„Shoppingsüchtig zu sein ist out“

Auf oe24.at schreibt eine gewisse Jenny Fellner. Ja, das Töchterl zweier in Österreich nicht unbekannter, aber nicht überall beliebter Medienmenschen – zumindest bei mir nicht unbedingt. Und ich kenne die gute Jenny zwar nicht, habe bei dieser Klientel vorurteilshalber jedoch häufig Kinderkarrieren am Beispiel des Niko Pelinka im Kopf. Aber vielleicht tu ich ihr ja Unrecht.

Das Töchterl fühlt sich jedenfalls mit dem Hobby Shopping inzwischen ziemlich alleine gelassen – ich kopiere das jetzt unkommentiert hier hinein. Fast unkommentiert:  Ich hab nicht gewusst, ob ich lachen oder weinen soll. Reflektiert ist es ja, aber die Reflexion kam wohl ausm Spiegel in der Umkleidekabine. Die Freundinnen sind mir dafür umso sympatischer. Und zugegeben: Vor eineinhalb bis zwei Jahren hätte ich den Beitrag noch fast (!) witzig gefunden.

Shoppingsüchtig zu sein ist out
Ab jetzt finde ich Shoppen offiziell langweilig. Inoffiziell bleibt es aber meine Lieblingsbeschäftigung!

Kennen sie das? Sie gehen an einem Laden vorbei, sehen so ein extrem schickes Kleidchen und wollen es unbedingt haben. Geht es ihnen öfters so? Bitte sagen Sie ja! Denn in meinem Freundes-Kreis wird Shoppen immer nebensächlicher, wofür ich überhaupt kein Verständnis habe. Neulich habe ich meine zwei engsten Freundinnen in London besucht und sie in mein Lieblings-Kaufhaus Selfridges gezerrt. Im wahrsten Sinne des Wortes “gezerrt“! Denn ihre Shopping-Lust hielt sich im Vergleich zu meiner in Grenzen. ”So voll“, “so heiß“, “so mühsam,”  erwiderten sie meine Einladung!

Anfangs versuchte ich mich noch verständnisvoll zu zeigen und sagte: Na gut, ihr ward wahrscheinlich erst letzte Woche…Verwirrte Blicke der beiden trafen auf mich: „Eigentlich nicht, das letzte Mal waren wir mit dir!“ Umso besser, freute ich mich, dann gibt es keine Ausreden!
Doch angekommen im Trend-Kaufhaus bereute ich die Entscheidung, sie mitgenommen zu haben, schon fast wieder. Denn auf jedes von mir auserwählte Teil gab es nur ein müdes: “Von dem hast du doch schon 100”, oder, “so was gibt es auch billiger bei H&M,” oder: “Nicht so mein Stil, aber dir muss es gefallen”. Puhh! Mit Zweien von dieser Sorte einkaufen zu gehen empfehle ich nur, wenn auf ihrem Konto ein Minus steht. Die beiden schaffen es nämlich, dass Sie aus ihrem Lieblingsladen mit NULL Tüten raus kommen! Fast eine Marktlücke – ich sollte mir überlegen eine Agentur für Shoppingsüchtige zu gründen, wo man die beiden als Shopping-Polizei mitbuchen kann. Oder ich finde in meiner Agentur für Shoppingsüchtige viele neue beste Freundinnen, die mich beim Einkaufen begleiten könnten.

Quelle: http://madonna.oe24.at/blog/jenny-fellner/Shoppingsuechtig-zu-sein-ist-out/96806347

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3 Gedanken zu „„Shoppingsüchtig zu sein ist out“

  1. Ich tendiere eher zum Weinen … das ist echt traurig. Da hofft man bei der Headline auf jemanden, der zur Besinnung gekommen ist, und dann beschwert sich so eine geistlose Trutsche nur über ihre nicht shoppingsüchtigen Freundinnen, die im Übrigen der einzige Lichtblick an diesem Erguss sind.

  2. Was den Fellners so aus der Feder träufelt ist wahrlich keine Freude. Die Frau Mama schaftts auch regelmässig, dass mir die Grausbirnen aufsteigen wenn ich ihre „literarischen“ *hust“ Ergüsse lese (n muss).

  3. […] durfte, und wie sehr ich ihre Inspiration schätze, habe ich genau solche oder solche oder solche oder viele andere tolle, aufrüttelnde, informative Artikel mehr von Konsumrebellin und Nunu […]

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