

Gestern war es zum Beispiel USA (Converse aus NYC), Österreich (okok, Bangladesch, eigentlich, Leggings vom Texilschweden, aber der Kaufort zählt in dem Fall), wieder USA (wieder NYC, feines Shirt),  Spanien (einer der Abschlusskäufe von Jänner) plus Tasche aus Deutschland. Manchmal bekomm ich problemlos hin, dass genau die Unterhose in Wien gekauft wurde, der Rest irgendwo, von USA über Indonesien und Australien bis hin zu diversen europäischen Staaten.

Shopping ist für mich, besonders auf Städetrips, integraler Bestandteil des Urlaubsprogramms. So integral, dass ich mich heute bei dem Gedanken erwischt habe, was ich denn dann bitte sonst in dieser Zeit tun soll. Hallo? Wie gehts mir bitte?!

Aber: Was ich in Brüssel geschafft habe, schaff ich in den anderen Ländern auch. Muss ich schaffen.

Hier nochmal: Brüssel, vorher.

und: Brüssel, nachher. Geht doch!

Getaggt mit ,

Off Topic

Man verzeihe mir bitte, mein 112ter Beitrag hat jetzt nur mit Stoff und nix mit Kleidung zu tun. Ich gelobe Rückkehr zum Kernthema – morgen. Ich freu mich so, ich muss das posten. Am Wochenende wurde lackiert, lasiert, geschliffen und getackert – bin grad schwer in Möbel-Upcycling-Laune. Und da gehts ja schließlich auch um „Nix Neues Kaufen“… und ich find nix schlimmer als Zimmer, die für den Katalog vom Möbelschweden abgelichtet werden könnten. Altes hält sowieso länger. Es ist wie mit meiner Einstellung zum Textilschweden: Vorhandenes ist erlaubt, aber wenns was Neues sein soll, dann bitte nach Alternativen schauen, die bessere Qualität haben und für ein besseres Gewissen sorgen.

Aus altem Polsterbett mit ziemlich ziemlich SEHR hässlichem Samtbezug  in undefinierbarem altrosaorange, aber mit bequemer Matratze und irre viel Stauraum gemeinsam mitm Holden ein schwarz-weißes Schmuckstück gemacht:

(c) nunette colour

(c) nunette colour

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Das Kastl im Hintergrund ist inzwischen auch statt undefinierbar braun-beige-wäh schön straight schwarz-weiß. Lustig, was ich in Sachen Möbel seit Jahren unglaublich toll finde, nämlich alte Möbel mit neu eingehauchtem Leben oder zu Mobiliar entfremdete Dinge wie etwa Straßenbahnschilder, Teekisten, alte Kochtöpf oder Stoßdämpfer alter Loks (ja, ehrlich!), geht mir in Sachen Mode jetzt erst auf. Werd mich wohl heut noch Umnähbares Zeugs ausm Schrank holen und mich zum Üben an die Nähmaschine setzen… es juckt in den Fingern!!

Getaggt mit

Gelegenheit macht Seidenkleid

Hach war das nett, das Kleidertauschfeiern! Erstens in meinem verlängerten Wohnzimmer, zweitens mit lecker Sekt und Brötchen (die ich aufgrund des noch leckererererererern Mittagsmenüs ausgelassen hab), feine Stimmung, viiiiele Mädels da, aber nie zu voll. Ich habe eine Menge Fehlkäufe hingebracht, vom Skunk-Funk-Longshirt, das ich mir wirklich rein. nur. wegen. der. Marke. gekauft hab bis zum drei-Euro-Kleid von der Khao San Road in Bangkok 2009 über kurze Hosen, Caprihosen, lange Hosen, ein paar Shirts. Spannende Selbstbeobachtung beim Durchwühlen der angebotenen Teile: Ich hatte kurzfristig sogar schlechtes Gewissen, dass ich mir grad neue Teile besorge. Brauche ich die überhaupt? Inhalt meines Kleiderschranks und so.

