Öffentliche Warnung vor Primark

Hoioioioioi, das ist ja komplett an mir vorüber gegangen, ist bereits Mitte Juni publik geworden: Die Arbeiterkammer Tirol warnt öffentlich vor Primark. Da gehts jetzt nicht um Produktionsbedingungen, sondern die Bedingungen in den Verkaufslokalen hier in Österreich. Aber auch die scheinen wirklich, und zwar so richtig bescheiden zu sein. Auch wenn es kein Vergleich ist mit den Zuständen in den Fertigungsfabriken: Es ist einfach traurig, dass solche Zustände im Jahr 2013 vorkommen. Welche Zustände? Diese hier:

Abmeldung bei Schwangerschaft, Anrufe auf dem Handy während des Krankenstandes, um wieder zur Arbeit zu drängen. Zudem gäbe es fast nur befristete Arbeitsverträge und fast nur Teilzeitbeschäftigte, die kurzfristig zu Arbeitseinsätzen gerufen werden. Von einem Klima ständiger Überwachung ist die Rede und von extremem Arbeitsdruck beim nächtlichem Ausladen der Kleidungscontainer. Beschäftigte würden sich mitunter wie „Arbeitssklaven“ fühlen.

Primark dementiert natürlich. Eh klar. Alles andere wäre wohl bereits juristisch ein Geständnis.

In solchen Momenten fühl ich mich noch gesegneter als sonst, dass ich eine Ausbildung genießen durfte, es mir leisten kann, sogar noch was zu studieren neben der Arbeit, einen Job zu haben, der mir Freiheit und vor allem Würde gibt. Ist doch zum Kotzen, was da abgeht. Und Primark ist garantiert nur ein Beispiel von vielen. Kann mal bitte wer die Welt besser machen? Am besten jetzt? Sofort? Überall?

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3 Gedanken zu „Öffentliche Warnung vor Primark

  1. Ich gestehe, ich war schon ein paar mal in IBK einkaufen beim Primark – im abstand von ein paar monaten meist. Und eine gewisse Personalfluktiation ist mir dort auch aufgefallen…

  2. M_S sagt:

    Mich würde interessieren, wie die Bezahlung ist. Es muss doch einen Grund geben, warum sie überhaupt Personal bekommen – oder ist es gar in der gesamten Branche so? Oder stellen sie ungelernte Arbeitskräfte ein, die bei besseren Jobs im Textil-Einzelhandel keine Chance haben?

  3. […] PS: Apropos Primark Tirol. Da war doch mal was. […]

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