Archiv für den Monat Juni 2012

Erinnerungsunterstützungen

Es ist unbezahlbar – eine kleine mickrige externe Festplatte wurde übersehen. Und ich Schlaumeier hab genau auf der Festplatte mal sicherheitshalber ein Fotobackup der letzten 10 Jahre gemacht. Mir sind heute die Tränen in den Augen gestanden, als ich gesehen hab, dass alle Fotos noch da sind. (Fast) alles andere ist ersetzbar, aber Erinnerungen? (jaa, ok, Erinnerungen können mir eh nicht gestohlen werden, aber nennen wirs halt Erinnerungsunterstützungen…) Und weils mich grad so freut, teile ich gleich mal ein paar Fotos mit euch…

Hier ein best of meiner modischen Ausflüge und Fehltritte der letzten 10 Jahre – und was davon ich noch im Kasten habe:

2005: Top hab ich noch, in die Hose pass ich nicht mehr rein – leider. Ist regelmäßig die „in DIESE Hose werd ich wieder reinkommen“-Zielhose bei meinen Abnehmplänen. Die Sandalen sind die besten der ganzen Welt. Und fallen leider schon auseinander. Und: Es ist bedenklich, wieviele Rotweinfotos es von mir gibt…

(c) nunette colour

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2004: Meinen Augenringen nach zu schließen die dritte Party in drei Tagen. Türkis. Immer wieder und in jeder Ausführung. Bis auf die Tasche (der ich nachweine) alles noch im Kleiderschrank vorhanden. Und nein, ich rauche nicht mehr. Aber was hab ich mich damals cool gefühlt mit der Tschick in der Hand….

(c) nunette colour

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2006: Immer noch türkis. Leider auch in der Shiny Version, grobes Hoppala. Fürchterlich und schon lange nicht mehr Teil meiner Kleidungsauswahl. Und ja, es war eine Indoor-Wasserschlacht. Danach hatten Eva und ich halbierte Gummifrösche an der Nase kleben. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich noch an den ganzen Abend erinnere.

(c) nunette colour

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2005: Ars Electronica. War eine extrem lustige Installation – und das Kleid (immer noch bei mir im Schrank) immer ein Grund zum massiven Baucheinziehen. Musste außerdem mit Sicherheitsnadeln in Brusthöhe abgesichert werden, damit mir die Leute noch in die Augen schauen würden. Im Nachhinein: ganz schreckliches Styling, aber damals hab ich mich super gefühlt.

(c) nunette colour

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Kurz: Mein Farbgeschmack hat sich wenig geändert. Es gibt stilistisch nur wenige „Ogottogottwashabichmirnureingebildet“-Fotos. Aber man sieht: Die Schnäppchenjägerin und Ausverkaufswahnsinnige war ich damals auch schon. Das Teuerste, was man auf alle den Fotos abgesehen von den Schuhen sieht, ist die grüne Jacke – um heiße 40 Euro…

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Ichkaufnichtnix

Ich bin im Moment im Freundeskreis leider immer wieder mit Geldproblemen konfrontiert – da gibt es einerseits die, die alles ganz genau budgetieren, aber nichts sparen, und keine Altersvorsorge haben, und andererseits die, die alles ganz genau durchrechnen und sich sich einfach so mal schnell das neue MacBook leisten können, gleichzeitig aber brav Pensionsversicherung zahlen. Und dann gibt es die, die komplett drauf pfeifen und ohne nachdenken kaufen, manchmal sogar bis weit ins Minus. Ich bin irgendwo zwischen den ersten beiden… Keine Pensionsversicherung, aber auch kein MacBook. Schuldenfrei, aber keinen großen Polster (mehrere Pölsterchen eher, vorzugsweise an Popsch und Beinen, aber das ist wieder eine andere Geschichte..).

Ich habe keine teuren Stücke, bewundere die eine liebe Freundin, deren Schrank voller wirklich WIRKLICH cooler Designerstücke ist. Aber dennoch: Ich habe ein Vermögen in meine Bekleidung gesteckt! Unfassbar viel! Allein schon, wenn ich alle Jacken zusammenzähle, komme ich auf locker dreitausend Euro. Die ich anderweitig viel besser hätte investieren können. Bei Schuhen darf ich gar nicht anfangen nachzurechnen…

Ich bewundere meinen Bruder, der zwar gut verdient, aber aus diversen Gründen recht hohe Fixkosten hat. Als ich ihn kürzlich fragte, wie er das macht, dass ihm immer was übrig bleibt, meinte er lachend: „Ich kauf nix!“. Wirklich nix, Fernsehen statt DVDs, Bücher von mir, Spielzeug für die Kinder second hand, Urlaube bei Freunden in ganz Österreich.

Ich sollte das auch versuchen. Ich geb trotz Shoppingboykott immer noch zuviel aus. Habe immer noch das Problem, dass ich mich mit Einkäufen belohne oder ablenke, aber eben nicht mehr per Kleidung. Ich kauf keine Fetzen, keine Schuhe, keine Taschen, keinen Schmuck. Aber: Ich kauf nicht nix.

 

 

Blöd. Irgendwie.

 

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Schlafmangel

Na halleluja, so ein Einbruch bringt ja wirklich ordentlich Brösel. Was ich mich grad herumärgere mit Listenschreiben, herumtelefonieren, Sicherheitstür usw…. Bin zB erst gestern draufgekommen, dass die Einbrecher ein großes Sparschwein, voll mit 10,20,50 Centstückerln, auch mitgenommen haben. Das Ding hatte gut und gern drei Kilo….