Habe die gefundenen Teile dann nochmal aussortiert und mich doch wieder von dem wunderschön violetten Gürtel getrennt (ehrlich, ich hätte ihn niemals getragen, so schön die Farbe war) und auch die senfgelbe Weste, die ums Äutzerl zu klein war, aber eben so schön senfgelb, wanderte wieder zurück auf den Stapel. Kolleginnen kamen auf mich zu und lachten: „Jetzt darfst du auch, wie fühlt sichs an?“. Ehrlich gesagt: Dieses Verdurstender/Strohhalm-Gefühl stellte sich nicht ein. Auch nicht etwas, was im Entferntesten an einen Kaufrausch hätte erinnern können. Wie gesagt, seltsames, schwer zu definierendes schlechtes Gewissen. Freue mich jetzt natürlich über die „neuen“ Teile, aber einen Unterschied hatte die Sache: Ich glaube, kein einziges der Teile hätte ich mir so im Geschäft gekauft. Die Gelegenheit hat mich zu ihrer neuen Besitzerin gemacht. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, muss ich noch überlegen. Zumindest hab ich sehr reduziert – viel mehr mitgebracht als mitgenommen.

Hier meine Funde mit starker Petrollastigkeit links (es soll Menschen geben, die über mich sagen, ich sei bei türkis und petrol so wie Elstern bei silber und gold…).

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Special Thanks gehen an die allerliebste Freundin und Leserin Aniger – das schwarze Seidenkleid von ihr (exklusiv vorab gegen orangegestreiftes Wickelkleid geswapt) passt ganz wunderbar und wird wohl im Sommer einige Male ausgeführt werden….bei dem karierten Hoodie bin ich mir nicht nicht ganz so sicher, ob sie mir gefällt und passt. Wandert im Notfall einfach weiter..Das graue Riesenshirt rechts wird zum Umnähen verwendet, das hellgraue Shirt ist ein schwer lässiges Sisley-Teil, das, wenns mir nicht mehr gefallen sollte, direttamente zu Ina wandern wird, und links: Hach, Petrol. Ein Schal (ok, DEN hätte ich mir definitiv auch im Geschäft gekauft), ein Schlauchrock, lieb ich über Jeans, und ein Hoodie, schön lang und stretchig. Doch. Ich freu mich.

PS: Weitere Special Thanks an die liebe Stella von GLOBAL 2000, die das wirklich absolut genial organisiert hat. Danke dir!

 

Getaggt mit , ,

Personalisierte Spammail?

Ich liebe meine Spam-Mails. Sie sorgen immer für kurze Grinser im stressigen Büroalltag, wenn mir eine Frau aus Russland ihre große Liebe gesteht, ein Mann aus Afrika mir erklärt, ich hätte 10 Millionen Dollar geerbt, oder mir Business-Zusammenarbeit mit einem chinesischen Hundefutterhersteller angeboten wird. Die permanenten Lottogewinne sind auch immer wieder erheiternd.

Heute jedoch kam die bisher schönste, ich fühle mich fast ein bißchen verfolgt – damits nicht gegooglet werden kann, hab ich den Firmennamen besterndlt:

Hello, sir

thank you for your time
We are D***li uniforms clothing manufactory, we mainly produce Uniforms, camouflage clothing and uniforms, currently we mainly export to Russian market and USA Market.

If you are looking for this kinds clothing, please contact our factory by soonest.

Our website: www. ****** . com
email:  sales@ ***** .com
we welcome *** clothing!!!!!!!!!!

We are looking forward to getting your reply soonest

thank you

Robert Z***

Nein, danke! Wobei, vielleicht ist das der wunderbare Anfang einer brandheißen Recherche? 🙂

Getaggt mit

Die letzte Rechnung

Gestern habe ich mal wieder mein Geldbörsel kaum noch zumachen können – immer wieder ein Zeichen dafür, dass es Zeit wird, die angesammelten Rechnungen auszusortieren, eventuell noch was abzurechnen, und dann große Papierhaufen wegzuschmeißen.

