Das Dellago und mein Herz

Dieser Beitrag hat jetzt nichts mit Kleidung und Shopping zu tun – sondern mit einer Sache, die mir persönlich sehr am Herzen liegt: Die Eva, die ist seit unserer gemeinsamen Arbeitszeit vor acht, neun Jahren eine meiner liebsten Freundinnen. Vor drei Jahren haben sie und ihr Mann beschlossen, ein Lokal am Yppenplatz aufzumachen. Alles war wunderbar, das Lokal lief auch relativ bald recht gut und bekam – zu Recht – einen sehr guten Ruf als eines der besten Brunchlokale Wiens.

Eva und ihre Familie waren Quereinsteiger und haben keine vorherige Gastroerfahrung. Und dann kam es nach der Reihe wirklich saublöd – die Renovierung war teurer als veranschlagt, die Zufahrtsstraße vom Gürtel wurde gesperrt, die Ottakringerstraße auf der anderen Seite wurde gesperrt, und dann wurde auch noch das Haus eingerüstet und die Leute setzten sich am Yppenplatz logischerweise lieber zu den anderen Lokalen in den Gastgarten und nicht direkt zur Baustelle. Murphys Law war voll in Wirkung.

Die Kosten wurden zu hoch, das Lokal wurde gesperrt. Jetzt haben sie es aber wunderbarerweise geschafft, dass sie wieder aufsperren dürfen. Nicht nur, dass ich mir einen Haxen drüber ausfreue, wieder mein Gurkengesöff und meine Trüffel-Ravioli genießen zu dürfen, jetzt sind wir alle gefragt: Damit sie es auch wirklich schaffen, muss das Lokal jetzt von Anfang an wirklich rennen. Das bedeutet: Jeder Kaffee zählt!

Liebe Leute – wenn ihr in Wien lebt, stattet dem Dellago am Yppenplatz einen Besuch ab. In Edith-Klingerscher-Manier sage ich: Bitte. Bittebitte. Das Dellago hat eine Karte, durch die ich mich bereits einmal durchgefressen habe, ohne das auch nur eine Speise nicht gut geschmeckt hätte, Cocktails, die wirken UND schmecken, und ist einfach wirklich ein Platz, an dem man sich sehr wohlfühlen kann (und so nebenbei machts auch immer wieder Spaß, sich auf das Schlagfertigkeitsduell mit dem Kellner einzulassen, aber das ist meine persönliche Geschichte). Guter Kaffee und W-Lan für Stressphasen sind doch auch schon was.

Sagts vielen Leuten, dass das Dellago wieder offen hat. Und dass man am besten gleich im März dort mal vorbeischauen sollte, um die Eva (die übrigens eine unglaubliche Heldin des Alltags ist, so nebenbei hat sie nämlich zwei Kinder im Alter von zwei und nullkommafünf) und ihre Familie wieder in sicheres Fahrwasser zu bringen.

Und damit das Ganze nicht selbstlose Karitativaktion rüberkommt – schließlich geht es um ein Lokal, das einen guten Ruf, gutes Essen und inzwischen auch gutes (und goschertes 😉 ) Service hat – habt ihr auch was davon. Am 1. wird neugestartet. Ich bin leider nicht da, aber ich hoffe, dass ich zahlreich und würdig (=trinkt dem Dellago seine Gurkengesöffvoräte weg!!!) vertreten werde..

Die Eva hab ich so lieb, dass mir das diesen thematischen Missbrauch des Blogs wert ist. Ich habe meinen zweiten 29. dort gefeiert, und ich möchte noch viele 29. dort feiern. Und was ganz bestimmtes anderes auch noch, doch davon ein anderes Mal mehr.

Getaggt mit

6 Gedanken zu „Das Dellago und mein Herz

  1. Anton sagt:

    Ich hab da ja meinen Geburtstagsbrunch veranstaltet. Der hat dann von halb helf Vormittags bis Mitternacht gedauert. War saugemütlich! Obwohl ich dann ob der unzähltbaren Revolutions-Achterl zum Schluss dann doch schon etwas Schlagseite bekam 😉

  2. frau vom see sagt:

    solche tränen der rührung sind mir glaub ich noch nie gekommen. bin so froh, dass es dich gibt, danke, liebste nunu! und ich freu mich schon sehr, dich auf das erste gurkengesöff im märz (und viele weitere mehr) einzuladen 🙂

  3. DieAufmSofa sagt:

    nachdem ich heute so viele empfehlungen gelesen habe, werde ich doch einfach mal bei meinem wienbesuch mitte märz vorbei schauen. kann ja nur gut sein! 🙂

  4. Daniela sagt:

    Die internette Welt kann so wertvoll sein, wenn wir es sind, die sie wertvoll machen.
    Und DU, liebe Nunu, machst es auf deine Art und Weise definitiv, wert-VOLL.

    Dein Anliegen Ich hab’s durch die Timeline meines Facebookaccounts geschickt … mögen viele Menschen das Dellage besuchen ! Und ich hab’s auf meine „To-Do-Liste“ für meinen nächsten WienBesuch gesetzt.

    Herzensgrüße, Daniela

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