Und weil ich grad eh keine Probleme hab, mach ich Depp grad die von anderen auch noch zu meinen. Jetzt muss ich mich da wieder irgendwie rauswurschteln…

Mein Kopf ist weit weit weit weg vom Shoppingboykott. Immer noch. Es tut mir leid. Schade, dass ich so feststellen musste, dass es Wichtigeres gibt als mein Projekt. Ich verspreche baldige Updates in Sachen Mode, Green Fashion usw – sobald ich wieder einen Kopf dafür habe.

Sooooo blöd das alles. Und ich hab noch dazu nix geschlafen, da geht dann am nächsten Tag gleich immer die Welt unter, so schlimm ist alles…

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Wieder online

Die liebe Ina und ihr Alex haben uns einen Laptop geborgt, bis ich mir einen neuen kaufe – wahrscheinlich eh schon morgen. Der Einbruch sitzt noch ordentlich in den Knochen, aber bis auf den Ring (und einen zweiten Ring) ist alles halbwegs verschmerzbar.

Und ich hab noch einen „Vorteil“ gefunden: Ich muss jetzt so viel Geld auslegen, dass ich sowieso nichtmal in Verführung gerate, Geld für Kleidug auszugeben.

Lichtblicke

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das Wochenende hat auch Lichtblicke, die liebe Kirsten hat mir eine coole Tasche geschenkt, ich schenke ihr dafür Olivenöl.außerdem sind beim aufräumen lange gesuchte Ohrringe und eine optische Sonnenbrille wieder aufgetaucht. Sorry für die Tippfehler, Handy Tastaturen nerven…

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Ahnungen

Wenn ihr wüsstet, wie sehr ich mir dem Bügel Foto gehadert habe. Mein zuhause im Internet zeigen. Meine Warnung an Einbrecher, dass bei uns nix zu holen ist, war erfolglos, die Herren waren nämlich trotzdem da. Und haben sich bedient, unter anderem haben sie jeden verfügbaren Laptop mit genommen. Und auch sonst jede Menge elektronisches Zeug.

Bei den meisten Dingen bin ich nicht böse, ist alles ersetzbar. Ich habe bereits viel Schlimmeres erlebt als einen Einbruch. Aber Laptop UND externe Festplatte ist gemein. Alle Fotos weg, zumindest fix die von 2006 bis heute und alle meine Handy Fotos. Das bedeutet, fast alle Fotos von meiner Katze.
Auch das wäre noch zu verschmerzen.

Aber den Ring, den ich als kleiner Stöpsel (ja, ich war mal klein) gemeinsam mit Papa für Mama zum Vierziger ausgesucht habe, den sie seither durchgehend trug, und zum ersten Mal nach 23 Jahren abnahm, um ihn mir zu schenken, den verzeih ich euch nicht. Der tut sehr weh.

Ansonsten habe ich das Glück, dass die für mich unglaublich wertvollen Dinge es objektiv nicht sind, zum Beispiel die von meiner Nichte gemachte bunte Holz kette, ein persönliches Heiligtum.

Aber zur Furie wäre ich geworden, hättet ihr A…Löcher  Kleidung mitgenommen. Nicht dieses Jahr.

Bin die nächsten Tage wahrscheinlich offline, um mal wieder alles auf die Reihe zu bringen. Ich hoffe, ihr bleibt mir gewogen. Der Einbruch war übrigens Zufall, es gab mehrere an diesem Tag im Graetzl bei mir. Liebe Einbrecher, f…you. JETZT ist wirklich  nichts mehr zu holen…

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Ichkaufnix (fast) am Podium

(c) SONNE International

(c) SONNE International

Die liebe Teresa von SONNE international hat mich als „Publikumsgast“ zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Nachhaltige Mode“ eingeladen. Ich freu mich sehr, bin schon sehr gespannt auf dieses Event – und würd mich über zahlreiches Erscheinen freuen!

Fühle mich auf alle Fälle wieder einmal sehr gebauchpinselt!

(c) SONNE International

(c) SONNE International

 

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Steilvorlage im Cadê?

Wieder Stadtspaziergang der ERDgespräche. Dritte Station: Das Kleideratelier „cadê?“, wo Karin Dick seit zehn Jahren Mode aus Bio-Stoffen in hoher Qualität produziert, noch dazu maßgeschneidert. Tolle Teile hängen dort herum. Und ich mittendrin. Gemein – so ein Fall von „alles ok, fair, bio, nachhaltig – und ich darf trotzdem nicht“. Karin servierte Erfrischungen und erzählte von ihrer Arbeit. Spannend, fein, nett, alles super und vor allem grooooßen Respekt für ihren Idealismus! Und dann gings los:

„Ja, also ich find das ja ganz schlimm, da gibts ja grad diesen Trend zum Konsumstopp, ist ja grad in den Medien, und im Internet zu lesen, wo Leute gar keine Kleidung mehr kaufen, also, ich find das nicht gut. Ich mein, man kann doch einfach auch bewusst kaufen, nicht gleich gar nicht! Beim Gemüse kauft man ja dann auch bio und nicht gar nix mehr…“

Mein Grinser reichte von einem Ohr bis zum anderen – was für eine Steilvorlage, sie wusste nicht, dass ich dieeinejenige bin… Hab sie danach drauf angesprochen und mich vorgestellt. Und ihr erklärt, warum ich das mach. War ein feines Gespräch, und liebe Karin, trotz dieser anfänglichen Kritik: Du hast 2013 fix eine neue Kundin. Schön ist es bei dir, schön sind deine Sachen!

cadê? (c) nunette colour

cadê? (c) nunette colour

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