Da fiel SIE mir in die Hand. Ich muss gestehen, ich wurde etwas wehmütig. Meine letzte, halt, nein falsch, meine vorletzte Rechnung vom Textilschweden. Schon ziemlich abgewetzt, aber schließlich schon auch weit über 100 Tage alt…

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Wobei, es war kein Lustkauf, sondern ein Stresskauf. Am nächsten Tag sollte es in den Urlaub gehen, Teneriffa. Und dort trägt man bekanntlich als Glücksbringer am Silvesterabend rote Unterwäsche (und isst Trauben, an denen man im Optimalfall nicht ersticken sollte….aber das ist eine andere Geschichte). Die ich nicht hatte. Die ich nach dem Horrorjahr 2011 aber unbedingt haben wollte – nur ja nix falsch machen für 2012. Also: Schnell noch rein in den Laden.

Das Ergebnis fast schon klassisch: Aus dem

  • Unterwäscheset – wobei ich den Ausdruck „Netz“ etwas unpassend finde für das bissl Spitzenrand auf der Baumwolle – fand sich dann noch eine
  •  Hose (runtergesetzt auf 15 Euro, nicht anprobiert, sondern einfach gekauft, und richtig: einmal angehabt seither),
  • eine Bluse (nicht runtergesetzt, aber zu meiner Verteidigung: Die mag ich wirklich gerne und hab sie auch viel an),
  • noch ein BH und
  • mein größter Schandfleck, ich schäme mich: Ein von 5 Euro auf 2,50 runtergesetztes Top. Das ganz wie die Schokoriegel vor der Supermarktkasse kurz vor der Kassenschlange hing.

Dieser Einkauf war zwar nicht der Auslöser für meinen Shoppingstopp, und ich wusste damals auch noch nicht, dass es mein zweitletzter Textilschwedenbesuch sein sollte (zwei Tage vor Beginn schob es mich etwas panisch noch in Barcelona bei einem rein…). Aber: Genau diese Rechnung zeigt, dass ich den Stopp dringend nötig hatte.

Getaggt mit ,

Reminder: Morgen ist Kleidertauschparty!

(c) GLOBAL 2000

Freu mich schon, zappel herum und überleg dauernd, wovon ich mich trennen will und in was ich garantiert nie wieder reinpassen werden.

Es wurden übrigens noch ein paar Spielregeln festgelegt:

DOs

  • Bring ausgewählte Kleidungsstücke mit, bei denen du weißt, dass sie jemand anderem Freude bereiten werden.
  • Kleidung bitte vorher waschen.
  • Frühlings- und Sommermode hat gerade Saison und findet sicher schnell eine neue Trägerin.
  • „First come, first serve“ war gestern. Du kannst einfach während der Party-Zeiten immer wieder vorbei schauen.

DON’Ts

  • Wir sind keine Altkleidersammelstelle: Kaputtes und Schmutziges zu Hause lassen!
  • Bitte nicht säckeweise Kleidung vorbeibringen.
  • Keine Unterwäsche und Badebekleidung, nix wovors ehrlicherweise sogar dir selbst graust…

So funktioniert’s:
Wir zählen deine mitgebrachten Kleidungsstücke an der Kassa und du erhältst einen Bon mit der Stückzahl. Genauso viele Stücke kannst du dann wieder mit nach Hause nehmen. Für Shirts und kleinere Accessoires gilt: 2 davon für 1 Hose oder Rock…

Wir sehen uns am Montag!

Getaggt mit , ,

Ob das was wird?

Der Schnitt ist gekauft, die Nähmaschine ist ausgeborgt, der Stoff ist besorgt, das Garn ebenso, Bügelbrett und -eisen fehlen noch.

Jetzt brauch ich nur noch jemanden, der (oder wahrscheinlicher die) mich an der Hand nimmt und mir Schritt für Schritt erklärt, was ich falsch mach ….und die mir hilft, den Schnitt etwas zu pimpen.

(c) nunette colour

(c) nunette colour

Getaggt mit ,